NFL-Superstar schubst Kameramann um

Die Las Vegas Raiders kommen in der NFL nicht aus der Ergebniskrise heraus. Nach der jüngsten Pleite gegen die Kansas City Chiefs verlor Superstar Davante Adams die Nerven und sorgte für einen Eklat.

Trotz einer zwischenzeitlichen 17:0-Führung mussten sich die Las Vegas Raiders den Kansas City Chiefs auswärts mit 29:30 geschlagen geben. Durch die Niederlage rangiert die Franchise aus Nevada mit einer Bilanz von 1:4 am Ende der AFC West und muss langsam aber sicher um den Einzug in die Playoffs bangen.

Die jüngste Enttäuschung sorgte bei den Raiders für mächtig Frust. Wide Receiver Davante Adams schoss unmittelbar nach der Begegnung im Arrowhead Stadium eindeutig über das Ziel hinaus.

So schubste der NFL-Superstar auf dem Weg in die Kabine einen Kameramann um. Als dieser auf den Boden fiel, ging der 29-Jährige einfach weiter.

Das entsprechende Video machte in den Sozialen Medien schnell die Runde. Inzwischen hat sich Adams für seinen Ausraster entschuldigt.

NFL-Star Adams bittet um Entschuldigung

So twitterte der fünffache Pro-Bowler nach dem Spiel in Kansas City: „Es tut mir leid für den Mann, den ich nach dem Spiel geschubst habe.“

Er sei „sehr frustriert“ darüber gewesen, wie die Partie bei den Chiefs endete. Er habe sich „sofort schrecklich“ gefühlt, so Adams. „Ich bitte um Entschuldigung, ich hoffe du siehst das“, richtete sich der Raiders-Profi noch direkt an den Kameramann.

Adams hatte bei der Niederlage gegen Kansas City 124 Yards sowie zwei Touchdowns erzielt. Vor der Saison war der Wide Receiver von den Green Bay Packers zu den Las Vegas Raiders gewechselt.

Das Team von Headcoach Josh McDaniels ist eigentlich mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet. Doch nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Saisonspielen müssen sich die Raiders dringend steigern, sollen am Ende noch die NFL-Playoffs herausspringen.

Broncos verlieren erneut, Wilson ohne Touchdown-Pass

Quarterback-Star Russell Wilson hat weiter Schwierigkeiten bei den Denver Broncos. Das NFL-Team aus Colorado verlor sein Heimspiel gegen die Indianapolis Colts in der Verlängerung 9:12 und Wilson schwächelte erneut.

Er leistete sich zwei Fehlpässe zum Gegner und blieb trotz guter Ausgangssituationen ohne Touchdown-Pass. Alle Punkte in der Football-Partie entstanden durch Field Goals.

US-Medien rechneten noch während die Partie lief vor, dass seit 2010 keine Mannschaft nach fünf Spielen eine schlechtere Ausbeute in der sogenannten Red Zone hatte als die Broncos in dieser Saison.

Von Red Zone spricht man, wenn ein Team im Angriff es mindestens bis auf 20 Yards an die Endzone heran schafft. Wilson spielt nach seiner erfolgreichen Zeit bei den Seattle Seahawks seine erste Saison für die Broncos.

Auf der anderen Seite hatte Matt Ryan allerdings einen ähnlich schwachen Auftritt und ebenfalls zwei Fehlpässe zum Gegner. Allerdings reichten die insgesamt vier Field Goals von Chase McLaughlin zum zweiten Saisonsieg des Teams, bei dem auch der Österreicher Bernhard Raimann auf dem Feld stand.

NFL-Star St. Brown stellt Team-Rekord ein

Der deutsch-amerikanische Football-Profi Amon-Ra St. Brown hat in der NFL erneut für die Detroit Lions geglänzt und einen Uralt-Klubrekord eingestellt.

Dem 22-Jährigen gelang saisonübergreifend im sechsten aufeinanderfolgenden Spiel ein Touchdown.

St. Brown zog mit Leon Hart (1951) und Herman Moore (1994) gleich. Nächste Woche winkt dem Wide Receiver die alleinige Spitzenposition.

St. Brown sorgte beim 36:27 gegen die Washington Commanders für zwei Touchdowns. Mit einem 13-Yards-Catch stellte der Passfänger im ersten Viertel das 11:0 her, in der Schlussphase fing der 22-Jährige einen Ball aus elf Yards zum 35:21.

Equanimeous St. Brown verliert erstmals in der laufenden NFL-Saison

In der vergangenen Saison waren St. Brown als Rookie schon einmal zwei Touchdowns in einem Spiel gelungen.

Die Lions feierten nach der Auftaktniederlage gegen die Philadelphia Eagles (35:38) ihren ersten Sieg in der neuen Spielzeit. Nach einer 22:0-Führung mussten die Gastgeber noch einmal zittern.

St. Browns älterer Bruder Equanimeous musste mit den Chicago Bears hingegen die erste Saisonniederlage hinnehmen. Gegen die Green Bay Packers um den Vorjahres-MVP Aaron Rodgers mussten sich die Bears mit 10:27 geschlagen geben. St. Brown lief als bester Receiver seiner Mannschaft für insgesamt 39 Yards.

Der deutsche Fullback Jakob Johnson kam bei der Niederlage der Las Vegas Raiders nicht zum Einsatz. Gegen die Arizona Cardinals verloren die Raiders mit 23:29 in der Overtime und kassierten damit im zweiten Spiel die zweite Niederlage.

 

Last-Minute-Pleite für Wilson bei Rückkehr nach Seattle

Quarterback Russell Wilson hat bei seiner Rückkehr nach Seattle mit den Denver Broncos eine Niederlage kassiert.

Mit seiner neuen Mannschaft unterlag Wilson bei den Seattle Seahakws 16:17. Ein um Zentimeter fehlgeschlagener Field-Goal-Versuch der Broncos aus 64 Yards besiegelte die Niederlage.

Nach zehn Jahren im Trikot der Seahawks hatte Wilson im ersten NFL-Spiel für seine neue Mannschaft zwar Pässe über 340 Yards, brachte aber nur einen Touchdown zustande und scheiterte mit den Broncos mehrfach kurz vor dem Ziel. Sein Nachfolger Geno Smith kam auf zwei Touchdown-Pässe und blieb ebenfalls ohne Interception.

In Seattle wurde Wilson überwiegend mit Buh-Rufen und Pfiffen empfangen.

Sein Nachfolger lieferte den Seattle-Fans mit klugen Entscheidungen oft Grund zum Jubeln und brachte das Heim-Team mit einem guten Angriff und dem ersten Touchdown-Pass in Führung. Beim 10:10 kamen die Broncos zwar noch zum Ausgleich, vergaben aber mit Ballverlusten an der gegnerischen Ein-Yard-Linie gleich zweimal scheinbar sichere Punkte.

Medien: NFL-Star Wilson unterschreibt Mega-Vertrag

Star-Quarterback Russell Wilson soll seinen Vertrag bei den Denver Broncos vorzeitig verlängert haben. Wie mehrere US-amerikanische Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten, bleibe der 33-Jährige für weitere fünf Jahre und 245 Millionen Dollar beim dreimaligen Super-Bowl-Sieger der National Football League (NFL).

Der Vertrag, der 165 Millionen Dollar garantiere, binde Wilson für die nächsten sieben Jahre an die Franchise aus Colorado. Es wäre die dritthöchste Garantiesumme der Liga-Geschichte – hinter Deshaun Watson (Cleveland/230 Millionen) und Kyler Murray (Arizona/189,5), beide ebenfalls Spielmacher.

Der Quarterback soll bis zu maximal 49 Millionen Dollar pro Saison verdienen – und somit nur etwas weniger als NFL-Superstar Aaron Rodgers, der bei den Green Bay Packers ein Jahresgehalt von 50,3 Millionen Dollar einstreicht.

Die Broncos hatten Wilson im vergangenen März aus Seattle verpflichtet. 2014 hatte der Spielmacher die Seahawks im Super Bowl zu einem 43:8-Sieg über seinen heutigen Arbeitgeber geführt.

Denver hat seit dem letzten Super-Bowl-Triumph 2015 sechsmal in Folge die Play-offs verpasst. Am 12. September startet die Franchise aus Colorado in die neue NFL-Spielzeit – bei den Seattle Seahawks.

 

Kein Heimspiel: Traum von deutschem NFL-Profi geplatzt

Für Footballprofi Aaron Donkor ist der Traum vom NFL-Heimspiel in München zerplatzt. Der Linebacker aus Göttingen wurde von den Seattle Seahawks knapp eineinhalb Wochen vor dem Saisonstart in der US-Profiliga auf die so genannte Waiverliste gesetzt. Nun haben andere Teams die Chance, den 27-Jährigen zu holen.

Seattle spielt am 13. November in der Allianz Arena gegen die Tampa Bay Buccaneers um Star-Quarterback Tom Brady bei der Premiere. „München ist der beste Ort für das erste deutsche NFL-Spiel“, hatte Donkor zuletzt auf Instagram gepostet, auf dem Foto des Posts trug er ein Trikot des FC Bayern.

Donkor war im Vorjahr über das International Pathway Program für auswärtige Talente in den Trainingskader der Seahawks gekommen. Vor seiner Football-Karriere hatte er es zum Zweitliga-Basketballer bei der BG Göttingen gebracht.

Die NFL-Teams müssen ihren Kader bis Dienstag auf 53 Spieler reduzieren. Donkor fiel dieser Maßnahme zum Opfer.

Englischer Rugby-Klub verzichtet auf Tomahawk-Gesang

Der englische Rugby-Klub Exeter Chiefs wird künftig auf das Einspielen von Gesängen verzichten, die an nordamerikanische Ureinwohner erinnern.

Die Maßnahme gehöre zum Identitätswechsel des Vereins, der wegen derlei Aktionen in die Kritik geraten war. In der Vergangenheit waren die Gesänge eingespielt worden, zu denen die Zuschauer einen Schlag mit einem Tomahawk imitierten.

Eine Organisation amerikanischer Ureinwohner hatte den „Tomahawk Chop“-Gesang als erniedrigend eingestuft. Dazu wurden die Fans aufgefordert keinen Kopfschmuck aus Federn mehr zu tragen. „Die Welt ändert sich, und wir müssen uns mit ihr ändern“, sagte Klub-Geschäftsführer Tony Rowe. Den Namen Chiefs (Häuptlinge) will man aber beibehalten.

Deutschland nimmt WM-Teilnahme ins Visier

Das Selbstvertrauen ist riesig, die Chancen stehen so gut wie nie zuvor: Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft hat die erste WM-Teilnahme in der Verbandsgeschichte fest im Blick. Beim Qualifikationsturnier am Wochenende in Bukarest zählt das Team von Bundestrainer Clemens von Grumbkow zu den Favoriten, das Ticket für den Saisonhöhepunkt in Südafrika (9. bis 11. September) ist zum Greifen nah.

„Eine Qualifikation für die Weltmeisterschaft wäre der größte sportliche Erfolg in der bisherigen Geschichte von Rugby Deutschland“, sagt Manuel Wilhelm, Vorstand für Leistungssport von Rugby Deutschland. Noch nie konnte sich eine Männerauswahl in den beiden Varianten 7er- und 15er-Rugby für eine WM qualifizieren.

Die Entwicklung des in Deutschland weiterhin unpopulären Sports stimmt die Verantwortlichen aber positiv. 2019 holte die deutsche 7er-Auswahl erstmals den EM-Titel, vor knapp zwei Wochen landete das Team wie im Vorjahr auf Rang zwei. Dabei schonte Coach von Grumbkow allerdings bereits einige seiner Stammkräfte – der Fokus liegt auf dem Turnier in Bukarest.

Dort trifft die Mannschaft um Kapitän Carlos Soteras Merz in der Vorrunde auf Georgien (Samstag/12.30 Uhr), die Gastgeber (Samstag/19.30) sowie Weltserien-Team Wales (Sonntag/12.52). Anhand der geholten Punkte wird anschließend eine Rangliste der besten acht Teams erstellt, die im Viertelfinale aufeinander treffen. Die Sieger sichern sich jeweils eines der vier verbliebenen WM-Tickets.

„Es wäre ein historischer Moment für uns alle und eine Belohnung für die Arbeit“, hatte von Grumbkow zuletzt dem SID gesagt: „Für Rugby-Deutschland wäre es ein Riesenschritt.“ Die Mannschaft, die sich auch für die Qualifikation zur Weltserie (12. bis 14. August) gute Chancen ausrechnet, sei „sehr gut vorbereitet“.

 

7er-Rugby-Herren träumen von „historischer“ WM-Qualifikation

Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft will mit einer erfolgreichen Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Südafrika (9. bis 11. September) den Sport im eigenen Land weiter voranbringen.

„Es wäre ein historischer Moment für uns alle und eine Belohnung für die Arbeit“, sagte Bundestrainer Clemens von Grumbkow dem „SID“ am Donnerstag in Heidelberg: „Für Rugby-Deutschland wäre es ein Riesenschritt.“

Beim Qualifikationsturnier in Bukarest (16. bis 17. Juli) werden die letzten europäischen Tickets für die WM am Kap der guten Hoffnung vergeben. Die deutsche Mannschaft hat sich bislang noch nie für eine 7er-Rugby-WM qualifiziert, geht aber optimistisch in den Wettbewerb. „Wir sind recht sicher, dass unsere Qualität reichen müsste, ich habe Vertrauen in unser Team“, sagte Kapitän Carlos Soteras Merz. Dies sieht auch Bundestrainer von Grumbkow so, die Mannschaft sei „sehr gut vorbereitet“.

Bei der vergangenen Europameisterschaft hatte die DRV-Auswahl ihren zweiten Titelgewinn nach 2019 verpasst, dabei aber auch auf entscheidende Kräfte verzichtet. Denn die EM war nur ein Zwischenschritt hin zu den großen Saisonzielen. Neben der Qualifikation für die WM steht auch noch die für die Weltserie an.

Die Chancen bei beiden Events stehen für die deutsche Mannschaft gut. Starke Ergebnisse sollen dann auch in der Heimat Auswirkungen haben. „Wir hoffen, Rugby in Deutschland bekannter machen zu können und dass mehr Kinder mit dem Sport anfangen“, so Merz.

Deutschland greift in Krakau nach dem EM-Titel

Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft greift beim EM-Turnier in Krakau ab Freitag nach dem zweiten Titel der Verbandsgeschichte. „Der Gewinn des EM-Titels war in dieser Saison zwar nicht das vordergründige Ziel, aber natürlich wollen wir auch in diesem Wettbewerb, zumal jetzt mit dieser hervorragenden Ausgangsposition, das Maximum erreichen“, sagte Bundestrainer Clemens von Grumbkow vor dem Start in den zweiten EM-Wettbewerb.

Beim ersten von zwei EM-Turnieren hatte sich die deutsche Mannschaft in Lissabon den Sieg gesichert. Nun steigt nur eine Woche nach dem Finale gegen Spanien das entscheidende, zweite Turnier. In Krakau trifft das Wolfpack in der Gruppenphase auf Georgien, Tschechien, Belgien und Frankreich.

In Euphorie möchte man trotz der guten Ausgangslage noch nicht verfallen. „Wir müssen bei dem uns noch bevorstehenden Pensum darauf achten, dass wir die Spielzeit gut managen und rechtzeitig zu den Turnieren alle Spieler fit haben“, so von Grumbkow. Im Juli steht auch noch die Qualifikation für die im September stattfindende WM in Kapstadt auf dem Programm.

Die deutschen Frauen können nach Rang acht in Lissabon mit einem ähnlichen Ergebnis in Krakau den Klassenerhalt perfekt machen. Sie treffen auf Portugal-Turniersieger Polen, Tschechien, Irland und Rumänien.

Die Teams erhalten je nach Turnierplatzierung Punkte. Nach den beiden Runden werden die Punkte addiert und der Europameister wird gekrönt. Deutschland hatte sich 2019 durch einen Sieg gegen Spanien erstmals den Europameistertitel bei den Männern gesichert.