Broncos müssen länger auf Leistungsträger verzichten

Die Denver Broncos werden den Rest der Regular Season in der NFL auf einen ihrer Leistungsträger in der Defense verzichten müssen.

Die Broncos, die sich mit ihrem Erfolg über die Green Bay Packers (34:26) bereits in Woche 15 für die Playoffs qualifiziert haben, müssen vorerst auf einen ihrer Leistungsträger verzichten. Das Team hat Safety Brandon Jones mit einer Brustmuskelverletzung auf die Injured Reserve List gesetzt, sodass er die letzten drei Spiele der Regular Season sowie ein Playoff-Spiel sicher verpassen wird.

Jones hatte bis jetzt die drittmeisten Tackles (78) in einer der besten Defenses der NFL und spielte in 93 Prozent der Snaps seines Teams. Die Verletzung zog er sich in der zweiten Halbzeit gegen die Packers zu und musste das Spiel vorzeitig verlassen.

Wie schwer Jones tatsächlich verletzt ist, ist derzeit unklar. Sollte eine Operation erforderlich sein, wäre dies jedoch wohl gleichbedeutend mit seinem Saison-Aus. Teamkollege Cornerback Patrick Surtain II hatte sich früher in der Saison bereits eine ähnliche Verletzung am Brustmuskel zugezogen, kehrte jedoch nach drei Spielen Pause zurück und läuft seither mit einer Bandage am linken Arm und Schulter auf.

Für Jones übernahm zunächst P.J. Locke, der in diesem Jahr noch kein Spiel gestartet hatte. Im Vorjahr jedoch lief er 15 Mal von Beginn an für Denver auf. Laut Head Coach Sean Payton spielte Locke gegen Green Bay „wirklich gut“. Insofern dürfte er in den kommenden Wochen als Starter übernehmen.

Wie wichtig Jones generell für diese Defense ist, zeigt die Tatsache, wie er eingesetzt wird. Kein Team spielt in dieser Saison mehr Man Coverage und Jones gehört zu den drei Spielern, die die Liga in Man Coverage Snaps anführen. Er hat neben Cornerback Riley Moss (334) und Safety-Kollege Talanoa Hufanga (315) die drittmeisten solcher Snaps (303) in dieser Saison. Die drei sind die einzigen Spieler der NFL, die mehr als 300 solcher Snaps gespielt haben in dieser Saison.

Bengals-Star droht das Saison-Aus

Die Cincinnati Bengals werden mit den NFL Playoffs in diesem Jahr nicht zu tun haben. Dass die Mannen aus Ohio nicht mehr Aktien im Kampf um die Postseason haben, liegt auch am Verletzungspech der Bengals, die nun eine weitere Hiobsbotschaft hinnehmen müssen.

Wie „ESPN“ in Person von Adam Schefter berichtet, wird Pass Rusher Trey Hendrickson für den Rest der Saison ausfallen. Dem Bericht zufolge muss sich Hendrickson am Ende der Woche einer Operation an der Rumpfmuskulatur unterziehen, die ihn schätzungsweise sechs Wochen und damit die restliche Spielzeit außer Gefecht setzen wird.

Schon seit Woche sechs schlägt sich Hendrickson mit Verletzungen rum. Zunächst fehlte er wegen einer Rückenverletzung, anschließend wurde diese Verletzung dann doch als Hüftverletzung deklariert.

In Woche acht gab Hendrickson dann zunächst sein Comeback, beendete das Spiel gegen die New York Jets allerdings nicht. Seither fehlte er den Bengals und wird nun wohl auch nicht mehr zurückkehren.

Noch in der Offseason war Hendrickson das große Thema bei den Cincinnati Bengals, weil er sich mit dem Team lange Zeit nicht auf einen Vertrag einigen konnte und deshalb mehrfach einen Trade forderte.

Schlussendlich war des Rätsels Lösung, dass die Bengals den Vertrag des Pass Rushers anpassten, womit er in dieser Saison bis zu 30 Millionen Dollar hätte verdienen können. Zumindest einen merklichen Teil wird Hendrickson allerdings nicht bekommen ob seiner geringen Spielzeit.

Im März wird er nun, nach aktuellem Stand, ein Free Agent und kann sich auf dem Markt umschauen.

Die entscheidende Frage wird dann sein, wie ihn die Teams sehen. Sehen sie den Trey Hendrickson aus 2024, der mit 17,5 Sacks die NFL anführte oder sehen sie den Trey Hendrickson, der in dieser Saison einen Großteil der Spiele verletzt fehlte.

Nächste Hiobsbotschaft für die Lions

Die Detroit Lions kämpfen aktuell mit aller Macht um die NFL Playoffs und stehen vor enorm wichtigen Wochen. Dabei müssen sie allerdings zum wiederholten Male auf einen ihrer Leistungsträger verzichten.

Am Montag setzten die Lions Cornerback Terrion Arnold auf die Injury Reserve List. Damit wird der Passverteidiger den Lions für mindestens vier Spiele fehlen und könnte frühestens im letzten Spiel der Regular Season gegen die Chicago Bears wieder mit von der Partie sein.

Der Grund ist eine Schulterverletzung. Unklar ist dabei noch, ob es sich um dieselbe Schulter handelt, die Arnold schon vor einigen Wochen außer Gefecht setzte. Damals stand bereits ein Saison-Aus für den Cornerback im Raum, der allerdings deutlich schneller wieder auf dem Platz stand, als erwartet.

Insgesamt spielte Arnold in dieser Spielzeit bisher acht Mal und sammelte dabei 31 Tackles, acht abgewehrte Pässe und eine Interception.

Arnold war 2024 als Erstrundenpick zu den Detroit Lions gekommen, die ihn mit dem 24. Pick im NFL Draft ausgewählt hatten.

Die erneute Verletzung von Arnold kommt zur Unzeit. Schließlich fallen in der Secondary der Lions momentan einige Leistungsträger aus. So fehlt Safety Kerby Joseph bereits seit Woche sechs mit einer Knieverletzung. Zudem ist Brian Branch für das nächste Spiel fraglich.

Und das steht bereits am kommenden Donnerstag an, wenn die Dallas Cowboys zu Gast im Ford Field sind. Diese komme nicht nur mit ganz breiter Brust nach Detroit, sondern auch mit zwei brandgefährlichen Receivern.

CeeDee Lamb und George Pickens befinden sich aktuell in Top-Form und sind einer der Gründe, wieso Dallas zuletzt die beiden Super-Bowl-Teilnehmer schlagen konnte. Für die Lions, die sich nicht mehr viele Niederlagen erlauben sollten im Kampf um die Playoffs, wird das zu einer Mammut-Aufgabe.

49ers-Receiver geht auf Gegenspieler los

Nach Ende des Monday Night Games zwischen den San Francisco 49ers und Carolina Panthers in Woche 12 der NFL kam es zu einer Rauferei zwischen Wide Receiver Jauan Jennings und Safety Tre’von Moehrig. Der Grund: ein Schlag in die Weichteile während des Spiels.

Direkt nach Ende des 20:9-Erfolgs der 49ers ging 49ers-Receiver Jennings aufs seinen Gegenspieler los und schlug ihm mit offener Hand gegen das Gesichtsgitter. Dass es dann bei einem kurzen Handgemenge blieb, lag nur daran, dass er von Panthers-Linebacker Krys Barner sowie Betreuern und Mitspielern der 49ers zurückgehalten wurde.

Auslöser für die Aktion war offenkundig ein Tiefschlag von Moehrig gegen Jennings nach einem Play, das von den TV-Kameras aufgegriffen wurde. Moehrig schlug dem Gegenspieler ohne erkennbaren Grund in die Weichteile, was die Schiedsrichter jedoch übersahen. Entsprechend gab es trotz Beschwerde von Jennings keine Strafe für den Panthers-Verteidiger.

Angesprochen auf seine Aktion nach dem Spiel, sagte Jennings: „Ich habe einfach nur auf kindisches Verhalten reagiert.“ 49ers-Head Coach Kyle Shanahan wiederum nannte Moehrigs Schlag einen „Cheap Shot“.

„Ich war wirklich stolz auf Jauan, dass er da nicht den Verstand verloren hat und zur Seitenlinie gegangen ist“, sagte Shanahan über die Situation im Spiel.

Jennings wiederum erklärte: „Das kam einfach völlig aus dem Nichts. Ich denke, es ist wahrscheinlich so, wie ich schon sagte: Es hat einfach mit meiner Geschichte als Footballspieler zu tun. Ich spiele mit voller Intensität. Körperlich bin ich stärker als viele Defensive Backs da draußen, und zwischen den Pfiffen passiert eben eine Menge – zumindest bei mir.“

Moehrig bestätigte diese Theorie und verwies auf Jennings‘ Blocking-Stil, der sehr physisch ist. „Er hat nach dem Spielzug einfach noch ein paar Extradinge gemacht. Das nehme ich auf meine Kappe. Es war nicht nur Frustration. Es war ein Einzelfall.“ Auf die Frage, ob sein Schlag gerechtfertigt war, sagte Moehrig derweil nur: „Es ist wie es ist.“

Panthers-Head-Coach Dave Canales wiederum zeigte sich nicht begeistert von der Tat seines Spielers und erklärte, dass er die Situation erst noch eingehend betrachten müsse, dann jedoch das Gespräch suchen werden: „Dem werde ich auf den Grund gehen. Ich möchte genau sehen, was passiert ist. Ich hatte noch keine Gelegenheit, mit Tre darüber zu sprechen. Das wird ein Gespräch werden.“

New York Jets treffen Quarterback-Entscheidung

Bei den New York Jets kehrt in dieser NFL-Saison weiterhin keine Ruhe ein. Head Coach Aaron Glenn hat nun die nächste große Entscheidung verkündet.

Am Sonntag gegen die Baltimore Ravens werden die Jets nicht mit Justin Fields, sondern mit Tyrod Taylor als Quarterback ins Rennen gehen. Der Spielmacher-Wechsel kommt allerdings nicht überraschend.

Schon am Freitag, einen Tag nach der Niederlage gegen die New England Patriots, hatte Aaron Glenn angekündigt, „alles evaluieren“ zu wollen. Zudem erklärte er: „Natürlich müssen wir uns im Passspiel verbessern, und das hängt vor allem davon ab, dass Justin den Ball an die richtigen Spieler weitergibt“, so die Kritik des Übungsleiters.

Und tatsächlich war das Passspiel zuletzt das größte von vielen Problemen bei den New York Jets. Gegen die Patriots kam man lediglich auf 116 Passing Yards. Im bisherigen Saisonverlauf waren es im Schnitt ohnehin nur 139,9 Passing Yards pro Spiel (Platz 32 in der NFL), in den letzten fünf Spielen brachte es Fields sogar nur auf 101 Yards im Schnitt.

Dass die Jets Fields also auf die Bank setzen, ist überfällig und wäre wohl schon früher passiert, wenn sich Taylor nicht verletzt hätte. Dieser hatte in Woche 7 nach der Pause übernommen und wäre in Woche 8 wohl der Starter gewesen.

Vor der Saison hatten die New York Jets Justin Fields mit einem Zweijahresvertrag über 40 Millionen Dollar ausgestattet, zehn Millionen wären ihm in der kommenden Saison noch garantiert.

Es ist durchaus möglich, dass Fields‘ Zeit in New York vorzeitig endet. Als sicher erscheint jedoch, dass sich die Jets für die kommende Saison auf der Königsposition neu aufstellen werden.

Zum Beispiel im Draft, wo man zwar aktuell „nur“ den fünften Pick hätte, allein mit einem weiteren Erstrundenpick 2026 und drei Erstrundenpicks 2027 aber jede Menge Kapital hätte, um für einen Spielmacher hochzutraden.

Diese Patriots werden ein Problem!

Das Berlin Game liegt hinter uns und in der NFL kristallisieren sich allmählich die Contender heraus. Bei den Colts ist nicht alles gut, während die Patriots erneut aufhorchen ließen. Zudem meldete sich ein einstiger Favorit zurück.

sport.de-Redakteur Marcus Blumberg nennt an jedem Montag seine Erkenntnisse der NFL-Woche.

Ein langes Berlin-Wochenende liegt hinter uns. Entsprechend gelten wie im letzten Jahr nach dem Munich Game die CFL-Regeln, wir machen also nur drei Downs. Doch die könnten wegweisenden sein für den Rest dieser Saison!

Die New England Patriots, die im Draft noch an Position vier picken durften, haben derzeit die beste Bilanz der NFL (8-2) gemeinsam mit den Colts und Broncos – nein, über deren Thursday-Night-Sieg über die Raiders reden wir ganz bestimmt nicht! Und sie haben mächtig Rückenwind. Sie haben ihre vergangenen sieben Spiele gewonnen und nun auch noch auswärts bei den Tampa Bay Buccaneers ein enges Spiel am Ende beeindruckend für sich entschieden.

Erneut war es die Defense, die nach dem mittlerweile üblichen schwachen Start die Dinge besser in den Griff bekam. Die Zahlen sahen nicht unbedingt imposant aus, doch man machte Plays, als es sein musste.

Das größte Play dieser Unit war dabei der 4th-Down-Sack von K’Lavon Chaisson in der Red Zone gegen Baker Mayfield. Doch insgesamt gelang es der Defense, nahezu keine Big Plays zuzulassen, was mitunter ein Problem war in den vergangenen Wochen.

Das längste Play der Bucs war ein 31-Yard-Catch von Emeka Egbuka, der Cornerback Christian Gonzalez das Leben schwer machte. Doch ansonsten waren eher kleinere Nadelstiche, die den Bucs offensiv gelangen.

Und dann wären da noch die Rookies, die auf sich aufmerksam machten. Starting Running Back Rhamondre Stevenson musste verletzt erneut passen und Terrell Jennings verletzte sich dann auch noch früh im Spiel, doch dafür übernahm Rookie TreVeyon Henderson und zeigte, warum man ihn in Runde 2 gezogen hat. Henderson lief für 147 Yards und zwei Touchdowns.

Unterm Strich waren das +93 Rushing Yards over Expected und 110 nach Kontakt. Dass er pfeilschnell ist, war bei seinen Touchdown-Läufen über 55 und nach dem Stopp spät im vierten Viertel über 69 Yards ersichtlich. Doch dass der eher schmächtige Back auch die nötige Härte mitbringt, um Gegner abzuschütteln, beeindruckte durchaus.

Auch ohne Murray: Cardinals stoppen Negativlauf

In Abwesenheit von Kyler Murray, der im Monday Night Game eigentlich zurückerwartet worden war, fuhren die Arizona Cardinals bei den Dallas Cowboys den dritten Saisonsieg ein. Backup Jaycoby Brissett führte die Cards prompt mit zwei Touchdown-Pässen und einem eigenen Score über den Boden zum überzeugenden 27:17-Sieg.

Die Dallas Cowboys eröffneten die Partie mit einem starken Drive, der jedoch nicht in Punkte umgemünzt werden konnte, da Star-QB Dak Prescott beim Ausspielen eines Fourth Downs scheitert. Der Spielmacher fand auch danach nie wirklich ins Spiel. Die Defensive der Arizona Cardinals war stets Herr im Haus.

Mit offensiven Problemen hatten zunächst aber auch die Gäste zu kämpfen, die im ersten Viertel nur ein Field Goal auf die Anzeigetafel brachten. Für ein erstes Highlight sorgte Cards-WR Marvin Harrison Jr. der beim ersten Touchdown der Partie seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung über die eigenen Füße stolpern ließ. Das ließ sogar Cowboys-Star CeeDee Lamb mit offenem Mund staunen.

Dass Arizona in der Folge nicht davonziehen konnte, hatten die Gastgeber ihren Special Teams zu verdanken. Diese hatten mit einem Big Play im zweiten Viertel den Anschluss hergestellt. Einen Punt der Cardinals blockte Sam Williams mit dem Helm und ließ den Ball dadurch in die Endzone flattern, wo sich Marschawn Kneeland geistesgegenwärtig zum TD auf das Spielgerät warf.

Doch Arizona ließ vor und nach der Pause jeweils einen weiteren Score folgen und vergrößerte damit seine Führung, die mit dem zweiten verlorenen Fumble der Cowboys fünf Minuten vor Schluss endgültig sicher war. Den einzigen TD der Offense feierten die Cowboys in der Garbage Time, als Prescott seinen Receiver Ryan Flournoy über 5 Yards zum ersten Karriere-Score fand.

„Wir wissen, wie gut wir sein können“, sagte Tight End Trey McBride, der den zweiten Touchdown der Cardinals erzielt hatte, nach dem Spiel bei „ESPN“. „Wir mussten es nur einmal zu Ende bringen.“

Patrick Mahomes lobt den Reifeprozess der Chiefs

In Woche 8 der aktuellen NFL-Saison haben die Kansas City Chiefs zum Abschluss mit 28:7 gegen die Washington Commanders gewonnen. Patrick Mahomes beeindruckte dabei die Art und Weise, wie sein Team den Sieg errang.

Das Ergebnis sieht zwar eindeutig aus, die Chiefs ließen den Washington Commanders allerdings erst nach der Pause keine Chance mehr. In der ersten Hälfte taten sich die Gastgeber hingegen schwer und kamen nicht über einen 7:7-Zwischenstand hinaus.

Ab dem dritten Viertel ergab sich dann ein völlig anderes Bild. Mahomes führte KC zu drei Touchdowns in Folge, sodass sein Team trotz der Startprobleme am Ende souverän die Oberhand behielt.

„Das zeigt, wie wir uns als Team entwickelt haben“, schwärmte der Chiefs-Quarterback nach dem fünften Sieg aus den letzten sechs NFL-Begegnungen. „Offense, Defense und Special Teams – ich denke, wir werden von Woche zu Woche besser. Auch wenn wir heute offensiv nicht so gestartet sind, wie wir uns das vorgestellt haben, hat es gezeigt, dass wir uns durch Widrigkeiten kämpfen und trotzdem weiterhin den Football spielen können, den wir zeigen wollen.“

Um den Tag- und Nachtunterschied der Chiefs am Beispiel ihres Signal Callers noch einmal zu verdeutlichen: Mahomes brachte in der ersten Halbzeit nur 53,3 Prozent seiner Pässe für 89 Yards (zwei Interceptions) an, während er nach der Pause auf eine Completion Rate von 89,5 Prozent kam, für 210 Yards und drei TDs warf.

„Die erste Halbzeit war seltsam“, urteilte Head Coach Andy Reid daher nach Spielende. „Auf beiden Seiten wurde kaum gepuntet und es gab keine Punkte. So etwas passiert normalerweise nicht.“

Wie Mahomes lobte das NFL-Urgestein seine Spieler derweil für die signifikante Leistungssteigerung nach der Pause. „Ich finde, unsere Jungs haben eine großartige zweite Halbzeit gespielt. In der ersten Hälfte hat uns noch ein bisschen was gefehlt, aber in der zweiten Halbzeit haben wir uns sowohl in der Offense als auch in der Defense und auch bei den Special Teams gesteigert und einen guten Job gemacht.“

Trotz Doppelpack und Ehrentag: Draisaitl „ist frustriert“

Die Edmonton Oilers haben im zehnten Spiel die sechste Niederlage kassiert. Auch der starke Leon Draisaitl konnte die 3:4-Pleite nach Overtime bei den Vancouver Canucks nicht verhindern.

Der Deutsche, der am heutigen Montag seinen 30. Geburtstag feiert, schnürte in der Rogers Arena in seinem 800. Regular-Season-Spiel einen Doppelpack und steht nun in der laufenden Saison bei 11 Scorerpunkten (7 Tore, 4 Assists).

Brock Boeser (16.) und Elias Pettersson im Powerplay (23.) brachten die Gastgeber auf Kurs. Draisaitl (37.) verkürzte, ehe Kiefer Sherwood (40.) 41 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels auf 3:1 für Vancouver stellte. Jack Roslovic (42.) mit seinem ersten Treffer im Oilers-Trikot und erneut Draisaitl in Überzahl (55.) retteten Edmonton in die Verlängerung, wo Sherwood mit seinem zweiten Tor nach 103 Sekunden zum 4:3-Endstand traf.

„Leon ist ein sehr ehrgeiziger Mensch und gönnt sich keine Auszeit. Er ist frustriert darüber, wie es aktuell läuft. Wir gewinnen nicht so viele Spiele, wie wir eigentlich sollten. Aber er ist ein Kämpfer, spielt wirklich gut und erzielt wichtige Tore für uns. Heute war für ihn persönlich ein guter Abend“, sagte Oilers-Coach Kris Knoblauch nach der zweiten Pleite in Folge.

Neben Draisaitl kam bei den Gästen auch Roslovic auf 2 Scorerpunkte (1 Tor, 1 Assist). Connor McDavid steuerte 1 Assist bei und steht insgesamt bei 12 Scorerpunkten (1 Tor, 11 Assists). Zwischen den Pfosten durfte Calvin Pickard (23 Saves) für Stuart Skinner ran.

Bester Scorer der Canucks war vor Doppelpacker Sherwood Right Wing Boeser (1 Tor, 2 Assists). Conor Garland lieferte 2 Assists und im Kasten verbuchte Thatcher Demko 26 Saves. Der aus Chicago gekommene Lukas Reichel erhielt in seinem zweiten Spiel für sein neues Team 16:33 Minuten Eiszeit, gab 2 Torschüsse ab, bliebt aber ohne Punkt.

Für die Oilers stehen nun drei Heimspiele in Folge gegen die Utah Mammoth (Mi., 2.30 Uhr), New York Rangers (Fr., 2 Uhr) und Chicago Blackhawks (So., 3 Uhr) auf dem Programm.

Vancouver, das nach neun Spielen acht Punkte gesammelt hat, muss nach dem ersten Sieg nach zuvor drei Niederlagen gegen die Rangers (Mi., 3 Uhr) ran.

Meilenstein für Mahomes, Evans-Streak endet dramatisch

Woche sieben der NFL-Saison ist im Kasten. Während gleich zwei Teams der NFC West von einem Superstar zum Sieg getragen wurden, knackte Patrick Mahomes einen weiteren großen Meilenstein. Zudem endet die Rekord-Streak von Mike Evans auf dramatische Art.

An Statistiken erfreuen sich die NFL-Anhänger gerne. Von Travis Kelces Yard-Ausbeute in Anwesenheit von Taylor Swift bis hin zur Menge der Chicken Wings beim Super Bowl: Die US-Experten verpassen keine Statistik.

Die verrücktesten Statistiken und Rekorde aus NFL-Woche 7

Die Seattle Seahawks fuhren im Monday Night Game einen Sieg über die Houston Texans ein. Und das, obwohl sie sich etliche Fehler leisteten. Den größten Anteil daran hatte Wide Receiver Jaxon Smith-Njigba, der nun bei 819 Receiving Yards. Nur einmal hatte ein Spieler unter 24 Jahren in den ersten sieben Spielen einer Saison mehr (Isaac Bruce, 1996, 833 Yards). Zudem ist JSN der jüngste Spieler, der in den ersten sieben Spielen je mindestens 75 Receiving Yards beisteuerte.

Ein Wide Receiver, der seit über einem Jahrzehnt auf einem ähnlich hohen Niveau agiert ist Mike Evans. In allen seinen bisherigen elf NFL-Saisons hatte Evans mehr als 1000 Receiving Yards. Zum Start einer Karriere gelang das keinem anderen Spieler und auch ansonsten ist Jerry Rice (1986-1996) der einzige.

Den alleinigen Rekord wird Evans aber nicht schaffen, denn durch seine schwere Verletzung endet die Streak auf dramatische Art und Weise.

In Abwesenheit von Evans wird es bei den Buccaneers noch mehr auf Eweka Egbuka ankommen. Der Rookie-Receiver spielt eine überragende Saison und ist Teil eines Rookie-Quartetts, das besonders auf sich aufmerksam macht.

Denn neben Egbuka haben auch Cam Skattebo (Giants), Ashton Jeanty (Raiders), Quinshon Judkins (Browns) über 500 Scrimmage Yards und fünf oder mehr Touchdowns. So vielen Rookies gelang es noch nie, in einer Saison an den ersten sieben Spieltagen so abzuliefern.