Eishockey-Legende stellt DEL-Rekord auf

Ein Ende ist für den ewigen Daniel Pietta noch nicht in Sicht. Der mittlerweile 39 Jahre alte Stürmer des ERC Ingolstadt möchte nämlich noch „bis mindestens 40“ in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielen, wie er immer wieder erzählt. Vorausgesetzt Pietta bleibt gesund, dürfte er dann seinen Rekord für die meisten Hauptrundenspiele in der DEL locker ausbauen.

Mit Partie 1017 im Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg übernahm der Olympia-Teilnehmer von 2022 die alleinige Bestmarke und ließ Mirko Lüdemann hinter sich. Pietta hält auch den Rekord für die meisten Vorlagen in der deutschen Eliteklasse. Noch vor dem ersten Puck wurde er mit einem Blumenstrauß und einem Bild geehrt, die Fans feierten ihn mit Sprechchören.

„Ich bin aufgewachsen, da habe ich Mirko Lüdemann noch auf dem Eis gesehen als Fan. Jetzt mit ihm da oben zu stehen, ist schon was Besonderes“, sagte Pietta nach der Partie bei MagentaSport. Beim 2:1-Sieg nach Penaltyschießen leitete er mit einem gewonnenen Bully im ersten Drittel das zwischenzeitliche 1:1 ein.

Sein erstes DEL-Spiel absolvierte der gebürtige Krefelder für seinen Heimatverein im November 2003, da war der Center noch keine 17 Jahre alt. 2015 unterzeichnete er dann bei seinem Herzensclub einen Vertrag über zehn Jahre. Nach einem Wechsel in der Geschäftsführung und einem Streit zog Pietta 2020 dann nach Ingolstadt weiter.

In Oberbayern hat die Nummer 86 längst eine neue Heimat gefunden. Hier besitzt die „spielende DEL-Legende“, wie ihn Sportdirektor Tim Regan einmal nannte, noch einen Vertrag bis zum Sommer. Hier kann Pietta, der auch den Nachwuchs beim ERC trainiert, weiter Rekordmarken ausbauen.

Olympia-Held Gerrit Fauser verkündet Karriereende

2018 stand Gerrit Fauser bei einem der größten Erfolge der deutschen Nationalmannschaft auf dem Eis, am Ende der laufenden Saison beendet Silber-Held von Pyeongchang und Profi des DEL-Klubs Grizzlys Wolfsburg seine Karriere.

„Nach so vielen Jahren mit Siegen, Erfolgen, aber auch Niederlagen und vielen emotionalen Momenten ist mir dieser Schritt sehr schwergefallen“, sagte Gerrit Fauser: „Ich denke, ich werde das Ganze erst später richtig realisieren.“

Der heute 35-Jährige trug in Südkorea seinen Teil zum Gewinn der Olympischen Silbermedaille bei. Er ist bereits der achte Spieler aus dem damaligen Kader, der die Kufen an den Nagel hängt.

Fauser stand in der Deutschen Eishockey Liga in 763 Spielen für die Wolfsburg Grizzlys, die Kölner Haie und die Hannover Scorpions auf dem Eis und erzielte dabei 139 Tore.

Seit 2013 spielt der Center für die Grizzlys, mit denen er dreimal deutscher Vizemeister wurde. „Mein Fokus liegt nun voll und ganz darauf, die laufende Saison so erfolgreich wie möglich zu beenden“, sagte Fauser.

Danach wird er in die Geschäftsstelle der Grizzlys wechseln. „Wie genau meine Rolle sein wird, das werden wir noch gemeinsam definieren“, sagte Fauser: „Ich weiß aber, dass ich in ein tolles Office-Team kommen werde. Auch wenn etwas Wehmut dabei ist, dass ich meine Karriere bald beenden werde, freue ich mich darauf, weiterhin im Eishockey und natürlich für die Grizzlys mein Bestes geben zu können.“

Wolfsburg und Straubing in der CHL raus

Die Grizzlys Wolfsburg und die Straubing Tigers sind im Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL) gescheitert.

Eine Woche nach der Heimniederlage gegen Lulea HF (2:3) bedeutete ein 1:2 (0:0, 1:0, 0:2) beim schwedischen Vizemeister das Aus für Wolfsburg, Fünfter der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Straubing stand nach einem 0:4 im ersten Aufeinandertreffen mit Frölunda HC vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Zu Hause gab es gegen den CHL-Rekordsieger ein 2:3 (1:1, 1:1, 0:1), die Schweden ließen keine Spannung aufkommen.

Damit geht das Viertelfinale voraussichtlich ohne DEL-Beteiligung über die Bühne, für Red Bull München sind die Vorzeichen am Mittwoch (19:45 Uhr) nach einer 1:5-Heimpleite gegen den Schweizer Meister EV Zug schlecht.

Grizzlys-Stürmer Tyler Morley (31.) machte vor 2780 Zuschauern den Rückstand aus dem ersten Duell wett, Konstantin Komarek (48.) glich aus.

Nachdem Wolfsburg den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers herausgenommen hatte, sorgte Oscar Engsund (60.) für die endgültige Entscheidung.

Am Pulverturm trafen für Straubing Brandon Manning (16.) und Marcel Brandt (29.) vor 4480 Fans.