Verletzung vergrößert Defense-Notstand der Browns

Der Defense Coordinator der Cleveland Browns ist in diesem Jahr wahrlich nicht zu beneiden. Während der Vorbereitung auf die kommende NFL-Saison hat sich am Montag schließlich der nächste Verteidiger verletzt.

Diesmal erwischte es Za’Darius Smith. Der Edge Rusher ging bei einer Übung in der Red Zone zu Boden und musste mithilfe eines Wagens vom Trainingsgelände gefahren werden. Wie „ESPN“ erfuhr, wurde beim dreimaligen Pro Bowler später eine Prellung des linken Knies diagnostiziert. Eine weitere Untersuchung soll am Dienstag erfolgen.

Sollte Smith unerwartet doch länger ausfallen, wäre dies indes ein harter Schlag für die Cleveland Browns. Und das nicht nur, weil der AFC-North-Vertreter den 31-Jährigen im vergangenen März mit einem neuen Zweijahresvertrag (Grundgehalt: 23,5 Millionen Dollar) ausgestattet hat.

Der frühere Viertrundenpick der Baltimore Ravens wusste nach seiner Ankunft im Vorjahr schließlich auf Anhieb mit starken Leistungen zu überzeugen.

In einer sowieso schon starken Defense stach Smith durchaus heraus. Er kam in der letzten NFL Season etwa auf 5,5 Sacks und wurde damit intern nur von Myles Garrett, dem amtierenden Defensive Player of the Year, übertrumpft.

Smiths Ausfall zu kompensieren, käme somit einer Herkulesaufgabe gleich. Zumal Cleveland in der D-Line ohnehin über personelle Probleme klagt. Der frisch genesene Garrett (Oberschenkel) stieg nach seiner OTA-Verletzung beispielsweise erst am Montag wieder ins Training ein.

Doch trotz dieser erfreulichen Nachricht ist das Lazarett der Browns prall gefüllt. Cornerback Greg Newsome (Oberschenkel) und Defensive Lineman Dalvin Tomlinson (Knie) haben nach ihren Operationen bekanntlich nicht am Camp teilnehmen können.

Zuletzt mussten obendrein noch die beiden Linebacker Jeremiah Owusu-Koramoah und Jordan Hicks ebenso wie Defensive Lineman Shelby Harris und Defensive End Sam Kamara verletzt passen.

Brock Purdy überrascht mit Brady-Mindset

In Jahr eins führte Brock Purdy die San Francisco 49ers in das NFC Championship Game, im zweiten Jahr dann in den Super Bowl. Der logische nächste Schritt wäre nun der Titelgewinn, doch bevor der NFL-Star davon redet, hat er zunächst noch andere sportliche Ziele.

Im Gespräch mit Michael Silver vom „San Francisco Chronicle“ erhofft sich der Quarterback deutlich mehr Dominanz in den Spielen. „Bei einem so guten Team, wie wir es haben, möchte ich den Punkt erreichen, an dem wir das dritte Viertel erreichen, es gibt ein paar entscheidende Drives, ich habe alles im Griff, wir verwandeln Third Downs und erzielen Touchdowns“, so Brock Purdy.

Der Spielmacher zieht direkt einen Vergleich zu einem der größten seiner Zunft. „Es ist ein Gefühl wie bei Tom Brady. Gegen Ende des Spiels hatte ich immer das Gefühl, dass Tom Brady die Führung übernehmen und das Spiel nicht mehr aus der Hand geben würde. Ich habe das Gefühl, dass ich das erreichen kann.“

Für Purdy geht es dabei ganz offenbar darum, Spiele nicht einfach nur mit einem Sieg abzuschließen, koste es was es wolle. „Ich will dominant sein“, sagte Purdy. „Ich will nicht nur Spiele gewinnen (…) Ich will dominant sein, mit konsequenten Entscheidungen und dem Gefühl, dass wir jeden Tag die besten Spieler sind.“

„Letztes Jahr gab es Momente in Spielen, in denen ich einfach – ich weiß nicht, was es in der jeweiligen Situation war – aber wir lagen vorne und es hieß: ‚Okay, sei clever mit dem Ball‘ oder ‚Lass uns einfach sicherstellen, dass wir es nicht vermasseln‘. Ich will das durchbrechen und zu dem Punkt kommen, an dem ich einfach dominant bin, vier Viertel lang, Mann. Das ist mein Mindset“, zeigt sich der Quarterback hochmotiviert.

Der fromme Wunsch des Brock Purdy zeigt, wie hoch die Ansprüche an sich selbst sind, denn viel Grund zu klagen hat der Quarterback kaum. Schließlich spielte er mit 4.280 Yards, 31 Touchdowns bei elf Interceptions und einem starken Quarterback-Rating von 113,0 eine richtig gute Saison und auch die 12-5-Bilanz, der Top Seed in der NFC und der Einzug in den Super Bowl lässt für das Team wenig Luft nach oben.

Doch Purdy will nach den Sternen greifen und ist dafür besser vorbereitet denn je. Nachdem er seine erste Preseason als QB3 bestritt und im Vorjahr verletzungsbedingt erst kurz vor Saisonstart wieder auf dem Platz stand, bestreitet Purdy nun seine erste echte NFL-Vorbereitung.

Bills-Coach will Josh Allens Alleingänge reduzieren

Josh Allen zählt zu den besten Quarterbacks der NFL. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Spielmacher der Buffalo Bills regelmäßig die vorderen Plätze in Bezug auf geworfene Interceptions einnimmt. Dieses Problem soll in der Saisonvorbereitung behoben werden.

Im „Centered on Buffalo“-Podcast verriet Buffalo Bills-OC Joe Brady kürzlich, dass er mit Allen an seiner hohen Interception-Quote arbeiten wird – wenn der Signal Caller den nötigen Ehrgeiz an den Tag legt. „Josh ist ein großartiger Quarterback, aber [ich] will sehen, wie sehr er danach strebt, besser zu werden“, sagte der Offensive Coordinator.

Allen müsse zudem klargemacht werden, dass sein Team nicht in jeder Situation auf einen Geistesblitz von ihm angewiesen ist. In mehreren Video-Analysen soll diese Erkenntnis offenbar zum QB durchdringen.

„Wenn man ihm Ausschnitte zeigt und erklärt: ‚Hey, hier hast du ein unglaubliches Play gemacht, aber du musstest kein unglaubliches Play machen. Wie können wir es dir leichter machen? Du kannst Plays machen, die sonst niemand auf der Welt machen kann, aber wir brauchen dich nicht, um das bei jedem Snap zu machen'“, skizzierte Brady seine Vorgehensweise.

Der von den Bills-Fans umjubelte Allen trifft auf dem Feld in der Tat zu viele spontane und riskante Entscheidungen, was sich unter anderem in dessen Interception-Bilanz niederschlägt. So hat der gebürtige Kalifornier in fünf seiner sechs NFL-Spielzeiten mehr als zehn INTs geworfen. In der Vorsaison stellte er mit 18 Interceptions sogar eine neue persönliche „Bestmarke“ auf.

Wegen dieser Zahlen fällte ein anonymer Teammanager neulich übrigens ein vernichtendes Urteil über Allen. „Er hat enormes Talent, aber er macht zu viele Fehler. Er ist nicht gut genug, um an der Line of Scrimmage zu siegen, er neigt dazu, sich auf Ziele zu fixieren“, polterte der NFL-Mitarbeiter im Gespräch mit „ESPN“-Reporter Jeremy Fowler und bezeichnete Allen obendrein als „einen der überschätztesten Spieler der NFL“.

Dak Prescott wird vor Cowboys-Abgang gewarnt

In der anhaltenden Vertragsposse um Dak Prescott haben die meisten Experten bislang evaluiert, was der Verlust des Quarterbacks für die Dallas Cowboys bedeuten würde. Eine NFL-Ikone warnte nun hingegen vor den möglichen Folgen für den betroffenen Spieler.

Prescott befindet sich zurzeit in seinem letzten Vertragsjahr. Nach der kommenden NFL-Saison wird der dreimalige Pro Bowler somit zum Free Agent, wenn er sich vorher nicht doch noch mit den Cowboys auf einen neuen Kontrakt einigt.

Genau dazu rät ihm jedoch Herm Edwards, da die Free Agency für Prescott ansonsten in einem Debakel gipfeln könnte. Denn: „Für ein besseres Team wirst du nicht spielen“, wandte sich der frühere Head Coach der New York Jets in der „ESPN“-Show „First Take“ direkt an den 30-Jährigen.

Diese Mannschaften hätten immerhin allesamt schon einen verlässlichen Starting-QB in ihren Reihen. Um endlich ins NFL-Endspiel einzuziehen, sollte Prescott daher einen anderen Weg wählen.

„Wer fordert ihn heraus? Die Philadelphia Eagles, die Detroit Lions, die Green Bay Packers [und] die San Francisco 49ers. Mit denen muss Dak fertig werden, wenn er in den Super Bowl kommen will. Und das versteht er“, behauptete Edwards.

Von einer SB-Teilnahme war der derzeit verletzte Prescott indes bisher noch weit entfernt. In der Postseason gewann der Signal Caller schließlich nur zwei von sieben NFL-Partien. Aufgrund dieser Bilanz sprach sich Edwards abermals gegen einen Wechsel aus.

„Ich bin ein Fan von Dak Prescott“, sagte der ehemalige Cornerback. „Aber wenn man nur zwei Playoff-Spiele gewonnen hat, wenn man in seiner gesamten Karriere nur zwei gewonnen hat, mit einem Team, das offensiv und defensiv stark ist, ist er in der besten Situation, in der er sein kann.“

Edwards deutete damit an, dass Prescott in einem Team mit weniger Qualität noch schlechter abschneiden würde. Ein Wechsel verspräche demnach höchstens einen finanziellen, aber keinen sportlichen Aufstieg.

 

Travis Kelce erteilte Netflix eine Abfuhr

In wenigen Tagen feiert die Dokumentation „Receiver“ ihre „Netflix“-Premiere. Travis Kelce wird im Nachfolger der „Quarterback“-Miniserie indes nicht zu sehen sein, obwohl die Macher den NFL-Superstar offenbar gern dabeigehabt hätten.

Travis Kelce vertreibt sich in der Offseason auf verschiedene Weise seine Zeit. Kürzlich unterstützte er seine Freundin Taylor Swift beispielsweise bei ihrer Welttournee. Für jeden Spaß ist der Tight End der Kansas City Chiefs allerdings nicht zu haben, wie er während seines Auftritts im „Bussin‘ with the Boys“-Podcast verriet.

So gab er „Netflix“ im letzten Jahr einen Korb, als ihn der Streaming-Riese für sein Format „Receiver“ rekrutieren wollte. „Nachdem [Patrick Mahomes Quarterback] gemacht hatte, wurde ich tatsächlich danach gefragt“, berichtete Kelce.

Chiefs-Kollege Mahomes war im Vorjahr bekanntlich in der Doku-Serie „Quarterback“ neben Kirk Cousins und Marcus Mariota zu sehen. Das QB-Trio gewährte den Zuschauern im Zuge dessen private Einblicke in die persönlichen Höhen und Tiefen der NFL-Saison 2022.

Im Gegensatz zu Kumpel Mahomes reizte Kelce dieses Format jedoch überhaupt nicht. „Ich weiß nicht. Ich würde lieber einfach nur Ball spielen, Mann“, betonte der neunmalige Pro Bowler. „Ich habe schon genug mit dem Podcast und allem anderen zu tun. Ich habe den Reality-Scheiß satt, Alter. Ich bin raus aus dem Scheiß.“

Kelce war schon einmal in einer Reality-Sendung zu sehen, als er bei „Catching Kelce“ unter 50 Kandidatinnen seine Traumfrau ausfindig machen wollte. Die Erfahrungen, die er damals am Set gesammelt hat, bewegten ihn offenbar dazu, „Netflix“ eine Absage zu erteilen.

Dabei hätte Kelce den anderen „Receiver“-Protagonisten sicherlich die Show gestohlen. Die Chiefs kämpften in der zurückliegenden NFL-Saison schließlich mit Formproblemen und feierten am Ende trotzdem den zweiten Super-Bowl-Sieg hintereinander.

Darüber hinaus produzierte Kelce im Vorjahr auch abseits des Rasens dank seiner publik gewordenen Liaison mit Taylor Swift Schlagzeilen am Fließband.

Texans-QB schwärmt von Star-Neuzugang Stefon Diggs

Den Houston Texans ist in der NFL-Offseason mit der Verpflichtung von Stefon Diggs ein echter Coup gelungen. Teamkollege Case Keenum zeigt sich begeistert davon, erneut mit seinem einstigen Weggefährten auf dem Rasen zu stehen.

Keenum spielte in der Saison 2017 für ein Jahr bei den Minnesota Vikings. Damals führte er das Team aus dem hohen Norden gemeinsam mit Diggs zu einer 13-3-Bilanz in der Regular Season. Sieben Jahre später ist der Backup-Quarterback der Texans wieder mit dem Top-Receiver vereint, was ihn offenbar in Hochstimmung versetzt.

„Ja, es ist wirklich wieder sehr cool, da draußen zu sein und Stefon auf dem Trainingslatz zu sehen und zu beobachten, wie er auf einigen Routen wirklich schmutzige Dinge macht, die ich noch bei niemandem gesehen habe“, berichtete Keenum dem TV-Sender „KPRC 2“.

Einige Experten kritisierten Houston im Übrigen für den Diggs-Deal, weil die Formkurve des vierfachen Pro Bowlers in der Vorsaison nach unten zeigte. Keenum versuchte diesen Meldungen im Interview entgegenzuwirken, indem er betonte, dass der 30-Jährige noch längst nicht zum alten Eisen gehört.

„Er ist ein dynamischer Spieler und hat nichts verlernt“, versicherte der QB. „Wenn überhaupt, ist er cleverer geworden und kann bei Bedarf auf einigen Routen noch mehr Würze reinbringen und gewinnen.“

Houston zählte im letzten Jahr bekanntlich bereits zu den größten Überraschungen der NFL-Saison. Angeführt vom starken Rookie-Quarterback C.J. Stroud drangen die Texaner bis in die Divisional Round vor. Mit Diggs im Kader soll in der kommenden Spielzeit sogar der ganz große Wurf gelingen.

„Ich glaube, er ist hungrig. Es gab offensichtlich viele Erfolge und die Jungs sind stolz auf das, was wir und er geschafft haben. Es ist noch etwas Fleisch am Knochen. Wir wollen immer noch weitermachen. Wir wollen mit dem Konfetti am Ende abschließen und das letzte Spiel gewinnen“, nahm Keenum den Super Bowl ins Visier.

Tagovailoa wechselt nach Kanada

Tua Tagovailoa wartet derzeit auf einen neuen Vertrag bei den Miami Dolphins. Sein Bruder wiederum muss seine NFL-Hoffnungen erstmal auf Eis legen und geht nach Kanada in die CFL.

Einst als möglicher Draftpick gehandelt, schaffte es Taulia Tagovailoa von der University of Maryland bislang nicht, NFL-Teams von seinen Qualitäten zu überzeugen. Folglich versucht der junge Quarterback nun einen alternativen Karriereweg – in Kanada. Wie das Team am Montag verkündete, haben die Hamilton Tiger-Cats aus der Canadian Football League Tagovailoa für ihre Practice Squad verpflichtet.

Tagovailoa war im April nicht gedraftet worden und hatte anschließend lediglich Einladungen zu den Rookie-Minicamps der Seattle Seahawks und Arizona Cardinals. Verträge sprangen dabei jedoch nicht heraus.

Tagovailoa (24) hatte seine College-Karriere in Alabama begonnen, der Alma Mater von Bruder Tua, doch da er sich dort nicht durchsetzte, wechselte er schließlich nach Maryland, wo er in vier Jahren bei den Terrapins zum All-Time-Leader der Big Ten Conference in Passing Yards wurde. Er warf für 11.256 Yards und durchbrach in seinen letzten drei Jahren auf dem College jeweils die 3000-Yard-Marke.

In 41 Spielen für Maryland warf er zudem für 77 Touchdowns und leistete sich 37 Interceptions. Als Junior und Senior schaffte er es zudem jeweils ins All-Big Ten Second-Team.

Tagovailoa ist mit seinen gerade mal 1,78 Meter Körpergröße ein eher kleiner Quarterback, zudem bringt er auch nur 90 Kilogramm auf die Waage. Die Hoffnung für ihn ist nun jedoch, dass er sich in der CFL durchsetzt und sich damit eines Tages auch für die NFL empfiehlt.

Die Regular Season in der CFL hat bereits am 6. Juni begonnen und endet am 26. Oktober. Die anschließenden Playoffs enden schließlich mit dem 111. Grey Cup, so etwas wie das kanadische Äquivalent zum Super Bowl der NFL.

Falcons-Star meldet sich nach Verletzungssorgen zurück

Gute Nachrichten für die Atlanta Falcons in der NFL: Einer ihrer größten Stars der Offense hat sich fast vollständig von seiner kürzlich erlittenen Knöchelverletzung weitestgehend erholt.

Bijan Robinson stand bei den OTAs der Falcons am Montag erstmals seit über einem Monat wieder auf dem Platz. Zuvor hatte er über eine Verletzung am linken Sprunggelenk geklagt. Er selbst bezeichnete die Blessur als „leichte Verstauchung“. Laut Robinson hatte er sich ursprünglich noch in der vergangenen Saison verletzt, die Schmerzen begannen jedoch erst wieder, als er mit dem Training früher im Offseason-Programm der Falcons begann.

Robinson habe das Gefühl, nahe dran an 100 Prozent Gesundheit zu sein. „Es hat sich einfach irgendwie komisch angefühlt an der Seite. Also versuchte ich einfach sicherzugehen, dass ich gar nichts mehr spüre, bevor ich wieder trainiere.“

Head Coach Raheem Morris hatte zuvor erklärt, dass er davon ausgehe, dass Robinson spätestens zum Mini Camp in der kommenden Woche wieder einsatzfähig sei. Robinsons Anwesenheit am Montag war entsprechend eine positive Überraschung für alle Beteiligten.

Robinson war der 8. Pick insgesamt im Draft 2023 und lief in seiner Rookie-Saison für 976 Yards bei 214 Carries. Er erzielte vier Touchdowns auf dem Boden. Zudem fing er 58 Pässe für weitere 487 Yards und ebenfalls vier Touchdowns.

Am Montag hatte Robinson nun die Gelegenheit, erstmals mit seinem neuen Quarterback, Neuzugang Kirk Cousins, zu trainieren. „Es macht Spaß, ihn im Team zu haben, einen Typen, der meiner Meinung nach schon ein Top-10-Quarterback ist und der das auch schon im Training wirklich zeigt.“

Die Falcons, die neben Morris auch einen neuen Offensive Coordinator in Zac Robinson haben, werden 2024 eine komplett neue Offense präsentieren, zumindest was das Scheme betrifft. Das Personal dürfte bis auf Cousins und den zwei neuen Receivern Darnell Mooney und Rondale Moore weitestgehend gleich bleiben.

Tom Brady zweifelt am Three-peat der Chiefs

Kurz nach dem jüngsten Super-Bowl-Triumph der Kansas City Chiefs hat Patrick Mahomes bereits den Three-peat, also den dritten SB-Sieg in Folge, ins Visier gefasst. NFL-Ikone Tom Brady äußerte nun aber Zweifel an der Umsetzbarkeit dieses Vorhabens.

In seiner glorreichen NFL-Karriere konnte Brady die Vince-Lombardi-Trophy insgesamt siebenmal in die Höhe stemmen. Doch selbst dem Rekordsieger gelang es nicht, drei Super-Bowl-Siege am Stück einzufahren. Dass die Chiefs dieses Kunststück in der kommenden Spielzeit vollbringen, hält der GOAT daher für unwahrscheinlich.

„Drei davon in drei aufeinanderfolgenden Saisons zu schaffen, mit dem letzten Pick im Draft, einem sehr schweren Schedule, der ständigen Fluktuation bei den Free Agents und weiterhin motivierten Jungs, das ist eine große Herausforderung“, sagte Brady am Montag in der Show „The Herd“.

Der langjährige Quarterback der New England Patriots verwies zudem darauf, dass „der Spielraum für Fehler hauchdünn“ sei. Kansas Citys Chancen auf den Three-peat schätzt er aus diesem Grund als „gering“ ein.

„Das heißt nicht, dass die Chiefs es nicht schaffen könnten“, bekräftigte Brady dennoch. „Glauben Sie mir, jeder würde sie wahrscheinlich als einen der Favoriten nennen.“

Diesen Status will Kansas City in der bevorstehenden Regular Season natürlich bestätigen. Der neue Spielplan hat es – wie Brady bereits hervorhob – für den Titelverteidiger aber durchaus in sich. Laut „Sharp Football Analysis“ muss der AFC-West-Vertreter zwar nur den zwölftschwersten Schedule aller NFL-Mannschaften stemmen.

Mit den Baltimore Ravens, den Cincinnati Bengals, den Buffalo Bills, den Houston Texans und den San Francisco 49ers warten allerdings einige Brocken auf die Chiefs. Darüber hinaus stehen für das Team von Andy Reid in den letzten zehn Tagen der regulären Saison drei NFL-Partien auf dem Programm.

„Am Ende wird es etwas heftig. Das ist ein Wahnsinns-Abschluss der [Regular] Season“, urteilte deshalb auch Chiefs-Tight-End Travis Kelce in seinem Podcast „New Heights“.

49ers-Star hält Jets-Fehde am Leben

Die San Francisco 49ers werden es in der neuen NFL-Saison gleich zum Auftakt mit den New York Jets zu tun bekommen. Charvarius Ward ließ sich diesbezüglich sogar schon zu einer Spitze hinreißen.

Wie aus dem frisch veröffentlichten NFL-Spielplan hervorgeht, empfangen die 49ers zum Abschluss von Woche 1 die New York Jets vor heimischem Publikum. Obwohl sich die Teams erst in fast vier Monaten begegnen, weiß Charvarius Ward indes bereits, wen er während des Spiels ins Visier nehmen muss – auch wenn es beim Namen seines Kontrahenten noch etwas hakt.

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Garrett Wilson überall hin folgen werde“, sagte der 49ers-Cornerback jüngst in der „Up & Adams Show“ und ergänzte schließlich: „So heißt er doch, oder?“

Diese Spitze dürfte die Jets keineswegs unvorbereitet treffen. Ward geriet immerhin erst im Februar mit Sauce Gardner aneinander. Der Verteidiger der Gang Green machte sich damals auf Social Media über die 49ers lustig, die gerade erst im Super Bowl gegen die Kansas City Chiefs (22:25) verloren hatten.

„Junge, du Arsch, du hast die Playoffs noch nie erlebt. Du siehst von der Couch aus zu“, schoss Ward daraufhin gegen Gardner. „Mach dir Sorgen um die verdammten JETS. Jeder hat etwas über das Team aus dem Super Bowl zu sagen. Aber deine Meinung muss nicht gehört werden, Kid.“

Obwohl er sich nach dem Match gegen die Chiefs zweifellos zahlreiche spöttische Kommentare gefallen lassen musste, kann Ward der SB-Pleite im Übrigen auch etwas Positives abgewinnen.

„Es macht dich ein bisschen hungriger. Ich denke, dass die Niederlagen einen stärker machen, sie zwingen dich dazu, dich mehr anzustrengen, sie fordern dich dazu auf, besser zu werden“, berichtete der 28-Jährige, der die Champions im nächsten Jahr „entthronen“ will.

Zuvor sollten die 49ers jedoch noch an einigen Stellschrauben drehen. „Natürlich musst du etwas ändern, weil du den Super Bowl nicht gewonnen hast. Du kannst nicht da raus gehen und genau das gleiche Team sein und genau das Gleiche machen und erwarten, in der nächsten Saison den Super Bowl zu gewinnen“, gab Ward zu bedenken.