Weitere Details zum Karl-Vertrag bei Bayern enthüllt

Der gerade einmal 17-jährige Lennart Karl sorgt beim FC Bayern derzeit für Furore, auch in der U21 des DFB setzte er zuletzt direkt Ausrufezeichen. Kein Wunder, dass bereits seit einiger Zeit Gerüchte um den Youngster ins Kraut schießen. Angeblich soll mit Karl bereits über einen neuen Mega-Vertrag verhandelt werden. Doch das Ganze verhält sich wohl ein wenig anders.

Mega-Talent Lennart Karl vom FC Bayern ist in dieser Saison wohl der Senkrechtstarter des deutschen Fußballs: Für die Münchner bestritt er bereits 13 Pflichtspiele (zwei Tore), bei seinen ersten beiden Einsätzen für die deutsche U21-Auswahl erzielte der 17-Jährige jüngst insgesamt drei Treffer.

Erste Forderungen wurden gar schon laut, Bundestrainer Julian Nagelsmann solle Karl mit zur WM nehmen. Gleichzeitig hieß es zuletzt, dass der FC Bayern mit Karl schon über einen neuen Mega-Vertrag verhandele, um den Youngster möglichst fest zu binden. Karl-Berater Michael Ballack, der frühere FCB-Profi und Vizeweltmeister von 2002, soll schon vorstellig geworden sein.

Nach Informationen von „Bild“ ist an diesen Spekulationen aber nichts dran. Zwar seien beide Seiten durchaus im Gespräch, allerdings verlängerte Karl ja erst im August dieses Jahres sein Arbeitspapier – und zwar so, dass der neue Kontrakt verschiedene optionale Stufen enthält, wie es im Podcast „Bayern-Insider“ heißt.

Demnach sind gleich mehrere Klauseln verbaut, die Karl gestaffelt mehr Geld einbringen, je mehr er spielt und je mehr Leistung er bringt. Diese Klauseln würden nun nach und nach in Kraft treten, wurde enthüllt.

Zudem wurde, wie bereits bekannt ist und auch schon „Sky“ und der „kicker“ berichteten, implementiert, dass sich der Vertrag an Karls 18. Geburtstag um ein Jahr bis 2029 verlängert. Der Teenager wird am 22. Februar 2026 volljährig. Bislang hat Karl noch einen so genannten Fördervertrag (bis 2028), mit 18 bekommt er dann einen klassischen Profi-Vertrag, der ein Jahr länger gültig sein wird.

Sollte Karls Leistung bis dahin geradezu explodieren, würde man möglicherweise doch noch einmal komplett neu verhandeln, wurde im „Bayern-Insider“ erklärt, aber der aktuelle Kontrakt sei durchaus schon so gestaltet, dass Karls Darbietungen (finanziell) gewürdigt werden können.

Klarer Robben-Rat an Überflieger Karl

Lennart Karl ist so etwas wie der Mann der Stunde beim FC Bayern: Unter der Woche brillierte er erst in der Champions League, am Wochenende dann gegen Gladbach. Nun aber hat FCB-Ikone Arjen Robben dem 17-jährigen Offensivmann einen klaren Karriere-Tipp gegeben.

Ein Traum-Tor bei seinem ersten Startelf-Einsatz in der Champions League, ein weiteres am Samstag beim 3:0 in Gladbach: Lennart Karl ist derzeit nicht nur beim FC Bayern in aller Munde. Sowohl die Presse als auch Karls Bayern-Kollegen kommen aus dem Schwärmen über die rasante Entwicklung des Überfliegers gar nicht mehr heraus.

Einer, der Karl derzeit auch genau beobachtet, ist der frühere Münchner Angreifer Arjen Robben. Er „hat sich das Lob verdient, er war super. Das muss der Junge auch genießen“, sagte der Niederländer, der zwischen 2009 und 2019 das Bayern-Trikot trug und in dieser Zeit unter anderem achtmal Deutscher Meister, fünfmal Pokalsieger und 2013 sogar Champions-League-Sieger wurde, bei „Bild“.

Allerdings warnte der ehemalige Flügelspieler den Youngster auch. „Man muss jeden Tag an sich arbeiten und man darf nicht denken: ‚Ich habe jetzt ein super Spiel gemacht, alles wunderbar.'“, sagte Robben weiter. Sein Tipp: „Man muss im Training weiter Gas geben und darf nicht zufrieden sein mit sich selbst.“

„Das ist der Unterschied, warum die richtig guten Spieler sehr lange oben bleiben. An diesen Punkt zu kommen, ist das eine, aber an der Spitze zu bleiben, ist etwas anderes“, warnte Robben.

Ähnlich hatte sich zuvor auch Vincent Kompany geäußert. „Momentum gibt es nicht nur für den Kader, sondern auch für Einzelspieler. Dass er jetzt die zwei Tore schießt, ist für sein Vertrauen sehr gut. Auf Vertrauen kann man aber keine Karriere bauen. Es geht um Routine, Objektivität und die Frage, ob man etwas besser machen kann“, sagte der Bayern-Coach nach dem Erfolg gegen Gladbach über die steile Entwicklungskurve von Karl.

Für den Youngster gelte es nun, bei sich zu bleiben. „Wenn der Hype kommt, dann ist der Schlüssel, einfach in seinem ruhigen Umfeld weiterzuarbeiten. Und wenn dann mal Kritik kommt, dann machst du einfach das Gleiche“, lautete der Ratschlag des Übungsleiters.