Überraschende Kehrtwende im BVB-Poker mit Julian Brandt

Dass Julian Brandt seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Borussia Dortmund nicht noch einmal verlängert bekommt, schien noch vor wenigen Wochen so gut wie sicher. Zuletzt spielte sich der Offensivspieler in der Startelf von Niko Kovac aber wieder fest, überzeugte mit Toren und Vorlagen. Ein Umstand, der den BVB offenbar zu einem Umdenken bewegt hat.

„Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir viele Spiele haben. Die möchten wir bis Weihnachten sauber zu Ende führen. Ich bin mir sicher, dass es Richtung Neujahr dann auch Gespräche geben wird mit Sebastian Kehl“, hatte Julian Brandt noch vor wenigen Wochen auf einer Pressekonferenz zu seiner BVB-Zukunft gesagt. Wie die Gespräche ausgehen werden, ist laut „Bild“ nicht absehbar.

Demnach der hat der ehemalige Leverkusener inzwischen die Qual der Wahl. Der ehemalige Nationalspieler könne den Informationen des Boulevardblattes zufolge nahezu frei entscheiden, ob er noch einmal bei Borussia Dortmund verlängert oder einen ablösefreien Wechsel im Sommer forciert. Potentielle Abnehmer könnten offenbar in der Premier League zu finden sein.

Brandt habe sich durch die jüngste Leistungssteigerung für ein neues Arbeitspapier beim BVB beworben, heißt es im Bericht weiter. Waren die Schwarz-Gelben lange skeptisch, die Zusammenarbeit mit dem 29-Jährige, der zwischenzeitlich nur noch auf Kurzeinsätze als Joker kam, fortzuführen, sei der Wunsch nach einem Verbleib des Kreativspielers am Westfalenstadion zuletzt wieder groß geworden, so die „Bild“.

Das Problem: Dass der gebürtige Bremer seinen Vertrag in der Ruhrpottmetropole auch wirklich verlängern wird, ist keinesfalls sicher. Um den 48-fachen DFB-Stars von einem Verbleib zu überzeugen, müsse sich der Bundesligist wohl „strecken“. Grundsätzlich könne sich Brandt eine Vertragsverlängerung aber vorstellen, heißt es weiter.

Zeitnah ist mit einer Zukunftsentscheidung des Rechtsfußes aber wohl nicht zu rechnen. Laut „Bild“ verspürt der Offensive Mittelfeldspieler keinerlei Druck, hat er offenbar doch inzwischen das Heft des Handelns in seinen eigenen Hände. Ein Entschluss fassen wolle der erfahrene Bundesligaprofi erst „in den kommenden Wochen“.

Matthäus schaltet sich in Kovac-Diskussion ein

Immer wieder gibt es rund um Borussia Dortmund Kritik am pragmatischen Spielstil von Cheftrainer Niko Kovac. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus geht da nicht mit.

Niko Kovac ist der richtige Trainer für den BVB, meint Lothar Matthäus im exklusiven Gespräch mit RTL/ntv und sport.de. „Der Stil von Kovac ist ganz klar der richtige“, so der TV-Experte über die anhaltende Kritik am Kroaten. Auch das ernüchternde Remis in der Champions League gegen Außenseiter Bodö/Glimt vor heimischem Publikum ändere daran nichts, so Matthäus.

Er bilanzierte: „In der Bundesliga ist man auf Kurs, in der Champions League hat man Chancen, sich zu qualifizieren für die nächste Runde. Man ist immer noch dabei. Im Pokal ist man nur sehr unglücklich gegen Leverkusen ausgeschieden.“ All das müsse man auch im Vergleich zur Zeit vor dem Amtsantritt von Niko Kovac vor rund acht Monaten bewerten.

Dass es „viele Diskussionen“ im Umfeld des BVB gibt, sei derweil normal: „Dortmund ist ein großer Verein, da wird viel drüber geredet. Da wird auch jedes Wort, das der Spieler oder der Trainer sagt, auf die Goldwaage gelegt.“ Matthäus führte aus: „Aber Niko Kovac geht seinen Weg und ich glaube, dass das auch der richtige Weg für den BVB ist.“

BVB-Profi Julian Brandt, beim 2:2 gegen Bodö/Glimt mit einem Doppelpack erfolgreich, hatte zuletzt deutlich kritische Töne am Spielstil anklingen lassen, die – wie er wenig später betonte – aber nicht gegen Niko Kovac gerichtet gewesen waren. Nach dem Patzer gegen die Norweger hatte dann allen voran Nationalspieler Nico Schlotterbeck harsche Kritik geübt, damit aber vor allem das Auftreten der Mannschaft nach dem zweiten Führungstreffergemeint. Kovac schloss sich den Worten des Innenverteidigers wenig später an.

Auch nach Meinung von Matthäus habe Schlotterbeck „das Recht“ als Führungsspieler, solche Dinge öffentlich zu monieren. „Natürlich ist einiges falsch gelaufen.“ 

Der BVB habe in der Königsklasse „zwei Punkte liegen lassen, weil man nicht konsequent das Spiel bis zum Ende durchgezogen hat. Und das hat Schlotterbeck im Endeffekt sehr klar und deutlich gesagt“, so der Weltmeister von 1990.

BVB-Interesse an Karetsas immer heißer

Der gerade einmal 18-jährige Konstantinos Karetsas aus Genk ist offenbar tatsächlich ein Thema bei Borussia Dortmund. Nun bestätigt auch die belgische „Het Laatste Nieuws“, dass BVB-Scouts live im Stadion saßen, um den Senkrechtstarter und die Lupe zu nehmen.

Nachdem kürzlich bereits der Transferinsider Ekrem Konur vom Werben von Borussia Dortmund um Konstantinos Karetsas berichtete, der sich in Reihen des KRC Genk in der jüngsten Zeit zu einem echten Senkrechtstarter entwickelte (insgesamt acht Scorerpunkte, sieben (ein Tor, sechs Vorlagen) davon in den letzten vier Wochen), schreibt nun auch „Het Laatste Nieuws“ über das weitreichende Interesse des BVB.

Die belgische Zeitung bestätigte, dass Scouts der Schwarz-Gelben unter der Woche beim Europa-League-Spiel gegen den FC Basel anwesend waren, als der in Genk geborene Grieche spektakulär zum 2:0 traf: Dribbling in den Strafraum, spitzer Winkel, ins linke obere Eck. Ein Tor, das den kleinen Linksfuß (1,73 m) als Offensiv-Allrounder (Flügel, zentrales Mittelfeld) endgültig auf die Wunschliste katapultiert haben dürfte.

Mit bereits 64 Profi-Einsätzen für Genk plus neun A-Ländern für Griechenland (drei Tore) lockt der 18-Jährige die europäische Fußball-Elite. Transferinsider Konur zählte neben dem BVB noch weitere Beobachter in Genk: Von Manchester City, AC Mailand, AS Monaco und Bayer Leverkusen. Im Frühjahr flirtete gerüchteweise schon der FC Bayern, doch Karetsas blieb und verlängerte.​

Das Genk-Tor zum 2:0 (beim späteren 2:1) war sein erstes der Saison nach sieben Vorlagen – ein Meilenstein, der den Wechsel zu einem Top-Klub greifbarer macht.

Gegen ein Engagement in Dortmund spricht jedoch ein teurer Haken: Der Vertrag des Teenagers läuft bis Juni 2029.

Genk-Sportchef Dimitri de Condé feierte kürzlich die Verlängerung, die erst Mitte November erfolgte: „Konstantinos hat außergewöhnliche Qualitäten. Seine Fortschritte in Akademie und Profiteam bestätigen das enorme Potenzial. Wir sind stolz, dass er sich Genk verschrieben hat – alle brennen auf eine Erfolgsgeschichte.“ Klare Botschaft: Kein baldiger Abschied, hohe Ablöse gefordert.​ Karetsas Marktwert wird auf weit über 20 Millionen Euro geschätzt.

Für Dortmund passt der dynamische Linksfüßer allerdings perfekt ins Talentkonzept – günstig wird er aber nicht. Ob der BVB dranbleibt, dürften die nächsten Monate zeigen.

Talente-Plan des BVB enthüllt

Die mit teils sehr jungen Spielern gespickte Zweitvertretung von Borussia Dortmund liegt in der Regionalliga West nur fünf Zähler hinter Spitzenreiter Fortuna Köln im gesicherten Mittelfeld, die U19 des BVB dominiert die Gruppe H der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga. An talentierten Kickern mangelt es bei den Schwarzgelben also offenbar nicht, im Profikader bekamen die Youngster zuletzt allerdings extrem selten eine Chance. Ein Bericht deckt nun auf, wie Dortmund auf kurze Sicht mit den Talenten plant.

Die Verantwortlichen des BVB würden „zunehmend unter Druck“ stehen, wenn es darum geht, den eigenen Toptalenten eine Perspektive aufzuzeigen, berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Auf kurze Sicht soll den besonders talentierten U19-Kickern daher erst einmal der Schritt in die U23 geebnet werden.

Die Zeitung nennt konkret die 16-jährigen Mathis Albert, Mussa Kaba oder Enzo Duarte sowie den 17-jährigen Samuele Inacio.

Das Quartett wird wohl zu einer Reihe von Jugendspielern zählen, die nach der Winterpause in den Kader des BVB II hochgezogen werden sollen, um sich in der 4. Liga weiter an die Wettkampfhärte des Männer-Fußballs zu gewöhnen. Dies sei förderlicher für die Hoffnungsträger, als ein Bankplatz beim Bundesliga-Team, heißt es.

Allerdings, auch das will die „WAZ“ erfahren haben, ist angeblich nicht vorgesehen, dass Albert und Co. im Januar mit ins Profitrainingslager nach Marbella reisen.

Vo den Genannten sammelte einzig Kaba im Oktober bereits erste Erfahrungen in der U23, spielte beim 4:2-Sieg gegen den SV Rödinghausen sogar 90 Minuten durch. Weitere Einsätze blieben wohl nur aufgrund der U17-Weltmeisterschaft in Katar aus. Die DFB-Auswahl musste am Samstag allerdings überraschend früh die Koffer packen. Im Sechzehntelfinale verlor man 0:1 gegen Burkina Faso.

Kaba dürfte sich dennoch in den Fokus anderer Klubs gespielt haben, in Dortmund stellt sich daher auch immer die Frage, wie lange sich die Youngster noch damit zufriedengeben, nicht Teil des Profikaders zu sein.

Fix! BVB holt „erfolgsgetriebenen“ Silva

In den letzten Tagen pfiffen es die Spatzen rund um Dortmund schon von den Dächern, am Freitag hat der BVB nun den Transfer von Fabio Silva offiziell unter Dach und Fach gebracht. Der Angreifer unterschreibt langfristig.

Borussia Dortmund hat für die Saison 2025/26 und darüber hinaus einen neuen Stürmer unter Vertrag genommen: Fabio Silva wechselt von den Wolverhampton Wanderers zum BVB. Das gab der Fußball-Bundesligist am Freitag bekannt.

Es ist der dritte Deal der Dortmunder innerhalb weniger Tage. Am Dienstag hatte Schwarz-Gelb die Verpflichtung von Carney Chuckwuemeka verkündet, am Mittwoch folgte die Ausleihe von Innenverteidiger Aarón Anselmino. Beide kommen vom FC Chelsea nach Dortmund. Nun ist auch Silva ein Borusse. Der 23-Jährige unterschrieb bis 2030.

„Es war unser Ziel, das Team während der laufenden Transferperiode auch im Sturmzentrum breiter aufzustellen, um möglichst unberechenbar und für alle Situationen in drei Wettbewerben bestmöglich gewappnet zu sein“, sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und fügte an: „Wir haben viel Geduld benötigt, um unsere Vorstellungen durchzusetzen und sind nun froh, in Fabio Silva einen Spieler mit großem Potenzial verpflichtet  zu haben.“

Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte: „Fabio Silva galt schon in sehr jungen Jahren als außergewöhnliches Talent, hat in den vergangenen Spielzeiten wichtige Erfahrungen gesammelt, ist fußballerisch und menschlich gereift und trotzdem immer noch ein junger, entwicklungsfähiger Spieler. Fabio bringt viel Qualität mit: Torgefahr, Spielintensität, Tempo, und er kann flexibel auf mehreren Positionen eingesetzt werden.“

Silva betonte derweil, wie besonders sein neues Engagement in Dortmund sei. „Dieser Klub hat eine enorme Strahlkraft, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Ich kenne den BVB als leidenschaftlichen Verein mit unglaublichen Fans. Jetzt selbst Teil davon zu sein, erfüllt mich mit Stolz und großer Vorfreude“, so der Portugiese.

Angeblich mussten die Dortmunder 22,5 Millionen Euro auf den Tisch legen, um Silva aus Wolverhampton loszueisen. Vier weitere Millionen Euro könnten in Form von Bonuszahlungen hinzukommen.

Silva war bereits vor fünf Jahren für damals 40 Millionen Euro vom FC Porto nach Wolverhampton gewechselt, dort aber nicht zurechtgekommen und immer wieder verliehen worden. 

Der Stürmer kam in der letzten Saison (auf Leihbasis bei UD Las Palmas in La Liga) auf zehn Tore und drei Vorlagen in 24 Einsätzen

 

Utrecht vor Festverpflichtung von Haller

Bei Borussia Dortmund hat Sebastien Haller dem Vernehmen nach auch in der kommenden Saison keine wirkliche Perspektive. Einen Ausweg gibt es.

Der FC Utrecht denkt an eine Festverpflichtung von BVB-Leihspieler Sebastien Haller, wie aus einem Bericht des „kicker“ hervorgeht. Der Ivorer werde Borussia Dortmund wohl im Sommer verlassen, obwohl sein Vertrag bei den Schwarz-Gelben noch bis 2026 datiert ist.

Die Dortmunder Borussia hatte Haller im vergangenen Sommer zunächst nach Spanien an CD Leganés verliehen. Im Winter wurde die Zusammenarbeit nach nur wenigen, sportlich ernüchternden, Monaten vorzeitig beendet. Stattdessen ging der 30-Jährige zum FC Utrecht. Eine Kaufoption wurde nicht vereinbart.

Bei seinem Ex-Klub, Haller spielte bereits zwischen 2014 und 2017 für die Niederländer, lief es fortan etwas besser. War er in Spanien gänzlich ohne Torerfolg geblieben, gelangen ihm in Holland sechs Treffer in 18 Pflichtspielen. 15 Mal stand er für Utrecht in einer Startelf.

Damit der Deal mit Utrecht über die Bühne gehen kann, müsste der Mittelstürmer laut „kicker“ aber Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. In Dortmund soll er laut „Bild“ bis zu zehn Millionen Euro pro Saison verdienen.

Wie die „Ruhr Nachrichten“ kürzlich bereits berichteten, wäre der Revierklub bereit, Haller für eine geringe Ablöse ziehen zu lassen. Im Sommer 2022 zahlte der BVB stolze 31 Millionen Euro an West Ham United, nun wäre angeblich ein niedriger einstelliger Millionenbetrag ausreichend.

Zuletzt hieß es, dass Sebastien Haller auch keinerlei Rolle in den Planungen für die bald beginnende Klub-WM (14. Juni bis 13. Juli) spielt. Theoretisch hätte der BVB aufgrund eines extra eingeführten Transfer-Fensters die Möglichkeit, die Leihe mit Utrecht vorzeitig zu beenden, um den Stürmer als zusätzliche Option im Kader einzuplanen.

Experten-Rat an BVB-Star: „Braucht eine Luftveränderung“

Auf der Zielgeraden der Saison hat sich Julian Brandt zuletzt wieder deutlich formverbessert gezeigt und bei den Auswärtssiegen von Borussia Dortmund in Hoffenheim (3:2) und Leverkusen (4:2) auch wichtige Tore erzielt. Dennoch rät ihm Ex-Nationalspieler Mario Basler, sich nach sechs Jahren im Verein eine neue Herausforderung zu suchen.

Nach extremen Formschwankungen in der laufenden Saison sollte Julian Brandt ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrags in Dortmund einen Vereinswechsel in Betracht ziehen und sich eine neue sportliche Aufgabe suchen. Das zumindest meinte der langjährige Bundesliga-Profi und heutige TV-Experte Mario Basler im exklusiven Gespräch mit sport.de.

„Ich glaube, dass das Thema Julian Brandt beim BVB erledigt sein muss. Er braucht eine Luftveränderung, er braucht einen anderen Verein. Er muss mal aus diesem gewohnten Umfeld der letzten Jahre einfach mal weg“, so der 56-Jährige mit klaren Worten.

Zwar habe Brandt in den letzten Wochen gute Leistungen im schwarz-gelben Trikot gezeigt. Doch sei das auf die gesamte Spielzeit 2024/2025 gesehen einfach nicht ausreichend gewesen, wie Basler betonte: „Es ist zu wenig, mal drei gute Spiele zu machen so wie zuletzt. Über die Saison hinweg ist es für einen Spieler von Julian Brandts Klasse für mich zu wenig. Deswegen sind er zusammen mit Emre Can und Jamie Gittens für mich die Verkaufskandidaten Nummer eins, zwei und drei bei Borussia Dortmund.“

Mit bis dato 353 Einsätzen in der Bundesliga gehört Brandt bereits zu den derzeit erfahrensten Profis überhaupt im deutschen Fußball-Oberhaus. Basler traut dem 29-Jährigen auch durchaus zu, noch weiterhin in der Bundesliga zu spielen und nannte sogar einige konkrete Vereine als mögliche Ziele für Brandt.

„Ich glaube schon, dass er zu Vereinen wie Werder Bremen oder Borussia Mönchengladbach gut hinpassen würde. Klar, er verdient viel Geld in Dortmund und müsste Abstriche machen. Wenn’s ihm nur ums Geld geht, muss er in Dortmund bleiben. Wenn er spielen will, vielleicht auch mal wieder in den Mittelpunkt der Nationalmannschaft rücken will, muss er bessere Spiele machen und von Borussia Dortmund weg.“

Leihspieler soll bleiben: Ricken gibt Kader-Details preis

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund kann dank einer fulminanten Aufholjagd womöglich doch in der nächsten Saison mit Einnahmen aus dem internationalen Geschäft planen. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken deutet daher erste Entscheidungen hinsichtlich der Kaderplanung an.

Der BVB strebt einen Verbleib seines Leihspielers Daniel Svensson an, wie Lars Ricken am Sonntagabend bei „Sky 90“ durchblicken ließ.

„Ich mag den Spieler unfassbar gerne“, schwärmte der 48-Jährige: „Es sollte niemand überrascht sein, wenn er nächste Saison auch noch bei uns spielt.“

Der 23 Jahre alte Schwede war erst im vergangenen Winter vom dänischen Klub Nordsjaelland zur Dortmunder Borussia gewechselt. Sein Leihvertrag ist bis zum Saisonende datiert, vereinbart wurde allerdings eine Kaufoption. Laut „Sky“ wären zwischen 5,5 und sechs Millionen Euro fällig. Kommt der Linksverteidiger auf 15 Einsätze für den BVB, hieß es zudem beim TV-Sender, greift angeblich eine Kaufpflicht zu gleichen Bedingungen.

Deutlich offener schien zuletzt die Situation der beiden Kapitäne Emre Can und Julian Brandt zu sein, die jeweils bis 2026 an den Revierklub gebunden sind. Beide zählen Medienberichten zufolge zu möglichen Verkaufskandidaten im Sommer.

Davon will Lars Ricken allerdings nichts wissen. Angesprochen auf die Situation von Julian Brandt meinte der BVB-Boss: „Das werden wir nach der Saison besprechen. Es geht um alle Spieler. Kein Spieler hat uns mitgeteilt, dass er wechseln will und keinem wurde mitgeteilt, dass er den Verein verlassen soll.“

Brandt, der erst allmählich aus einem monatelangen Formtief herauskommt, sei „auch in dieser Saison in Bezug auf die Torbeteiligungen unser zweitbester Spieler“. Der Offensivmann erhalten den „absoluten Support“ des Klubs. Auch Emre Can habe sich „vorbildlich“ aus seiner Formkrise herausgekämpft: „Er war immer Stammspieler.“

Welche Ausmaße ein möglicher Kader-Umbruch im kommenden Sommer hat, „steht und fällt“ derweil mit dem Abschneiden in der Bundesliga. Mit einem Zähler Rückstand auf den SC Freiburg malt sich der BVB sogar noch Chancen auf die Champions-League-Qualifikation aus, die weitaus mehr Geld einbringen würde als die Teilnahme an der Europa League oder Conference League.

 

Startelf-Plan des BVB aufgedeckt

Auf Borussia Dortmund wartet nach der Länderspielphase eine knifflige Aufgabe in der Bundesliga: Zum Abschluss des 27. Spieltags empfängt der BVB den aktuellen Tabellendritten Mainz 05 (30. März, 17:30 Uhr). Schon jetzt kursieren Überlegungen, auf welche Spieler Cheftrainer Niko Kovac setzen könnte.

Winter-Neuzugang Carney Chukwuemeka winkt im Heimspiel des BVB gegen Mainz 05 sein erstes Startelf-Mandat. Das berichtet „Sky“.

Der Mittelfeldspieler sei fit und nutze aktuell die Länderspielphase, um in Form zu kommen. Letzte Fitness-Zweifel soll der 21-Jährige in der kommenden Trainingswoche ausräumen, heißt es beim TV-Sender.

Bislang hat der Leihspieler des FC Chelsea noch keine Argumente geliefert, warum ihn der BVB am Saisonende per Kaufoption fest verpflichten sollte. Angeblich sollen 35 Millionen Euro Ablöse fällig werden. Die gewöhnlich gut informierten „Ruhr Nachrichten“ hatten unlängst berichtet, dass die Dortmunder Verantwortlichen schon jetzt die Entscheidung getroffen hätten, die Klausel nicht zu ziehen.

Denn: Der Mittelfeldakteur kam im BVB-Dress bisher erst fünfmal zum Einsatz, verbuchte dabei insgesamt aber nur eine Spielzeit von 62 Minuten. Der in Österreich geborene Engländer war Cheftrainer Niko Kovac erst wegen Knieproblemen, dann wegen muskulärer Probleme keine Option. Zwischendurch reichte es nur für Kurzeinsätze.

Die Chance auf die Startelf bietet sich Chukwuemeka vor allem, da Marcel Sabitzer aufgrund einer Innenbandverletzung ausfällt. Auch der inzwischen ins Training zurückgekehrte Felix Nmecha ist knapp zwei Monate nach seiner gegen Werder Bremen erlittenen Bänderverletzung noch keine Option.

Zurück in den Kader der Borussia für das Spiel gegen Mainz wird unterdessen Linksverteidiger Daniel Svensson kehren, so „Sky“. Der Schwede hatte sich im Champions-League-Spiel gegen den OSC Lille eine Knieverletzung zugezogen, nun konnte er wieder das Lauftraining aufnehmen.

Adeyemi lässt BVB-Zukunft offen

Um Borussia Dortmunds Offensivspieler Karim Adeyemi rankten sich zuletzt immer wieder Wechselgerüchte. Der BVB-Profi selbst hält sich bedeckt.

Karim Adeyemi plant laut eigener Aussage keinen Abschied von Borussia Dortmund, lässt seinen BVB-Verbleib aber gleichwohl offen.

„Ich bin bei Borussia Dortmund sehr glücklich und was in der Zukunft passiert, weiß man nie“, antwortete der Angreifer des BVB im „Sky“-Interview nach dem 2:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli auf die Frage, ob er im Winter ernsthaft mit einem Wechsel geliebäugelt hatte.

Angesprochen darauf, ob letztlich sogar eine Verlängerung beim BVB möglich sei, entgegnete Adeyemi ledliglich: „Man weiß nie.“ Sein aktuelles Arbeitspapier ist noch bis 2027 gültig. „Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Der Rest ist eigentlich gerade zweitrangig“, stellte der schnelle Angreifer klar.

Im abgelaufenen Winter-Transferfenster wurde Karim Adeyemi vor allem von der SSC Neapel umworben, der Spieler soll letztlich aber abgesagt haben. Mit Blick auf einen möglichen Wechsel im Sommer war der gebürtige Münchner zuletzt auch mit Klubs aus der englischen Premier League in Verbindung gebracht. Namentlich genannt wurden der FC Chelsea, der FC Liverpool und der FC Arsenal.

Laut „Sport Bild“ erhofft man sich bei den Schwarz-Gelben eine Ablösesumme von mindestens 60 Millionen Euro, sollte es zu einem Deal nach der laufenden Saison kommen. Wie die „Ruhr Nachrichten“ berichteten, zählt Adeyemi in den Vorstellungen der Dortmunder Kaderplaner als Verkaufskandidat Nummer eins, sollte ein lukratives Angebot eingehen.

In einer wechselhaften Saison kam Karim Adeyemi zuletzt wieder besser in Form. Unter dem neuen Cheftrainer Niko Kovac hat er sich einen Stammplatz auf der offensiven Außenbahn erkämpft, in Hamburg zahlte er das Vertrauen mit einem Tor und einer Vorlage zurück. Von sport.de erhielt er die beste Note aller BVB-Spieler.

Mit Kovac komme er gut zurecht, so der Matchwinner bei „Sky“: „Ich bin zufrieden, wie es ist. Wir haben ein gutes Verhältnis. Ich glaube, er vertraut mir.“