Diaz erklärt Traumstart beim FC Bayern

Die Verpflichtung von Luis Diaz hat sich für den FC Bayern bislang als Volltreffer erwiesen. Laut dem kolumbianischen Nationalspieler ist der starke Start in München kein Zufall.

„Ich glaube, das liegt daran, dass sie mir enormes Vertrauen entgegengebracht haben“, sprach Diaz im Interview mit dem „Guardian“ über sein neues Kapitel beim FC Bayern.

Die Münchner hatten den 28-Jährigen im Sommer vom FC Liverpool losgeeist. Die Ablösesumme soll geschätzt rund 70 Millionen Euro betragen haben.

„Vom ersten Tag an haben mich meine Teamkollegen und der Verein sehr schnell aufgenommen, und obwohl das Erlernen der Sprache etwas schwierig ist, habe ich mich wie ein Teil der Familie gefühlt“, schwärmte Diaz.

Er habe beim FC Bayern „eine sehr geeinte Mannschaft vorgefunden, in der ich mich wohlfühle – etwas, das ich immer gewohnt war und mir immer gewünscht habe. Deshalb war das alles sehr einfach für mich“, erklärte der gelernte Linksaußen.

Der Kolumbianer konnte in seinen ersten 21 Pflichtspielen für die Münchner bereits zwölf Tore und sieben Assists beisteuern.

„Außerdem hatte ich gute Jahre bei Liverpool hinter mir, insbesondere das letzte Jahr, sodass mir meine Zeit in der Premier League sehr geholfen hat. Ich wollte eine Herausforderung und in der Bundesliga spielen, um neue Erfahrungen zu sammeln. Ich wusste, dass ich gut abschneiden würde. Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass ich so schnell so gut spielen würde, aber dafür arbeite ich ja“, sagte Diaz.

Der Sommer-Neuzugang will mit dem FC Bayern jeden Titel gewinnen. „Derzeit läuft es gut für uns. Aber letztendlich müssen wir es meiner Meinung nach in der Endphase zeigen und bestätigen“, zog Diaz eine Zwischenbilanz.

Der FC Bayern führt die Bundesliga souverän an. Im DFB-Pokal sowie in der Champions League sind die Münchner ebenfalls voll im Soll.

Klarer Robben-Rat an Überflieger Karl

Lennart Karl ist so etwas wie der Mann der Stunde beim FC Bayern: Unter der Woche brillierte er erst in der Champions League, am Wochenende dann gegen Gladbach. Nun aber hat FCB-Ikone Arjen Robben dem 17-jährigen Offensivmann einen klaren Karriere-Tipp gegeben.

Ein Traum-Tor bei seinem ersten Startelf-Einsatz in der Champions League, ein weiteres am Samstag beim 3:0 in Gladbach: Lennart Karl ist derzeit nicht nur beim FC Bayern in aller Munde. Sowohl die Presse als auch Karls Bayern-Kollegen kommen aus dem Schwärmen über die rasante Entwicklung des Überfliegers gar nicht mehr heraus.

Einer, der Karl derzeit auch genau beobachtet, ist der frühere Münchner Angreifer Arjen Robben. Er „hat sich das Lob verdient, er war super. Das muss der Junge auch genießen“, sagte der Niederländer, der zwischen 2009 und 2019 das Bayern-Trikot trug und in dieser Zeit unter anderem achtmal Deutscher Meister, fünfmal Pokalsieger und 2013 sogar Champions-League-Sieger wurde, bei „Bild“.

Allerdings warnte der ehemalige Flügelspieler den Youngster auch. „Man muss jeden Tag an sich arbeiten und man darf nicht denken: ‚Ich habe jetzt ein super Spiel gemacht, alles wunderbar.'“, sagte Robben weiter. Sein Tipp: „Man muss im Training weiter Gas geben und darf nicht zufrieden sein mit sich selbst.“

„Das ist der Unterschied, warum die richtig guten Spieler sehr lange oben bleiben. An diesen Punkt zu kommen, ist das eine, aber an der Spitze zu bleiben, ist etwas anderes“, warnte Robben.

Ähnlich hatte sich zuvor auch Vincent Kompany geäußert. „Momentum gibt es nicht nur für den Kader, sondern auch für Einzelspieler. Dass er jetzt die zwei Tore schießt, ist für sein Vertrauen sehr gut. Auf Vertrauen kann man aber keine Karriere bauen. Es geht um Routine, Objektivität und die Frage, ob man etwas besser machen kann“, sagte der Bayern-Coach nach dem Erfolg gegen Gladbach über die steile Entwicklungskurve von Karl.

Für den Youngster gelte es nun, bei sich zu bleiben. „Wenn der Hype kommt, dann ist der Schlüssel, einfach in seinem ruhigen Umfeld weiterzuarbeiten. Und wenn dann mal Kritik kommt, dann machst du einfach das Gleiche“, lautete der Ratschlag des Übungsleiters.

Nach Söderholm-Aus: EHC München gewinnt im Penaltyschießen

Der EHC Red Bull München ist nach der Entlassung des früheren Bundestrainers Toni Söderholm in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Nach drei Heimpleiten am Stück verspielte der viermalige Meister in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unter der Leitung von Interimscoach Max Kaltenhauser zwar eine 4:1-Führung beim Vizechampion Fischtown Pinguins Bremerhaven, siegte aber doch noch mit 5:4 (1:0, 3:1, 0:3, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Filip Varejcka verwandelte als einziger der insgesamt 14 Schützen. Zuvor hatten die Münchner zwölf Sekunden vor der Schlusssirene noch den Ausgleich kassiert. Alex Friesen war für die Bremerhavener zur Stelle, vorher trafen Jan Urbas (45.) und Miha Verlic (47.). Für den EHC waren der frühere NHL-Profi Tobias Rieder (15./32.), Ben Smith (21.) und Adam Brooks (30.) erfolgreich. Ross Mauermann (22.) hatte zwischenzeitlich für Fischtown verkürzt.

„Das war ein wilder Ritt“, sagte Kaltenhauser bei MagentaSport: „Ich denke, wir haben den Sieg in Summe verdient.“

Nach drei Niederlagen im neuen SAP Garden nacheinander, darunter die für die Entlassung Söderholms ausschlaggebende Pleite gegen Schlusslicht Düsseldorfer EG am Freitagabend, gelang dem EHC unter Kaltenhauser die Trendwende. Wer auf den Finnen Söderholm, der die großen Fußstapfen seines Vorgängers Don Jackson nicht ausfüllen konnte und nach etwas mehr als einem Jahr wieder gehen musste, folgt, ist noch unklar.

An der Spitze bleibt weiter der ERC Ingolstadt. Die Panther stellten bei den Kölner Haien mit dem 3:2 (0:0, 2:2, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen einen Vereinsrekord ein. Acht Siege nacheinander gab es in der Klubgeschichte nur in den Saisons 2003/04 und 2005/06. Daniel Schmölz verwandelte den entscheidenden Versuch.

Knapp hinter der Mannschaft von Trainer Mark French liegen die Eisbären Berlin. Der Meister setzte sich zum Abschluss des neunten Spieltags bei den Löwen Frankfurt mit 5:2 (2:0, 1:1, 2:1) durch. Wie München kommen auch die Adler Mannheim noch nicht in Fahrt. Der achtmalige Meister verlor nach einem schwachen zweiten Drittel mit 1:3 (0:0, 0:3, 1:0) bei den Grizzlys Wolfsburg und bleibt auf Rang sechs.

 

Goretzka: So haben „wir sie plattgemacht“

Wer gehofft hatte, selbstbewusste Dortmunder würden einen angeknockten FC Bayern in die Krise schießen, wurde Samstagabend bitter enttäuscht.

4:0 putzten die Münchner den BVB in dessen Fußball-Tempel – eine Machtdemonstration. Und das trotz eines „ungewöhnlichen“ Spiels. Der Sieg sei „natürlich sehr souverän“ gewesen, sagte Bayern-Star Leon Goretzka bei „Sky“. „Das Spiel war fast ein bisschen ungewöhnlich, gerade die zweite Halbzeit. Das ist auch unserer personellen Situation geschuldet, wir haben auf eine Fünferkette umgestellt und hatten dann wenig den Ball.“

Den Schlüssel zur Abreibung der schwarzgelben sah Goretzka im schnellen Umschaltspiel. „Über Konter, die wir heute sehr gut ausgespielt haben, haben wir den Gegner plattgemacht“, freute sich Goretzka, der im Mittelfeld in Abwesenheit von Joshua Kimmich den Antreiber gegeben hatte.

„Es ist das geilste Auswärtsspiel hier. Seit ich bei Bayern bin, habe ich noch kein Auswärtsspiel bei Dortmund verloren“, ordnete der gebürtige Bochumer den Sieg beim Pott-Klub ein. „Es macht einfach Spaß: Die Stimmung ist überragend, die Dortmunder Fans machen richtig Theater und unsere Fans hört man immer nach den Toren. Für diese Duelle spielt man Fußball.“

Bayern-Kapitän Manuel Neuer lobte derweil Dreierpacker Harry Kane. „Es ist einfach die Erfahrung und die ganzen Abläufe und Aktionen, die er in seiner Karriere erlebt hat. Die hat er natürlich nicht in England gelassen, sondern in die Bundesliga gebracht. Das hat er unter höchster Bravour gezeigt, seitdem er unser Trikot anhat. Wir sind so froh, dass wir ihn in der Mannschaft haben und er zeigt es Woche für Woche“, sagte Neuer.

Für ihn selbst sei nach dem Comeback „jedes Spiel, jedes Training und jede Aktion sehr wichtig“, kommentierte Neuer seine Parade gegen Marco Reus. „Ich musst lange warten bis der erste Balle kam und musste in der Situation noch lange warten, weil ich nicht wusste, ob Min-Jae Kim den Ball noch abfälscht, das hat aber dann super zum Ablauf gepasst.“