Hurricanes wenden nächsten Einbruch ab

Die Carolina Hurricanes (34-15-6) haben am Sonntag mit „ein wenig Glück“ den nächsten Einbruch verhindert und 3:2 nach Verlängerung gegen die Los Angeles Kings (23-17-14) gewonnen.

Wie schon am Samstag, als Carolina nach 3:0-Führung noch 3:4 in OT gegen die Washington Capitals verloren hatte, ließen sich die Canes erneut eine späte Führung noch entgleiten und mussten wieder in die Verlängerung. Dort hatten sie dank eines abgefälschten Schusses von Sebastian Aho aber diesmal das bessere Ende für sich.

„Ein wenig Glück war natürlich dabei“, sagte Aho, dessen Handgelenkschuss nach knapp anderthalb Minuten in der OT vom Schläger des Kings-Stürmers Adrian Kempe ins eigene Tor abgelenkt wurde. „Es können eben gute Dinge passieren, wenn man aufs Tor schießt. So war es auch hier.“

Jordan Staal hatte die Hurricanes im ersten Drittel in Führung gebracht, danach passierte lange nichts. Nach der Erhöhung von Alexander Nikishin waren regulär nur noch sieben Minuten zu spielen – eigentlich eine komfortable Situation.

Doch die Lightning kamen schon eine halbe Minute später ins Schwimmen, als Samuel Helenius den Anschluss herstellte und mussten gut 200 Sekunden vor dem finalen Buzzer dann tatsächlich den Ausgleich durch Quinton Byfield hinnehmen.

Diesmal schlug Carolina aber zurück. „Sie haben zwar den Doppelpack gemacht, aber mir hat es extrem gut gefallen, wie wir weitergespielt haben“, lobte Canes-Coach Rod Brind’Amour.

Exklusiv: Magath lästert über FC Bayern und kritisiert Kane

Die Leichtigkeit des FC Bayern ist weg. Nach dem enttäuschenden 2:2 beim HSV sind die Münchner genervt und meckern sogar über den Schiedsrichter. Trainer-Legende Felix Magath reagiert darauf bei sport.de mit dezentem Spott – und kritisiert auch die Rolle von Superstar Harry Kane. Eine ernsthafte Titelbedrohung für die Bayern sieht er nicht.

Nach der ersten Saisonniederlage gegen den FC Augsburg war die Mission des FC Bayern für den 20. Bundesliga-Spieltag klar: Im Nord-Süd-Klassiker beim HSV drei Punkte mit nach München bringen, den Vorsprung auf die Konkurrenz halten.

Diesen Auftrag hat die Elf von Trainer Vincent Kompany nicht erfüllt. Im Volkspark zeigte der FC Bayern zum wiederholten Male ungewohnte Schwächen und stolperte beim 2:2 erneut. Weil der BVB am Sonntag gegen Heidenheim mit 3:2 gewann, beträgt das Polster der Bayern „nur“ noch sechs Punkte.

Zurzeit bekämen die Bayern „nicht nur Gegentore, sondern kommen tatsächlich in Schwierigkeiten“, führte der 71-Jährige weiter aus. Den Münchnern sei ihre eigene Dominanz der Hinrunde zum Verhängnis geworden. „Es ist nie gut für eine Mannschaft, wenn sie unangefochten vorne ist und – in Anführungsstrichen – keine Gegner mehr hat. Da wird man leichtfertig.“

Apropos Kane: Magath kritisierte dessen Rolle als Tausendsassa im Bayern-Spiel. „Ich würde Spieler immer nach ihren Stärken einsetzen. Harry Kane kann Tore schießen. Er wird von allen gelobt und jeder jubelt, dass er auch hinten rumläuft. Aber das ist nicht sein Job“, sagte der frühere Bayern-Coach.

Kane könne „hinten so viel Bälle klären, wie er will, aber er hilft der Mannschaft mehr, wenn er vorne steht, wartet, den Ball bekommt und ihn reinschießt.“

Der Engländer solle sich auf „seine Stärken besinnen“, forderte Magath: „Wenn er vorne statt im Mittelfeld oder hinten rumlaufen würde, wäre das für die Mannschaft besser.“

Dass die Bayern nach ihrem erneuten Ausrutscher im Titelrennen wirklich noch in die Bredouille kommen, glaubt der Fußball-Lehrer indes nicht und verwies auf die nicht gerade vor Fußballwitz strotzenden Konkurrenz: „Man muss aber leider sagen, dass Borussia Dortmund nicht gerade den Eindruck vermittelt, als wollen sie den FC Bayern jagen.“