Was für den BVB spricht – und was für den FC Bayern

Fußball-Deutschland schaut nach Dortmund. Die Borussia geht nach ihrem dramatischen Champions-League-K.o. angeschlagen ins Prestigeduell mit dem FC Bayern München.Der Rekordmeister kann mit einem Sieg am Samstagabend (18:30 Uhr/Sky) an der Tabellenspitze davonziehen. Was spricht für wen? Ein Überblick zum Bundesliga-Gipfel.

Schlotterbeck-Comeback: Nico Schlotterbeck kehrt zurück in die Mannschaft. Vier Spiele hat Dortmunds bester und mit drei Bundesliga-Toren in dieser Saison bislang treffsicherster Innenverteidiger erst wegen einer Gelbsperre und dann wegen muskulärer Probleme gefehlt. Beim 1:4 in Bergamo saß er zwar auf der Bank, wurde aber noch geschont. Gegen die Bayern ist Schlotterbeck nun bereit für die Startelf. Er könnte links in der Dreierkette den in Bergamo unglücklich agierenden Ramy Bensebaini ersetzen. Schlotterbeck macht den BVB hinten stabiler und vorn torgefährlicher.

Das spricht für den FC Bayern

Killerinstinkt: Die Münchner wittern gegen die angeschlagenen Dortmunder die große Chance, im Meisterkampf bereits für eine Vorentscheidung sorgen zu können – und die wollen sie unbedingt nutzen. Für Trainer Vincent Kompany geht es gegen die Borussia unabhängig vom Rennen um die Schale aber auch immer ums Prestige. „Diese Spiele sind dermaßen wichtig, dass es ein eigener kleiner Titel ist“, sagte der Belgier. „Deswegen ist es für uns auch eine absolute Priorität, da zu gewinnen.“ Die Bilanz spricht klar für die Bayern: Nur eines der vergangenen 15 Duelle mit dem BVB haben sie verloren.

Große Spiele gegen die Großen: Wann immer sie von den nationalen Top-Teams in dieser Saison gefordert wurden, waren die Bayern da. Sämtliche Duelle mit den Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel der Bundesliga wurden gewonnen – mitunter richtig deutlich. Gegen Leipzig etwa gab es ein 6:0 und ein 5:1, in Stuttgart ein 5:0, gegen Hoffenheim unlängst ein 5:1. Auch das Hinspiel gegen den BVB entschieden die Münchner im Oktober mit 2:1 für sich.

Rekordjäger Kane: Bayerns Stürmerstar trifft und trifft und trifft. In der Liga steht er schon wieder bei 28 Toren. Und es winkt wieder mal eine Bestmarke: In den vergangenen Partien gegen Hoffenheim (5:1), Bremen (3:0) und Frankfurt (3:2) traf der Engländer jeweils zweimal. Nun wieder? In vier Bundesliga-Partien in Serie mindestens doppelt zu treffen, gelang bislang nur zwei Spielern: Wolfsburgs Tomislav Maric 2001 und Dortmunds Lothar Emmerich 1967.

Wütender FCK-Sportchef schickt Ansage ans Team

Lange Gesichter beim 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer holen sich beim SV Darmstadt eine Abreibung ab. Geschäftsführer Thomas Hengen ist nach der 0:4-Pleite am Böllenfalltor bedient.

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich nach dem dritten Spiel ohne Sieg vorerst aus dem Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga verabschiedet. In Darmstadt geriet das Team von Trainer Torsten Lieberknecht mit 0:4 unter die Räder. Die Roten Teufel rutschten auf Rang sieben ab und haben nun acht Punkte Rückstand auf Platz drei.

Nach einer ordentlichen Standpauke präsentierte sich Kaiserslautern in der zweiten Halbzeit etwas besser, für eine Aufholjagd reichte es aber nicht mehr. Und so setzte es für den FCK die zweite Abreibung hintereinander in Darmstadt – beim letzten Duell in Hessen setzte es sogar ein 1:5.

FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen war insbesondere mit der ersten Halbzeit sehr unzufrieden. „Die erste Hälfte haben wir nicht stattgefunden, obwohl wir wussten, dass in Darmstadt die ersten Minuten eh immer Feuer ist. Umso enttäuschender war die erste Halbzeit von uns“, sagte er am NITRO-Mikro.

„Nach solchen Auftritten brauchen wir nicht über Systeme zu reden, es ist eine Einstellungsfrage“, sagte er und schickte eine deutliche Forderung ans Team. „Wir können uns nur entschuldigen bei den Fans, die uns mal wieder fantastisch unterstützen. Nächste Woche muss da ein ganz anderes Feuer und Esprit auf dem Platz zu sehen sein.“

Angesprochen auf die Mentalität sagte er: „Vielleicht ist es so, dass die Ambitionen im Verein für den einen oder anderen zu hoch sind. Das müssen wir in der Woche schnellstmöglich klären.“

Es sei ein Phänomen, führte er aus. „Es ist Samstagabend, Flutlichtspiel, du hast einen direkten Konkurrenten vor der Brust, und der zeigt dir, was es heißt, alles zu geben. Das war nicht Betzelike.“

Exklusiv: Magath lästert über FC Bayern und kritisiert Kane

Die Leichtigkeit des FC Bayern ist weg. Nach dem enttäuschenden 2:2 beim HSV sind die Münchner genervt und meckern sogar über den Schiedsrichter. Trainer-Legende Felix Magath reagiert darauf bei sport.de mit dezentem Spott – und kritisiert auch die Rolle von Superstar Harry Kane. Eine ernsthafte Titelbedrohung für die Bayern sieht er nicht.

Nach der ersten Saisonniederlage gegen den FC Augsburg war die Mission des FC Bayern für den 20. Bundesliga-Spieltag klar: Im Nord-Süd-Klassiker beim HSV drei Punkte mit nach München bringen, den Vorsprung auf die Konkurrenz halten.

Diesen Auftrag hat die Elf von Trainer Vincent Kompany nicht erfüllt. Im Volkspark zeigte der FC Bayern zum wiederholten Male ungewohnte Schwächen und stolperte beim 2:2 erneut. Weil der BVB am Sonntag gegen Heidenheim mit 3:2 gewann, beträgt das Polster der Bayern „nur“ noch sechs Punkte.

Zurzeit bekämen die Bayern „nicht nur Gegentore, sondern kommen tatsächlich in Schwierigkeiten“, führte der 71-Jährige weiter aus. Den Münchnern sei ihre eigene Dominanz der Hinrunde zum Verhängnis geworden. „Es ist nie gut für eine Mannschaft, wenn sie unangefochten vorne ist und – in Anführungsstrichen – keine Gegner mehr hat. Da wird man leichtfertig.“

Apropos Kane: Magath kritisierte dessen Rolle als Tausendsassa im Bayern-Spiel. „Ich würde Spieler immer nach ihren Stärken einsetzen. Harry Kane kann Tore schießen. Er wird von allen gelobt und jeder jubelt, dass er auch hinten rumläuft. Aber das ist nicht sein Job“, sagte der frühere Bayern-Coach.

Kane könne „hinten so viel Bälle klären, wie er will, aber er hilft der Mannschaft mehr, wenn er vorne steht, wartet, den Ball bekommt und ihn reinschießt.“

Der Engländer solle sich auf „seine Stärken besinnen“, forderte Magath: „Wenn er vorne statt im Mittelfeld oder hinten rumlaufen würde, wäre das für die Mannschaft besser.“

Dass die Bayern nach ihrem erneuten Ausrutscher im Titelrennen wirklich noch in die Bredouille kommen, glaubt der Fußball-Lehrer indes nicht und verwies auf die nicht gerade vor Fußballwitz strotzenden Konkurrenz: „Man muss aber leider sagen, dass Borussia Dortmund nicht gerade den Eindruck vermittelt, als wollen sie den FC Bayern jagen.“

Leon Goretzka erklärt Absage an Top-Klubs

Leon Goretzka wird den FC Bayern nicht in dieser Winter-Transferperiode verlassen, wie die Münchner am Freitag öffentlich mitteilten. Der deutsche Nationalspieler meldete sich anschließend in einem emotionalen Instagram-Beitrag zu Wort und erklärte darin die Entscheidung.

Hinter Leon Goretzka liegen „turbulente“ Tage, wie der Mittelfeldspieler des FC Bayern einen Instagram-Beitrag begann: „Gleichzeitig haben sie Klarheit gebracht.“

Der 30-Jährige wird den deutschen Rekordmeister nicht in diesem Winter verlassen – trotz des großen Interesses aus dem Ausland. Vor allem der spanische Spitzenklub Atlético Madrid buhlte Medienberichten zufolge emsig um seine Dienste, soll zuletzt auch ein Angebot beim FC Bayern hinterlegt haben.

Zugleich steht nun fest: Goretzka wird den FC Bayern im Sommer nach dann acht Jahren verlassen, sein Vertrag wird nicht verlängert.

Der Routinier schrieb dazu: „So sehr mich das Interesse von internationalen Top-Clubs ehrt, so klar habe ich für mich entschieden, dass ich bis zum Saisonende beim FC Bayern bleiben möchte. Mit einem Team, mit dem es auf und neben dem Rasen unglaublich viel Spaß macht und einem Trainer der unsere Mannschaft wieder zu einer echten Einheit geformt hat! Diesem Team und dem Verein fühle ich mich verpflichtet.“

Es sei das „gemeinsame Ziel“, im Mai „wieder mit vollen Händen am Marienplatz“ zu stehen und „die ganz großen Titel feiern“ zu können. Der in dieser Saison so dominant auftretende Rekordmeister zählt zu den Top-Favoriten auf den Gewinn der Champions League.

Goretzka führte aus: „Gleichzeitig haben der Verein und ich in guten und konstruktiven Gesprächen beschlossen, dass unsere gemeinsame erfolgreiche Zeit im Sommer zu Ende geht. Wie zu einem früheren Zeitpunkt bereits gesagt, ist es auch für mich der richtige Zeitpunkt, um noch einmal ein neues Kapital aufzuschlagen: Als Fußballer und als Mensch.“

In einem Interview mit der „Zeit“ hatte Goretzka zuvor erklärt, dass er einem Wechsel ins Ausland sehr offen gegenüber steht.

„Doch davor gibt es noch viel zutun“, schloss der Noch-Bayern-Profi seinen Beitrag. Er schwor die Fans ein: „Lasst uns gemeinsam alles dafür geben, dass wir mit dem FC Bayern und auch mit der Nationalmannschaft den maximalen Erfolg in dieser Saison und bei der WM erzielen! Ich freue mich drauf! Danke für Eure Unterstützung!“

Dzeko bei Schalke 04 „kein Top-Verdiener“

Mit Edin Dzeko hat der FC Schalke 04 einen neuen Wandspieler verpflichtet. Was Sportvorstand Frank Baumann unter anderem beeindruckte: Dem neuen Stürmer-Star ging es in den Verhandlungen keineswegs ums Geld.

Edin Dzeko hat „Bock auf Schalke“, das hat Sportvorstand Frank Baumann schon im ersten Transfergespräch direkt gespürt, wie er am Sonntag bei „Sky“ betonte. Der 39-jährige Stürmer hatte selbst den Kontakt zu S04-Cheftrainer Miron Muslic aufgenommen, dann ging es mit Baumann schnell in die Verhandlungen.

„Ehrlicherweise hatte ich das noch nicht für bare Münze genommen“, räumte Baumann, der in seiner aktiven Karriere selbst noch gegen den damaligen Wolfsburger gespielt hatte, ein. Doch dann ging alles ziemlich schnell.

Der Schalker Sportvorstand verriet nämlich, dass man sich mit dem Thema Gehalt nicht allzu lange aufgehalten habe: „Es war vom ersten Gespräch an klar, dass es Edin nicht ums Geld geht. Wir haben gesagt, dass unser Budget eingeschränkt ist. Das war gar kein Thema.“

Baumann habe Dzeko frühzeitig signalisiert, „was wir zahlen können“. Der Schalke-Boss führte aus: „Er ist kein Top-Verdiener, ist vom Grundgehalt mittendrin.“ Dafür erhält der Neuzugang im Aufstiegsfall einen Bonus, der „vielleicht größer ausfällt als bei anderen“.

Auch auf die Frage, ob Dzekos Vertrag nach erfolgreichem Aufstieg automatisch verlängert wird, gab der 50-Jährige eine klare Antwort: „Nein. Wir haben uns erst einmal auf einen Vertrag bis zum Sommer geeinigt.“

Begeistert über den Transfer zeigte sich am Sonntagmittag derweil wenig überraschend auch der Gelsenkirchener Cheftrainer Miron Muslic. „Er ist ein Superstar, ein Champion, der unbedingt zu Schalke wollte“, so der Übungsleiter, der den Neuzugang gegen den 1. FC Kaiserslautern prompt in den Kader berief.

„Wir wollen ihn aufbauen, wir haben einen Plan. Diese Woche reicht es vielleicht für 15, dann 30 Minuten. Wir gehen das step by step an“, gab Muslic einen Einblick.

Dass der S04-Coach schon länger auf der Suche nach einem waschechten Mittelstürmer war, darüber machte er am „Sky“-Tisch vor dem Anpfiff keinerlei Hehl. Mit dabei nämlich auch Ex-Torjäger Simon Terodde, der einst auf Schalke stürmte und inzwischen als TV-Experte arbeitet.

 

Dynamo Dresden holt Offensivpower aus der Bundesliga

Dynamo Dresden rüstet in der laufenden Januar-Transferphase seinen Kader weiter deutlich auf und setzt ein weiteres Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

Zum bereits sechsten Mal im laufenden Wintertransferfenster schlägt die SG nun auf dem Spielermarkt zu und verpflichten Ben Bobzien vom Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 auf Leihbasis bis zum Sommer.

Der gebürtige Gießener ist zwar im offensiven Mittelfeldzentrum zuhause, fühlt sich aber ebenso auf dem linken Flügel wohl. Genau dort hatte Dynamo zuletzt improvisieren müssen: Jakob Lemmer wurde für die Außenbahn umfunktioniert, echte Alternativen fehlten den Sachsen darüber hinaus.

„Wir freuen uns, dass wir Ben für unseren Weg begeistern konnten. Er ist in der vordersten Offensivreihe variabel einsetzbar, kann sowohl auf den Außenbahnen als auch in der Sturmspitze agieren und macht unser Spiel so noch unberechenbarer“, meinte Dynamo-Geschäftsführer Sören Gonther in einer Pressemitteilung zu der Personalie.

Nach der Verpflichtung von Jason Ceka für die rechte Seite erhält nun auch der linke offensive Flügel neuen Schwung. Bobzien bringt Tempo, Dribbelstärke und Abschlussqualität mit. All das sind Attribute, die Dresden im bisherigen Saisonverlauf zu häufig vermissen ließ.

Das Bemerkenswerte bei dem Transfercoup mit dem 22-Jährigen aus Mainz: Dynamo setzte sich im Werben um den Offensivmann offenbar gegen namhafte Konkurrenz durch. Auch der Linzer ASK hatte Bobzien ganz oben auf der Wunschliste, doch der Angreifer entschied sich bewusst für den Schritt nach Elbflorenz.

Seine Qualitäten stellte Bobzien vor allem in der vergangenen Saison unter Beweis. In Österreich traf er für Austria Klagenfurt zwölfmal und gehörte zu den auffälligsten Offensivspielern des Teams.

Nach seiner Rückkehr nach Mainz kam er insgesamt in fünf Pflichtspielen zum Einsatz, unter anderem im DFB-Pokal ausgerechnet im Rudolf-Harbig-Stadion, konnte sich bei den 05ern jedoch nicht nachhaltig durchsetzen. Nun soll er in Dresden Spielpraxis sammeln und sofort helfen.

Der personelle Umbruch hat jedoch auch seine Kehrseite. Für Eigengewächs Jonas Oehmichen sinken die Einsatzchancen weiter, eine Leihe in die 3. Liga gilt laut „Bild“ als wahrscheinlich. Auch Dominik Kother steht vor dem Abschied. Der Aufstiegsheld trainiert bereits bei der U21, ein Wechsel möglicherweise zu Rapid Wien zeichnet sich laut dem Medienbericht ab.

Hannover 96 patzt bei Schmadtke-Comeback in Kaiserslautern

Misslungenes Comeback für Jörg Schmadtke: Hannover 96 hat mit zehn Mann im ersten Pflichtspiel seit der Amtsübernahme des alten und neuen Sportchefs eine Last-Minute-Pleite kassiert.

Die Niedersachsen verloren zum Rückrundenauftakt der 2. Fußball-Bundesliga trotz Führung 1:3 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Der erst in der 64. Minute eingewechselte Waniss Taibi sah in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Der lange verletzt fehlende Torjäger Ivan Prtajin (74.) und Semih Sahin (90.+2) trafen beide als Joker für den FCK, der nach einem schwachen Jahresausklang 2025 wieder den Aufstieg ins Visier nehmen darf. Naatan Skyttä sorgte für den Endstand (90.+5). Die Pfälzer überholten die Hannoveraner, die nahtlos an ihren schwachen Dezember (nur zwei Punkte aus drei Spielen) anknüpften und seit fast zehn Jahren auf einen Sieg auf dem Betzenberg warten. Enzo Leopold (67.) hatte Hannover in Führung gebracht.

Hannover war in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft. Benedikt Pichler vergab per Kopf eine gute Gelegenheit für die Gäste (4.). Danach wurden die Roten Teufel stärker. Der Finne Skyttä konnte zwei Großchancen nicht verwerten (28. und 32.).

Im zweiten Durchgang waren zunächst wieder die Gäste am Drücker. Die erste gute Möglichkeit vergab allerdings FCK-Profi Mika Haas (62.). Besser machte es Leopold bei seinem ersten Saisontreffer. Dabei wurden die aufgerückten Gastgeber ausgekontert. Prtajin sorgte per Kopf für den Ausgleich, Sahin und Skyttä legten nach.

FC Bayern droht Transfer-Schock

Dem FC Bayern und vor allem Sportvorstand Max Eberl droht offenbar eine bittere Transfer-Schlappe.

Beim vom deutschen Rekordmeister umworbenen Abwehrspieler Marc Guehi von Crystal Palace zeichnet sich laut „Sky“ ein Wechsel zu Manchester City ab – und zwar noch in der laufenden Winter-Transferperiode.

Der Tabellenzweite der englischen Premier League habe sich intern darauf verständigt, Guehi noch in diesem Wechselfenster nach Manchester zu lotsen, als Reaktion auf die verletzungsbedingten Ausfälle der Innenverteidiger Ruben Dias (Oberschenkel), Josko Gvadiol (Schienbeinbruch) und John Stones (Oberschenkel).

Guehi soll sich mit ManCity bereits grundsätzlich über einen langfristigen Vertrag einig sein, habe zunächst aber einen Wechsel im Sommer präferiert, wenn sein Vertrag bei Crystal Palace ausläuft.

Der Transfer-Druck bei ManCity ist nun offenbar so groß geworden, dass der Klub viel Geld in die Hand nehmen will, um den 25 Jahre alten Nationalspieler Englands sofort ins Etihad Stadium zu lotsen. Mit umgerechnet rund 35 Millionen Euro soll Crystal Palace dem Bericht zufolge der vorzeitige Abgang des Kapitäns und Leistungsträgers schmackhaft gemacht werden.

Sollte es tatsächlich zu diesem Angebot kommen, wäre der FC Bayern laut „Sky“ in dem Poker um Guehi „nahezu chancenlos“.

Für Eberl wäre das besonders bitter. Denn: Der frühere Gladbacher und Leipziger Manager bemühte sich dem Vernehmen nach sehr um einen Guehi-Deal, telefonierte angeblich zuletzt mehrfach mit der Spielerseite.

Auch zu einem persönlichen Treffen mit dem Berater des Profis soll es gekommen sein – und Guehi war dadurch offenbar offen für einen Wechsel zum FC Bayern.

Ein weiteres Fragezeichen in der Münchner Defensive bleibt ebenfalls noch: Die Berichten zufolge bevorstehende Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano ist nach wie vor nicht bestätigt.

 

Wegen El Mala: Hamann warnt Kwasniok

Said El Mala wurde beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim (2:2) wieder einmal nur eingewechselt – und rettete den Rheinländern zumindest einen Punkt. TV-Experte Dietmar Hamann warnte anschließend Trainer Lukas Kwasniok.

Mit U19-Youngster Fynn Schenten und Alessio Castro-Montes bot Kwasniok gegen den 1. FC Heidenheim überraschend zwei Namen in der Kölner Startelf auf, die im bisherigen Saisonverlauf (fast) keine Rolle gespielt hatten.

Said El Mala musste derweil zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der 19-Jährige wurde beim Stand von 1:2 zur zweiten Hälfte für Zentrumsspieler Denis Huseinbasic eingewechselt und traf in der 48. Minute prompt zum 2:2-Endstand.

„Das war okay. In Heidenheim ist es nie einfach“, resümierte TV-Experte Dietmar Hamann bei „Sky“ anschließend den Punktgewinn des 1. FC Köln.

Der Vize-Weltmeister von 2002 richtete gleichzeitig eine Warnung an Trainer Kwasniok: „Es ist gutgegangen, aber den Jungen von Anfang an zu bringen und El Mala draußen zu lassen, da musst du als Trainer vorsichtig sein, weil du dich angreifbar machst. Sie haben den Abstand zu Heidenheim behalten, damit können sie gut leben.“ Mit dem „Jungen“ spielte Hamann auf den erst 18-jährigen Schenten an.

El Mala sei „als Spielentscheider einer der besten“ und „einer der besten Bundesliga-Spieler von der Bank“, erklärte Kwasniok die Jokerrolle des deutschen U21-Nationalspielers am Samstag. Wenn der Gegner einmal müde sei, „kommen seine Waffen noch besser zur Geltung“, argumentierte der 44-Jährige.

El Mala ist mit sieben Toren der gefährlichste FC-Profi in der Bundesliga. Vier Treffer erzielte der Linksaußen davon nach Einwechslung. El Mala ist mit Heidenheims Mittelstürmer Stefan Schimmer damit aktuell der beste Joker im deutschen Fußball-Oberhaus.

Transfer-Knall um Omar Marmoush bei ManCity

Vor einem Jahr ist Omar Marmoush für viel Geld von Eintracht Frankfurt zu Manchester City gewechselt. Beim englischen Premier-League-Giganten bekommt der Ägypter nun aber neue Konkurrenz im Angriff. Zieht der Ex-SGE-Star womöglich schon in dieser Wechselperiode wieder weiter? Erste Gerüchte nehmen an Fahrt auf.

Der Mega-Transfer von Antoine Semenyo zu Manchester City könnte weitreichende Auswirkungen für Omar Marmoush nach sich ziehen. Klar ist: Durch die Ankunft des 26 Jahre alten Ghanaers, der für rund 72 Millionen Euro von AFC Bournemouth zu den Citizens wechselte und dort bis 2031 unterschrieb, dürften sich die Aussichten auf Einsatzzeiten des ehemaligen Frankfurters nicht unbedingt verbessert haben.

Die Situation des Ägypters ist offenbar auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben, die sich nun Chancen auf einen Winter-Deal ausrechnen könnte. Wie „Sky“-Transferreporter Florian Plettenberg berichtet, liegen Marmoush bereits „Top-Anfragen aus dem europäischen Ausland“ vor. Und: Auch Bundesligisten sollen seine Situation ganz genau verfolgen.

Erst im Januar 2025 war Omar Marmoush für rund 75 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt nach Manchester gewechselt. Nach einer guten Rückrunde in der Saison 2024/25 mit 16 Premier-League-Einsätzen und neun direkten Torbeteiligungen (sieben Tore, zwei Vorlagen), lief es in der Hinrunde der laufenden Spielzeit deutlich schlechter.

Ausgebremst durch eine Knieverletzung im September kam Marmoush unter Teammanager Pep Guardiola nicht mehr über den Status des Ergänzungsspielers hinaus, zumeist wurde er in den letzten Schlussminuten eingewechselt – und steht in der Liga somit noch ohne Treffer. Aktuell ist der 26-Jährige mit seiner Nationalmannschaft beim Afrika-Cup.

Dass Marmoush angesichts des Semenyo-Deals nun von sich aus eine Flucht anstrebt, treffe nach „Sky“-Informationen aber nicht zu. Der Stürmer wolle, Stand jetzt, bei Manchester City bleiben. Sein Vertrag läuft ohnehin noch langfristig bis 2029. Womöglich macht im City-Kader im Januar ein anderer Spieler Platz: So könnte der unter anderem vom BVB beobachtete Oscar Bobb den Klub verlassen.