So hart kämpft der BVB um Schlotterbeck und Adeyemi

Der BVB legt sich in diesen Tagen mächtig ins Zeug, um eine Einigung mit Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi zu erzielen und die 2027 auslaufenden Verträge der beiden Leistungsträger vorzeitig zu verlängern. Vor allem beim Abwehrchef geben die Schwarz-Gelben Gas.

Der BVB arbeitet schon seit einiger Zeit mit Hochdruck daran, sich sportlich zukunftssicher aufzustellen. Eine ganz entscheidende Rolle dabei sollen Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi spielen. Sie stehen bei den Schwarz-Gelben Stand heute nur bis 2027 unter Vertrag, sollen aber unbedingt langfristig gebunden werden.

Wie die „Bild“ berichtet, setzen die Dortmunder im Fall von Adeyemi vor allem auf den finanziellen Anreiz. Sein Gehalt soll „deutlich verbessert“ werden, heißt es. Derzeit kassiert der Nationalspieler „nur“ rund sechs Millionen Euro jährlich. Im Fall einer Vertragsverlängerung winkt ihm im internen Gehaltsranking der Sprung in die Spitzengruppe, so das Blatt.

Zum Knackpunkt in den Verhandlungen könnte laut „Bild“-Einschätzung eine Ausstiegsklausel werden. Der Klub würde gerne auf diese verzichten, Adeyemi könnte sie auf der Gegenseite allerdings auch fordern. Ob der 23-Jährige darauf besteht, ist allerdings nicht klar.

Nochmal stärker als für Adeyemi legt sich der BVB für Schlotterbeck ins Zeug. „Bild“ zufolge soll er zum nächsten Gesicht des Vereins aufgebaut werden und lieber früher als später in die Fußstapfen von Marco Reus und Mats Hummels treten. Ein privates Treffen mit Reus soll es in den letzten Tagen schon gegeben haben.

Dazu hat der BVB den Vater von Schlotterbeck laut „Bild“ mittlerweile auch schon befördert. Dies zwar nur auf der Ehrentribüne, wo er fortan einen Premium-Platz hat, aber auch das soll Sohn Nico als Zeichen der Wertschätzung des Klubs dienen.

Auch finanziell lehnen sich die Schwarz-Gelben für Schlotterbeck weit aus dem Fenster. Dem Bericht zufolge winkt ihm bei einer Verlängerung ein Gehalt, das auf bis zu 14 Millionen Euro jährlich ansteigen könne.

BVB mit Interesse an Torwart-Juwel?

Senne Lammens hat sich durch seine starken Leistungen als Stammtorwart von Royal Antwerpen angeblich in das Blickfeld mehrerer europäischer Klubs gespielt – darunter soll sich auch Borussia Dortmund befinden.

Die „Daily Mail“ nennt neben dem BVB ebenfalls Manchester United und Leeds United als Vereine, die Interesse an Lammens von Royal Antwerpen zeigen sollen.

Der 22-Jährige ist beim Tabellenvierten der belgischen Liga zwischen den Pfosten gesetzt. Zudem kommt der 22-Jährige auf neun Länderspiele für die belgische U21-Nationalmannschaft.

Lammens ist dem entsprechenden Medienbericht zufolge deshalb kein Unbekannter bei Manchester United, Borussia Dortmund und Leeds United. Die Red Devils sollen den Schlussmann als potenziellen Nachfolger für Andre Onana im Blick haben. Lammens besitzt bei Royal Antwerpen einen Vertrag bis 2027.

Wie konkret das mutmaßliche Interesse des BVB am jungen Belgier ist, geht aus der jüngsten Meldung der „Daily Mail“ nicht hervor. In Dortmund ist Gregor Kobel die unangefochtene Nummer eins. Jedoch rankten sich um den 27-Jährigen (Vertrag bis 2028) zuletzt Transfer-Gerüchte.

Laut „Bild“ macht sich der FC Chelsea ernsthafte Hoffnung auf eine Verpflichtung des Schweizers im kommenden Sommer. Sollte Borussia Dortmund die Qualifikation zur Champions League verpassen, sei Kobel kaum zu halten, so der Tenor. Die Schwarz-Gelben haben als Tabellensechster der Fußball-Bundesliga derzeit zwei Punkte Rückstand auf die Königsklassen-Ränge.

Hinter Kobel folgt Alexander Meyer in der Torwart-Hierarchie des BVB. Der 33 Jahre alte Routinier ersetzte Kobel in der laufenden Saison bislang vier Mal zwischen den Pfosten und hinterließ hierbei einen guten Eindruck. Marcel Lotka ist die Nummer drei des BVB. Der 23-Jährige kommt in der Regel in der Drittliga-Mannschaft von Borussia Dortmund zum Einsatz.

 

Haller noch torlos – Moukoko-Höhenflug währt nur kurz

Mit Youssoufa Moukoko, Sébastien Haller, Soumaïla Coulibaly und Salih Özcan verließen im Sommer vier Profis Borussia Dortmund, um bei Leihvereinen mehr Spielpraxis zu sammeln. Bei ihren neuen Arbeitgebern läuft es allerdings erst für eine der BVB-Leihgaben so richtig rund.

Nachdem sein Berater mit deutlicher Kritik an den BVB-Bossen für Aufsehen gesorgt hatte, war klar, dass die fußballerische Zukunft von Youssoufa Moukoko nicht in Dortmund liegt. Der deutsche U21-Nationalspieler entschied sich schlussendlich für einen temporären Wechsel zu OGC Nizza, der dank einer Kaufoption sogar permanent werden kann.

Beim französischen Europa-League-Teilnehmer kam der 19-Jährige bislang in fünf Pflichtspielen zum Einsatz. Mit zwei Treffern und zwei Vorlagen liest sich die Bilanz des Youngsters auf den ersten Blick nicht allzu schlecht. Doch drei der vier Torbeteiligungen verbuchte Moukoko bei der 8:0-Gala gegen Aufsteiger AS Saint-Etienne.

In den restlichen Partien agierte der Angreifer eher unglücklich. Beim 1:1 in der Europa League gegen Real Sociedad quittierte die französische Sportzeitung „L’Équipe“ seine Leistung mit drei von zehn möglichen Leistungspunkten. Und mit Moukoko als Sturmspitze hagelte es jüngst in der Europa League eine 1:4-Pleite gegen Lazio Rom.

Im von Nizza-Trainer Franck Haise präferierten 3-4-3-System wirkte Moukoko als alleinige Spitze verloren, auch die Einwechslung seines Sturmpartners Evann Guessand änderte daran nichts. Gegen die Römer verbuchte die BVB-Leihgabe zwar einen Assist, verzeichnete ansonsten aber kaum positive Aktionen. Es bleibt abzuwarten, ob das Talent sich seiner neuer Rolle noch anpassen kann.

Noch ganz ohne Treffer für seinen neuen Arbeitgeber steht Sébastien Haller da. Eigentlich war der ehemalige Frankfurter als Stürmer Nummer drei in Dortmund eingeplant. Erst kurz vor dem Deadline Day kam es zur Kehrtwende: Der Mittelstürmer wurde an den spanischen Erstligisten CD Leganés ausgeliehen.

Beim Aufsteiger stand der 30-Jährige bereits dreimal in der Startelf. Zudem verbuchte er einen Einsatz als Joker. Das große Manko: Nach 260 Minuten in La Liga wartet der 27-fache Nationalspieler der Elfenbeinküste noch auf seinen ersten Treffer. Auch ein Assist gelang ihm bislang nicht.

 

Hummels-Wechsel: Zwei neue Klubs in der Verlosung?

Wo Mats Hummels seine Karriere fortsetzen wird, steht immer noch nicht fest. Seit seinem Aus beim BVB wurde der Innenverteidiger mit zahlreichen Klubs in Verbindung gebracht. Diese Liste wird nun um zwei weitere namhafte Vereine erweitert.

Mats Hummels kann über die zahlreichen Gerüchte zu seiner sportlichen Zukunft nur lachen. Mehrfach machte sich der Ex-BVB-Star nun schon über die unzähligen Meldungen zu seinen vermeintlich neuen Klubs lustig. In Verbindung gebracht wurde er unter anderem schon mit der AS Rom, dem RCD Mallorca sowie dem FC Chelsea, Tottenham, West Ham und dem FC Everton.

Italienische Medien geben im Wechsel-Orakel aber noch nicht auf und bringen jetzt zwei weitere Klubs als mögliche neue Hummels-Arbeitgeber ins Gespräch.

So berichtet die Zeitung „Il Messaggero“, dass der 35-Jährige auch das Interesse der AC Milan geweckt habe. Die Sport-Zeitung „Corriere dello Sport“ wittert hingegen eine Spur nach Neapel. Dort stehen einige personelle Veränderungen in der Abwehr an. Mit Rafa Marín hat man angeblich schon einen jungen Verteidiger geholt. Dem 22-Jährigen solle nun mit Hummels ein erfahrener Mann an die Seite gesetzt werden, heißt es.

So sehr die Gerüchteküche um Hummels brodelt, so sehr gibt sich der Innenverteidiger Mühe, den Spekulationen Wind aus den Segeln zu nehmen.

Erst vor wenigen Tagen postete der 35-Jährige auf Instagram ein Bild von sich in einem Fitnessstudio. Dabei trug er ein Trikot der griechischen Nationalmannschaft von der Europameisterschaft 2012. Dazu schrieb er: „Schwierig, ein Trikot zu finden für Sport, bei dem es danach keine doofen Gerüchte gibt.“

Mit seinem ungewohnten Outfit hat Hummels ein kleines Ziel zumindest erreicht: Gerüchte über einen Wechsel nach Griechenland gibt es Stand heute (noch) nicht.

BVB-Legende rät: Hummels und Reus unbedingt halten

Die Verträge der BVB-Granden Mats Hummels und Marco Reus laufen am Saisonende aus. Geht es nach Steffen Freund, sollte Borussia Dortmund mit den Routiniers unbedingt verlängern – wenngleich die Schwarzgelb-Legende unterschiedliche Rollen für Hummels und Reus sieht.

„Also Hummels, ohne Wenn und Aber“, antwortete Freund im Interview mit RTL/ntv und sport.de auf die Frage, ob der BVB den Abwehrspieler mit einem neuen Vertrag ausstatten solle. 

Hummels habe im Champions-League-Viertelfinale gegen Atlético Madrid „gezeigt, dass er noch jederzeit mithalten kann auf höchstem Niveau“, lobte der Europameister von 1996.

Der BVB hatte die favorisierten Spanier dank eines 4:2-Heimsieges aus der Königsklasse gekegelt. Hummels bildete dabei im Rückspiel eine über weite Strecken starke Innenverteidigung mit Nico Schlotterbeck.

Bei Ex-Kapitän Reus müsse man indes die „Gesamtsituation sehen“, differenzierte Freund mit Blick auf den Offensivstar. „Inwieweit ist er noch mal offen für was Neues? Weil bei ihm ist es klar zu sehen, dass er nicht mehr erste Wahl ist. Und gleichzeitig hat er so große Verdienste um den Verein.“

Der Europameister von 1996 legte dem BVB daher nahe, Reus „vielleicht auch in eine Aufgabe“ im Klub einzubinden. Als Beispiel nannte er Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt.

Reus könne „Standby-Profi“ bleiben und nebenher schon „Trainerscheine machen“ oder „eine Mannschaft trainieren“, schlug Freund vor. „Das würde ich da grundsätzlich erst mal sehen, denn ihn muss man im Verein einbinden.“

Der 34-jährige Reus spielte schon in seiner Jugend für den BVB, seit 2012 als Profi. Für die Borussia machte er 285 Bundesliga-Spiele, erzielte 118 Tore und gewann zweimal den DFB-Pokal.

Hummels wurde mit dem BVB zweimal Meister, kehrte 2019 nach einer dreijährigen Station vom FC Bayern nach Dortmund zurück.

Schonungslose Experten-Kritik am FC Bayern

Der FC Bayern sucht nach dem schwachen Auftritt gegen den BVB nach Antworten. Die Münchner müssen sich nach der 0:2-Heimpleite deutliche Experten-Kritik anhören.

„Es war enttäuschend, auf jeden Fall“, monierte Steffan Effenberg den Auftritt des FC Bayern im „Sport1-Doppelpass“. Der Ex-Profi sprach von einem „herben Schlag“ für die Münchner.

Der FC Bayern habe sich kein Selbstvertrauen für das Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Arsenal (9./17. April) holen können, resümierte der 55-Jährige.

Der Titel-Zug in der Bundesliga ist durch das 0:2 gegen Borussia Dortmund am Samstagabend wohl endgültig abgefahren. Spitzenreiter Bayer Leverkusen ist um 13 Punkte enteilt.

Effenberg sieht die Schuld beim FC Bayern nicht allein bei Thomas Tuchel. „Das eine ist der Trainer, aber man muss dann auch mal die Spieler hinterfragen“, forderte der TV-Experte.

„11Freunde“-Chefredakteur Philipp Köster übte ebenfalls deutliche Kritik am deutschen Rekordmeister. „Der FC Bayern hat ja noch ein bisschen was vor und will in der Champions League weiterkommen. Man hatte das Gefühl, da war keine Mannschaft auf dem Platz, die unter Spannung stand. Das wirkte ein bisschen so wie das zweite Trainingsspiel in Belek und nicht wie der Klassiker“, so der Journalist.

Der FC Bayern suchte nach der ersten Bundesliga-Heimpleite gegen den BVB seit 2014 ebenfalls nach Erklärungen.

„Das war mein erster German Classico, und dafür war es mir einfach zu wenig. Zu wenig Energie, zu wenig Wille“, klagte Sportvorstand Max Eberl.

„Die Einstellung ist unerklärlich. Es hat von der ersten bis zur letzten Minute an allem gefehlt“, schimpfte Kimmich bei „Sky“.

„Es ist offensichtlich extrem schwer für uns, mit dem richtigen Biss und Leidenschaft Spiele anzugehen“, rätselte Tuchel, der den FC Bayern am Saisonende verlässt.

Hier läuft FC Bayern vs. BVB live im TV und Stream  

Der 27. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hält am Samstag (18:30 Uhr) einen echten Leckerbissen parat: Der FC Bayern trifft auf Borussia Dortmund. Vor allem für den BVB steht beim Angstgegner viel auf dem Spiel. Wo wird die Partie live im TV und Stream gezeigt? sport.de hat alle Infos.

Derzeit belegt der BVB in der Bundesliga-Tabelle Rang vier und damit den letzten Platz, der sicher zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Allerdings ziert das Konto der Borussen (50 Punkte) derzeit nur einen Zähler mehr als das des ärgsten Verfolgers RB Leipzig (49 Punkte). Bei einer Schlappe oder einem Remis beim FC Bayern könnten die Sachsen, die im Vorfeld (Samstag, 15:30 Uhr) den 1. FSV Mainz 05 empfangen, also den Dortmundern den Rang ablaufen.

Realistisch betrachtet, müsste man ein Unentschieden gegen den großen FC Bayern aus BVB-Sicht allerdings sogar als Erfolg werten. Die letzten neun Liga-Gastspiele in München hat man allesamt verloren und dabei die erschreckende Bilanz von 8:37 Toren erzielt.

Kleiner Hoffnungsschimmer für den BVB: 2023/24 zeigt sich der FC Bayern bislang keineswegs immer sattelfest. Geht es gegen de großen Rivalen war davon selbst in schlechteren Phasen seit Jahren allerdings nur selten etwas zu sehen.

Behält der FC Bayern zu Hause gegen die Schwarz-Gelben erneut die Oberhand? Oder gelingt den Ruhrgebietlern ein Auswärtscoup an der Isar? Und wo wird das Spiel FC Bayern gegen Borussia Dortmund live im TV und Stream übertragen?

BVB plant millionenschweres Angebot für Real-Youngster

Zahlreichen Klubs wird seit einigen Wochen Interesse an Real-Youngster Nico Paz nachgesagt. Auch der BVB soll seine Fühler längst nach dem erst 19-jährigen offensiven Mittelfeldspieler ausgestreckt haben. Mittlerweile wird sogar schon spekuliert, wie hoch das erste Angebot der Dortmunder ausfallen könnte.

Dass der BVB zu den Klubs gehört, die Real-Nachwuchsspieler Nico Paz auf ihrer erweiterten Wunschliste haben, ist schon länger bekannt. Erste Gerüchte dahingehend machten schon Anfang 2023 die Runde. Jene Gerüchte haben sich in den letzten Wochen zunehmend verfestigt.

Am Freitag berichtete auch die katalanische Online-Zeitung „El Nacional“ vom Interesse der Schwarz-Gelben. Dort wird sogar schon gemutmaßt, wie viel die Dortmunder für den talentierten Mittelfeldspieler bieten könnten. Genannt wird in diesem Zusammenhang eine Summe in Höhe von 15 Millionen Euro.

Ob dieser Betrag reicht, um Paz bzw. Real Madrid von einem Wechsel zu überzeugen, kann nur spekuliert werden. Angeblich sind die Königlichen gar nicht gewillt, ihr Juwel abzugeben. Paz selbst soll sich hingegen um seine Spielzeit in der ersten Mannschaft sorgen. Vor allem mit Blick auf mögliche Neuzugänge im kommenden Sommer droht ihm hier weiterhin nur ein Reservistendasein.

Dass Paz aus diesem Grund bei Real zumindest ein Kandidat für ein Leihgeschäft ist, hat sich längst herumgesprochen. „El Nacional“ zufolge hat sich bereits die halbe spanische Liga nach einer Leihe erkundigt. Namentlich genannt werden der FC Sevilla, Betis Sevilla, Villarreal, der FC Valencia, Las Palmas, Mallorca und Celta de Vigo.

Der BVB hingegen strebt dem Bericht zufolge einen festen Transfer an. Ebenso übrigens wie der portugiesische Spitzenklub Benfica aus Lissabon, dem ebenfalls großes Interesse am 19-Jährigen nachgesagt wird.

BVB-Profi im Formtief: Was ist mit Julian Brandt los?

Julian Brandt war bis vor Kurzem eine der wenigen Konstanten bei Borussia Dortmund. Doch seit knapp einem Monat befindet sich der Offensivspieler des BVB in einem Leistungsloch. Eine mysteriöse Krankheit könnte der Auslöser sein – aber auch ein Rückfall in altbekannte Muster kann nicht ausgeschlossen werden.

Noch vor wenigen Wochen war Julian Brandt absoluter Leistungsträger beim BVB. Der 27-Jährige ging auf und neben dem Platz als Anführer voran. Bis Mitte Januar kam der Nationalspieler auf starke sechs Tore und acht Vorlagen in 18 Bundesliga-Spielen.

Damit war Brandt bis dato der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga und ließ in diesem Ranking sogar DFB-Überflieger Florian Wirtz von Bayer Leverkusen hinter sich (13 Scorerpunkte nach 18 Spieltagen). Angesichts des eher enttäuschenden Abschneidens von Borussia Dortmund besonders beachtlich.

Doch mittlerweile hat Wirtz Brandt in der Statistik überholt. Seit vier Bundesliga-Spieltagen wartet Brandt auf eine Torbeteiligung. Eine derart lange Durststrecke gab es für den Dortmunder in dieser Saison noch nicht.

Zuvor hatte Brandt in lediglich fünf Partien keinen Scorerpunkt erzielt. Die längste „Flaute“ erlebte er im November als er beim 0:4 gegen den FC Bayern und beim 1:2 gegen den VfB Stuttgart weder einen Treffer noch einen Vorlage beisteuern konnte.

Brandts Lauf wurde Ende Januar rigoros durch eine mysteriöse Krankheit gestoppt. Der DFB-Star hatte dadurch die Partien gegen den VfL Bochum (3:1) und den 1. FC Heidenheim (0:0) verpasst.

„Ich hatte acht Tage Fieber. Das dauert. Dann wirst du ungeduldig, starrst gegen die Wand, isst nichts. Das ist dann alles nicht so geil für Fußball“, sagte Brandt am Rande der „Baller League“ im Twitch-Gespräch mit „MontanaBlack“ über seine Erkrankung, die ihn ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Der Offensivspieler habe in der Zeit sechs Kilogramm abgenommen.

An was er genau erkrankt war, sei „nicht so ganz klar“ gewesen, so der 27-Jährige. Von den Symptomen her habe es sich um eine schwere Grippe gehandelt. „Ich war tot“, so der Dortmunder: „Ich war zwei Wochen richtig k.o., ich habe gefühlt die Pest gehabt.“

Neuer Tatendrang! BVB-Star hat Meister-Schlappe verdaut

Nach der denkbar knapp verpassten Meisterschaft im letzten Mai gegen den FC Bayern will Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund in der Saison 2023/2024 den nächsten Versuch wagen, die Münchner endlich mal wieder vom Thron zu stoßen. An der Zielsetzung ließ Innenverteidiger Niklas Süle schon mal keinen Zweifel.

Der 27-Jährige startete mit dem BVB am Donnerstag in den ersten Teil der Saisonvorbereitung, absolvierte Leistungsdiagnostik und weitere Fitnesstests auf dem Dortmunder Trainingsgelände.

„Jeder hatte jetzt eine gewisse Zeit, das zu verarbeiten. Manchmal sind so negative Tage im Sport auch etwas Gutes, wenn man daraus Kraft zieht oder veranschaulicht bekommen hat, wie geil es sein könnte, das Ding zu holen“, meinte der Abwehrspieler am Tag des ersten Trainings zu BVB-Vereinsmedien.

Für ihn sei klar, dass das Saisonziel für das kommende Spieljahr nur lauten kann, den FC Bayern erneut im Kampf um die Deutsche Meisterschaft herauszufordern: „Was die Fans für uns am letzten Spieltag abgerissen haben, wollen wir wieder erleben. Wir wollen uns wieder in die Position bringen, um den Titel mitzuspielen.“

Die Westfalen hatten in der abgelaufenen Saison ebenso wie der Rekordmeister aus München 71 Punkte geholt, aufgrund der schlechteren Tordifferenz aber nur Platz zwei belegt.

Ein Remis am letzten Spieltag zu Hause gegen den 1. FSV Mainz 05 hätte dem BVB zum Titel gereicht, stattdessen setzte es vor ausverkauftem Haus am 27. Mai nur ein 2:2-Unentschieden.

Ein dramatischer und bitterer Moment für die Dortmunder, den Niklas Süle mit seinen Mannschaftskollegen nun abhaken und korrigieren will: „Jeder hat jetzt die Chance gehabt, daraus Kraft zu schöpfen in der freien Zeit in seinem Urlaub. Jetzt geht die Arbeit wieder los“, zeigte sich der 1,95-m-Hüne schon wieder voller neuem Tatendrang.