NFL-Stars wählen die besten Spieler der Liga

Zum 15. Mal veröffentlichte die NFL die alljährliche „NFL Top 100“. Schon seit einigen Wochen wurden Stück für Stück die Plätze 100-11 bekanntgegeben. Nun steht auch fest, wer in diesem Jahr an der Spitze der Liste steht.

Am Montagabend wurde im „NFL Network“ das große Geheimnis gelüftet und die besten zehn Akteure der „NFL Top 100“ bekanntgegeben. Das besondere an der Liste: Die Spieler stimmen selbst für ihre Kollegen.

Durchgesetzt hat sich damit in diesem Jahr ein Spieler des Titelverteidigers. Running Back Saquon Barkley steht an der Spitze der Liste. Der 28-Jährige war vor der vergangenen Spielzeit zu den Philadelphia Eagles gewechselt und hatte dort irre Zahlen aufgelegt. 2005 Rushing Yards und 13 Touchdowns gelangen ihm in der Regular Season.

Barkley ist erst der zweite Running Back, der an der Spitze der „NFL Top 100“ steht. Neben ihm war dieses Kunststück lediglich Adrian Peterson 2013 gelungen.

Die Top 20, unter anderem mit Amon-Ra St. Brown, seht ihr in unserer Diashow!

Während sich Barkley also zum ersten Mal an der Spitze der Liste wiederfindet, scheiterte Patrick Mahomes um vier Plätze an seinem dritten Erfolg. Der Quarterback der Kansas City Chiefs führte die Liste nämlich bereits zwei Mal (2021, 2023) an und hätte mit einem dritten Erfolg den Abstand auf den Rekordträger verringern können. Ein gewisser Tom Brady stand insgesamt vier Mal (2011, 2017, 2018, 2022) an der Spitze.

 

Bremerhaven kassiert erste Pleite in der Champions League

Erster Rückschlag für die Fischtown Pinguins in der Champions League: Zwei Tage nach dem überraschenden 3:2-Sieg nach Verlängerung beim Titelverteidiger ZSC Lions Zürich unterlagen die Bremerhavener beim österreichischen Serienmeister Red Bull Salzburg mit 2:3 (0:2, 2:0, 0:1).

Der Hauptrundendritte der vergangenen Saison in der Deutschen Eishockey Liga geriet früh in Rückstand: Luca Auer (3.) und Benjamin Nissner (6.) trafen für die Gastgeber.

Ziga Jeglic verkürzte per Penalty (35.), ehe Jan Urbas in Überzahl ausglich (37.). Doch Lucas Thaler entschied mit einem Powerplaytor für Salzburg das Spiel (49.).

Insgesamt 24 Mannschaften nehmen an der CHL teil. In der Ligaphase geht es jeweils gegen sechs unterschiedliche Gegner. Alle Teams werden in einer Gesamttabelle aufgeführt, 16 schaffen es in die K.o-Runde.

Der deutsche Meister Eisbären Berlin ist mit einem 3:0 beim norwegischen Meister Storhamar Hockey und einem 2:3 beim KAC Klagenfurt gestartet, der ERC Ingolstadt verlor gegen die finnischen Klubs Ilves Tampere (1:3) und Kalpa Kuopio (1:4).

Der deutsche Eishockey-Meister Eisbären Berlin hat in der Champions Hockey League (CHL) den ersten Dämpfer kassiert. Im Duell der Landes-Rekordmeister unterlag die Mannschaft von Trainer Serge Aubin knapp 2:3 (1:0, 1:3, 0:0) beim KAC Klagenfurt. Schlecht lief es auch für den ERC Ingolstadt, der erneut eine Niederlage gegen ein Team aus Finnland kassierte: Diesmal ein 1:4 (1:0, 0:2, 0:2) gegen Meister Kalpa Kuopio.

Wenige Tage vor dem Start der Deutschen Eishockey Liga (DEL) waren der Führungstreffer von Eric Hördler (20.) und der zwischenzeitliche Ausgleich von Nationalspieler Leonhard Pföderl (33.) nicht genug für den Hauptstadtklub. Berlin war in der Vorsaison erst im Viertelfinale am späteren CHL-Champion ZSC Lions Zürich gescheitert.

Auch beim ERC Ingolstadt reichte ein frühes Tor nicht: Zwar sorgte Daniel Pietta (5.) für die Führung des DEL-Hauptrundenersten der Vorsaison, die Gäste schlugen in der 25. Spielminute dann aber innerhalb von nur 14 Sekunden doppelt zurück. Kurz vor Ende des Spiels schraubten die Finnen das Ergebnis weiter in die Höhe.

Für den ERC ist es die bereits fünfte CHL-Teilnahme, beim letzten Auftritt in der Saison 2023/24 schied das Team im Play-off-Achtelfinale aus. Insgesamt 24 Mannschaften nehmen an der CHL teil. In der Ligaphase geht es jeweils gegen sechs unterschiedliche Gegner. Alle Teams werden in einer Gesamttabelle aufgeführt, 16 schaffen es in die K.o-Runde.

Neun-Tore-Wahnsinn in Magdeburg

Angeführt von ihrem kongenialen Sturmduo hat sich die SpVgg Greuther Fürth in einem denkwürdigen Schlagabtausch ihren zweiten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga erkämpft.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Kleine gewann nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge dank ihrer Toptorjäger Noel Futkeu und Felix Klaus sowie einem späten Treffer von Marco John beim 1. FC Magdeburg mit 5:4 (1:1).

Futkeu (24., 69.), Klaus (63., 77.) mit ihren Saisontoren drei und vier und John (90.+9) bescherten den über weite Strecken unterlegenen Franken in einer dramatischen Partie mal wieder drei Punkte. Alexander Ahl-Holmström (28., 65.), der beim FCM Torjäger Martijn Kaars nach dessen Wechsel zum FC St. Pauli ersetzte, hatte für Magdeburg zweimal innerhalb weniger Minuten ausgeglichen. Nach einer Gelb-Roten Karte für Alexander Nollenberger (71.) brachten Rayan Ghrieb (84.) und Noah Pesch (90.+3) die Gastgeber zwischenzeitlich erneut zurück.

In einer insgesamt kurzweiligen ersten Halbzeit war Magdeburg von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, entsprechend überraschend fiel die Fürther Führung. Nach dem schnellen Ausgleich hielt Fürth zwar besser dagegen, die gefährlichere Mannschaft blieb jedoch Magdeburg.

Auch nach der Pause dominierten zunächst die Gastgeber, wieder traf Fürth aber aus dem Nichts, wieder gelang Magdeburg der schnelle Ausgleich. Die Fürther waren nun dennoch wieder voll im Spiel. Nach der erneuten Fürhung durch Futkeu und dem Platzverweis für Nollenberger sorgte Klaus für die vermeintliche Entscheidung. Magdeburg kam jedoch zum dritten Mal zurück, doch John hatte das letzte Wort

Fix! BVB holt „erfolgsgetriebenen“ Silva

In den letzten Tagen pfiffen es die Spatzen rund um Dortmund schon von den Dächern, am Freitag hat der BVB nun den Transfer von Fabio Silva offiziell unter Dach und Fach gebracht. Der Angreifer unterschreibt langfristig.

Borussia Dortmund hat für die Saison 2025/26 und darüber hinaus einen neuen Stürmer unter Vertrag genommen: Fabio Silva wechselt von den Wolverhampton Wanderers zum BVB. Das gab der Fußball-Bundesligist am Freitag bekannt.

Es ist der dritte Deal der Dortmunder innerhalb weniger Tage. Am Dienstag hatte Schwarz-Gelb die Verpflichtung von Carney Chuckwuemeka verkündet, am Mittwoch folgte die Ausleihe von Innenverteidiger Aarón Anselmino. Beide kommen vom FC Chelsea nach Dortmund. Nun ist auch Silva ein Borusse. Der 23-Jährige unterschrieb bis 2030.

„Es war unser Ziel, das Team während der laufenden Transferperiode auch im Sturmzentrum breiter aufzustellen, um möglichst unberechenbar und für alle Situationen in drei Wettbewerben bestmöglich gewappnet zu sein“, sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und fügte an: „Wir haben viel Geduld benötigt, um unsere Vorstellungen durchzusetzen und sind nun froh, in Fabio Silva einen Spieler mit großem Potenzial verpflichtet  zu haben.“

Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte: „Fabio Silva galt schon in sehr jungen Jahren als außergewöhnliches Talent, hat in den vergangenen Spielzeiten wichtige Erfahrungen gesammelt, ist fußballerisch und menschlich gereift und trotzdem immer noch ein junger, entwicklungsfähiger Spieler. Fabio bringt viel Qualität mit: Torgefahr, Spielintensität, Tempo, und er kann flexibel auf mehreren Positionen eingesetzt werden.“

Silva betonte derweil, wie besonders sein neues Engagement in Dortmund sei. „Dieser Klub hat eine enorme Strahlkraft, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Ich kenne den BVB als leidenschaftlichen Verein mit unglaublichen Fans. Jetzt selbst Teil davon zu sein, erfüllt mich mit Stolz und großer Vorfreude“, so der Portugiese.

Angeblich mussten die Dortmunder 22,5 Millionen Euro auf den Tisch legen, um Silva aus Wolverhampton loszueisen. Vier weitere Millionen Euro könnten in Form von Bonuszahlungen hinzukommen.

Silva war bereits vor fünf Jahren für damals 40 Millionen Euro vom FC Porto nach Wolverhampton gewechselt, dort aber nicht zurechtgekommen und immer wieder verliehen worden. 

Der Stürmer kam in der letzten Saison (auf Leihbasis bei UD Las Palmas in La Liga) auf zehn Tore und drei Vorlagen in 24 Einsätzen

 

Lakers-Chefetage reist für Doncic nach Polen

Wenn es eine Franchise versteht, ihre Superstars zum Umgarnen, sind es die Los Angeles Lakers. Besitzerin Jeanie Buss sowie Präsident für das Basketballgeschäft Rob Pelinka flogen zum Abschlusstraining der slowenischen Nationalmannschaft um Superstar Luka Doncic.

Mit ihrer Anwesenheit wollten die beiden ihre vollste Unterstützung für Doncic hinsichtlich seines langjährigen Commitments zur Nationalmannschaft ausdrücken. Sorgen über Verletzungen machen sich Buss und Pelinka keine: „Gar kein Problem“, wurde Pelinka von „The Athletic“ zitiert. „Es ist einfach etwas, woran wir in der Lakers-Organisation glauben.“

Darüber hinaus betonte Pelinka, dass es den Lakers „extrem wichtig sei, dem Gesicht der Franchise volle Unterstützung zukommen zu lassen.“ Pelinka und Buss werden gemeinsam mit Kurt und Linda Rambis, sowie dem Lakers-Chef für Performance und Gesundheit, Dr. Leroy Sims, dem Auftakt der Slowenen gegen Gastgeber Polen am Donnerstagabend (20.30 Uhr) beiwohnen.

Der Star selbst freute sich über den Besuch seiner Bosse: „Es bedeutet mir eine Menge. Das ist ein langer Flug: elf oder zwölf Stunden, glaube ich. Also weiß ich es zu schätzen, dass sie mich hier unterstützen.“ Zuvor hatte Doncic zum wiederholten Mal klargestellt, dass er auch in Zukunft plane, den Sommer bei der Nationalmannschaft zu verbringen. „Wenn ich verletzt bin, geht das natürlich nicht, aber wenn ich nichts habe, werde ich immer spielen“, erklärte der 26-Jährige.

Die Zeit, sich wieder auf die Lakers zu konzentrieren, werde für ihn laut Pelinka nach der EuroBasket wieder kommen. „Wir wollen, dass er sich 100 Prozent auf die Nationalmannschaft fokussieren und mit Stolz für sein Land auflaufen kann“, so der Kaderplaner. „Hoffentlich kommt er weit und gewinnt vielleicht sogar das Turnier.“

Sein Bekenntnis zu den Lila-Goldenen machte Doncic kurz vor der Europameisterschaft: Er unterschrieb Anfang des Monats einen neuen Dreijahresvertrag bei den Lakers.

Vingegaard verliert Rot – Turner gewinnt Etappe

Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard hat das Rote Trikot bei der 80. Vuelta a España erst einmal verloren.

Der in der Gesamtwertung zeitgleich hinter ihm liegende Franzose David Gaudu schaffte es auf der zum Ende hin flachen vierten Etappe, dem dänischen Rad-Star das Outfit dank der besseren Tagesplatzierung vorerst abzunehmen. Beide bleiben mit derselben Zeit eng beieinander.

Ben Turner holte sich im Massensprint den Tagessieg. Der 26 Jahre alte Brite siegte nach der Überfahrt vom italienischen Susa ins französische Voiron vor dem belgischen Sprint-Star Jasper Philipsen und dessen Landsmann Edward Planckaert. Am Dienstag standen 206,7 Kilometer und 2919 Höhenmeter an.

Am Mittwoch kommt es zu einem Mannschaftszeitfahren mit einer Distanz von etwa 24 Kilometern. Zum ersten Mal werden sie nach dem Auftakt in Italien in Spanien starten. Die dreiwöchige Rundfahrt endet am 14. September in der Hauptstadt Madrid.

Paris-Goldmedaillengewinnerin Maike Hausberger hat vor dem Start der Rad-WM in Ronse Kritik an den Bedingungen für Para-Sportler geübt.

„Der Para Sport ist in Deutschland immer noch in den Kinderschuhen, was Material und Unterstützung betrifft. Man muss echt hart kämpfen und immer wieder aufstehen, bis man bei Leuten ist, die einen wirklich unterstützen“, sagte die 30-Jährige im „SID“-Gespräch. Den Leistungen von Para-Sportlern müsse generell „mehr Respekt gezollt werden“.

Sie selbst habe im Vorjahr mit dem Paralympics-Sieg im Einzelzeitfahren „den größten Erfolg gefeiert, den man im Sport haben kann“, so Hausberger weiter.

Dennoch habe ihr in der diesjährigen Vorbereitung kein Zeitfahrrad zur Verfügung gestanden, erst wenige Tage vor Saisonstart habe sich ein Ausrüster gefunden. Viele potenzielle Sponsoren würden wegen der geringen Follower-Zahl bei Instagram absagen. „Aber ich bin keine Influencerin und wollte das auch nie sein. Ich definiere mich über Leistung.“

Detroit Lions schaffen Quarterback-Klarheit

Die Detroit Lions schaffen in der NFL kurz vor dem Saisonstart Klarheit auf der Quarterback-Position. Ein ehemaliger Drittrundenpick muss gehen.

Wie Mike Garafolo vom „NFL Network“ berichtet, entlassen die Detroit Lions ihren Backup-Quarterback Hendon Hooker.

Der 27-Jährige wurde im NFL Draft 2023 in der dritten Runde mit dem insgesamt 68. Pick ausgewählt.

In der vergangenen Saison kam Hooker zu drei Kurzeinsätzen. Der Quarterback brachte hierbei sechs seiner neun Passversuche an. Ein Touchdown gelang nicht, immerhin warf er aber keine Interception.

In der jüngst beendeten Preseason konnte Hooker bei den Detroit Lions aber nicht überzeugen. In vier Einsätzen kamen 22 von 40 Passversuchen für 187 Yards an. Kein Touchdowns und drei Interceptions waren eine enttäuschende Bilanz.

„Es ist ja nicht so, dass er mit unserer ersten O-Line oder der ersten Mannschaft gespielt hätte, all das. Das muss man auch berücksichtigen. Ich fand, dass er gut vorbereitet war, ich fand, dass er bereit war, er wirkte ziemlich ruhig, und die Umstände haben heute einfach nicht gepasst, das ist alles“, sagte Head Coach Dan Campbell nach der Preseason.

Die Detroit Lions sollen deshalb auf Kyle Allen als Backup für Starter Jared Goff setzen. Der 29-Jährige kann sieben Saisons NFL-Erfahrung vorweisen. Allen spielte in 2024 bei den Pittsburgh Steelers, kam hinter Russell Wilson und Justin Fields allerdings lediglich auf einen Passversuch.

Die Detroit Lions setzen ohnehin voll und ganz auf Goff, der seine Anspielstationen um Amon-Ra St. Brown in Szene setzen soll.

Die Detroit Lions hatten es in der vergangenen NFL-Saison bis in die Divisional Round geschafft. Hier war überraschend gegen die Washington Commanders (31:45) Schluss. Mit John Morton hat das Team einen neuen Offensive Coordinator.

Hintz meldet sich zurück – und träumt von Olympia

Roope Hintz hat sich von seinem Fußbruch erholt und ist bereit für die neue Saison mit den Dallas Stars. Außerdem träumt der Center von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen.

„Mir geht es gut. Mein Fuß ist in Ordnung, ich konnte diesen Sommer normal trainieren“, sagte Hintz am Freitag im Rahmen der European Player Media Tour.

Der 28-Jährige hatte sich in Spiel 2 der Conference Finals gegen die Edmonton Oilers (1-4) verletzt, war aber trotzdem für die letzten beiden Partien der Serie auf das Eis zurückgekehrt.

„Es ist immer hart, sich zu dieser Jahreszeit zu verletzen. Man versucht dann einfach, so schnell wie möglich wieder zurückzukommen. Wir haben eine gute Lösung gefunden, ich konnte spielen und fühlte mich wieder normal“, so Roope Hintz, der außerdem verriet, dass keine Operation nötig war: „Nur etwas Ruhe, das hat gereicht.“

Hintz, der seit 2018 für Dallas aufläuft, steuerte in der vergangenen Saison inklusive Playoffs in 93 Spielen 79 Scorerpunkte (34 Tore, 45 Assists) bei.

Nun träumt der Mann aus Tampere davon, sein Heimatland Finnland bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo zu vertreten.

„Da würde ein Kindheitstraum wahr werden“, sagte Hintz: „Von den Jungs, die dabei sein werden, kenne ich sehr wahrscheinlich jeden einzelnen persönlich. Es wäre schön, dabei zu sein.“

 

Korb für den FC Bayern – jetzt spricht Florian Wirtz

Monatelang hielt die Zukunft von Nationalspieler Florian Wirtz Fußball-Deutschland auf Trab, füllte Websites, Zeitungsseiten und Rundfunkprogramme. Zwei Monate nach seinem Wechsel zum FC Liverpool und der Absage an den FC Bayern meldet sich der 22-Jährige nun zu Wort – und erläutert, warum er sich gegen die Münchner entschied.

Raus aus der Komfortzone Bundesliga, rein in die Premier League, die beste Liga der Welt – so lautete bei Florian Wirtz im Transfersommer 2025 die Devise.

„Wie schon vor fünf Jahren, als ich mit 16 von Köln nach Leverkusen gegangen bin, habe ich auch diesmal darauf geschaut, wo ich mich fußballerisch am besten weiterentwickeln kann und wo ich der erfolgreichste Spieler werden kann“, sagte Wirtz dem „kicker“.

Aus diesem Grund habe er sich für den FC Liverpool entschieden – „und das bis jetzt noch nicht bereut“, so der Edeltechniker.

Wirtz war im Juni für 150 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu den Reds gewechselt – teurer war noch kein deutscher Fußball-Profi. Für den FC Bayern war der Wechsel eine bittere Pille.

Monatelang hatte der deutsche Rekordmeister – besonders in Person von Klub-Patron Uli Hoeneß – um Wirtz geworben und letztlich einen Korb kassiert.

„Ich habe mich schon sehr intensiv mit beiden Vereinen beschäftigt, es war am Ende keine einfache Entscheidung. Aber ich habe sie mit hundertprozentiger Überzeugung getroffen und bin auch froh darüber“, sagte der 22-Jährige.

Es sei „der schwierigere Schritt, aus dem ganzen Umfeld rauszukommen und in ein anderes Land zu gehen mit all den Veränderungen. Und in eine neue Liga, die einen anderen Spielstil hat“, führte Wirtz aus: „Ich würde deshalb auf jeden Fall sagen, dass es eine größere Herausforderung ist, die ich mir bewusst ausgewählt habe, um zu bestehen und ein besserer Spieler zu werden.“

Sein Ziel sei weiterhin, der beste Spieler der Welt zu werden: „Ja, auf jeden Fall“, betonte Wirtz.

Warum Werder Bremen bereits im Jammertal steckt

Schlechter hätte der Sommer für Werder Bremen kaum laufen können. Vor dem Bundesliga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt (Samstag ab 15:30 Uhr im LIVE-Ticker) herrscht rund um den Verein bereits Endzeitstimmung. Dafür verantwortlich sind das unglaubliche Verletzungspech der Hanseaten und die irritierende Passivität der Verantwortlichen auf dem Transfermarkt. Die Suppe auslöffeln muss der neue Trainer Horst Steffen.

Am 17. Mai war die grün-weiße Welt noch in Ordnung. Zwar wusste man bei Werder Bremen bereits seit dem 33. Spieltag, dass es mit der ersehnten Rückkehr ins internationale Geschäft auch diesmal nicht geklappt hatte, weniger motiviert war das Team im abschließenden Match beim 1. FC Heidenheim deshalb aber nicht.

Ein souveräner 4:1-Erfolg auf der Ostalb bedeutete Platz acht in der Abschlusstabelle, nur ein Punkt fehlte schlussendlich für den Europapokal. Die Fans feierten die Mannschaft und Trainer Ole Werner gebührend, obwohl den Hauptdarstellern nicht nach Jubeln zumute war. Zu knapp wurde der große Traum verfehlt.

98 Tage sind seither ins Land gezogen – und der Wind an der Weser hat sich komplett gedreht. Werder geht nach einem denkbar verkorksten Sommer schwer angeschlagen in die neue Bundesliga-Saison, im Umfeld wächst die Sorge vor der Rückkehr des Abstiegsgespenstes.

Keine Spur von Aufbruchstimmung oder gar Euphorie, überall wird über die Ursachen der Misere, die im Pokal-Aus bei Zweitligist Arminia Bielefeld einen ersten Tiefpunkt fand, diskutiert. Dabei stechen zwei Faktoren ins Auge: Das extreme Verletzungspech und der Transferstau.

Mit entsprechend großen Sorgen startet der neue Werder-Coach Horst Steffen in sein Bundesliga-Abenteuer.

„Wenn unglückliche Dinge zusammen kommen, dann ist das nicht schön. Es ist unglücklich gelaufen mit einigen Verletzungen“, resümierte der Nachfolger von Ole Werner vor dem Gastspiel bei Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt.

Kurz zuvor hatte der aus Elversberg gekommene 56-Jährige im Training den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen: Außenverteidiger Olivier Deman brach sich bei einem Zusammenprall mit dem Torpfosten den Außenknöchel.