Leistungsexplosion bei BVB-Star: „Unglaubliche Fähigkeiten“

In der Hinrunde zählte Angreifer Donyell Malen noch zu den schwächsten Spielern auf Seiten von Borussia Dortmund. Im Winter galt er gar als möglicher Wechselkandidat. Mittlerweile zeigt der Niederländer aber sein wahres Gesicht, freut sich BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl.

Der BVB war bei der Verpflichtung von Donyell Malen durchaus ins Risiko gegangen, zahlte man im Sommer 2021 doch nicht weniger als 30 Millionen Euro an die PSV Eindhoven. Nach Malens Debütsaison mit Höhen und Tiefen war man im Ruhrgebiet in 2022/23 vom endgültigen Durchbruch ausgegangen – umso enttäuschter fiel dann die Ausbeute des Flügelstürmers in der Hinrunde aus: Kein Tor, zwei magere Vorlagen – viel zu wenig für die großen BVB-Ansprüche.

Langsam aber sicher profitiert Borussia Dortmund aus dem Deal. Im Kalenderjahr 2023 hat Malen den Schalter sichtbar umlegen können und seine vielen Kritiker vorerst verstummen lassen. Sechs Tore und drei Vorlagen lieferte der 24-Jährige allein in den vergangenen fünf Liga-Spielen. Beim jüngsten 4:0 (3:0) gegen Eintracht Frankfurt legte er einen Doppelpack hin.

Eine gute Entwicklung, wie Kaderplaner Kehl nun hervorhob. „Dass er unglaubliche Fähigkeiten hat, sehen wir schon seit Monaten und das wussten wir auch schon im letzten Jahr. Er ist ein unglaublich bereicherndes Element für diese Mannschaft, das war die Idee hinter seiner Verpflichtung und ich bin froh, dass er das jetzt auch viel häufiger unter Beweis stellt“, zitiert „WAZ“ den ehemaligen Mittelfeldspieler.

Malen habe zuletzt der „letzte Schritt“ gefehlt „und den hat er jetzt gemacht. Donny hat unglaubliches Selbstvertrauen getankt“.

Im Aufschwung ist zudem Nationalspieler Karim Adeyemi, der wie Angreifer-Kollege Donyell Malen in der Hinrunde bisweilen als Fremdkörper galt. Adeyemi habe eine „unfassbare Leistung abgerissen“, so Kehl über den Stürmer, der zwei Tore vorlegen konnte. Nach nur einer Vorlage in 2022 steht er mittlerweile bei drei Toren und fünf Vorlagen in der Bundesliga.

BVB-Stürmer Haller entgegnet Zweiflern: „Riesenfehler“

Nach nur einem Tor in zwölf Pflichtspielen für den BVB kamen mancherorts erste Zweifel am nach einer Tumor-Erkrankung genesenen Sébastien Haller auf. Der Mittelstürmer von Borussia Dortmund ließ die Kritiker beim 6:1-Kantersieg gegen den 1. FC Köln eindrucksvoll verstummen und hatte anschließend eine kleine Botschaft parat.

„Wenn man denkt, dass nach nur drei Wochen alles, was sechs Monate zuvor war, einfach so vergessen ist, wäre das ein Riesenfehler“, entgegnete Sébastien Haller gegenüber „Sport1“ am Samstagabend angesprochen auf die aufkeimende Kritik.

Der Ivorer hatte bei der Dortmunder Gala sein zweites und drittes Saisontor erzielt: Beim zwischenzeitlichen 2:0 knallte Haller den Ball nach schneller BVB-Kombination in die Maschen, beim 5:1 musste er nach dem Freistoß-Lattentreffer von Mahmoud Dahoud nur den Fuß hinhalten.

In der Einzelkritik von sport.de kam Haller wenig überraschend sehr gut weg: „Behaupte sich in der Spitze oftmals stark und überzeugte obendrein mit Goalgetter-Qualitäten. Legte zudem vielfach geschickt für die Kollegen ab. War so auch beim 6:1 einer der Hauptdarsteller.“ Haller zeigte somit seine wohl beste Leistung im Trikot der Schwarz-Gelben, die womöglich so etwas wie ein Brustlöser werden könnte.

Vor dem Kantersieg gegen Köln war rund um den BVB bereits von einem Stürmerproblem gesprochen worden, befindet sich doch auch Ersatzmann Anthony Modeste seit Monaten schon in einer Schaffenskrise. Aufgrund der Ausfälle von Youssoufa Moukoko und Karim Adeyemi war Trainer Edin Terzic nahezu gezwungen, Sébastien Haller Woche für Woche einzusetzen, obgleich seine Krebserkrankung nur wenige Monate zurücklag. Und nachdem sich Haller im BVB-Spiel sichtlich schwer tat, kamen zudem erste Zweifler auf.

„Der Job eines Stürmers ist es, Tore zu schießen“, erklärte der Doppelpacker nun: „Das hat heute gut geklappt.“ Er sei „glücklich“, überhaupt spielen zu können. „Das ist alles Bonus für mich.“ Haller wolle weiterhin „geduldig“ sein: „Es ist natürlich nicht einfach, wenn ich spiele und nicht treffe. Aber ich habe erst ein paar Spiele mit der Mannschaft gemacht. Ich brauche noch etwas Zeit, aber ich bin optimistisch.“

Terzic deutlich: So viel bietet der BVB Bellingham

Schon seit Monaten wird Jude Bellingham trotz seines langfristigen Vertrages mit einem Abschied von Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Zahlreiche Klubs sollen Interesse am jungen Engländer haben, vieles deutet auf einen Wechsel im Sommer hin. Doch Cheftrainer Edin Terzic will nicht aufgeben und hat Bellingham nun aufgezeigt, wie viel der BVB ihm bietet.

Dass Borussia Dortmund finanziell nicht mithalten kann, wenn die internationalen Top-Vereine bei Jude Bellingham anklopfen, allen voran die englischen Spitzenklubs wie der FC Liverpool, Manchester United und andere, denen bereits intensives Interesse nachgesagt wurde, liegt auf der Hand. Rund sechs Millionen Euro soll der 19-Jährige derzeit kassieren. Durchaus eine stolze Summe, zu den Top-Verdienern zählt er damit beim BVB aber noch nicht.

Das könnte sich ändern, wenn Pläne umgesetzt werden, über die „Bild“ Ende Januar berichtete. Demnach peilt der BVB an, den derzeit noch bis 2025 datierten Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern und Bellinghams Gehalt in diesem Zuge auf bis zu 15 Millionen Euro anzuheben. Damit würde der Shootingstar an Marco Reus (12 Millionen Euro), Niklas Süle (11) und Sébastien Haller (10) vorbeiziehen.

Doch die Reds, Real Madrid und Co. könnten wohl noch deutlich mehr zahlen. Allerdings, das betonte Chefcoach Edin Terzic jetzt, ist offen, ob ein neuer Klub am Ende auch das bieten könnte, was Bellingham beim BVB vorfindet.

„Er tut nicht nur uns gut, wir tun ihm auch gut“, sagte Terzic nun bei „Sky“ und fügte an: „Bei uns kann er in diesem jungen Alter eine Führungsrolle übernehmen.“

Dass dies keine hohle Phrase ist, bewies der BVB-Trainer im Folgenden: „Er hat die Mannschaft schon sehr häufig als Kapitän aufs Feld geführt.“

Entscheidung zeitnah? Bellingham-Deadline durchgesickert

Borussia Dortmund wird offenbar schon zeitnah Klarheit in der Personalie Jude Bellingham haben. Der von zahlreichen Top-Klubs umworbene BVB-Profi soll sich selbst eine Deadline für seine Zukunfts-Entscheidung gesetzt haben.

Das berichtete die Online-Ausgabe des britischen Radiosenders „Talksport“. Demnach wird Bellingham nach der Ende März anstehenden Länderspielpause darüber befinden, ob er dem BVB treu bleibt oder trotz seines bis 2025 laufenden Vertrags bereits im kommenden Sommer einen Wechsel anstrebt.

Den Dortmundern würde in diesem Fall eine exorbitante Ablösesumme winken. Bellinghams Kontrakt enthält keine Ausstiegsklausel. 120 bis 150 Millionen Euro würden für den 19 Jahre alten Engländer wohl den Besitzer wechseln – ein möglicher Rekord-Verkauf für den BVB.

„Talksport“ zufolge ist der Poker um Bellingham weiter offen. Auch der FC Liverpool habe trotz seiner holprigen Saison noch Chancen auf eine Verpflichtung – sogar dann, wenn die Qualifikation für die Champions League nicht gelingt, heißt es.

Zuletzt führte die heißeste Spur in der seit Monaten andauernden Transfer-Saga jedoch nach Spanien zu Real Madrid. Bellinghams Vater Mark soll sich sowohl in Madrid als auch rund um das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Chelsea in London mit Vertretern der Königlichen getroffen haben.

BVB? FC Liverpool? Real Madrid? Tauziehen um Jude Bellingham

Neben Liverpool und Real wird Manchester City als heißester Kandidat im Rennen um Bellingham gehandelt. Auch Manchester United soll Interesse haben.

Finanziell dürften die Premier-League-Vereine gegenüber Real die Nase vorn haben. Der spanische Rekordmeister ist allerdings weltweit nach wie vor der Klub mit der meisten Strahlkraft.

Auch der BVB hat die Hoffnung auf einen Bellingham-Verbleib noch nicht aufgegeben. „50:50“ stünden die Chancen, dass der Leistungsträger auch in der kommenden Spielzeit das schwarz-gelbe Trikot überstreift, berichtete zuletzt „Bild“ unter Berufung auf Vereinskreise.

Um Bellingham zum Bleiben zu bewegen, soll der BVB ihm ein Rekord-Jahresgehalt von 15 Millionen Euro offeriert haben. Denkbar ist zudem, dass er ein neues Arbeitspapier unterzeichnet, das eine Ausstiegklausel enthält.

Hummels, Reus, Bellingham und Co.: Kehl gibt Mega-Update

Am Samstag feierte Borussia Dortmund einen 1:0-Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim und baute damit seine perfekte Serie 2023 aus: Auch im neunten Pflichtspiel des Jahres blieb der BVB ohne Punktverlust – ein Novum in der Vereinsgeschichte der Schwarz-Gelben. Nach dem Erfolg wurde Sportdirektor Sebastian Kehl mit Fragen rund um den Kader konfrontiert.

Im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF auf die Gerüchte angesprochen, der BVB hoffe auf eine Verpflichtung des ablösefreien Duos Daichi Kamada (Eintracht Frankfurt) und Ramy Bensebaini (Borussia Mönchengladbach), ließ sich Kehl allerdings keine konkreten Aussagen entlocken.

Kamada sei „sicherlich ein interessanter Spieler“, es handele sich derzeit allerdings nicht um mehr „als Gerüchte“. „Wenn es etwas zu berichten gibt, dann würden wir das tun“, würgte Kehl ab. Auch bei Bensebaini gebe es „noch nichts zu berichten“.

Zudem äußerte sich Kehl zur Situation der beiden Altstars Mats Hummels und Marco Reus, deren Vertrag im Sommer ausläuft.

„Zunächst mal möchte ich ein Loblied auf diese Beiden singen, sie haben den Verein in den letzten Jahren geprägt, tun das immer noch und geben uns nach innen und außen unheimlich viel Halt und glänzen mit Leistung auf dem Rasen“, eröffnet der Ex-Kapitän des BVB.

Dass der Klub Reus und Hummels viel zu verdanken habe, sich beide im fortgeschrittenen Fußballer-Alter befinden und zu den Top-Verdiener gehören, sei angesichts der Vertragsverhandlungen allerdings „keine ganz einfache Situation“, gestand Kehl, der eine baldige Entscheidung erwartet.

„Ich bin sowohl mit den Spielern als auch mit den Beratern im Austausch“, erklärte der 43-Jährige und ergänzte: „Ich glaube, dass wir in den nächsten Wochen zielführende Entscheidungen treffen werden. Das heißt nicht, dass wir im April oder Mai Entscheidungen treffen werden, sondern wir werden sie früher treffen.“ Zumal er „Planungssicherheit“ und „Klarheit“ mit Blick auf das Sommertransferfenster benötige.

BVB-Abschied? Reus lässt seinen Berater von der Leine

Die Zukunft von Marco Reus bei Borussia Dortmund ist ungewisser denn je. Verlängert der BVB-Kapitän seinen auslaufenden Vertrag oder verlässt er den Klub nach elf Jahren?

Gegenüber „Sport1“ vermied Reus ein klares Bekenntnis zum BVB. „Um solche Dinge zu klären, habe ich einen Berater“, sagte der 33-Jährige mit Blick auf seine Vertragssituation.

Der Mittelfeldspieler ergänzte: „Natürlich schaue ich voraus, ich habe noch ein halbes Jahr Vertrag. Es wäre falsch, wenn ich mir keine Gedanken machen würde.“

Dem TV-Sender zufolge hat Reus seinen Berater Dirk Hebel bereits damit beauftragt, nach anderen Vereinen Ausschau zu halten und den Markt aktiv zu sondieren.

Zuletzt wurde Reus mit einem Wechsel zu Al Nassr aus Saudi-Arabien, dem neuen Klub von Cristiano Ronaldo, in Verbindung gebracht.

„Es ist doch ganz normal, dass andere Vereine Interesse haben an einem Spieler wie Marco, dessen Vertrag in sechs Monaten ausläuft“, kommentierte Agent Hebel in „Bild am Sonntag“ die Gerüchte. Dass sich Reus mit anderen Optionen beschäftigen müsse sei ebenfalls „ganz normal“.

Aus dem „Sport1“-Bericht geht außerdem hervor, dass Reus verärgert ist, weil noch keine konkreten Gespräche über seine Zukunft mit den BVB-Bossens stattgefunden haben.

Zwar habe sich der Routinier in Marbella mit Sportchef Sebastian Kehl lose ausgetauscht, Vertragsverhandlungen habe es aber noch nicht gegeben.

Bereits am Mittwoch hatten die „Ruhr Nachrichten“ über einen verärgerten Reus berichtet. Der Vorwurf der „Respektlosigkeit“ mache im Umfeld des gebürtigen Dortmunders die Runde.

Mit Verwunderung nehme man auf Spieler-Seite zudem zur Kenntnis, dass mit dem erst 18 Jahre alten Sturm-Talent Youssoufa Moukoko, dessen Kontrakt wie der von Reus im Sommer endet, parallel bereits seit Längerem intensiv verhandelt wird.

 

Als Bellingham-Ersatz? BVB hat Megatalent von Real im Blick

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund ist mittlerweile bekannt dafür, junge Talente aus dem Ausland zu verpflichten und diese zu Topspielern zu formen. Der BVB hat nun angeblich ein Megatalent aus den Reihen von Real Madrid ins Auge gefasst – auch angesichts des Bellingham-Pokers eine durchaus spannende Personalie.

Borussia Dortmund zeigt nach Angaben des spanischen Portals „Defensa Central“ Interesse an Nicolás Paz Martínez von Real Madrid. Der U19-Spieler zählt beim Hauptstadtklub zu den vielversprechendsten Eigengewächsen und hat es wohl gerade dank seiner herausragenden Leistungen in der UEFA Youth League auf den Zettel des BVB geschafft.

Denn: In fünf Partien der Junioren-Königsklasse erzielte der zentrale Mittelfeldspieler fünf Treffer. Einen Doppelpack hatte Nico Paz, wie er in Spanien genannt wird, etwa Ende Oktober beim 3:2-Sieg gegen die U19 von RB Leipzig erzielt.

Der BVB denkt dem Bericht zufolge darüber nach, den 18-Jährigen im Sommer unter Vertrag zu nehmen, um ihn mittelfristig an die Profis heranzuführen. In Real Valladolid und Getafe gäbe es jedoch zugleich zwei Interessenten aus LaLiga, die Nico Paz gerne ausleihen möchten.

Bellingham als BVB-Trumpf?

Möglicher Trumpf der Schwarz-Gelben: Bei den möglicherweise in den kommenden Monaten anstehenden Verhandlungen mit Real Madrid über einen Mega-Transfer von Jude Bellingham könnte der BVB den Namen Nico Paz ins Spiel bringen, so „Defensa Central“.

Real Madrid hat dem Bericht zufolge allerdings überhaupt kein Interesse daran, das Eigengewächs im kommenden Sommer abzugeben. Trainer Carlo Ancelotti plane vielmehr, Nico Paz für die Saison 2023/24 fest in den Profikader aufzunehmen. Schon jetzt darf der Mittelfeldspieler gelegentlich mit den Real-Stars trainieren.

Für das Drittrunden-Pokalspiel gegen CP Cacareno am Dienstagabend (21:00 Uhr) wurde der Youngster, der neben der spanischen auch die argentinische Nationalität besitzt, zudem ins Aufgebot gerufen.

Klausel-Schock für den BVB im Bellingham-Poker?

Die Frage nach der Zukunft von Jude Bellingham bei Borussia Dortmund hält die Medien seit Monaten auf Trab. Bislang war man sich einig, dass der 19-Jährige den BVB am Ende der laufenden Saison verlassen und eine enorme Ablösesumme in die schwarz-gelben Kassen spülen wird. Ein Bericht aus England stellt die komfortable Verhandlungsposition der Dortmunder nun allerdings infrage.

Der Vertrag von Jude Bellingham bei Borussia Dortmund endet erst im Sommer 2025, der Youngster zaubert regelmäßig herausragende Leistungen auf den Rasen und soll quasi der gesamten europäischen Fußball-Elite den Mund wässrig gemacht haben: Der BVB kann sich eigentlich ganz gelassen zurücklehnen und abwarten, wie sich die Fußball-Prominenz aus Spanien und England gegenseitig Megaofferten um die Ohren haut – zumindest war diese Annahme bislang Tenor.

Die „Daily Mail“ will nun allerdings ein pikantes Vertragsdetail erfahren haben, dass die Position des BVB empfindlich schwächt: Bellingham soll bei den Borussen über eine Ausstiegsklausel verfügen, mutmaßt die englische Zeitung. Demnach kann sich der Mittelfeldspieler für „nur“ 68 Millionen Euro im Sommer einem neuen Arbeitgeber anschließen.

Letztlich könne Bellingham so nahezu frei wählen, wo seine Zukunft liegt. Aus Spanien gilt Real Madrid als heißer Anwärter auf einen Deal, in der Premier League sollen der FC Chelsea, Manchester City und vor allem der FC Liverpool die besten Karten haben, heißt es.

Unlängst schwärmte Liverpool-Teammanager Jürgen Klopp: „Ich mag es nicht, über Geld zu sprechen, wenn es um einen Spieler wie ihn geht. Jeder kann sehen, dass er einfach außergewöhnlich ist. […] Bei all dem, was er kann und was er noch verbessern kann, würde ich sagen, dass die Dinge, die er kann, schwer zu lernen sind, und die Dinge, die er verbessern kann, leicht zu lernen sind“, fuhr Klopp mit seiner Hymne fort. Bellingham sei „ein wirklich guter Spieler“. Bislang ging man immer von einer Summe zwischen 100 und 150 Millionen Euro aus, die für einen Deal fällig werden würde.

„Frustrierter“ Bellingham im Fokus: Zoff beim BVB

Mit 3:0 hat Borussia Dortmund am Samstag das „kleine Revierderby“ gegen den VfL Bochum gewonnen. Eitel Sonnenschein herrschte beim BVB dennoch nicht. Während die Partie lief, krachte es heftig. Im Zentrum: Mittelfeld-Juwel Jude Bellingham.

Wie die „Bild“ enthüllt, begann der Ärger als Salih Özcan außerhalb des Spielfeldes behandelt werden musste. Anstatt in Abwesenheit seines Nebenmannes das Zentrum abzusichern, schaltete sich Bellingham ins Offensivspiel ein und riss damit eine Lücke. Die BVB-Innenverteidiger Mats Hummels und Nico Schlotterbeck, die das riskante taktische Verhalten erkannten, sollen Bellingham lautstark zurechtgewiesen haben. Der Engländer wiederum revanchierte sich wenig später, indem er Schlotterbeck für einen unsauberen Pass zusammenfaltete.

Dem Bericht zufolge soll der 19-Jährige allerdings auch danach extrem aufgebracht gewesen sein, „frustriert“ auf den Rasen gespuckt haben und war von seinen Teamkollegen kaum noch zu beruhigen. Sogar Keeper Gregor Kobel soll für einen Versuch, die Stimmung des Youngsters zu beruhigen, extra seinen Kasten verlassen haben.

BVB-Star: „Wir waren da alle ein wenig verärgert“

Auf Nachfrage von „Bild“ bestätigte Schlotterbeck, dass es zu Unstimmigkeiten kam: „Das war, als Salih Özcan draußen war. Wir haben zu hoch gepresst, sind hinten in Unterzahl. Wir waren da alle ein wenig verärgert“, so der deutsche Nationalspieler.

Große Bedeutung maß Schlotterbeck dem Geschehen allerdings nicht bei: „Das gehört dazu. Wir sind eine Mannschaft. Auf dem Platz gehört das vielleicht mal dazu. Danach ist alles gut. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Es gibt keine Differenzen mit einem Spieler.“

Was oder warum die Reaktion seiner Mitspieler Bellingham derart auf die Palme brachte, bleibt also offen, die „Bild“ wartet allerdings mit einer brisanten Information auf: „Hinter vorgehaltener Hand“ sei beim BVB immer mal wieder Thema, dass Bellingham taktisch teilweise undiszipliniert agiert.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass sich der Mittelfeld-Akteur zu einem der besten Spieler der Bundesliga gemausert hat. 2022/23 rettete Bellingham dem BVB mit seinen Leistungen mehrfach Punkte.

Dass der Rechtsfuß trotz eines Vertrags bis 2025 über den Sommer hinaus in Dortmund bleibt, gilt als wenig wahrscheinlich.

 

WM-Ticket greifbar: Terzic findet Brandt „herausragend gut“

Mit seinem Führungstreffer brachte Julian Brandt den BVB im schwierigen Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am Samstagabend auf Kurs. Im Anschluss erhielt der Kreativkopf ein Sonderlob von seinem Trainer.

In den vergangenen Monaten hat Julian Brandt seinen Status bei Borussia Dortmund erheblich verbessern können. Aus dem einstigen Edeljoker mit Hang zum Phlegma ist ein zentraler Erfolgsfaktor im Spiel der Schwarz-Gelben geworden.

Pünktlich zur WM läuft der 26-Jährige auf Hochtouren, Brandts Turnier-Ticket wird von Woche zu Woche wahrscheinlicher. Eine Entwicklung, die BVB-Coach Edin Terzic extrem freut.

„Er macht es in den letzten Wochen herausragend gut und wir hoffen, dass er so weitermachen kann“, lobte der Übungsleiter seinen Schützling nach dem 2:1-Erfolg in Frankfurt bei „Sky“.

Darum wurde BVB-Star Brandt vorzeitig ausgewechselt

Brandts Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 beschrieb Terzic wie folgt: „Er macht es richtig gut. Das Tor war super vollendet, aber der Diagonalball vorher auf Malen war top. Jule behält dann die Ruhe, schließt super ab und bringt uns in Führung.“

Nach 61 Minuten wurde der gebürtige Bremer, der von sport.de die gute Note 2,5 erhielt, dann allerdings ausgewechselt. Laut Terzic waren Kreislaufprobleme bei Brandt dafür verantwortlich.

„Er hat in der Halbzeit signalisiert, dass er sich nicht so gut fühlt, deshalb war klar, dass wir ihn runternehmen werden“, verriet der Borussia-Coach.

Sofort in der Kabine bleiben wollte Brandt jedoch nicht: „Er hat signalisiert, dass es noch weitergehen kann und es für 15 Minuten reicht. Dann haben wir uns in die Augen geschaut und ich habe ihn gefragt ob er bereit ist jeden Weg mitzumachen, da hat er genickt, dann haben wir uns daran gehalten“.

Mit einem längeren Ausfall ist daher wohl nicht zu rechnen. Schon am Mittwochabend steht für den BVB das nächste Pflichtspiel auf dem Programm: Zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase gastiert der bereits für die K.o.-Phase qualifizierte Bundesligist beim FC Kopenhagen.