Schröder siegt beim Debüt für Cleveland

Dennis Schröder hat in der NBA ein erfolgreiches Debüt für die Cleveland Cavaliers gefeiert. Bei den Los Angeles Clippers gewann das neue Team des deutschen Nationalmannschaftskapitäns in der Nacht zum Donnerstag mit 124:91.

Schröder kam bei seiner Premiere von der Bank und legte in 19 Minuten elf Punkte, zwei Rebounds und sechs Assists auf.

Der Weltmeister war am vergangenen Sonntag von den Sacramento Kings nach Cleveland geschickt worden, die Cavaliers sind bereits seine elfte Station in der besten Basketball-Liga der Welt.

Mit der Mannschaft aus Ohio, die nun bei 31 Siegen und 21 Niederlagen steht, hat Schröder im Osten beste Play-off-Aussichten und eine Außenseiterchance auf den Titel.

In Cleveland wird Schröder auf der Point-Guard-Position als Back-up für Superstar James Harden fungieren, den das Team von Headcoach Kenny Atkinson erst am Mittwoch kurz vor Ende der Transferphase von den Clippers geholt hatte. Gegen seine alte Mannschaft wirkte Harden jedoch noch nicht mit.

Bester Werfer der „Cavs“ war Donovan Mitchell (29).

Im Spitzenspiel der Western Conference kassierte Meister Oklahoma City Thunder bei den San Antonio Spurs eine 106:116-Niederlage.

Thunder-Center Isaiah Hartenstein kam nicht zum Einsatz, MVP Shai Gilgeous-Alexander fehlte wegen einer Bauchmuskelzerrung verletzt.

Spurs-Star Victor Wembanyama glänzte mit 22 Punkten und 14 Rebounds. OKC führt den Westen mit einer Bilanz von 40:12 weiter vor den Spurs (34:16) an.

Ariel Hukporti fuhr derweil mit den New York Knicks beim 134:127 nach doppelter Overtime gegen die Denver Nuggets den achten Sieg in Folge ein. Während der deutsche Center in vier Minuten ohne Punkte blieb, führte Jalen Brunson die Knicks mit 42 Punkten zum Erfolg.

Für die Nuggets legte der dreimalige MVP Nikola Jokic mit 30 Punkten, 14 Rebounds und zehn Assists ein Triple Double auf, sein Teamkollege Jamal Murray kam auf 39 Punkte.

Myles Garrett begründet Browns-Kehrtwende

Myles Garrett hat in der NFL bis vor kurzem aggressiv auf einen Trade gedrängt. Nun verriet der Pass Rusher, warum er letztlich doch noch für vier weitere Jahre bei den Cleveland Browns bleibt.

Kurz vor dem diesjährigen Super Bowl verkündete Garrett, dass er Cleveland via Trade den Rücken kehren will, um „auf höchster Ebene zu spielen“. Diesen Wunsch bekräftigte der 29-Jährige in den darauffolgenden Wochen immer wieder. Umso größer war die Überraschung vor ein paar Tagen, als sich der Verteidiger mit den Browns auf einen neuen Vierjahresvertrag in Höhe von 160 Millionen Dollar einigen konnte.

Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass Garrett von Anfang an auf eine saftige Gehaltserhöhung aus war, denn: „Es ging mir nie ums Geld“, bekräftigte der gebürtige Texaner am Freitag auf einer Pressekonferenz. „Es ging mir immer ums Gewinnen. Und genau das ist es, was mich frustriert.“

Sein Verhältnis zu den Browns-Verantwortlichen sei wegen der Trade-Anfrage außerdem keineswegs angespannt. „Wie in einer Familie streitet man manchmal, muss Dinge durchstehen und trotz aller Widrigkeiten etwas aufbauen. Wir werden das durchstehen“, bekräftigte Garrett.

Cleveland kommt aus einer 3-14-Saison und steht unter anderem in Bezug auf die Quarterback-Position vor einer enormen Herausforderung. Trotz dieser Vorzeichen und der daraus resultierenden Trade-Anfrage, versicherte Garrett, dass er weiterhin an einen Super-Bowl-Sieg mit den Browns glaubt.

„Von Beginn an habe ich immer gesagt, dass ich Nord-Ohio eine Meisterschaft bringen will. Daran hat sich nichts geändert. Das ist immer noch meine Haltung“, berichtete der sechsmalige Pro Bowler.

Mit Blick auf den Trade-Wunsch ergänzte Garrett: „Ich glaube, das hat uns geholfen, zu wachsen und schwierige, aber notwendige Gespräche zu führen.“