Effenberg wünscht sich Nübel-Verkauf – Gentner winkt ab

Das Bundesliga-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern am Samstag war auch das direkte Aufeinandertreffen der beiden potenziellen Neuer-Nachfolger Alexander Nübel und Jonas Urbig. Nach dem 0:5 (0:1) durfte sich Letzterer als klarer Sieger fühlen. Geht es nach Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg, dann lassen es die FCB-Bosse künftig gar nicht erst zum direkten Konkurrenzkampf kommen.

Alexander Nübel verließ das Stadion wortlos. Ein deftiges 0:5 (0:1) mit dem VfB Stuttgart gegen „seinen“ FC Bayern – und dazu noch eigene Patzer: Für den Nationalkeeper war es ein gebrauchter Tag. Ausgerechnet gegen die Münchner, bei denen er noch bis 2029 unter Vertrag steht.

Schon seit Monaten gibt es beim deutschen Rekordmeister Diskussionen um die Torhüterposition nach dem Karriereende von Manuel Neuer. Beim VfB wurde der 39-Jährige einmal mehr von Top-Talent Jonas Urbig ersetzt, der inzwischen als erster Anwärter auf die Nachfolge gehandelt wird.

Nübel konnte sich zumindest am Samstag nicht für das große Erbe empfehlen. Das 0:3 verschuldete der Keeper leichtfertig, auch in weiteren Situationen wirkte er verunsichert. Auf der Gegenseite hielt Urbig, was es zu halten gab.

Max Eberl ließ sich dennoch nicht aus der Reserve locken. Nübel besitze „sehr gute Qualitäten“, hob Bayerns Sportvorstand hervor. Man sei mit allen Torhütern im Austausch und werde sich die Situation „in Ruhe anschauen“.

„Was ich mir wünsche, ist, dass Urbig die Nummer eins wird bei Bayern München und Nübel die Nummer eins beim VfB Stuttgart bleibt“, warf der 57-Jährige ein.

Nübels Leihe läuft nach der Saison aus. Zuletzt gab es Gerüchte, der FC Bayern sei an einem Verkauf interessiert. Urbig ist derweil noch bis 2028 gebunden.

Der im „Doppelpass“ ebenfalls anwesende VfB-Sportdirektor Christian Gentner wehrte Effenbergs Vorstoß indes postwendend ab.

„Das ist zum jetzigen Zeitpunkt für uns gar kein Thema. Die Entscheidung ist nicht getroffen – das haben die Bayern.

Bayern-Schmerzen: Reißt Stiller wieder alte Wunden auf

Treffen der VfB Stuttgart und FC Bayern aufeinander, gibt es stets viele Geschichte zu erzählen. Der Süd-Gipfel elektrisiert wieder – das liegt auch an der Personalie Angelo Stiller.

Wie nah Erfolg und Tragik im Fußball beieinander liege, erlebte Angelo Stiller in den vergangenen Tagen hautnah. Am Sonntag in Hamburg wurde er spät eingewechselt, war dann einer der Hauptdarsteller beim peinlichen Gegentor in der Nachspielzeit zur Niederlage. Unter der Woche spazierte er dann mit dem VfB in Bochum ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Jetzt pochen die Schwaben auch in der Liga auf Wiedergutmachung, empfangen am Samstag zuhause (15.30 Uhr im sport.de-Ticker) aber ausgerechnet den enteilten Meister FC Bayern. Gerade bei diesem Spiel steht einmal mehr Angelo Stiller im Fokus, zusammen mit der Frage: Kann er seinem Ex-Team erneut Schmerzen zufügen?

Die Sache ist so: Der Vertrag des zentralen Mittelfeldprofis in Stuttgart läuft noch bis 2028. Doch es gibt immer wieder Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied. Es sollen quasi alle Giganten aus dem europäischen Fußball in Cannstatt angeklopft haben. Real Madrid, FC Liverpool, Manchester United – und klar: auch der FC Bayern.

Die Vertragslage ist etwas komplexer. Berichten zufolge ist im Arbeitspapier eine Klausel verankert, die einen Abgang in Höhe von 40 Millionen Euro festlegt. Allerdings habe der VfB die vertraglich abgesprochene Option, diese Klausel Stiller für zwei Millionen Euro abzukaufen. Die Folge: Eine Ablöse wäre dann frei verhandelbar. Und wohl deutlich höher.

Dass der VfB in der Lage ist, harte Kante in Verhandlungen zu zeigen, verdeutlichte der Woltemade-Poker im vergangenen Sommer. Fragen Sie mal bei Max Eberl und Co nach. VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth gab sich zuletzt diplomatisch. „Er hat einen Vertrag bei uns. Darüber zu spekulieren, ist viel zu früh“, sagte er Ende November bei „Sky 90“. Sollten doch Anfragen kommen, werden die Stuttgarter dem Vernehmen nach rund 60 Millionen Euro für Stiller fordern. Womöglich – je nach Leistung in dieser Saison – wird es auch noch mehr.

BVB-Interesse an Karetsas immer heißer

Der gerade einmal 18-jährige Konstantinos Karetsas aus Genk ist offenbar tatsächlich ein Thema bei Borussia Dortmund. Nun bestätigt auch die belgische „Het Laatste Nieuws“, dass BVB-Scouts live im Stadion saßen, um den Senkrechtstarter und die Lupe zu nehmen.

Nachdem kürzlich bereits der Transferinsider Ekrem Konur vom Werben von Borussia Dortmund um Konstantinos Karetsas berichtete, der sich in Reihen des KRC Genk in der jüngsten Zeit zu einem echten Senkrechtstarter entwickelte (insgesamt acht Scorerpunkte, sieben (ein Tor, sechs Vorlagen) davon in den letzten vier Wochen), schreibt nun auch „Het Laatste Nieuws“ über das weitreichende Interesse des BVB.

Die belgische Zeitung bestätigte, dass Scouts der Schwarz-Gelben unter der Woche beim Europa-League-Spiel gegen den FC Basel anwesend waren, als der in Genk geborene Grieche spektakulär zum 2:0 traf: Dribbling in den Strafraum, spitzer Winkel, ins linke obere Eck. Ein Tor, das den kleinen Linksfuß (1,73 m) als Offensiv-Allrounder (Flügel, zentrales Mittelfeld) endgültig auf die Wunschliste katapultiert haben dürfte.

Mit bereits 64 Profi-Einsätzen für Genk plus neun A-Ländern für Griechenland (drei Tore) lockt der 18-Jährige die europäische Fußball-Elite. Transferinsider Konur zählte neben dem BVB noch weitere Beobachter in Genk: Von Manchester City, AC Mailand, AS Monaco und Bayer Leverkusen. Im Frühjahr flirtete gerüchteweise schon der FC Bayern, doch Karetsas blieb und verlängerte.​

Das Genk-Tor zum 2:0 (beim späteren 2:1) war sein erstes der Saison nach sieben Vorlagen – ein Meilenstein, der den Wechsel zu einem Top-Klub greifbarer macht.

Gegen ein Engagement in Dortmund spricht jedoch ein teurer Haken: Der Vertrag des Teenagers läuft bis Juni 2029.

Genk-Sportchef Dimitri de Condé feierte kürzlich die Verlängerung, die erst Mitte November erfolgte: „Konstantinos hat außergewöhnliche Qualitäten. Seine Fortschritte in Akademie und Profiteam bestätigen das enorme Potenzial. Wir sind stolz, dass er sich Genk verschrieben hat – alle brennen auf eine Erfolgsgeschichte.“ Klare Botschaft: Kein baldiger Abschied, hohe Ablöse gefordert.​ Karetsas Marktwert wird auf weit über 20 Millionen Euro geschätzt.

Für Dortmund passt der dynamische Linksfüßer allerdings perfekt ins Talentkonzept – günstig wird er aber nicht. Ob der BVB dranbleibt, dürften die nächsten Monate zeigen.

Werder verkündet wichtige Personal-Entscheidung

Kurz vor Weihnachten sendet der SV Werder Bremen ein starkes Zukunftssignal in Richtung Zukunft: Innenverteidiger Amos Pieper bleibt an der Weser. Der 27-Jährige hat seinen Vertrag bei den Grün-Weißen verlängert. Bekannt gegeben wurde die Entscheidung am Freitag von Peter Niemeyer, dem Leiter Profifußball.

Niemeyer fand deutliche Worte für die Bedeutung dieser Verlängerung: „Wir freuen uns sehr, dass wir den gemeinsamen Weg mit Amos Pieper bei Werder fortsetzen können. Amos hat über das gesamte Jahr hinweg konstante Leistungen gezeigt und agiert auch aktuell sehr gefestigt und eindrucksvoll auf dem Rasen. Gerade in den vergangenen Wochen hat er wiederholt unterstrichen, welche Qualitäten er in unser Spiel einbringen kann“, wurde Niemeyer auf der Werder-Vereinshomepage am Freitag zitiert.

Besonders in der laufenden Saison hat Pieper seine Rolle als Stabilisator der Defensive eindrucksvoll gefestigt. Das bestätigt auch Cheftrainer Horst Steffen: „Amos hat in den vergangenen Wochen einen maßgeblichen Anteil daran, dass wir in der Defensive eine Stabilität ausstrahlen. Ich nehme ihn als absoluten Teamplayer wahr, der jeden Tag im Training weiter vorankommen will, wissbegierig ist und sich weiterentwickeln möchte.“

Und Pieper selbst? Der Innenverteidiger wird fast poetisch, wenn er über seine Zeit an der Weser spricht – und über das, was er noch vorhat.

„Ich trage das Werder-Trikot jetzt schon über drei Jahre. Das mag nach einer langen Zeit klingen, aber für mich ist es noch lange nicht genug. Ich habe jetzt schon viele tolle Erinnerungen an meine Zeit hier – aber auf meiner Werder-Festplatte ist noch genug Platz für weitere Momente, vor allem die ganz großen, die magischen, die fehlen noch. Daher bleibe ich hier. Aus absoluter Überzeugung. Mit riesengroßer Lust. Voller Tatendrang, hier besondere Dinge anzuschieben und zu gestalten“, so der Defensivmann.

Seit seinem Wechsel im Sommer 2022 von Arminia Bielefeld hat Pieper 68 Pflichtspiele für Werder absolviert und dabei zwei Tore erzielt.

Bayerns Plan mit Manuel Neuer enthüllt

Im Sommer 2011 lockte der FC Bayern Manuel Neuer vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße, versah den Keeper mit dem klaren Status der Nummer eins – und traf damit eine der besten Entscheidungen der Klub-Geschichte. Auch wenn immer mal wieder leise Kritik Neuers Weg begleiteten, ist der 39-Jährige insgesamt unumstritten gesetzt und in München zu einem der besten Torhüter der Fußball-Geschichte avanciert. Offen ist hingegen, wie lange das noch so sein wird. Nun kommt ans Licht, wie die Bayern mit dem inzwischen 39-Jährigen planen sollen.

Beim 1:3 gegen den FC Arsenal im Rahmen der Ligaphase der Champions League erwischte Manuel Neuer nicht gerade seinen besten Tag, Zweifel daran, dass der gebürtige Gelsenkirchener auch mit 39 Jahren noch zu den besten Vertretern seines Fachs zählt, halten sich dennoch in Grenzen. Kein Wunder, überzeugt der Routinier auch 2025/26 bislang mit starken Leistungen.

Sollte Neuer seinen auslaufenden Vertrag beim FC Bayern verlängern wollen, würde man das beim deutschen Fußball-Rekordmeister absolut begrüßen. Das berichtet die „Bild“.

Zwar würde man natürlich weiterhin genau beobachten, wie sich der Altstar schlägt, selbst nach dem eher unglücklichen Auftreten gegen die Gunners würden intern allerdings keine Vorwürfe erhoben.

Eile in der Causa soll jedoch nicht existieren, dem Bericht zufolge ist ein Austausch über die Zukunft erst im März geplant. Am 27. März wird Neuer 40 Jahre alt, ein Verbleib könnte ein schönes Geschenk für Spieler und Verein darstellen.

Geschenke wird der FC Bayern allerdings nur eingeschränkt verteilen, den Status als Topverdiener mit rund 20 Millionen Euro pro Jahr würde Neuer bei einer Verlängerung wohl verlieren, mutmaßt die Zeitung.

Bezüglich Neuers Nachfolge soll man sich in München zudem sehr gut aufgestellt sehen. Jonas Urbig, so lautet angeblich der Plan, soll das Erbe antreten. Dem 22-Jährigen traue man in der bayerischen Landeshauptstadt „auch langfristig“ zu, den Platz zwischen den Pfosten zu bekleiden.

„Mit Jonas haben wir jemanden, bei dem wir auch genau hinschauen, ob wir ab dem Tag, an dem Manuel Neuer irgendwann seine Karriere beendet, auf ihn zählen. Wir sind optimistisch, dass auch er einer ist, der irgendwann die Fußstapfen von Manuel ausfüllen kann. Generell lässt sich sagen, dass wir sehr gute Möglichkeiten für diesen Tag haben“, erklärte Sportvorstand Max Eberl unlängst der „Sport Bild“.

Diese Arsenal-Stärke muss Bayern fürchten

Am Mittwochabend treffen mit dem FC Bayern und FC Arsenal zwei der formstärksten Teams Europas aufeinander. In einem Aspekt zeigen die Formkurven aber deutlich auseinander. Wird das dem deutschen Rekordmeister zum Verhängnis?

Erster gegen Zweiter. Der Showdown zwischen dem FC Bayern und FC Arsenal in der Champions League (Mittwoch, 21 Uhr, sport.de-Ticker) ist ein echtes Topspiel. Dass die Bayern dort oben stehen, überrascht wohl deutlich weniger als der Aufstieg der Gunners.

Die Londoner dominieren in dieser Saison nicht nur in der Königsklasse, sondern vor allem auch in der heimischen Premier League. Und das mit einem Fußball, der weiter weg ist vom Hurra-Fußball früheren Jahre.

Stattdessen setzt Arsenal auf Taktiken, die man eher bei Mittelklasse-Teams bis Abstiegskandidaten verorten würde. Stabile Defensive zuerst, dann vorne mit Standards effizient scoren. Das ist Arsenal im Spätherbst 2025.

„Wir haben natürlich sehr viele Standardsituationen, also muss man dort ansetzen“, sagte Trainer Mikel Arteta schon vor Wochen analytisch zum Spielstil seines Teams.

Das „Ansetzen“ klappt soweit ziemlich gut. Arsenal hat in der Premier League zehn seiner 24 Tore nach Standards erzielt, dazu kommen zwei Elfmeter. Topscorer sind Eberechi Eze, Viktor Gyökeres, Declan Rice und Leandro Trossard. Eine weitere „Waffe“, erklärte Bayern-Sportvorstand Max Eberl, seien die langen Einwürfe des Teams.

„Es stört immer den Rhythmus des Spiels, das ist das eine“, so Eberl die spezielle Einwurf-Gefahr, „das andere ist: Wenn so eine Bogenlampe reinkommt und rumflippert – je häufiger du das hast, umso größer ist die Gefahr und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du einen Abschluss hast.“

Ausgedacht hat sich die verschiedenen Varianten bei Standards der Franzose Nicolas Jover. 2021 kam er von Manchester City zu Arsenal und steigerte dort prompt die Erfolgsquote bei den Situationen mit ruhenden Bällen.

Er ist so erfolgreich, dass die Fans mitunter schon mal den Standard-Coach besingen. „Alles ist sehr genau geplant“, verrät Arteta. „Wo wir Zeit reinstecken und was für uns am wertvollsten ist.“

Nun trifft es sich für die Bayern alles andere als gut, dass sie selbst beim Verteidigen von Standards zuletzt schwächelten.

90-Mio.-Preisschild für Transfer-Ziel des FC Bayern

Auf der Suche nach Verstärkungen richtet sich der Blick des FC Bayern angeblich einmal mehr auf die Premier League. Das Preisschild des angeblichen Objekts der Begierde könnte den deutschen Rekordmeister aber abschrecken.

Im Fokus der Münchner diesmal: Abwehrspieler Murillo von Nottingham Forest.

Das Problem aus Sicht des FC Bayern: Der 23 Jahre alte Brasilianer hat mit seinen Leistungen inzwischen eine ganze Schar von Interessenten angelockt, darunter gleich mehrere „europäische Schwergewichte“, wie das Portal „Caught Offside“ unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Beraterszene berichtet.

Der FC Chelsea soll Murillo demnach bereits im vergangenen Sommer im Visier gehabt haben. Zudem werden der FC Arsenal, der FC Liverpool und auch der FC Barcelona als Interessenten genannt.

Aber: Murillos bis 2029 datierte Vertrag in Nottingham enthält keine Ausstiegsklausel. Um den Nationalspieler loszueisen, wäre deswegen offenbar eine Mega-Ablöse nötig. Von satten 80 bis 90 Millionen Euro ist in der Meldung die Rede – eine Summe, die für Barca unerschwinglich zu sein scheint, aber auch den FC Bayern abschrecken dürfte.

Bislang nahmen die Münchner in ihrer Vereinsgeschichte nämlich erst ein einziges Mal mehr als 80 Millionen Euro für einen Transfer in die Hand. 2023 flossen 95 Millionen Euro für Harry Kane an Tottenham Hotspur.

Dass nun ein Abwehrspieler wie Murillo annähernd in diese Dimensionen vorstößt, erscheint wenig wahrscheinlich.

Fahrt aufgenommen hatten die Gerüchte, weil Dayot Upamecano immer noch mit der Verlängerung seines auslaufenden Vertrags beim FC Bayern zögert.

„Es hat nichts mit Geld zu tun. Wir reden viel mit Max Eberl und Christoph Freund. Ich bin hier zufrieden, spiele eine gute Saison, mache meinen Job, gebe alles für diesen Verein. Mal schauen, was passiert. Ich bin gespannt“, sagte der 27 Jahre alte Franzose nach dem 6:2-Sieg in der Bundesliga gegen den SC Freiburg gegenüber Medienvertretern.

 

Weitere Details zum Karl-Vertrag bei Bayern enthüllt

Der gerade einmal 17-jährige Lennart Karl sorgt beim FC Bayern derzeit für Furore, auch in der U21 des DFB setzte er zuletzt direkt Ausrufezeichen. Kein Wunder, dass bereits seit einiger Zeit Gerüchte um den Youngster ins Kraut schießen. Angeblich soll mit Karl bereits über einen neuen Mega-Vertrag verhandelt werden. Doch das Ganze verhält sich wohl ein wenig anders.

Mega-Talent Lennart Karl vom FC Bayern ist in dieser Saison wohl der Senkrechtstarter des deutschen Fußballs: Für die Münchner bestritt er bereits 13 Pflichtspiele (zwei Tore), bei seinen ersten beiden Einsätzen für die deutsche U21-Auswahl erzielte der 17-Jährige jüngst insgesamt drei Treffer.

Erste Forderungen wurden gar schon laut, Bundestrainer Julian Nagelsmann solle Karl mit zur WM nehmen. Gleichzeitig hieß es zuletzt, dass der FC Bayern mit Karl schon über einen neuen Mega-Vertrag verhandele, um den Youngster möglichst fest zu binden. Karl-Berater Michael Ballack, der frühere FCB-Profi und Vizeweltmeister von 2002, soll schon vorstellig geworden sein.

Nach Informationen von „Bild“ ist an diesen Spekulationen aber nichts dran. Zwar seien beide Seiten durchaus im Gespräch, allerdings verlängerte Karl ja erst im August dieses Jahres sein Arbeitspapier – und zwar so, dass der neue Kontrakt verschiedene optionale Stufen enthält, wie es im Podcast „Bayern-Insider“ heißt.

Demnach sind gleich mehrere Klauseln verbaut, die Karl gestaffelt mehr Geld einbringen, je mehr er spielt und je mehr Leistung er bringt. Diese Klauseln würden nun nach und nach in Kraft treten, wurde enthüllt.

Zudem wurde, wie bereits bekannt ist und auch schon „Sky“ und der „kicker“ berichteten, implementiert, dass sich der Vertrag an Karls 18. Geburtstag um ein Jahr bis 2029 verlängert. Der Teenager wird am 22. Februar 2026 volljährig. Bislang hat Karl noch einen so genannten Fördervertrag (bis 2028), mit 18 bekommt er dann einen klassischen Profi-Vertrag, der ein Jahr länger gültig sein wird.

Sollte Karls Leistung bis dahin geradezu explodieren, würde man möglicherweise doch noch einmal komplett neu verhandeln, wurde im „Bayern-Insider“ erklärt, aber der aktuelle Kontrakt sei durchaus schon so gestaltet, dass Karls Darbietungen (finanziell) gewürdigt werden können.

Talente-Plan des BVB enthüllt

Die mit teils sehr jungen Spielern gespickte Zweitvertretung von Borussia Dortmund liegt in der Regionalliga West nur fünf Zähler hinter Spitzenreiter Fortuna Köln im gesicherten Mittelfeld, die U19 des BVB dominiert die Gruppe H der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga. An talentierten Kickern mangelt es bei den Schwarzgelben also offenbar nicht, im Profikader bekamen die Youngster zuletzt allerdings extrem selten eine Chance. Ein Bericht deckt nun auf, wie Dortmund auf kurze Sicht mit den Talenten plant.

Die Verantwortlichen des BVB würden „zunehmend unter Druck“ stehen, wenn es darum geht, den eigenen Toptalenten eine Perspektive aufzuzeigen, berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Auf kurze Sicht soll den besonders talentierten U19-Kickern daher erst einmal der Schritt in die U23 geebnet werden.

Die Zeitung nennt konkret die 16-jährigen Mathis Albert, Mussa Kaba oder Enzo Duarte sowie den 17-jährigen Samuele Inacio.

Das Quartett wird wohl zu einer Reihe von Jugendspielern zählen, die nach der Winterpause in den Kader des BVB II hochgezogen werden sollen, um sich in der 4. Liga weiter an die Wettkampfhärte des Männer-Fußballs zu gewöhnen. Dies sei förderlicher für die Hoffnungsträger, als ein Bankplatz beim Bundesliga-Team, heißt es.

Allerdings, auch das will die „WAZ“ erfahren haben, ist angeblich nicht vorgesehen, dass Albert und Co. im Januar mit ins Profitrainingslager nach Marbella reisen.

Vo den Genannten sammelte einzig Kaba im Oktober bereits erste Erfahrungen in der U23, spielte beim 4:2-Sieg gegen den SV Rödinghausen sogar 90 Minuten durch. Weitere Einsätze blieben wohl nur aufgrund der U17-Weltmeisterschaft in Katar aus. Die DFB-Auswahl musste am Samstag allerdings überraschend früh die Koffer packen. Im Sechzehntelfinale verlor man 0:1 gegen Burkina Faso.

Kaba dürfte sich dennoch in den Fokus anderer Klubs gespielt haben, in Dortmund stellt sich daher auch immer die Frage, wie lange sich die Youngster noch damit zufriedengeben, nicht Teil des Profikaders zu sein.

FC Bayern trifft Transfer-Entscheidung

Wenige Wochen vor dem Beginn der Wechselperiode im Januar hat man beim FC Bayern offenbar eine weitreichende Entscheidung getroffen. Einem Bericht zufolge plant man im Winter keine Investitionen in den Kader.

Der FC Bayern hat nach Angaben von „Bild“ nicht vor, im kommenden Winter-Transferfenster aktiv zu werden. Man wolle das Geld für mögliche Neuverpflichtungen sparen und blicke vielmehr auf den Sommer 2026. Erst dann zur Spielzeit 2026/27 seien Transfers geplant, heißt es im Podcast „Bayern-Insider“.

Der Grund: Die Münchner sehen sich für die restliche Saison bestens gerüstet. Hatte es im vergangenen Sommer noch erhebliche Kritik am vermeintlich zu kleinen Kader gegeben, ist diese angesichts der aktuell sportlich so überzeugenden Leistung der Mannschaft überwiegend verpufft. Die geringe Kadergröße habe sogar einen positiven Effekt gehabt, da das Team dadurch noch enger zusammengerückt sei.

Zudem setze man auf die auf die Rückkehr der Langzeitverletzten, statt neue Spieler mitten in der Saison zu integrieren. Mit Jamal Musiala, Alphonso Davies und Hiroki Ito werden gleich drei Top-Spieler nach langer Leidenszeit zurückerwartet.

„Bild“ zufolge plant man beim FC Bayern auch dann keinen Winter-Transfer, sollte sich ein Abnehmer für Rechtsverteidiger Sacha Boey finden. Dem Franzosen würde man an der Säbener Straße keine Steine in den Weg legen, sofern ein Interessent ein passendes Angebot abgibt, hieß es zuletzt.

Der Transfer-Entschluss der Münchner Bosse könnte derweil auch direkte Auswirkungen auf den Transfermarkt haben. Sowohl Marc Guehi von Crystal Palace als auch Ibrahima Konaté vom FC Liverpool wurden zuletzt als mögliche Transferkandidaten gehandelt, sollte Stamm-Innenverteidiger Dayot Upamecano nicht verlängern und den Klub im Sommer ablösefrei verlassen.

Beide könnten aber bereits im Winter bei neuen Klubs unterschreiben, der FC Bayern würde somit zu spät kommen. „Caught Offside“ zufolge hat Liverpool seinem Abwehrmann Konaté ein letztes Ultimatum gestellt: Wenn der 26-Jährige nicht verlängert, soll er noch im Januar abgegeben werden. Dann würden sich die Reds bei Crystal Palace bedienen und Guehi verpflichten. Schon im vergangenen Sommer war das Interesse groß.