Die Chiefs sind kein Super Bowl-Favorit mehr

Weihnachten liegt hinter uns und ein einstiger klarer Titelfavorit hat seine Rolle nun gänzlich eingebüßt. Antonio Pierce liefert gute Argumente, Head Coach der Las Vegas Raiders zu bleiben und den Dallas Cowboys droht Ungemach. Die wichtigsten Erkenntnisse aus Woche 16 der NFL.

Die Chiefs haben unglaublich viel Aufwand betrieben gegen eine zugegeben unangenehme Defense der Raiders, die gerade in Sachen Pass Rush äußerst schwer zu spielen war. Doch die Chiefs der jüngeren Vergangenheit hätten sich dennoch nicht so schwer getan. Wir reden hier über ein Spiel, in dem die Chiefs selbst nur 144 Yards an Offense zugelassen haben und dennoch am Ende als Verlierer vom Feld gingen.

Sinnbild für die Chiefs in dieser Saison war dabei der erste Raiders-Touchdown und weitere vergleichbare Szenen. Es war ein Direct Snap zu Running Back Isiah Pacheco, der einen Handoff zu Patrick Mahomes versuchte – oder vortauschen wollte? – und dabei den Ball verlor. Dass die Raiders in Person von Bilal Nichols daraus dann einen Touchdown machten, war sicherlich auch Pech. Doch darum geht es auch gar nicht.

Es geht vielmehr darum, dass die Chiefs für ein eigentliches Topteam in dieser Saison viel zu häufig auf derartige Trickspielzüge setzen muss, um Dinge zu bewegen. Eines ihrer ersten 1st Downs im Spiel war ein Pass von Punter Tommy Townsend zu Justin Watson, der auch noch einen akrobatischen Catch hinlegen musste. Der erste  Touchdown selbst war ein – genialer – Trickspielzug. In der Vorwoche musste schon Running Back Jerick McKinnon per Shovel-Pass einen TD für Rashee Rice gegen New England auflegen.

Zum Thema viel Aufwand und wenig Ertrag lässt sich auch der Catch von Travis Kelce in der zweiten Hälfte gegen die Raiders für ein Yard anbringen. Mahomes war einen Screen zu seinem Lieblingstarget und Kelce musste dann erstmal mehrere Tackle-Versuche durchbrechen, um dann letztlich doch nur knapp über die Line of Scrimmage zu kommen. Jener Kelce zeigte seine ganze Frustration über die derzeitige Situation (5 REC, 44 YDS gegen die Raiders, nur ein Touchdown seit Woche 7), als er nach besagtem Fake Punt vor Wut seinen Helm an der Seitenlinie auf den Boden feuerte, offenbar, weil er für das Play nicht auf dem Feld stand.

Stützle führt Senators zum Sieg

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat die Ottawa Senators zum 5:4 (2:1, 2:1, 0:2)-Erfolg nach Verlängerung über die Pittsburgh Penguins geführt.

Dem 21-jährigen Angreifer gelang nach 70 Sekunden in der Extraspielzeit der Siegtreffer. Die Ottawa Senators stoppten damit ihre Negativserie von zuvor sechs Niederlagen in der nordamerikanischen Liga.

Nachdem Stützle während dieser Zeit nicht getroffen hatte, gelang dem gebürtigen Viersener nun sein siebtes Saisontor. „Wenn ich zuletzt versucht hatte, den Torhüter zu tunneln, habe ich immer getroffen. Ich sollte das häufiger tun“, sagte Stützle zu seinem Siegtreffer, als er nach Zuspiel von Drake Batherson alleine vor dem Penguins-Torhüter Alex Nedeljkovic stand. Mit nur 24 Punkten bleiben die Senators das schwächste Team der Eastern Conference.

Die anderen drei deutschen Eishockey-Spieler, die auf dem Eis standen, mussten allesamt Niederlagen einstecken. Moritz Seider zog mit den Detroit Red Wings bei den New Jersey Devils mit 2:3 (1:1, 1:0, 0:2) den Kürzeren. Seider war an der 1:0-Führung Detroits nach viereinhalb Minuten per Torvorlage beteiligt, damit hat der 22-jährige Verteidiger in den vergangenen drei Spielen immer mindestens ein Tor vorbereitet.

Auch JJ Peterka war mit einem Assist zur Stelle, der 21-jährige Stürmer der Buffalo Sabres war im Auswärtsspiel gegen die New York Rangers am 2:2-Ausgleich zu Beginn des zweiten Drittels beteiligt. Am Ende hatten die Sabres aber mit 3:4 (1:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung das Nachsehen. Lukas Reichel musste sich mit den Chicago Blackhawks auswärts den St. Louis Blues mit 5:7 (2:1, 2:1, 1:5) geschlagen geben, Reichel blieb ohne Torbeteiligung.

Kane und Bayern nach Kantersieg in bester Wiesn-Laune

Rekordschütze Harry Kane und sein FC Bayern setzen beim 7:0-Schützenfest gegen Bochum ein deutliches Zeichen – und feiern entspannt auf der Wiesn.

Harry Kane posierte mit einer Maß Bier und einem strahlenden Lächeln für die begeisterten Fans und die zahlreichen Fotografen. Der Engländer machte beim traditionellen Wiesn-Besuch des FC Bayern am Sonntagnachmittag auch in Lederhosen und im feschen grauen Trachtenjanker eine tolle Figur.

Nach einem furiosen 7:0 (4:0) gegen einen überforderten VfL Bochum und seinem ersten Bundesliga-Dreierpack war die Laune bestens. Es sei „amazing“, sagte Kane vom Trubel vor der Käfer-Schänke unterhalb der Bavaria sichtlich beeindruckt, bevor er mit den Kollegen im Zelt verschwand. Für den Superstar war es die Oktoberfest-Premiere: „Ich war noch nie da. Als ich herkam, habe ich gesagt, dass ich auch die Kultur und die Stadt kennenlernen möchte – wo ginge das besser als dort?“

Selbst der sonst so kritische Thomas Tuchel konnte die Wiesn-Gaudi der Bayern nach dem Schützenfest am Samstag entspannt genießen – auch wenn er nicht unbedingt ein Oktoberfest-Fan ist. „Augen zu und durch“, sagte er mit einem Lachen. Wie angekündigt verzichtete er bei der Tracht auf die Wadlwärmer, „weil keine Wadln vorhanden sind“.

Keine Wadln, dafür aber Hut und gute Stimmung. „Es tut uns gut, die Einstellung und die Herangehensweise waren top. Es war ein deutlicher Schritt nach vorne“, lobte der Trainer den Auftritt gegen Bochum. Und Präsident Herbert Hainer fügte mit Blick auf das Topspiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei RB Leipzig lächelnd an: „Wir sind gut gerüstet für Leipzig – und für die Wiesn.“

Schon am Samstagnachmittag lautete für die bärenstarken Bayern das Motto: „Eig’schenkt is!“ Eric Maxim Choupo-Moting (4.), Matthijs de Ligt (29.), Leroy Sane (38.), Superjoker Mathys Tel (81.) und natürlich der alles überragende Kane (12., 54., Handelfmeter/88.), der auch noch zwei Tore vorbereitete, zerlegten den VfL in alle Einzelteile.

Guirassy als Kane-Ersatz zu den Spurs?

Im Winter könnte Torjäger Serhou Guirassy den VfB Stuttgart dank einer Ausstiegsklausel verlassen. Zahlreiche Klubs sollen ihr Interesse an dem Angreifer bereits bekundet haben. Nun machen Gerüchte aus England die Runde, wonach der 27-Jährige als Ersatz für Bayern-Star Harry Kane bei den Spurs anheuern könnte.

Der VfB Stuttgart kämpft mit allen Mitteln um einen Verbleib von Serhou Guirassy. Das Problem: Der 17-Tore-Stürmer der laufenden Bundesliga-Saison kann aufgrund einer Ausstiegsklausel im Winter wechseln. „Bild“ zufolge liegt sie bei 17,5 Millionen Euro.

Mit Manchester United, Newcastle United und West Ham wurden bereits drei englische Top-Klubs mit dem Guineer in Verbindung gebracht. Besonders Hartnäckig hielten sich die Gerüchte um einen Wechsel zu den Red Devils, die den hohen Erwartungen in dieser Saison bislang nicht gerecht wurden. Laut „Sun“ will Guirassy aber viel lieber zu einem anderen Klub wechseln.

Denn laut der britischen Boulevardzeitung wünscht sich der ehemalige Kölner einen Transfer zu Tottenham Hotspur. Ob das Interesse einseitig ist, oder auch der Verein aus dem Norden Londons an einer Verpflichtung des Bundesliga-Shootingstars interessiert ist, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Bedarf hätten die Spurs nach dem Sommer-Abgang von Harry Kane zum FC Bayern wohl allemal. Im Sturmzentrum steht Trainer Ange Postecoglou mit Richarlison nur ein gelernter Mittelstürmer auf Top-Niveau zur Verfügung. Gut möglich, dass der Insel-Klub im Winter auf dieser Position noch einmal nachlegt, um Anschluss an die internationalen Plätze zu halten.

Guirassy war im Sommer 2022 von Stade Rennes zum VfB Stuttgart gewechselt. Der Nationalspieler Guineas hat großen Anteil daran, dass die Schwaben in der laufenden Saison in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga rangieren. Nach 16 Spieltagen liegt der Relegationsteilnehmer der letzten Saison völlig überraschend auf dem dritten Tabellenplatz.

Harry Kane will Freunde neidisch machen

Anders als in den vergangenen Jahren als Premier-League-Profi darf sich Harry Kane als Spieler des FC Bayern über einen Winterurlaub freuen. Kurz nach seinem letzten Pflichtspiel des Jahres hat der Engländer verraten, wie er in der Weihnachtszeit entspannen will.

Bayern Münchens Superstar Harry Kane will seine englischen Fußballerkollegen neidisch machen. „Ich werde meinen Freunden in England ein Foto von mir am Strand schicken, wenn sie spielen“, witzelte der 30-Jährige nach dem 2:1-Arbeitssieg des deutschen Rekordmeisters am Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg in der Mixed Zone.

Denn: In England wird traditionell keine Winterpause eingelegt. Da in der Premier League zwei Mannschaften mehr teilnehmen als in der Bundesliga, ist der Terminkalender voll. Kanes Ex-Klub Tottenham Hotspur etwa spielt am Tag vor Heilig Abend gegen den FC Everton, am 28. Dezember reisen die Londoner zum Auswärtsspiel zu Brighton & Hove Albion. Drei Tage später, im letzten Spiel des Kalenderjahres, geht es gegen AFC Bournemouth.

Jene Taktung hat Harry Kane in seinen über zehn Jahren als Premier-League-Spieler zur Genüge miterlebt, nun hat er zehn Tage frei und muss sich erst am 2. Januar zurück im Training des FC Bayern melden. Am 6. Januar steht ein Testspiel gegen den FC Basel auf dem Programm, am 12. Januar erst folgt dann das letzte Hinrundenspiel der Bundesliga-Saison gegen 1899 Hoffenheim.Und was macht der Bayern-Superstar in der freien Zeit? „Das waren harte vier Monate hier ohne die Familie, ohne die Kinder, ohne meine Frau. Jetzt habe ich zehn Tage frei, in denen es nur darum geht, die Zeit und die Familie zu genießen“, verriet Harry Kane. Er wolle irgendwo hinreisen, wo es „warm“ sei.

Mit seinem Start beim FC Bayern hätte Harry Kane indes „nicht zufriedener“ sein können, wie er nach dem zwölften Bundesliga-Sieg im 15. Spiel hervorhob. Auch persönlich lief es bislang wie gemalt für den Mittelstürmer: Allein in der Liga erzielte er 21 Tore und lieferte fünf Vorlagen.

Pogacar jagt historisches Giro-Tour-Double

Kurz nach der Ankündigung seines Debüts beim Giro d’Italia (4. bis 26. Mai) gab der slowenische Radstar für das kommende Jahr auch einen erneuten Anlauf zu seinem dritten Triumph bei der anschließenden Frankreich-Rundfahrt (29. Juni bis 21. Juli) bekannt.

Im Idealfall will Pogacar danach auch bei den Olympischen Spielen in Paris sowie im Herbst bei der Straßen-WM in Zürich an den Start gehen.

Den Giro nahm der 25-Jährige für ein seltenes Kunststück in seine Saisonplanung neben der Tour auf: Pogacar wäre der erste Profi seit dem Italiener Marco Pantani im Jahr 1998 und der insgesamt erst achte Profi der Nachkriegsgeschichte, der die beiden großen Rundfahrten im selben Jahr für sich entscheidet.

„Ich bin jetzt älter, und ich denke, dass ich zwei große Touren bewältigen kann“, sagte Pogacar auf einer Pressekonferenz seines UAE-Teams während des Trainingslagers im südspanischen La Nucia und fügte hinzu: „Ich bin für diese neue Herausforderung bereit.“

Für das Double muss Pogacar nach einem Erfolg auf dem Apennin auch den Tour-Thron zurückerobern. Nach seinen Erfolgen 2020 und 2021 hatte sich Pogacar bei den zwei anschließenden Auflagen jeweils dem dänischen „Dominator“ Jonas Vingegaard geschlagen geben müssen.

Seit Pantani haben sich nur noch wenige Topstars am prestigeträchtigen Double versucht. Experten sehen im langen Zeitraum ohne einen neuen Gesamtsieger beider Etappenrennen in einem Jahr eine Folge der gestiegenen Ansprüche an die Radprofis der Gegenwart.

Eine Wiederholung der bislang einmaligen Leistung der belgischen Ikone Eddy Merckx von drei Doppel-Erfolgen bei den wichtigsten Rundfahrten der Welt innerhalb einer Saison (1970, 1972 und 1974) erscheint denn auch nahezu undenkbar.

Ein Novum wäre Pogacars angestrebtes Quadruple mit weiteren Erfolgen auch bei Olympia und der WM nach Triumphen in Italien und bei der Grand Boucle.

Ehrgeiz genug dürfte vorhanden sein: Sowohl bei den Sommerspielen 2021 in Japans Hauptstadt Tokio als auch bei den diesjährigen Welttitelkämpfen im vergangenen August im schottischen Glasgow hatte sich Pogacar als Dritter mit Bronze begnügen müssen.

Bears-Receiver mit klarer Haltung zu Justin Fields

Die Chicago Bears haben sich durch die 17:20-Niederlage gegen die Cleveland Browns wohl endgültig vom Playoff-Rennen verabschiedet. Quarterback Justin Fields blieb bei diesem NFL-Match zudem abermals hinter den Erwartungen zurück. Sein Ansehen innerhalb des Teams nahm dadurch aber keinen Schaden.

Im richtungsweisenden Spiel gegen die defensivstarken Browns hätten die Bears einen gut aufgelegten Spielmacher gebraucht. Bei ihnen stand allerdings ein Justin Fields im Huddle, der in der gesamten Partie nur 19 von 40 Pässen für 166 Yards anbrachte.

Ein solcher Auftritt ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die Fields längst die Tauglichkeit als Starting-Quarterback in der NFL abgesprochen haben. Im Lager der Bears ist das Vertrauen in den 24-Jährigen hingegen weiterhin ungebrochen.

„Justin ist der Quarterback der Zukunft“, betonte etwa Wide Receiver Darnell Mooney gleich nach der Cleveland-Pleite. „Er ist der Quarterback dieser Franchise. Ich verstehe nicht, warum es noch weitere Fragen diesbezüglich gibt.“

Um Mooney auf die Sprünge zu helfen: Chicago darf im kommenden NFL Draft höchstwahrscheinlich als Erstes wählen. Die Organisation sicherte sich im Frühjahr mithilfe eines Trades den Erstrundenpicks der Carolina Panthers, die aktuell das schlechteste NFL-Team der Saison stellen. Viele Experten spekulieren darauf, dass die Bears sich dann mit einem talentierten College-QB verstärken und Fields daraufhin absägen werden.

Im Zuge des oben erwähnten Trade wechselte D.J. Moore damals von Carolina nach Chicago. Dem Neuzugang ist die Diskussion um Fields selbstverständlich ebenfalls nicht entgangen. Am Sonntag brach der WR daher eine Lanze für seinen Signal Caller und offenbarte zugleich, was er von den zwei Topfavoriten auf den Nummer-1-Pick im NFL Draft 2024 hält.

„Es geht also um diese Beiden [bezogen auf Caleb Williams von der USC und Drake Maye von North Carolina]? Ich glaube nicht, dass sie besser sind, als Justin“, stellte Moore klar.

Pittsburgh Steelers wechseln erneut den Quarterback

Nach drei Pleiten in Serie ziehen die Pittsburgh Steelers die Reißleine und tauschen einmal mehr ihren Quarterback. Wie Head Coach Mike Tomlin am Montag erklärte, wird Mason Rudolph in Woche 16 gegen die Cincinnati Bengals sehr wahrscheinlich starten.

„Während wir heute hier sitzen, ist es unsere Intention, Mason Rudolph die Chance zu geben zu starten“, sagte Tomlin und fügte an: „Er ist ein erfahrener Bursche. Er ist ein Backup, aber auch ein Veteran. Er ist schon sehr lange in unserem Programm. Aus diesen Gründen ist er hier. Wir fühlen uns sehr wohl mit ihm.“Allerdings wollte sich Tomlin nicht vollends festlegen und deutete an, dass die Tür für den eigentlichen Starter Kenny Pickett „einen spaltbreit offen“ sei, da er sich nach seiner „TightRope“-Operation zur Behandlung seiner Syndesmoseverletzung auf dem Weg der Besserung befindet. „Er hatte heute einen guten Reha-Tag. Seine Verfügbarkeit in dieser Woche steht nicht außer Frage, aber zu Beginn der Woche liegt unsere Aufmerksamkeit auf Mason Rudolph.“ Anschließend werde man schauen, wie Pickett auf eingeschränktes Training in den kommenden Tagen reagieren wird.

Die Steelers haben nur eine kurze Woche zur Vorbereitung auf das wichtige Division-Duell mit den Bengals, da dieses bereits am Samstag stattfindet. Noch in der vergangenen Woche hatte Tomlin Gedanken an einen Wechsel auf der Quarterback-Position von sich gewiesen, da Rudolph nicht sehr viele Trainingseinheiten „mit dem Helm auf dem Kopf“ hatte in dieser Saison. Er war in den ersten 13 Wochen inaktiv und stand erstmals in Woche 14 überhaupt in dieser Saison im aktiven Kader. Anschließend jedoch enttäuschte Mitch Trubisky mit zwei Interceptions und 216 Total Yards in der Offense und verlor auch seinen zweiten Start der Saison, wodurch die Steelers auf 7-7 gefallen sind – sie waren kürzlich noch 7-4 -, und um die Playoffs bangen müssen.

Rudolph war ursprünglich ein Drittrundenpick der Steelers im Draft 2018 und startete insgesamt zehn seiner 18 Spiele in der NFL. Seine Bilanz: 5-4-1.

 

Basler enthüllt angebliche BVB-„Anordnung“

Borussia Dortmund rennt in der Bundesliga den eigenen Ansprüchen hinterher. Ex-Nationalspieler Mario Basler geht von „internen Problemen“ im Team aus und wirft die Frage auf, ob es wegen der Kapitänsfrage beim BVB  Zoff gab.

TV-Experte Mario Basler zählt Borussia Dortmund an. Der ehemalige Bundesliga-Profi attestiert der Mannschaft, „einfach nicht gut genug“ zu sein für die Ligaspitze Die Meisterschaft sei nunmal nicht erst gegen den FC Augsburg am aktuellen Spieltag verspielt worden, erklärte Basler im „Doppelpass“ von „Sport1“.

Nun bestehe die große Gefahr, dass der Klub sogar die Qualifikation für die Champions League verpassen könnte, mahnte Basler an. Was die Probleme rund um den Klub weiter verschärfen würde. „Die Mannschaften von hinten rücken näher“, sagte er. Dortmund steht aktuell auf Rang fünf der Bundesliga-Tabelle.

Seine Vermutung: „Ich glaube, dass es ganz große Problem intern in dem Verein gibt“. Zuletzt habe sich das auch durch die Freistellung des Kehl-Schützlings Slaven Stanic als „Koordinator Sport“ gezeigt.

„Es rappelt and allen Ecken und Enden“, so Basler, der dann mit einer Anekdote rund um die Bindenentscheidung beim BVB für Aufsehen sorgte.

„Was man so hört: Terzic war der Einzige, der [Emre] Can als Kapitän wollte, die ganze Mannschaft wollte Kobel als Kapitän. Angeblich kam eine Anordnung von ganz oben, dass Terzic Can zum Kapitän machen muss“, sagte der 54-Jährige in der TV-Sendung.

Im Sommer hatte der BVB mitgeteilt, dass Can neuer Kapitän werde, Kobel als dessen Stellvertreter auflaufen werde. Zuvor war Marco Reus von dem Amt als langjähriger Captain zurückgetreten.

„Ich glaube, sie haben intern ganz andere Probleme, die wir alle so nicht wissen“, sagte Basler weiter. Sein Credo für die Westfalen lautet: „Sie sollen gucken, dass sie am Ende in die Champions League kommen.“

Ducksch rettet Werder einen Punkt in Gladbach

Die imposante Heimserie von Borussia Mönchengladbach ist trotz des ersten Doppelpacks von Rocco Reitz in der Fußball-Bundesliga gerissen. Der fünfmalige deutsche Meister musste sich nach fünf Pflichtspielsiegen in Folge im Borussia-Park mit einem 2:2 (1:1) gegen Werder Bremen begnügen.

Nach dem Rückstand durch Rafael Borre (7.) drehte Eigengewächs Reitz (45., 49.) zunächst die Begegnung. Doch Marvin Ducksch (76.) rettete den Gästen immerhin einen Zähler. Bremen verpasste aber auch im siebten Anlauf den ersten Auswärtssieg der Saison und den ersten Erfolg in Gladbach seit Oktober 2010. Beide Mannschaften liegen nach der Punkteteilung weiter im Tabellenmittelfeld.

„Ich hätte natürlich gerne gewonnen“, sagte Reitz bei „DAZN“: „Aber ich denke, am Ende war es schon gerecht. Beide Teams hatten ihre Chancen und können damit leben.“

Zwölf Minuten dauerte der Stimmungsboykott als Protest gegen den umstrittenen Investorendeal der Deutschen Fußball Liga (DFL) – bei dessen Ende lagen die Gäste schon in Führung. Eine Flanke von Romano Schmid verwertete Borre technisch anspruchsvoll. Franck Honorat und Joe Scally hatten den Stürmer aus den Augen verloren.

Die Gastgeber zeigten sich vor 50.660 Zuschauern beeindruckt vom frühen Rückstand. Torhüter Moritz Nicolas fischte Nationalspieler Ducksch in höchster Not den Ball vom Fuß (12.).

Die Mannschaft von Trainer Ole Werner hatte immer wieder längere Ballbesitzphasen, die Fohlen liefen öfters hinterher. Das Offensivspiel der Gladbacher kam nur äußerst schleppend in Schwung. Alassane Plea sorgte mit zwei Abschlüssen für ein bisschen Gefahr (27., 39.). Auf der anderen Seite vergab Leonardo Bittencourt nach einer Borre-Flanke aus aussichtsreicher Position (42.).

Der Ausgleich noch vor dem Seitenwechsel fiel aus dem Nichts. Der für den erkrankten Tomas Cvancara im Sturm aufgebotene Robin Hack behauptete den Ball geschickt im Bremer Strafraum und legte für Reitz ab – der 21-Jährige schloss platziert ab.

Davon beflügelt kam Gladbach mit viel Energie aus der Kabine. Manu Kone traf nur den Pfosten, beim Nachschuss scheiterte Plea an Werder-Torhüter Michael Zetterer (47.).