49ers-Receiver geht auf Gegenspieler los

Nach Ende des Monday Night Games zwischen den San Francisco 49ers und Carolina Panthers in Woche 12 der NFL kam es zu einer Rauferei zwischen Wide Receiver Jauan Jennings und Safety Tre’von Moehrig. Der Grund: ein Schlag in die Weichteile während des Spiels.

Direkt nach Ende des 20:9-Erfolgs der 49ers ging 49ers-Receiver Jennings aufs seinen Gegenspieler los und schlug ihm mit offener Hand gegen das Gesichtsgitter. Dass es dann bei einem kurzen Handgemenge blieb, lag nur daran, dass er von Panthers-Linebacker Krys Barner sowie Betreuern und Mitspielern der 49ers zurückgehalten wurde.

Auslöser für die Aktion war offenkundig ein Tiefschlag von Moehrig gegen Jennings nach einem Play, das von den TV-Kameras aufgegriffen wurde. Moehrig schlug dem Gegenspieler ohne erkennbaren Grund in die Weichteile, was die Schiedsrichter jedoch übersahen. Entsprechend gab es trotz Beschwerde von Jennings keine Strafe für den Panthers-Verteidiger.

Angesprochen auf seine Aktion nach dem Spiel, sagte Jennings: „Ich habe einfach nur auf kindisches Verhalten reagiert.“ 49ers-Head Coach Kyle Shanahan wiederum nannte Moehrigs Schlag einen „Cheap Shot“.

„Ich war wirklich stolz auf Jauan, dass er da nicht den Verstand verloren hat und zur Seitenlinie gegangen ist“, sagte Shanahan über die Situation im Spiel.

Jennings wiederum erklärte: „Das kam einfach völlig aus dem Nichts. Ich denke, es ist wahrscheinlich so, wie ich schon sagte: Es hat einfach mit meiner Geschichte als Footballspieler zu tun. Ich spiele mit voller Intensität. Körperlich bin ich stärker als viele Defensive Backs da draußen, und zwischen den Pfiffen passiert eben eine Menge – zumindest bei mir.“

Moehrig bestätigte diese Theorie und verwies auf Jennings‘ Blocking-Stil, der sehr physisch ist. „Er hat nach dem Spielzug einfach noch ein paar Extradinge gemacht. Das nehme ich auf meine Kappe. Es war nicht nur Frustration. Es war ein Einzelfall.“ Auf die Frage, ob sein Schlag gerechtfertigt war, sagte Moehrig derweil nur: „Es ist wie es ist.“

Panthers-Head-Coach Dave Canales wiederum zeigte sich nicht begeistert von der Tat seines Spielers und erklärte, dass er die Situation erst noch eingehend betrachten müsse, dann jedoch das Gespräch suchen werden: „Dem werde ich auf den Grund gehen. Ich möchte genau sehen, was passiert ist. Ich hatte noch keine Gelegenheit, mit Tre darüber zu sprechen. Das wird ein Gespräch werden.“

NFL-Saison für Panthers-Rookie endgültig gelaufen

Jonathon Brooks wird wohl selbst in ein paar Jahren noch voller Bedauern auf seine erste NFL-Saison zurückblicken. Der Running Back der Carolina Panthers erlitt am Wochenende schließlich einen Kreuzbandriss, der ihn erneut monatelang außer Gefecht setzt.

Bei der 16:22-Niederlage gegen die Philadelphia Eagles hatte sich Brooks die schwerwiegende Verletzung am Sonntag ohne Einwirkung des Gegners zugezogen. Besonders bitter: Der Offensivspieler war gerade erst wieder von einem Kreuzbandriss genesen, den er vor 13 Monaten auf dem College erlitt.

„Mein Herz ist bei ihm“, verkündete Carolina Panthers-Coach Dave Canales am Montag in Bezug auf Brooks. „Ich meine, wie viel harte Arbeit er investiert hat, um hierher zurückzukommen und spielen zu können. Er ist untröstlich. Ich bin untröstlich. Die ganze Gruppe fühlt mit ihm.“

Tight End Tommy Tremble verdeutlichte dies zu Wochenbeginn, als er sagte: „Es ist traurig. Man arbeitet sich den Arsch ab. Man, er ist auch ein verdammt guter Spieler. So etwas zu sehen, ist also traurig. Wir beten alle für ihn. Wir alle wissen, dass er sich auf uns verlassen kann.“

Teamkamerad Chuba Hubbard behauptete indes, dass Brooks „stärker denn je“ zurückkommen wird. „JB ist mein Mann. [Brooks] ist widerstandsfähig. Er wird zurückschlagen“, versprach der Running Back, der durch den Ausfall seines Kollegen nun der einzige gesunde RB im 53-Kader der Panthers ist.

Miles Sanders befindet sich mit seiner Knöchelverletzung beispielsweise auf der Injured Reserve List. Raheem Blackshear, der eigentlich ohnehin nur für die Kick Returns eingesetzt werden sollte, zog sich im Spiel gegen die Eagles obendrein eine Brustverletzung zu und wurde daraufhin im Krankenhaus behandelt.

Carolina muss vor dem anstehenden NFL-Duell mit den Dallas Cowboys daher entscheiden, ob Running Back Mike Boone aus dem Trainingskader hochgezogen wird oder ob eine Neuverpflichtung die bessere Alternative darstellt.

Giants-Coach vermeidet Bekenntnis zu Daniel Jones

Die New York Giants haben in Woche 10 der aktuellen NFL-Saison selbst gegen die krisengeplagten Carolina Panthers mit 17:20 verloren. Starting Quarterback Daniel Jones gab dabei erneut eine miserable Vorstellung ab und muss deshalb womöglich um seinen Stammplatz bangen.

Das Munich Game hat die hiesigen NFL-Fans am vergangenen Sonntag abermals begeistert. Einen gebrauchten Tag erlebte indes New York Giants-QB Daniel Jones (kein Passing Touchdown, zwei Interceptions), der erwartbar schlecht performte und seiner Karriere damit einen weiteren Dämpfer versetzte.

Nach fünf Pleiten am Stück ist nun zudem offenbar auch noch Brian Daboll von Jones abgerückt. Der Head Coach der New Yorker verteidigte seine Signal Caller in der Vergangenheit bekanntlich stets gegen jede (durchaus angebrachte) Kritik. Doch am Montag wich der Übungsleiter den Fragen zu Jones‘ Zukunft konsequent aus.

„Wir werden hier mit diesem Prozess beginnen, in dem wir zurückgehen und uns alles ansehen, was man sich normalerweise in einer Bye Week ansieht. Schemes, situative Dinge, Technik. All die Dinge, die man in einer normalen Bye Week tut“, erklärte Daboll den anwesenden Reportern.

Eine Analyse, die speziell Jones‘ Fehler gegen die Panthers in den Mittelpunkt rückt, wird es nach Aussage des fünfmaligen Super-Bowl-Siegers also nicht geben. Auf die Frage, ob er denn einen Wechsel auf der Quarterback-Position in Erwägung ziehe, entgegnete er indes schlicht: „Ich würde sagen, wir bewerten unser Team in der Bye Week, das ist, was wir tun.“

Fest steht jedoch, dass die Giants nach der jüngsten Niederlage auf 2-8 gefallen sind und dass sich Daboll nach jedem verlorenen Spiel Fragen zu Jones gefallen lassen muss – und das völlig zu Recht. In der aktuellen NFL-Saison stand der Spielmacher immerhin in allen zehn Partien seines Teams als Starter auf dem Feld, kommt aber erst auf acht Touchdowns (bei sieben Interceptions) und 2.070 Passing Yards.

Dem 160-Millionen-Dollar-Vertrag, den Jones im März 2023 unterschrieben hat, und den damit verbundenen Erwartungen kann „Danny Dimes“ somit auch in dieser Season keineswegs gerecht werden. Dabei ist es wahrscheinlich dieser Kontrakt, der die Giants noch daran hindert, ihn abzusägen. Denn erst nach dieser Spielzeit sind die Garantien in seinem Vertrag aufgebraucht.

 

Panthers holen Ex-Seahawk nach Carolina

Die Carolina Panthers haben sich in der NFL einen weiteren Running Back gesichert und damit nun für ordentlich Konkurrenzkampf im Backfield gesorgt.

Die Panthers haben sich mit Running Back Rashaad Penny auf einen Einjahresvertrag geeinigt. Penny war 2023 für die Philadelphia Eagles aktiv, spielte jedoch zuvor als einstiger Erstrundenpick aus dem Draft 2018 fünf Jahre für die Seattle Seahawks. Aus dieser Zeit kennt er seinen neuen Head Coach Dave Canales bereits sehr gut, der seinerzeit in diversen Rollen im Coaching Staff unter Pete Carroll tätig war.

Penny gesellt sich damit zu einem prall gefüllten Backfield, das mutmaßlich von Zweitrundenpick Jonathon Brooks angeführt wird. Ebenfalls dabei sind Chuba Hubbard, Miles Sanders, Raheem Blackshear, Mike Boone, Tarik Cohen, Spencer Brown und Undrafted Rookie Jaden Shirden. Der Konkurrenzkampf dürfte hart werden und ein Großteil dieser Namen wird es nicht in den 53-Spieler-Kader zum Saisonbeginn schaffen.

Brooks allerdings erholt sich gerade noch von einem Kreuzbandriss, den er im vergangenen Jahr erlitten hat. Nach eigenen Angaben sollte er jedoch bis zum Training Camp wieder einsatzfähig sein.

Penny, der in seinen bisherigen sechs Jahren in der NFL immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, hatte seine beste Saison im Jahr 2021, als Canales Passing Game Coordinator und sein heutiger Offensive Coordinator Brad Idzik ein Offensive Assistant in Seattle waren. Damals lief Penny für 749 Yards und sechs Touchdowns.

Im Vorjahr brachte es Penny auf gerade mal drei Spiele für die Eagles. Er lief nur elf Mal für 33 Yards. Insgesamt stehen bei Penny nach sechs Jahren NFL 45 Spiele zu Buche, von denen er elf als Starter begann. Er lief unterm Strich für 1951 Yards und erzielte 13 Touchdowns. Zudem fing er 28 Pässe für 227 Yards und einen weiteren TD.

Monster-Vertrag für Panthers-Verteidiger

Die Carolina Panthers arbeiten weiterhin an der Zukunft des Teams. Das NFL-Team einigte sich mit Defensive Tackle Derrick Brown auf eine Ausweitung des Vertrages und lässt sich das neue Arbeitspapier einiges kosten.

Wie verschiedene NFL-Insider übereinstimmend berichten, handelt es sich bei der Vertragsverlängerung nämlich um einen Vierjahresvertrag, der Derrick Brown bis zu 96 Millionen Dollar einbringen könnte. 63,16 Mio. Dollar sind derweil garantiert.

Damit stößt Brown in die Sphären der absoluten Top-Verdiener auf seiner Position vor. Nur Chris Jones (Chiefs), Christian Wilkins (Raiders) und Justin Madubuike (Ravens) verdienen mehr. Jones (5 Jahre / 158,75 Mio. $) und Madubuike (4 Jahre /98 Mio. $) verlängerten bei ihren Teams, Wilkins (4 Jahre / 110 Mio. $) kam aus Miami zu den Raiders.

Direkt hinter diesen drei Großverdienern reiht sich nun auch Derrick Brown ein.

Der Defensive Tackle hat sich seinen neuen Riesen-Vertrag allerdings auch durch gute Leistungen redlich verdient. Nachdem er in der Saison 2022 mit 67 Tackles einen neuen Franchise-Rekord für Defensive Tackles aufgestellt hatte, setzte Brown in der abgelaufenen Spielzeit nochmal einen drauf.

Nachdem die Panthers unter Ejiro Evero auf eine 3-4-Defense gewechselt waren, stand Brown in der Carolina-Front noch mehr im Mittelpunkt und brachte es auf 103 Tackles. Damit brach er den NFL-Rekord für Defensive Lineman, den der bereits angesprochene Christian Wilkins mit 98 erst in der Saison 2022 aufgestellte hatte.

Brown zeigte sich vor allem gegen den Lauf als absolute Waffe. Laut „ESPN Analytics/NFL Next Gen“ hatte er gegen den Run eine Win Rate von 47 Prozent, was den Bestwert in der Liga darstellte.

Der siebte Pick des 2020er Drafts bringt es in seinen vier Jahren in der NFL nun auf 245 Tackles und acht Sacks.