Canucks und Sheerwood-Agent hecken Trade-Pläne aus

Die Vancouver Canucks stehen wohl vor einer richtungsweisenden Personalentscheidung. Betroffen ist Left Wing Kiefer Sherwood.

Laut Elliotte Friedman (Sportsnet) sind die Kanadier offen für einen möglichen Trade von Kiefer Sherwood. Inmitten einer sportlichen Krisenzeit – Vancouver hat zuletzt zehn Niederlagen in Serie hinnehmen müssen und somit einen Franchise-Negativrekord aus der Saison 1997/98 eingestellt – arbeitet die Organisation demnach aktiv mit dem Agenten des Angreifers zusammen, um einen Wechsel vorzubereiten.

Wie Friedman am Samstag in der Rubrik Saturday Headlines während des Hockey Day in Canada erklärte, sei dieses Vorgehen bereits bei früheren Deals erfolgreich gewesen.

„Einer der Gründe, warum der Quinn-Hughes-Trade so schnell zustande kam, war, dass der Agent aktiv eingebunden wurde“, so der NHL-Insider. „Genau das passiert jetzt auch bei Sherwood.“

Sherwood befindet sich im zweiten Jahr seines Zweijahresvertrags über 3 Millionen Dollar und wird im Sommer zum Unrestricted Free Agent. In dieser Saison zählt der Flügelspieler zu den Lichtblicken bei den Kanadiern und legte in 44 Einsätzen 23 Scorerpunkte (17 Tore, 6 Assists) auf.

Das Interesse anderer Teams erscheint dementsprechend logisch. „Im Moment sitzen viele Teams noch da und warten – fast wie bei einer Pokerrunde“, so Friedman weiter. „Interesse ist definitiv da. Die Frage ist nur, wann jemand den ersten Schritt macht.“

Hannover 96 patzt bei Schmadtke-Comeback in Kaiserslautern

Misslungenes Comeback für Jörg Schmadtke: Hannover 96 hat mit zehn Mann im ersten Pflichtspiel seit der Amtsübernahme des alten und neuen Sportchefs eine Last-Minute-Pleite kassiert.

Die Niedersachsen verloren zum Rückrundenauftakt der 2. Fußball-Bundesliga trotz Führung 1:3 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Der erst in der 64. Minute eingewechselte Waniss Taibi sah in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Der lange verletzt fehlende Torjäger Ivan Prtajin (74.) und Semih Sahin (90.+2) trafen beide als Joker für den FCK, der nach einem schwachen Jahresausklang 2025 wieder den Aufstieg ins Visier nehmen darf. Naatan Skyttä sorgte für den Endstand (90.+5). Die Pfälzer überholten die Hannoveraner, die nahtlos an ihren schwachen Dezember (nur zwei Punkte aus drei Spielen) anknüpften und seit fast zehn Jahren auf einen Sieg auf dem Betzenberg warten. Enzo Leopold (67.) hatte Hannover in Führung gebracht.

Hannover war in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft. Benedikt Pichler vergab per Kopf eine gute Gelegenheit für die Gäste (4.). Danach wurden die Roten Teufel stärker. Der Finne Skyttä konnte zwei Großchancen nicht verwerten (28. und 32.).

Im zweiten Durchgang waren zunächst wieder die Gäste am Drücker. Die erste gute Möglichkeit vergab allerdings FCK-Profi Mika Haas (62.). Besser machte es Leopold bei seinem ersten Saisontreffer. Dabei wurden die aufgerückten Gastgeber ausgekontert. Prtajin sorgte per Kopf für den Ausgleich, Sahin und Skyttä legten nach.

FC Bayern droht Transfer-Schock

Dem FC Bayern und vor allem Sportvorstand Max Eberl droht offenbar eine bittere Transfer-Schlappe.

Beim vom deutschen Rekordmeister umworbenen Abwehrspieler Marc Guehi von Crystal Palace zeichnet sich laut „Sky“ ein Wechsel zu Manchester City ab – und zwar noch in der laufenden Winter-Transferperiode.

Der Tabellenzweite der englischen Premier League habe sich intern darauf verständigt, Guehi noch in diesem Wechselfenster nach Manchester zu lotsen, als Reaktion auf die verletzungsbedingten Ausfälle der Innenverteidiger Ruben Dias (Oberschenkel), Josko Gvadiol (Schienbeinbruch) und John Stones (Oberschenkel).

Guehi soll sich mit ManCity bereits grundsätzlich über einen langfristigen Vertrag einig sein, habe zunächst aber einen Wechsel im Sommer präferiert, wenn sein Vertrag bei Crystal Palace ausläuft.

Der Transfer-Druck bei ManCity ist nun offenbar so groß geworden, dass der Klub viel Geld in die Hand nehmen will, um den 25 Jahre alten Nationalspieler Englands sofort ins Etihad Stadium zu lotsen. Mit umgerechnet rund 35 Millionen Euro soll Crystal Palace dem Bericht zufolge der vorzeitige Abgang des Kapitäns und Leistungsträgers schmackhaft gemacht werden.

Sollte es tatsächlich zu diesem Angebot kommen, wäre der FC Bayern laut „Sky“ in dem Poker um Guehi „nahezu chancenlos“.

Für Eberl wäre das besonders bitter. Denn: Der frühere Gladbacher und Leipziger Manager bemühte sich dem Vernehmen nach sehr um einen Guehi-Deal, telefonierte angeblich zuletzt mehrfach mit der Spielerseite.

Auch zu einem persönlichen Treffen mit dem Berater des Profis soll es gekommen sein – und Guehi war dadurch offenbar offen für einen Wechsel zum FC Bayern.

Ein weiteres Fragezeichen in der Münchner Defensive bleibt ebenfalls noch: Die Berichten zufolge bevorstehende Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano ist nach wie vor nicht bestätigt.

 

Kings gewinnen zweites Spiel ohne gesperrten Schröder

Auch im zweiten Spiel ohne den gesperrten Dennis Schröder haben die Sacramento Kings in der NBA gewonnen.

Das Team siegte gegen die favorisierten New York Knicks um den deutschen Profi Ariel Hukporti, die in der Eastern Conference auf Rang zwei stehen, mit 112:101. Für die Kings, Vorletzter im Westen, war es der zweite Erfolg nacheinander.

Erfolgreichster Werfer bei Sacramento war DeMar DeRozan mit 27 Punkten, auch Zach LaVine (25) und Precious Achiuwa (20) drehten auf. Hukporti kam für die Knicks auf lediglich rund zweieinhalb Minuten Spielzeit, dabei erzielte der 23-Jährige zwei Punkte.

Schröder hatte wie bereits beim 124:112 seiner Kings über die Los Angeles Lakers vor zwei Tagen zusehen müssen.

Die NBA hatte den deutschen Welt- und Europameister für insgesamt drei Spiele aus dem Verkehr gezogen, weil er laut Medienberichten beim 101:125 der Kings gegen die Lakers Ende Dezember versucht haben soll, auf Gegenspieler Luka Doncic loszugehen.

Somit fehlt der 32-Jährige auch noch in der anstehenden Partie am Freitag (Ortszeit) gegen die Washington Wizards.

 

Vingegaard kopiert Rivale und will historischen Coup

Jetzt ist klar, bei welchen großen Rundfahrten Jonas Vingegaard in diesem Jahr an den Start geht. Der Plan: Das historische Double soll her.

Rad-Star Jonas Vingegaard hofft auf einen Doppel-Coup. Genau wie sein ewiger Rivale Tadej Pogacar greift er zunächst beim Giro d’Italia und anschließend bei der Tour de France an. Das bestätigte der Däne in seinem Trainingslager in Spanien.

Vingegaard wird beim Giro sogar seine Premiere feiern. Die Italien-Rundfahrt startet in diesem Jahr am 8. Mai in Bulgarien. Im Juli will er dann den slowenischen Kontrahenten bei der Tour de France endlich wieder entthronen.

Rad-Dominator Pogacar hatte 2025 als erster Radprofi seit 26 Jahren das Double aus den beiden wichtigsten Landesrundfahrten gewonnen. Er war damit erst der achte Fahrer, dem dies gelang.

„Ich denke schon eine ganze Weile an den Giro. Es ist eines der größten Rennen im Kalender und ich bin ihn noch nie gefahren“, sagte Vingegaard zur neuen Herausforderung. „Der Sieg bei der Vuelta im vergangenen Jahr hat mir noch mehr Motivation gegeben, um nun in Italien all-in auf den Gesamtsieg zu gehen. Ich hätte das Rosa Trikot gern in meiner Sammlung.“

Sein Sportchef Grischa Niermann betonte, dass die Italien-Rundfahrt Vingegaard helfen kann, in Form für das Highlight des Jahres zu kommen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Giro-Teilnahme gut für sein Niveau bei der Tour sein wird“, sagte der deutsche Ex-Profi.

Zwar sei auch beim Giro der Gesamtsieg im Visier, das Hauptziel aber sei weiterhin ein Triumph bei der Tour de France. Vingegaard hatte die Frankreich-Rundfahrt 2022 und 2023 gewonnen. Seither dominierte Pogacar.

Mit einem Girosieg würde Vingegaard sogar das Triple perfekt machen. Neben der Tour hat er auch die spanische Vuelta bereits gewonnen. Ein Titel, der Pogacar noch feht. „Das hat bei meiner Entscheidung natürlich eine Rolle gespielt“, sagte Vingegaard.

Zuletzt hatte der Brite Christopher Froome 2018 das Grand-Tour-Triple komplettiert. Ein Dreifach-Triumph aus Siegen bei Giro, Tour und Vuelta in einem Jahr hat noch kein Fahrer geschafft.

Verletzungssorgen bei den Patriots

Nach sechs Jahren haben die New England Patriots mal wieder ein Playoff-Spiel gewonnen. In der Divisional Round bekommt es der sechsfache Champion nun mit den Houston Texans zu tun. Dabei müssen die Patriots womöglich den Ausfall eines absoluten Schlüsselspielers verkraften.

Cornerback Christian Gonzalez erlitt beim Sieg über die Los Angeles Chargers eine Gehirnerschütterung. Gonzalez hatte zum Start des vierten Quarters einen Pass auf Quentin Johnson abgewehrt. Dieser war im Anschluss auf Gonzalez‘ Kopf gelandet.

Nun befindet sich der Cornerback im Concussion Protocol. Das bestätigte Head Coach Mike Vrabel am Montag. „Wie lange das dauert, weiß ich nicht“, sagte der Übungsleiter. „Hoffentlich bekommen wir ihn zurück.“

Je nach Schwere der Gehirnerschütterung kann die Ausfallzeit variieren. Das wissen die Patriots aus eigener Erfahrung. In Woche 16 landeten mit TreVeyon Henderson, Kayshon Boutte und Jared Wilson gleich drei Spieler des sechsfachen Super-Bowl-Siegers im Concussion Protocol. Henderson konnte bereits in Woche 17 wieder spielen, Boutte in Woche 18, während Wilson erst gegen die Chargers wieder am Start war.

Die Hoffnung bei den Patriots ist in jedem Fall hoch, dass Gonzalez rechtzeitig für das Duell mit den Texans am Sonntag (ab 21 Uhr bei RTL) fit wird.

Schließlich war der Passverteidiger ein Erfolgsgarant in dieser Spielzeit. Ihm gelangen in 15 Spielen 69 Tackles und zwölf abgewehrte Pässe. Er wurde erstmals in den Pro Bowl gewählt und belegte den fünften Platz im All-Pro-Voting unter den Cornerbacks.

„Gonzo spielt weiterhin auf hohem Niveau“, sagte Mike Vrabel. „Wir schätzen seine Leistungen und seine Bereitschaft, auf verschiedenen Positionen zu spielen. Er hat das alles wirklich gut gemeistert“, lobt der Head Coach seinen Passverteidiger.

Ovi-Meilenstein bei Pleite gegen Predators

Für die Washington Capitals (23-17-6) gab es am Sonntagabend trotz der 2:3 Pleite bei den Nashville Predators (21-20-4) etwas zu feiern: Alexander Ovechkin sicherte sich mit einem Treffer den nächsten irren Meilenstein.

Der Rekordtorschütze der Liga erzielte nach knapp sechs Minuten das 1:0, holte damit auch in seiner 21. Saison mindestens 20 Tore und schrieb damit erneut Geschichte: Nur Gordie Howe ist dieses Kunststück noch einmal öfter gelungen.

Dass es trotz Karriere-Treffer 917 ihres Washington Capitals nicht für die Caps reichte, lag vor allem an einem starken Roman Josi. Der Spielführer der Gastgeber war an allen drei Toren beteiligt, mit dem Nashville die Partie zu seinen Gunsten drehte. Das 1:1 und 1:2 legte Josi auf, beim vorentscheidenden 3:1 im Schlussdrittel war er dann sogar selbst erfolgreich.

„Wir finden immer wieder Wege, Spiele zu gewinnen, was enorm wichtig für uns ist“, sagte der gebürtige Berner. „Nach dem zweiten Drittel, in dem sie eine Menge Druck gemacht haben, haben wir uns gesagt: ‚Wir müssen wieder in die Offensive gehen, um dieses Spiel gewinnen.“ Und genau das haben wir getan.“

Beide Teams sind am Dienstag wieder im Einsatz. Washington, derzeit letzter Wild-Card-Inhaber im Osten, empfängt um 1 Uhr die Montreal Canadiens. Eine Stunde später folgt der Eröffnungsbully in Nashville gegen die Edmonton Oilers. Die Predators liegen im Westen zwei Punkte hinter den Playoff-Plätzen.

 

Wegen El Mala: Hamann warnt Kwasniok

Said El Mala wurde beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim (2:2) wieder einmal nur eingewechselt – und rettete den Rheinländern zumindest einen Punkt. TV-Experte Dietmar Hamann warnte anschließend Trainer Lukas Kwasniok.

Mit U19-Youngster Fynn Schenten und Alessio Castro-Montes bot Kwasniok gegen den 1. FC Heidenheim überraschend zwei Namen in der Kölner Startelf auf, die im bisherigen Saisonverlauf (fast) keine Rolle gespielt hatten.

Said El Mala musste derweil zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der 19-Jährige wurde beim Stand von 1:2 zur zweiten Hälfte für Zentrumsspieler Denis Huseinbasic eingewechselt und traf in der 48. Minute prompt zum 2:2-Endstand.

„Das war okay. In Heidenheim ist es nie einfach“, resümierte TV-Experte Dietmar Hamann bei „Sky“ anschließend den Punktgewinn des 1. FC Köln.

Der Vize-Weltmeister von 2002 richtete gleichzeitig eine Warnung an Trainer Kwasniok: „Es ist gutgegangen, aber den Jungen von Anfang an zu bringen und El Mala draußen zu lassen, da musst du als Trainer vorsichtig sein, weil du dich angreifbar machst. Sie haben den Abstand zu Heidenheim behalten, damit können sie gut leben.“ Mit dem „Jungen“ spielte Hamann auf den erst 18-jährigen Schenten an.

El Mala sei „als Spielentscheider einer der besten“ und „einer der besten Bundesliga-Spieler von der Bank“, erklärte Kwasniok die Jokerrolle des deutschen U21-Nationalspielers am Samstag. Wenn der Gegner einmal müde sei, „kommen seine Waffen noch besser zur Geltung“, argumentierte der 44-Jährige.

El Mala ist mit sieben Toren der gefährlichste FC-Profi in der Bundesliga. Vier Treffer erzielte der Linksaußen davon nach Einwechslung. El Mala ist mit Heidenheims Mittelstürmer Stefan Schimmer damit aktuell der beste Joker im deutschen Fußball-Oberhaus.

Transfer-Knall um Omar Marmoush bei ManCity

Vor einem Jahr ist Omar Marmoush für viel Geld von Eintracht Frankfurt zu Manchester City gewechselt. Beim englischen Premier-League-Giganten bekommt der Ägypter nun aber neue Konkurrenz im Angriff. Zieht der Ex-SGE-Star womöglich schon in dieser Wechselperiode wieder weiter? Erste Gerüchte nehmen an Fahrt auf.

Der Mega-Transfer von Antoine Semenyo zu Manchester City könnte weitreichende Auswirkungen für Omar Marmoush nach sich ziehen. Klar ist: Durch die Ankunft des 26 Jahre alten Ghanaers, der für rund 72 Millionen Euro von AFC Bournemouth zu den Citizens wechselte und dort bis 2031 unterschrieb, dürften sich die Aussichten auf Einsatzzeiten des ehemaligen Frankfurters nicht unbedingt verbessert haben.

Die Situation des Ägypters ist offenbar auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben, die sich nun Chancen auf einen Winter-Deal ausrechnen könnte. Wie „Sky“-Transferreporter Florian Plettenberg berichtet, liegen Marmoush bereits „Top-Anfragen aus dem europäischen Ausland“ vor. Und: Auch Bundesligisten sollen seine Situation ganz genau verfolgen.

Erst im Januar 2025 war Omar Marmoush für rund 75 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt nach Manchester gewechselt. Nach einer guten Rückrunde in der Saison 2024/25 mit 16 Premier-League-Einsätzen und neun direkten Torbeteiligungen (sieben Tore, zwei Vorlagen), lief es in der Hinrunde der laufenden Spielzeit deutlich schlechter.

Ausgebremst durch eine Knieverletzung im September kam Marmoush unter Teammanager Pep Guardiola nicht mehr über den Status des Ergänzungsspielers hinaus, zumeist wurde er in den letzten Schlussminuten eingewechselt – und steht in der Liga somit noch ohne Treffer. Aktuell ist der 26-Jährige mit seiner Nationalmannschaft beim Afrika-Cup.

Dass Marmoush angesichts des Semenyo-Deals nun von sich aus eine Flucht anstrebt, treffe nach „Sky“-Informationen aber nicht zu. Der Stürmer wolle, Stand jetzt, bei Manchester City bleiben. Sein Vertrag läuft ohnehin noch langfristig bis 2029. Womöglich macht im City-Kader im Januar ein anderer Spieler Platz: So könnte der unter anderem vom BVB beobachtete Oscar Bobb den Klub verlassen.

Überraschungswechsel in der NBA fast perfekt

Die Altanta Hawks haben offenbar einen Schlussstrich unter das Kapitel Trae Young gezogen. Wie ESPN berichtet, traden die Hawks den Star-Guard zu den Washington Wizards.

Laut Liga-Insider Shams Charania geben die Wizards für den exzentrischen Spielmacher CJ McCollum und Corey Kispert ab. Damit endet in Atlanta eine Ära: Trae Young war seit seiner Auswahl an fünfter Stelle im Draft 2018 das Gesicht der Franchise.

Doch der 27-Jährige war schon seit Jahren umstritten, vor allem in der Postseason mangelte es trotz immensen Anstrengungen, dem Point Guard eine schlagkräftige Truppe zur Seite zu stellen, an Erfolgen. Bis auf einen Run in die Conference Finals 2021 konnten die Teams unter Youngs Führung jedoch nie wirklich überzeugen.

Nun soll in der US-Hauptstadt – dem präferierten Ziel des Point Guards – ein Neuanfang folgen. Allerdings erst, wenn Young wieder einsatzfähig ist. Der viermalige All-Star laboriert an einer Oberschenkelprellung, wegen der er die letzten sechs Spiele verpasste.

Aufgrund diverser Verletzungen kommt Young in dieser Saison erst auf zehn Einsätze, in denen er so schwache Zahlen (19,3 Punkte, 8,9 Assists) wie zuletzt in seinem Rookie-Jahr auflegte.

Young verdient in der laufenden Saison 46 Millionen Dollar und hält eine Spieleroption für 2026/27 über 49 Millionen. Dennoch glauben die Wizards laut Sharania daran, den nächsten Schritt im Entwicklungsprozess der Organisation im Zuge ihres Rebuilds gemacht zu haben.

Atlanta bekommt mit McCollum einen Veteranen für das junge Team, dessen Vertrag über 30,6 Millionen Dollar am Saisonende ausläuft. Dadurch erhalten die Hawks finanziellen Spielraum, um in den kommenden Monaten einen Starspieler an Land zu ziehen.

Aktuell stehen die Hawks, entgegen der großen Ambitionen, mit denen sie in die Saison gestartet waren – und trotz eines 117:100 über die New Orleans Pelicans am Abend – nur bei einer Bilanz von 18-21 und damit auf dem neunten Rang im Osten. Washington (10-26) ist nach einem 110:131 bei den Philadelphia 76ers Vorletzter.