Vingegaard startet bei Traditionsrennen in die Saison

Der dänische Radstar Jonas Vingegaard startet bei Paris-Nizza in die neue Saison. Er freue sich, wieder bei der traditionsreichen achttägigen Rundfahrt an den Start zu gehen, erklärte der zweimalige Gewinner der Tour de France in einer Mitteilung seines Teams Visma-Lease a Bike.

Ursprünglich hatte Vingegaard bereits die am Sonntag beendete UAE-Tour fahren wollen, doch ein Trainingssturz im Januar verhinderte einen Saisonstart im Februar. „Nach meinem Sturz und meiner anschließenden Erkrankung habe ich mir Zeit genommen, um mich zu erholen. Ich fühle mich bereit“, sagte Vingegaard.

Mit seinem niederländischen Rennstall hat der Däne vom 8. bis zum 15. März einen Titel zu verteidigen. Die letzten beiden Ausgaben gewann sein amerikanischer Teamkollege Matteo Jorgenson, der dieses Jahr nicht am Start sein wird.

2025 hatte Vingegaard Paris-Nizza am Morgen der 6. Etappe nach einem Sturz aufgeben müssen. In diesem Jahr will der 29-Jährige sowohl beim Giro d’Italia, den er als einzige der drei großen Landesrundfahrten noch nicht gewonnen hat, als auch bei der Tour um den Titel mitfahren.

Bei der Ruanda-Rundfahrt sind bei einem Unfall mit einem Begleitfahrzeug zwei Zuschauer gestorben und sechs weitere verletzt worden.

Das teilten die Organisatoren des Radrennens mit. Auf der ersten Etappe kam demnach in Gabiro ein Begleitfahrzeug von der Strecke ab und erfasste mehrere Zuschauer. Die Verletzten werden im Krankenhaus versorgt, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Ruanda war im vergangenen Jahr in den Fokus der Radsport-Welt gerückt. Ende September fanden dort die Straßenrad-Weltmeisterschaften statt, die ersten auf dem afrikanischen Kontinent. Die Titelkämpfe waren ohne Zwischenfälle abgelaufen.

Van Aert bei Mega-Sturz schwer verletzt

US-Radprofi Matteo Jorgenson hat den von einem schweren Sturz seinen belgischen Kapitäns Wout Van Aert überschatteten Halbklassiker Quer durch Flandern gewonnen.

Der 24-Jährige vom Team Visma-Lease a Bike setzte sich am Mittwoch nach 188,6 km in Waregem aus einer Ausreißergruppe vor dem Norweger Jonas Abrahamsen (Uno-X) und dem Schweizer Stefan Küng (Groupama-FDJ) durch.

Bei der traditionellen Ouvertüre zum Rad-Monument Flandern-Rundfahrt am Sonntag folgte Jorgenson, der Anfang März bereits Paris-Nizza gewonnen hatte, als Sieger auf seinen Teamkollegen Christophe Laporte (Frankreich). Schwer wiegt für das Visma-Team allerdings der Verlust von Topstar Van Aert, der sich womöglich ernsthaft verletzt hat.

„Diese Saison ist für mich bislang ein Traum“, sagte Jorgenson, „ich habe aber Wouts Sturz aus nächster Nähe gesehen, das sah echt schlimm aus. Ich bin in Gedanken bei ihm.“

Der deutsche Routinier John Degenkolb zeigte ein starkes Rennen und war in der ersten Verfolgergruppe sehr aktiv. In den Kampf um den Sieg konnte der frühere Roubaix-Sieger aber nicht eingreifen. Einziger deutscher Gewinner von „Dwars door Vlaanderen“ bleibt damit Olaf Ludwig im Jahr 1992, seitdem fuhr kein deutscher Profi mehr unter die besten drei.

Van Aert war 67 km vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt gewesen, bei dem rund ein Dutzend Fahrer bei hoher Geschwindigkeit zu Fall kam, darunter auch der dänische Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Lidl-Trek). Van Aerts gelbes Visma-Trikot war fast vollständig zerrissen, auf seinem Rücken waren große Schürfwunden zu sehen. Bereits am vergangenen Freitag war Van Aert beim Eintagesrennen E3 Harelbeke schmerzhaft gestürzt.

Van Aert war einer der Favoriten für die Flandern-Rundfahrt am Sonntag, bei der bis zu 750.000 Fans zu Belgiens größtem Sportereignis kommen. Der Belgier schrie vor Schmerzen, als er auf eine Trage gelegt und in einen Krankenwagen gebracht wurde. Pedersen konnte das Rennen fortsetzen.