Para-Radfahrerin Hausberger holt WM-Gold

Para-Radfahrerin Maike Hausberger hat für einen goldenen deutschen WM-Abschluss gesorgt.

Die 27 Jahre alte Zweiradfahrerin holte sich am letzten Tag der Titelkämpfe nach ihrem Triumph im Einzelzeitfahren auch den Sieg im Straßenrennen.

Zudem gewannen Kerstin Brachtendorf in der Startklasse C5 sowie Steffen Warias in der C3-Klasse in ihren Straßenrennen jeweils Silber.

Insgesamt sammelten die Athleten des Deutschen Behindertensportverbandes im kanadischen Baie-Comeau achtmal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze.

„Was die Mannschaft hier bei den Weltmeisterschaften geleistet hat, ist kaum in Worte zu fassen und hätte ich mir nicht erträumen können“, sagte Bundestrainer Renee Schmidt: „Ich bin sehr stolz auf die sportlichen Ergebnisse, aber auch auf den Zusammenhalt. Das Team ist hier merklich zusammengewachsen.“

Das deutsche Para-Radsportteam hat bei bei der WM im kanadischen Baie-Comeau abgeräumt. Acht Titelgewinne konnte das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) feiern, zudem gab es sechs weitere Medaillen bei den Meisterschaften, die am Sonntag abgeschlossen wurden.

Angelika Dreock-Käser, Annika Zeyen (2), Michael Teuber, Maike Hausberger (2), Kerstin Brachtendorf und Jana Majunke holten die Titel für die deutsche Auswahl.

„Was die Mannschaft hier bei den Weltmeisterschaften geleistet hat, ist kaum in Worte zu fassen und hätte ich mir nicht erträumen können“, sagte der kommissarische Bundestrainer Renee Schmidt: „Ich bin sehr stolz auf die sportlichen Ergebnisse, aber auch auf den Zusammenhalt. Das Team ist hier merklich zusammengewachsen. Alle haben sich gegenseitig unterstützt. Auch das ist ein Baustein des Erfolgs.“

Englischer Rugby-Klub verzichtet auf Tomahawk-Gesang

Der englische Rugby-Klub Exeter Chiefs wird künftig auf das Einspielen von Gesängen verzichten, die an nordamerikanische Ureinwohner erinnern.

Die Maßnahme gehöre zum Identitätswechsel des Vereins, der wegen derlei Aktionen in die Kritik geraten war. In der Vergangenheit waren die Gesänge eingespielt worden, zu denen die Zuschauer einen Schlag mit einem Tomahawk imitierten.

Eine Organisation amerikanischer Ureinwohner hatte den „Tomahawk Chop“-Gesang als erniedrigend eingestuft. Dazu wurden die Fans aufgefordert keinen Kopfschmuck aus Federn mehr zu tragen. „Die Welt ändert sich, und wir müssen uns mit ihr ändern“, sagte Klub-Geschäftsführer Tony Rowe. Den Namen Chiefs (Häuptlinge) will man aber beibehalten.

Dieses Trio steht noch immer auf der Bayern-Streichliste

Der FC Bayern hat in diesem Transfersommer einen großen Umbruch vollzogen und viele wichtige Personalentscheidungen getroffen. Während die Aktivitäten auf der Seite der Einkäufe erst einmal abgeschlossen sein dürften, stehen auf der Seite der Verkäufe wohl noch ein paar Transfers an. Genau genommen könnte es bis Ende August noch drei Abgänge geben.

Das zumindest will „Bild“-Reporter Tobias Altschäffl erfahren haben. Allen voran dürfte Stürmer Joshua Zirkzee in den kommenden zweieinhalb Wochen noch verkauft werden. Der Niederländer hat beim FC Bayern keine große Perspektive mehr, war ohnehin zuletzt schon zweimal nach Italien (Parma Calcio) und Belgien (RSC Anderlecht) verliehen.

Laut dem Bericht des Transferexperten soll es passende Angebote für Zirkzee geben. Womöglich lässt sich der FC Bayern noch eine Rückkaufklausel für Zirkzee zusichern.

Auch Tanguy Nianzou soll die Münchner nach Möglichkeit noch verlassen. Der Franzose galt einst als riesiges Abwehrtalent, konnte sich in seinen ersten beiden Bayern-Jahren aber nie richtig etablieren. Nach bisher lediglich sechs Bundesliga-Startelfeinsätzen könnte es den Innenverteidiger, die mit Matthijs de Ligt, Lucas Hernández und Dayot Upamecano mindestens drei Konkurrenten vor sich hat, ins europäische Ausland ziehen. Vertraglich ist Nianzou derzeit noch bis 2024 an den deutschen Rekordmeister gebunden.

Dass Bouna Sarr auf der Streichliste von Sportvorstand Hasan Salihamidzic steht, ist derweil keine große Überraschung mehr. Der Senegalese ist unter Cheftrainer Julian Nagelsmann überhaupt nicht gefragt, steht bisweilen nicht einmal im Spieltagskader der Bayern.

Auch Sarr hat noch einen geltenden Vertrag bis 2024 an der Säbener Straße, könnte den Klub aber sofort verlassen. Bis zuletzt waren aber keine potenziellen Arbeitgeber am 30-Jährigen interessiert.

Brennauer kann sich Trainerkarriere vorstellen

Radsport-Olympiasiegerin Lisa Brennauer kann sich eine Karriere als Trainerin nach ihrer aktiven Laufbahn vorstellen.

„Ich würde mich freuen, wenn ich ganz viel von meinem Wissen und meinen Erfahrungen weitergeben kann“, sagte die 34-Jährige, die nach den European Championships in München mit dem Leistungssport aufhört, dem „SID“.

Als Berufssoldatin habe sie die Chance, „eng mit dem Sport verbunden zu bleiben. Wie genau, das ist noch offen“, sagte Brennauer und ergänzte: „Es gibt theoretisch ganz, ganz viele Möglichkeiten. Wir tasten gerade ab und schauen, was für mich die geeignete Stelle ist und welche Chancen und Möglichkeiten ich habe.“

Brennauer wird beim Multi-Event in München in vier Wettbewerben an den Start gehen. In der Mannschaftsverfolgung ist die Weltmeisterin mit dem Gold-Vierer von Tokio am Freitag ebenso Favoritin auf den EM-Titel wie in der Einerverfolgung am Samstag.

Auf der Straße geht die vielseitige Allgäuerin in der kommenden Woche im Einzelzeitfahren am Mittwoch und im Straßenrennen am Sonntag an den Start.

Die deutsche BMX-Freestylerin Lara Lessmann ist bei den European Championships mit einer soliden Leistung in den Wettbewerb gestartet und hat sich damit für das Finale am Freitag qualifiziert.

Die 22 Jahre alte Berlinerin belegte bei der Qualifikation am Donnerstag im Münchner Olympiapark mit 73,40 Punkten den dritten Platz.

„Es geht auf jeden Fall noch mehr“, sagte Lessmann nach dem Wettbewerb: „Am Nachmittag kam der Wind raus, ich denke, für morgen sind die Wetterbedingungen besser und da werde ich auch mehr zeigen können.“

Auch die beiden anderen deutschen Starterinnen schafften den Sprung ins Finale. Zweitbeste Deutsche wurde Kim Lea Müller auf Rang fünf, Rebbeca Gruhn belegte den achten Platz.

Die Bestwertung der Jury im Skatepark auf dem Olympiaberg erhielt die britische Olympiasiegerin Charlotte Worthington (82,30).

Medien: Bayern-Star ist Plan 1B beim VfB Stuttgart

Es ist gar nicht lange her, da wurde Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart als Ersatz für Robert Lewandowski beim FC Bayern gehandelt. Doch nun hat sich das Ganze ins Gegenteil verkehrt. Mittlerweile ist ein Münchner Stürmer Thema bei den Schwaben.

Ob Bernd Förster, Mario Gomez, Thomas Hitzlsperger, Philipp Lahm oder etliche andere: eine Vielzahl von Fußballern liefen sowohl für den FC Bayern als auch für den VfB Stuttgart auf. So könnte es nun auch mit Joshua Zirkzee passieren. Denn nach Informationen von „Sky“ hat der Klub aus dem Ländle, der in der letzten Saison noch knapp dem Abstieg entrinnen konnte, es auf den Stürmer vom deutschen Rekordmeister abgesehen.

Konkreter: Sollte der umworbene Sasa Kalajdzic den VfB verlassen, dürfte es wohl extrem heiß werden im Poker um Zirkzee. Zwar würden die Stuttgarter gern weiter mit Kalajdzic arbeiten, er gilt quasi als Plan 1A, gleichzeitig weiß man aber auch, dass der 25-jährige Österreicher bei einem lukrativen Angebot einerseits kaum zu halten wäre, andererseits zudem eine hohe Ablösesumme einbringen würde.

Überhaupt gilt: möchte der VfB noch Geld mit Kalajdzic machen, der in der vergangenen Saison lange verletzt war und daher „nur“ auf sechs Tore in 15 Bundesliga-Spielen kam, müsste er aufgrund seines im kommenden Sommer endenden Vertrags am besten noch in der aktuellen Transferperiode veräußert werden – oder aber verlängern. Doch zumindest danach sieht es derzeit nicht aus.

Längst haben die Top-Klubs die Fühler nach dem österreichischen Nationalspieler ausgestreckt. Kalajdzic wurde in Deutschland mit den Münchnern, aber auch mit dem BVB in Verbindung gebracht. Die neusten Spekulationen kommen aus England. Manchester United möchte den Angreifer verpflichten, wie die „Times“ berichtet, auch der FC Chelsea soll interessiert sein. Kalajdzic ist auf dem Sprung.

Spätestens hier kommt nun Joshua Zirkzee vom FC Bayern ins Spiel. Wie „Sky“ weiter berichtet, ist der 21-jährige Niederländer die präferierte Option, quasi Plan 1B, sollte Kalajdzic gehen. Laut dem Bericht hat es bereits ein Telefonat zwischen VfB- und Bayern-Verantwortlichen gegeben, in dem es um Zirkzee ging.

Das fatale Zeichen des BVB an Youssoufa Moukoko

Die Verpflichtung von Anthony Modeste ist keine gute Nachricht für Borussia Dortmunds Sturm-Talent Youssoufa Moukoko. Zwar sind die Verantwortlichen grundsätzlich weiter vom Potenzial des 17-Jährigen überzeugt. Seine Zukunft beim BVB ist aber mehr denn je ungewiss.

Gleich zweimal durfte Youssoufa Moukoko zu Saisonbeginn bei Borussia Dortmund ein für ihn ungewohntes Hochgefühl erleben: Er stand in der Startelf des BVB – sowohl in der ersten Runde des DFB-Pokals beim TSV 1860 München (3:0) als auch zum Bundesliga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen (1:0).

Die Kehrseite der Medaille: Eine Torbeteiligung gelang dem vor nicht allzu langer Zeit noch als „Wunderkind“ gehypten Stürmer nicht.Gegen Leverkusen spielte Moukoko immerhin ordentlich. Seinen schwachen Auftritt beim Drittligisten in München bezeichnete das Online-Portal „Spox“ aber als „Bewerbungsspiel für einen neuen Stürmer“.

BVB: Youssoufa Moukoko nicht die Nummer eins im Angriff

Rund eineinhalb Wochen nach der Pokal-Partie ist dieser neue Stürmer da. Am Montag verkündete der BVB die Verpflichtung von Anthony Modeste vom 1. FC Köln.

Nun geht in Abwesenheit des an Hodenkrebs erkrankten Sébastien Haller der 34 Jahre alte Routinier – und eben nicht Moukoko – als Platzhirsch auf der Neun in die weitere Saison. Die Chance, nach dem Haller-Schock auf einen neuerlichen Zukauf zu verzichten und Moukoko ins kalte Wasser zu werfen, nahm der BVB nicht wahr.

Warum, das gab Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon einige Tage vor dem Modeste-Transfer unumwunden zu. Mit anderen Worten: Die Rolle als Nummer eins im Angriff trauen sie Moukoko in Dortmund aktuell nicht zu.

Es ist eine schwierige Situation für Klub und Spieler. Zwar glauben die BVB-Verantwortlichen grundsätzlich an Moukokos Potenzial. „Wir werden weiter auf ihn bauen“, kündigte Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem Leverkusen-Spiel an. Die Entscheidung für einen neuen Stürmer bedeute nicht, den Glauben an Moukoko zu verlieren.

Laut „WAZ“ liegt dem U21-Nationalspieler überdies längst ein unterschriftsreifes Angebot zur Verlängerung seines 2023 auslaufenden Vertrags vor.

Mit einer schnellen Einigung ist jedoch nicht zu rechnen. Dem Vernehmen nach knüpft Moukoko seinen Verbleib beim BVB naturgemäß eng an seine sportliche Perspektive.

 

Eishockey-U20 steckt sich hohe WM-Ziele

Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat sich bei der anstehenden Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada hohe Ziele gesetzt.

„Ich denke, wir haben sehr gute Chancen, ins Viertelfinale einzuziehen“, sagte Bundestrainer Tobias Abstreiter. Die wegen Corona um ein Jahr verschobene WM startet am Dienstag.

Die stark verjüngte deutsche Auswahl startet am frühen Mittwochmorgen in Gruppe B gegen Titelverteidiger USA. Die weiteren Vorrundengegner sind Österreich, die Schweiz und Schweden, alle Spiele finden um 4:00 Uhr deutscher Zeit statt.

Deutschland war bei der U20-WM 2020 mit 1:2 gegen Russland knapp am Halbfinal-Einzug gescheitert, holte aber mit dem 6. Platz das bisher beste Ergebnis. „Es ist noch nie einer deutschen U20-Mannschaft gelungen, zweimal hintereinander ins Viertelfinale zu kommen“, sagte Abstreiter: „Deswegen ist das ein sehr schönes Ziel und eine große Herausforderung.“

Im Anschluss an die U20-WM erhält zum ersten Mal auch die Frauen-Nationalmannschaft eine große Bühne. „MagentaSport“ überträgt bei der WM in Dänemark (25. August bis 4. September) alle deutschen Spiele und das Finale. Die deutschen Frauen treffen in der Vorrunde auf Ungarn, Schweden, Tschechien und Gastgeber Dänemark.

Neun Jahre Haft in Russland: NBA kritisiert Griner-Urteil

Die nordamerikanischen Basketball-Profiligen WNBA und NBA haben das russische Urteil gegen den US-Star Brittney Griner scharf kritisiert.

Die von einem Gericht in Chimki nahe Moskau verhängte Haftstrafe von neun Jahren wegen Drogenschmuggels sei „ungerecht und bedauerlich“, teilten die beiden Ligen in einer gemeinsamen Erklärung mit. Das Urteil sei „vorhersehbar“ gewesen, dennoch bleibe die 31-Jährige „zu Unrecht“ inhaftiert, hieß es weiter.

Demnach wollen sich WNBA und NBA „unvermindert für eine sichere Rückkehr“ der Amerikanerin in die USA einsetzen. Es bleibe die Hoffnung auf ein baldiges Ende.

Griners WNBA-Team Phoenix Mercury sprach von einem „ernüchternden Meilenstein“ innerhalb des „Albtraums“ für die eigene Spielerin. „Wir wissen, dass der Prozess, der unsere Freundin nach Hause bringen sollte, nie rechtmäßig verlaufen ist“, schrieb der Klub.

Man sei „untröstlich“, gleichzeitig sei das Vertrauen in die Beamten groß, „die jeden Tag daran arbeiten, sie zu ihrer Familie und uns zurückzubringen“.

Auch US-Präsident Joe Biden hatte die Entscheidung vom Donnerstag in einer ersten Reaktion „inakzeptabel“ genannt. Das Anwaltsteam der Starspielerin hatte unmittelbar nach dem Urteil angekündigt, in Berufung zu gehen, die Chancen für eine merkliche Reduzierung der Haftstrafe dürften jedoch schlecht stehen.

Die zweimalige Olympiasiegerin Griner war im Februar noch vor der russischen Invasion in die Ukraine am Moskauer Flughafen Sheremetyevo festgenommen worden, nachdem Sicherheitskräfte in ihrem Gepäck Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl gefunden hatten. Zu Beginn des Gerichtsverfahrens bekannte sie sich schuldig.

FC Bayern demontiert Eintracht Frankfurt zum Auftakt

Wer soll diese Super-Münchner stoppen? Mit einem Tor-Spektakel hat der FC Bayern die 60. Jubiläumssaison der Fußball-Bundesliga bei Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt eröffnet und ein beeindruckendes Statement an die Konkurrenz gesendet.

Mit dem 6:1 (5:0)-Sieg am Freitagabend vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena unterstrich der Titelverteidiger gleich am ersten Spieltag nachdrücklich seine Ambitionen auf die elfte Meisterschaft in Serie. Die Hessen kassierten dagegen vor dem UEFA-Supercup gegen Champions-League-Gewinner Real Madrid am kommenden Mittwoch in Helsinki einen heftigen Dämpfer.

„Das war einwandfrei. Wenn man hier 6:1 gewinnt – das war ein Auftakt nach Maß“, sagte Thomas Müller bei „Sat.1“. Und Trainer Julian Nagelsmann bilanzierte: „Die erste Halbzeit war fußballerisch herausragend. In der zweiten war es dann ein Stückweit normal, dass man einen Gang rausnimmt, das ist vielleicht auch clever.“

In einer rasanten und teilweise vogelwilden Partie machten Joshua Kimmich (4.), Benjamin Pavard (11.), Sadio Mané (29.), Jamal Musiala (35.) und Serge Gnabry (43.) bereits vor der Pause alles klar für die wie entfesselt stürmenden Bayern. Erst nach dem Wechsel kam Frankfurt etwas besser ins Spiel und belohnte sich durch Neuzugang Randal Kolo Muani (64.) nach dickem Patzer von Bayern-Torwart Manuel Neuer. Musiala (83.) setzte mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt.

Für die kurioseste Szene des Spiels sorgte Thomas Müller in der 23. Minute. Der Nationalspieler brachte es fertig, den Ball aus kürzester Distanz nicht ins leere Tor unterzubringen. Im Fallen traf Müller nach einem nicht ganz sauberen Pass von Gnabry nur den Pfosten, danach prallte der Ball gegen seinen Kopf. Slapstick pur.

Nagelsmann hatte die Qual der Wahl und entschied sich für die gleiche Startformation wie beim Supercup-Spektakel gegen RB Leipzig (5:3) – und damit gegen den fast 70 Millionen Euro teuren Neuzugang Matthijs de Ligt. Auch Nationalspieler Leroy Sané saß zu Beginn nur auf der Bank. Dafür meldete sich Torhüter Neuer nach seiner Magen-Darm-Erkrankung einsatzfähig. Und vorne stürmte Mané, die neue Attraktion der Liga.

Enthüllt: So plant der FC Bayern hinten links

Der Kader des FC Bayern wurde zwar zuletzt mit schlagkräftigen Verstärkungen für die verschiedensten Positionen nach- und aufgerüstet, doch auf der linken Abwehrseite klafft noch eine Lücke. Diese wollen die Münchner offenbar intern schließen.

Alphonso Davies besetzt seit seinem Durchbruch unter dem ehemaligen Trainer Hansi Flick die Stelle als Linksverteidiger des FC Bayern. Doch was passiert eigentlich, wenn der Kanadier einmal verletzungsbedingt oder durch eine Sperre ausfällt? Ein möglicher Backup wurde in Person von Omar Richards vor rund einem Monat verkauft, bislang gibt es keinen externen Ersatz für den Einwechselspieler. Und das wird wohl auch so bleiben.

Denn wie „Sport1“ erfahren hat, wollen die Verantwortlichen einen möglichen Davies-Ausfall mit bestehendem Personal auffangen. Heißt: Es wird keinen Transfer eines Linksverteidigers geben, weil die Bosse keinen Bedarf sehen. Im Fall der Fälle gilt 80-Millionen-Mann Lucas Hernández als passender Backup für den 21-Jährigen. Auch ein Talent oder ein Youngster könnten einspringen.

Für den französischen Nationalspieler und amtierenden Weltmeister Hernández jedenfalls ist die linke Abwehrseite keine Unbekannte. Dieser wurde schon unter Flick und auch im Nationalteam als Linksverteidiger aufgestellt und könnte problemlos aus der Mitte nach außen rücken.

FC Bayern hat mehrere (Ersatz)-Optionen auf der linken Seite

Neben Hernández könnte Coach Julian Nagelsmann es auch mit Paul Wanner versuchen. Der hochtalentierte 16-jährige Jugend-Nationalspieler ist eigentlich eher im offensiven Mittelfeld zuhause, wurde zuletzt im Training des FC Bayern das ein oder andere Mal auf ungewohntem Terrain getestet.

Sein größtes Pfund: Er ist Linksfuß und könnte auf diese Weise mit guten Flanken für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen.

Auch Josip Stanisic gilt laut dem Bericht als Alternative. Der Youngster ist nominell eigentlich Rechtsverteidiger, könnte aber auch auf die gegenüberliegende Seite rücken, wo er bereits am achten Spieltag der letzten Saison Erfahrungen sammelte.

Auf seiner Stammposition ist der FC Bayern durch Noussair Mazraoui und Benjamin Pavard überaus gut besetzt. Der Seitenwechsel wäre eine Chance für den 22-Jährigen.