Mavs brauchen Schluss-Feuerwerk gegen zweiten Lakers-Anzug

In der Nacht auf Donnerstag haben die Dallas Mavericks gegen die Los Angeles Lakers ihren dritten Sieg im vierten Preseason-Spiel eingefahren. Luka Doncic verpasste das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Team, und doch hielten die Lakers die Partie über drei Viertel offen.

Den Dallas Mavericks gelang in der T-Mobile Arena in Las Vegas ein kollektives Aufbäumen in der zweiten Hälfte und insbesondere im letzten Viertel, welches mit 37:8 an die Texaner ging. Die Mannschaft von Head Coach Jason Kidd wurde von Ex-Lakers Anthony Davis angeführt, der 18 Zähler gegen seine alten Teamkollegen erzielte.

Auch der Rest der Mavs-Starting-Five, in der Cooper Flagg (13 Punkte, 3 Assists, 0 Turnover) erneut die Rolle des Point Guards übernahm, knackte eine zweistellige Punkteausbeute. P.J. Washington erzielte 13 Zähler, Dereck Lively und Klay Thompson kamen auf 12 Punkte.

Die erste Hälfte zwischen den beiden Schwergewichten der Western Conference war geprägt von den Lakers, die am zweiten Abend eines Back-to-Backs ohne Luka Doncic und den verletzten LeBron James antraten. Auch Austin Reaves, Deandre Ayton, Jake LaRavia oder Marcus Smart setzten aus.

In Abwesenheit der Superstars mutierten Gabe Vincent (22 Punkte), Rui Hachimura (19) und Jaxson Hayes (12) zu den besten Punktesammlern der Mannschaft von JJ Redick. Jarred Vanderbilt zog sich eine Oberschenkel-Prellung zu und kam so nur auf 13 Minuten Einsatzzeit.

Zum Seitenwechsel lagen die Lila-Goldenen noch mit 66:53 in Führung. „Es ist viel von der Lineup verlangt, die im vierten Viertel hauptsächlich auf dem Feld stand, konstant gute Würfe zu kreieren. Das ist einfach die Realität“, kommentierte Redick die Schwächephase seines Teams.

Mit Blick auf das letzte Vorbereitungsspiel der Lakers in der Nacht auf Samstag (4:30 Uhr) gegen die Sacramento Kings, wollte sich der Lakers-Trainer an der Rotation von Mavs-Coach Jason Kidd orientieren. „Lukas Minuten werden mehr sein. Es wird ähnlich sein, wie er es heute angegangen ist“, meinte Redick. „Wir werden den Jungs normale Rotationsminuten bis zu Beginn des ersten Viertels geben.“

Bei den Mavericks, für die die Preseason nach vier Spielen (3-1) beendet ist, standen alle Starter bis auf Klay Thompson mindestens 25 Minuten gegen die Lakers auf dem Parkett. Hinzu kamen 22 Minuten von D’Angelo Russell, 17 von Max Christie 12 von Rookie Ryan Nembard und 10 von Jaden Hardy.

 

Antetokounmpo bleibt vorerst in Milwaukee

Die unmittelbare Zukunft von Giannis Antetokounmpo ist geklärt: Der Grieche bleibt bei den Milwaukee Bucks. Das sagte Giannis am Mittwoch. Eine langfristige Zusage an Milwaukee gab er jedoch nicht.

„Meine heutige Entscheidung ist, dass ich hier bin und mich diesem Team verpflichte“, erklärte Antetokounmpo in einer Medienrunde. Er sei „locked in“ – also komplett fokussiert – auf „das Team, die Jungs, den Coaching Staff und mich selbst“, sagte der 30-Jährige: „Ich bin auf das fixiert, was vor mir liegt.“

Die Aussagen folgten auf Berichte, nach denen er von Milwaukee in der Offseason unter anderem den New York Knicks in einem Trade angeboten worden sei. Damit wolle sich der „Greek Freak“ jedoch nicht beschäftigen.

„Ich glaube an dieses Team und ich glaube an meine Mitspieler“, versicherte Antetokounmpo. „Ich bin hier, um dieses Team so weit zu führen, wie wir gemeinsam kommen können. Es wird definitiv hart. Wir werden es Tag für Tag angehen, aber ich bin da. Der ganze zusätzliche Kram spielt also keine Rolle.“

Seit Monaten halten sich die Trade-Gerüchte, denen er immer wieder nicht völlig klar widersprach. Das sollte sich auch am Mittwoch nicht ändern. Denn eine langfristige Zusage an die Franchise, mit der er 2021 den Meistertitel holte, vermied der zweimalige MVP.

„Wenn ich jetzt in sechs, sieben Monaten meine Meinung ändere, ist das doch auch menschlich“, sagte Antetokounmpo – und ließ damit die Tür für einen Trade zur Deadline im Februar oder nach dem Ende der Saison offen.

Vieles wird davon abhängen, wie die Bucks in die Saison starten. Denn eine Sache hatte Antetokounmpo in den vergangenen Jahren immer wieder ganz klar kommuniziert: Er will einen zweiten Titel gewinnen – ob in Milwaukee oder anderswo.

Wizards-Youngster verpassen Beginn der Preseason

Sowohl Bilal Coulibaly als auch Alexandre Sarr kehrten verletzt von der Basketball-EM zu den Washington Wizards zurück. General Manager Will Dawkins gab in beiden Fällen neue Informationen zum Stand der Dinge bekannt.

Wie Josh Robbins von „The Athletic“ auf X preisgab, werden beide den Trainingsauftakt und wohl auch weite Teile der Preseason verpassen. Robbins schrieb, dass es bei Alexandre Sarr, der wegen einer Wadenverletzung von der Europameisterschaft abreisen musste, mehr Hoffnung auf einen Einsatz in der Preseason gebe.

Dem Insider zufolge sei man bei ihm „hoffnungsvoll, dass er zum Ende der Preseason zu Einsätzen kommt“. Der zweite Pick des Draft 2024 verletzte sich beim zweiten Gruppenspiel der Franzosen gegen Slowenien.

Anders verhielt es sich bei Coulibaly, der bei der Niederlage Frankreichs gegen Georgien im Achtelfinale noch zugegen war.

Shams Charania hatte am 12. September berichtet, dass der 21-Jährige sich einem Eingriff aufgrund eines gerissenen Bandes im rechten Daumen unterzogen habe. Der siebte Pick der Pacers im Draft 2023, die ihn unmittelbar in die Hauptstadt transferierten, zog sich die Verletzung wie sein Teamkollege während der EM zu.

In seinem Fall sprach Dobbins davon, dass er definitiv nicht am Training Camp teilnehmen und auch bei den Vorbereitungsspielen nicht zum Einsatz kommen werde. „Es wird davon ausgegangen, dass er in der ersten oder zweiten Woche der regulären Saison wieder spielen kann“, schrieb der Wizards-Experte.

Ohne Sarr und Coulibaly beginnt die Mannschaft von Head Coach Brian Keefe die Preseason am 12. Oktober gegen die Toronto Raptors. Bereits am 29. September beginnt das Training Camp der Wizards.

Heat lehnen wohl Wiggins-Trade ab

Kürzlich machten Meldungen die Runde, dass sich die Meinung der Los Angeles Lakers über eine Verpflichtung von Andrew Wiggins verändert habe. Die Miami Heat sind aber wohl gar nicht an einem Trade ihres Flügelspielers interessiert.

Das geht aus einem Bericht von Brett Siegel hervor, der für ClutchPoints verriet, dass man in South Beach vorerst an Wiggins festhalten wolle. „Im Moment hat Miami Heat kein großes Interesse daran, Wiggins zu traden, und geht davon aus, zunächst abzuwarten, wie sich die Dinge in den ersten Monaten der regulären Saison entwickeln“, formulierte Siegel am Mittwoch. „Miami hat einen hohen Preis für den ehemaligen Nummer-1-Pick aufgerufen, den die Lakers bislang nicht zu zahlen bereit waren.“

Wiggins kam erst in der vergangenen Saison im Zuge des Jimmy-Butler-Trades von den Golden State Warriors zu den Heat. In 17 Spielen im Miami-Trikot verbuchte der 30-Jährige 19,0 Punkte, 4,2 Rebounds und 3,3 Assists. Sein Vertrag läuft noch bis zu zwei Jahre. In der Saison 2025/26 wird der Kanadier 28,2 Millionen Dollar verdienen. Für die Spielzeit darauf hält er eine Spieler-Option, die ihm noch einmal 30,1 Millionen Dollar einbringen würde.

Wiggins wäre nicht der erste Spieler im Kader von Trainer Erik Spoelstra, auf den man zu Saisonbeginn ein genaues Auge werfen möchte. Laut Miami Herald gilt das auch für Neuzugang Norman Powell, den man bei entsprechender Leistung mit einer Vertragsverlängerung ausstatten möchte.

Allerdings stehen die Heat schon jetzt nur noch etwas unter zwei Millionen Dollar unter der Luxussteuerschwelle. In Nikola Jovic (Rookie-Deal), Powell und Terry Rozier hat man drei Akteure, dessen Verträge nach dieser Saison auslaufen. Während bei Rozier, der im Zentrum einer Sportwetten-Affäre steht, keine Verlängerung in Aussicht steht, wird man mit Jovic bestimmt verlängern wollen.

Um mit Blick auf die Free Agency 2026 mehr Platz im Gehaltsgefüge zu schaffen, könnte man also den lukrativen Vertrag Wiggins‘ abgeben. Umgarnt wird der NBA Champion von 2022 mit den Golden State Warriors etwa von den Los Angeles Lakers. Laut The Athletic habe sich im Laufe des Sommers die Perspektive auf eine Verstärkung mit einem Spielertyp von Wiggins verändert.

Warnung vor Finnlands „Fuck it-Mindset“

Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt, doch Weltmeister Moritz Wagner wittert vor dem Halbfinale der Basketball-EM eine Gefahr durch Deutschlands Gegner Finnland.

„Das ist eine Mannschaft, die nichts zu verlieren hat“, sagte der TV-Experte von MagentaSport, „die haben gegen Deutschland schon verloren, die kommen jetzt mit einem Fuck-it-Mindset.“

Das deutsche Team hatte die Finnen in der Vorrunde klar geschlagen (91:61), dazu spielte das Team um NBA-Profi Lauri Markkanen (Utah Jazz) in der Vorwoche auch noch in Tampere vor eigenem Publikum.

Die Überraschungsmannschaft ist für Wagner, der beim Turnier wegen der Folgen einer Knieverletzung fehlt, dennoch ein „schwerer Gegner“ mit Selbstbewusstsein. „Wirf die Steine hoch, entweder sie gehen rein oder nicht“ laute in etwa das Motto für Freitag (ab 15:30 Uhr LIVE im Free-TV bei RTL).

Auch Wagners jüngerer Bruder Franz will den Verlauf des ersten Duells in der Gruppenphase nicht überbewerten. „Am Ende guckt man sich das Endergebnis an und denkt, es wird ganz einfach – aber so ist es meistens nicht im Sport“, sagte der Berliner: „In den Do-or-die-Spielen ist es meistens sowieso ein bisschen anders.“

Finnland habe in Tampere „gegen uns sehr gut gespielt. Aber da haben wir es hingekriegt, unseren Rhythmus im Spiel zu etablieren. Das wird auch wieder der Schlüssel sein.“ Auf einen Aspekt komme es besonders an, meint der NBA-Star: „Wir müssen besser rebounden. Wenn man die Rebounds dann hat, ist es immer ein bisschen einfacher, den Rhythmus zu finden.“

 

Pesic gibt Entwarnung bei Wizards-Big Vukcevic

Erst kam der Ausfall von Bogdan Bogdanovic für den Rest der Basketball-EM. Dann verloren die Serben am Mittwochabend mit 90:95 gegen die Türkei. Obendrein stand mit Tristan Vukcevic ein weiterer NBA-Profi verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Head Coach Svetislav Pesic gab beim Big Man der Washington Wizards jedoch Entwarnung.

Im Anschluss an die erste Niederlage des laufenden Turniers, die Vukcevic aufgrund einer Vorsichtmaßnahme verpasste, sprach der Head Coach der Serbien über die Verletzung des Wizards-Youngsters: „Es handelt sich um eine Muskelverletzung, nichts Ernstes, er wird in zwei oder drei Tagen wieder bereit sein.“

Genauere Angaben über den Gesundheitszustand des 22-Jährigen gab es von den Serben bisher nicht. Neben Bogdan Bogdanovic, der aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel vorzeitig abreisen musste, war Vukcevic der zweite NBA-Spieler, der den Serben nicht zur Verfügung stand.

Als wäre das nicht schon genug, musste der Titelfavorit zudem noch den Ausfall von Guard Aleks Avramovic schlucken. Er verletzte sich gegen die Türken an der Ferse und verließ zum Ende des zweiten Viertels das Parkett, ohne noch einmal in das Spielgeschehen einzugreifen.

„Er hat versucht zu spielen, wir hatten geplant, dass er die zweite Halbzeit beginnt. Wir haben versucht, ihm in der Kabine mit Therapien zu helfen. Wir werden die Situation heute Abend bewerten. Ich bin mir nicht sicher, wie schwer seine Verletzung ist“, informierte Pesic.

Am Donnerstagmorgen folgte dann die doppelte Entwarnung durch den Präsidenten des serbischen Basketballverbandes, Nebojsa Covic, gegenüber RTS, dass es bei beiden Spielern keinen großen Grund zur Sorge gebe.

„Avramović ist gerade von seiner Untersuchung zurückgekommen und es wird alles in Ordnung sein. Was Tristan Vukčević betrifft, auch er wird in Ordnung sein, und hoffentlich bleiben uns Verletzungen erspart“, gab Covic an. „Verletzungen betreffen nicht nur uns, auch andere Teams hatten Verletzungen. Das ist das Risiko von Wettkämpfen und Intensität; diese Gruppenphase ist sehr schwierig. In der K.-o.-Runde ist der körperliche Druck etwas geringer, dafür steigt der psychische Druck.“

Lakers-Chefetage reist für Doncic nach Polen

Wenn es eine Franchise versteht, ihre Superstars zum Umgarnen, sind es die Los Angeles Lakers. Besitzerin Jeanie Buss sowie Präsident für das Basketballgeschäft Rob Pelinka flogen zum Abschlusstraining der slowenischen Nationalmannschaft um Superstar Luka Doncic.

Mit ihrer Anwesenheit wollten die beiden ihre vollste Unterstützung für Doncic hinsichtlich seines langjährigen Commitments zur Nationalmannschaft ausdrücken. Sorgen über Verletzungen machen sich Buss und Pelinka keine: „Gar kein Problem“, wurde Pelinka von „The Athletic“ zitiert. „Es ist einfach etwas, woran wir in der Lakers-Organisation glauben.“

Darüber hinaus betonte Pelinka, dass es den Lakers „extrem wichtig sei, dem Gesicht der Franchise volle Unterstützung zukommen zu lassen.“ Pelinka und Buss werden gemeinsam mit Kurt und Linda Rambis, sowie dem Lakers-Chef für Performance und Gesundheit, Dr. Leroy Sims, dem Auftakt der Slowenen gegen Gastgeber Polen am Donnerstagabend (20.30 Uhr) beiwohnen.

Der Star selbst freute sich über den Besuch seiner Bosse: „Es bedeutet mir eine Menge. Das ist ein langer Flug: elf oder zwölf Stunden, glaube ich. Also weiß ich es zu schätzen, dass sie mich hier unterstützen.“ Zuvor hatte Doncic zum wiederholten Mal klargestellt, dass er auch in Zukunft plane, den Sommer bei der Nationalmannschaft zu verbringen. „Wenn ich verletzt bin, geht das natürlich nicht, aber wenn ich nichts habe, werde ich immer spielen“, erklärte der 26-Jährige.

Die Zeit, sich wieder auf die Lakers zu konzentrieren, werde für ihn laut Pelinka nach der EuroBasket wieder kommen. „Wir wollen, dass er sich 100 Prozent auf die Nationalmannschaft fokussieren und mit Stolz für sein Land auflaufen kann“, so der Kaderplaner. „Hoffentlich kommt er weit und gewinnt vielleicht sogar das Turnier.“

Sein Bekenntnis zu den Lila-Goldenen machte Doncic kurz vor der Europameisterschaft: Er unterschrieb Anfang des Monats einen neuen Dreijahresvertrag bei den Lakers.

Alles Wichtige zur Basketball-EM 2025

Vom 27. August bis zum 14. September findet die Basketball-EM 2025 in Lettland, Finnland, Zypern und Polen statt. Es ist die 42. Auflage einer Europameisterschaft. Teilnahmeberechtigt sind 24 Nationalteams, RTL überträgt live im Free-TV. sport.de hat die wichtigsten Infos zum Turnier.

Basketball-EM 2025: Hier finden die Spiele statt

Die Austragungsorte sind die Xiamo Arena in Riga (Lettland), die Noki-areena in Tampere (Finnland), das Spyros Kyprianou Athletic Center in Limassol (Zypern) und Spodek in Katowice (Polen).

Die Auslosung der Vorrundengruppen fand am 27. März in Riga statt. Vier Gruppenköpfen wurden jeweils fünf weitere Teams zugelost. Es gibt also vier Vorrundengruppen mit je sechs Mannschaften.

Die deutsche Mannschaft qualifizierte sich mit dem Sieg in der Gruppe mit Bulgarien, Schweden und Montenegro.

Nach dem Sensations-Coup bei der WM 2023 gegen will das DBB-Team auch bei der EM nach einer Medaille greifen. Neuer Nationaltrainer ist Alex Mumbru. Weltmeister-Coach Gordon Herbert trainiert inzwischen den FC Bayern. Nach den Erfolgen bei der WM und Olympia (Platz vier) gilt das deutsche Team als Mitfavorit.

Das erste Gruppenspiel bestreitet das DBB-Team am 27. August gegen Montenegro. Weitere Spieldaten sind der 29. August (gegen Schweden), 30. August (gegen Litauen), 1. September (gegen Großbritannien) und 3. September (gegen Finnland).

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der Deutschen Telekom zeigt RTL alle Spiele der deutschen Mannschaft, Einzelspiele der K.o.-Runde sowie das Finale der FIBA EuroBasket live im Free-TV.

Zusätzlich hat sich RTL Deutschland umfangreiche Highlight-Rechte für alle Spiele der Europameisterschaft gesichert. Alle 76 Spiele der EuroBasket der Männer sind zudem live bei MagentaTV und MagentaSport* zu sehen.

Franz Wagner vermisst Bruder Moritz

Die Situation ist ungewohnt, Deutschlands Basketball-Star Franz Wagner macht deshalb keinen Hehl daraus, dass er seinen verletzten Bruder Moritz Wagner bei der deutschen Nationalmannschaft vermisst.

„Ja, klar fehlt er mir extrem, ich glaube, er wäre super gern dabei gewesen“, sagte 23-Jährige am Rande der Vorbereitung auf den Supercup am Freitag und Samstag in München.

„Er ist natürlich eine laute Persönlichkeit und bringt immer einen super positiven Vibe mit. Auch gerade an Tagen, an denen man nicht so richtig Bock hat, ist er extrem wertvoll“, sagte Franz Wagner über seinen fünf Jahre älteren Bruder, mit dem er 2023 den WM-Titel gewann, der wegen der andauernden Reha-Phase nach einem Kreuzbandriss aber auch die in zwei Wochen beginnende EM verpassen wird.

„Ich rede natürlich ganz viel mit ihm und ich weiß, dass er sehr gerne dabei sein würde“, sagte Franz Wagner. Zugleich räumte er ein, dass die Situation ungewohnt für beide sei.

„Ja, sehr komisch. Wir mussten uns beide ein bisschen daran gewöhnen oder tun wir noch.“ Beide Brüder stehen beim NBA-Klub Orlando Magic unter Vertrag und leben in einer WG.

Andererseits, ergänzte Franz Wagner mit einem Lächeln, sei es auch mal „gut, wenn man mal ein bisschen Zeit alleine hat. Es ist uns natürlich auch klar, dass es nicht unser Leben lang so sein wird, wie es die letzten Jahre war. Klar vermisst man sich, aber es ist ja ganz normal, dass man, wenn man erwachsen wird, auch eigene Wege einschlägt.“

Wagner ist „ein kommender All-Star“

Dennis Schröder macht vor der Basketball-Europameisterschaft (27. August bis 14. September) keinen Hehl aus seinen Ambitionen mit dem deutschen Nationalteam.

„Wir gehen auf Gold“, sagte der Kapitän des DBB-Teams im Interview mit „MagentaSport“. Die Mannschaft sei „ready“ und bestehe aus „Charaktertypen, die nur gewinnen wollen“.

Ein Schlüsselspieler dabei: Franz Wagner. Für Schröder steht fest: „Der Typ ist anders. Franz ist ein kommender All-Star – er hätte dieses Jahr schon All-Star werden müssen, leider war er verletzt. Das Spielerische bei ihm ist geil, aber das Menschliche ist noch besser.“

Die gute Nachricht für das Team: Zehn der zwölf Weltmeister stehen erneut im vorläufigen EM-Kader. Nur der verletzte Moritz Wagner und der zurückgetretene Niels Giffey fehlen. Der Point Guard betonte: „Jeder kennt seine Rolle. Teamchemie steht an erster Stelle.“

Vor dem EM-Start testet das Team unter anderem gegen Slowenien (10. August, 17.30 Uhr) mit NBA-Star Luka Doncic. Der 31-Jährige lobte den Superstar als „krassen Competitor, der immer gewinnen will und immer die richtigen Entscheidungen trifft.“

Mit dem neuen Bundestrainer Alex Mumbru, der Gordon Herbert abgelöst hat, sei der Austausch ebenfalls „sehr gut“. Der Spanier wolle Spielstil und Mentalität leicht anpassen – und weiß laut Schröder, „dass wir sehr viel Talent in der Kabine haben“.