FC Bayern fertigt zehn Gladbacher ab

Es geht auch ohne Harry Kane: Der FC Bayern ist in Abwesenheit seines verletzten Starstürmers mit einem Sieg in heiße März-Wochen gestartet. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany zementierte beim völlig ungefährdeten 4:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga und feierte eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Duell mit Atalanta Bergamo.

Zum Start in zwei volle Wochen mit insgesamt fünf Spielen schossen Luis Díaz (33.), Konrad Laimer (45.+1), Jamal Musiala (57./Foulelfmeter) und Nicolas Jackson (80.) die Bayern, die nach einer Roten Karte für Rocco Reitz (55.) in Überzahl spielten, zum sechsten Liga-Sieg in Serie gegen den einstigen Erzrivalen – Bestwert. Für Gladbach traf ein 17-Jähriger: Wael Mohya (89.).

„Wir haben das insgesamt sehr souverän gemacht“, sagte Leon Goretzka bei „Sky“. „Heute habe ich im Hotel gesessen und gesagt: Komm, versuche das mal zu genießen. Und das hat gut geklappt.“

Vier Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in Bergamo am Dienstag (21:00 Uhr/Prime Video) sorgte einzig Manuel Neuer für leichte Sorgenfalten bei den Münchnern: Der Kapitän musste bei seinem Comeback nach einem Muskelfaserriss erneut zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Kane, der wegen eines Schlags auf die Wade erstmals in dieser Saison ausfiel, soll in Italien definitiv wieder dabei sein, am Freitag übernahm vorerst Jackson die Position im Sturmzentrum. Der Senegalese war einer von sieben Neuen in der Münchner Startelf, zahlreiche Stammkräfte wie Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic, Michael Olise oder Serge Gnabry wurden geschont.

Dem Spiel der Bayern tat das aber keinen großen Abbruch. Die Münchner dominierten wie gewohnt mit viel Ballbesitz und effizientem Pressing, einzig die klaren Torchancen fehlten. Lennart Karl (10.) stand bei seinem schön herausgespielten Treffer im Abseits, ansonsten gab der 18-Jährige noch einen Distanzschuss (25.) ab. Der Rest: viele Versuche, wenig Ertrag.

Auf der Gegenseite hatte Neuer, der nach drei Wochen Pause zurück im Tor war, dagegen nach nicht einmal zwei Minuten erstmals eingreifen müssen. Überhaupt agierte Gladbach gerade in der Anfangsphase mutig, ließ sich unter dem zunehmenden Druck der Bayern aber immer weiter zurückfallen – bis es zum Unausweichlichen kam.