Gegenwind für Radsport-Legende nach Pogacar-Kritik

Tadej Pogacar ist ohne Zweifel der beste Radsportler der Gegenwart. Für viele ist der Slowene sogar der Beste aller Zeiten. Eine belgische Radsport-Legende kann darüber nur lachen.

Ob Tadej Pogacar schon jetzt der Radsport-GOAT ist, lässt sich kaum beantworten. Vergleiche mit Fahrern wie Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Co. verbieten sich eigentlich, werden aber dennoch angestellt. Und Pogacar steht für viele auf Platz eins dieser Liste. Nicht so für die belgische Legende Roger De Vlaeminck.

Im Interview mit der Zeitung „Het Laatste Nieuws“ lachte der viermalige Paris-Roubaix-Sieger einen Vergleich zwischen Pogacar und Merckx weg.

Die beiden Fahrer gegenüberzustellen sei „verrückt“, wetterte De Vlaeminck. „Pogacar ist nicht mal in der Lage, Merckx die Schuhe zuzubinden. Journalisten, die diesen Vergleich anstellen, wissen gar nichts darüber und schreiben es einfach nur“, bekräftigte der 78-Jährige.

Geht es nach De Vlaeminck, werden Pogacars Fähigkeiten gar überschätzt. „Lasst mich heute 22 Jahre alt sein und im Peloton mit Pogacar fahren. Er wird mir nicht davonfahren“, klagte der Belgier indirekt über das Niveau der Gegner des Slowenen.

„Wo war es vor Kurzem, als er Evenepoel davongefahren ist? In der Lombardei. An einem Anstieg, der nicht mal schwierig war. Und er soll so gut wie Merckx sein? Kommt schon, Leute“, wischte De Vlaeminck sämtliche Vergleiche zwischen den beiden Ausnahmeathleten beiseite.

Viele der heute im Radsport aktiven Profis und Experten beurteilen die Lage indes völlig anders. Für sie hat Pogacar den GOAT-Status längst erreicht. So zum Beispiel für Michael Woods, der seine Karriere Ende des Jahres beenden wird.

„Merckx ist gefahren, als es vier Milliarden Menschen auf dem Planeten gab. Und damals waren nur vier Länder gut im Radfahren. Er ist gegen Leute gefahren, die nebenbei noch gearbeitet haben. Der Fakt, dass Pogacar so gut ist, wie er ist, mit diesem Niveau in der Tiefe, mit diesem Pool an Talenten, ist deutlich überlegen, deutlich überlegen“, sieht Woods den Slowenen im Vergleich mit dem „Kannibalen“ ganz klar vorne.

Diese Patriots werden ein Problem!

Das Berlin Game liegt hinter uns und in der NFL kristallisieren sich allmählich die Contender heraus. Bei den Colts ist nicht alles gut, während die Patriots erneut aufhorchen ließen. Zudem meldete sich ein einstiger Favorit zurück.

sport.de-Redakteur Marcus Blumberg nennt an jedem Montag seine Erkenntnisse der NFL-Woche.

Ein langes Berlin-Wochenende liegt hinter uns. Entsprechend gelten wie im letzten Jahr nach dem Munich Game die CFL-Regeln, wir machen also nur drei Downs. Doch die könnten wegweisenden sein für den Rest dieser Saison!

Die New England Patriots, die im Draft noch an Position vier picken durften, haben derzeit die beste Bilanz der NFL (8-2) gemeinsam mit den Colts und Broncos – nein, über deren Thursday-Night-Sieg über die Raiders reden wir ganz bestimmt nicht! Und sie haben mächtig Rückenwind. Sie haben ihre vergangenen sieben Spiele gewonnen und nun auch noch auswärts bei den Tampa Bay Buccaneers ein enges Spiel am Ende beeindruckend für sich entschieden.

Erneut war es die Defense, die nach dem mittlerweile üblichen schwachen Start die Dinge besser in den Griff bekam. Die Zahlen sahen nicht unbedingt imposant aus, doch man machte Plays, als es sein musste.

Das größte Play dieser Unit war dabei der 4th-Down-Sack von K’Lavon Chaisson in der Red Zone gegen Baker Mayfield. Doch insgesamt gelang es der Defense, nahezu keine Big Plays zuzulassen, was mitunter ein Problem war in den vergangenen Wochen.

Das längste Play der Bucs war ein 31-Yard-Catch von Emeka Egbuka, der Cornerback Christian Gonzalez das Leben schwer machte. Doch ansonsten waren eher kleinere Nadelstiche, die den Bucs offensiv gelangen.

Und dann wären da noch die Rookies, die auf sich aufmerksam machten. Starting Running Back Rhamondre Stevenson musste verletzt erneut passen und Terrell Jennings verletzte sich dann auch noch früh im Spiel, doch dafür übernahm Rookie TreVeyon Henderson und zeigte, warum man ihn in Runde 2 gezogen hat. Henderson lief für 147 Yards und zwei Touchdowns.

Unterm Strich waren das +93 Rushing Yards over Expected und 110 nach Kontakt. Dass er pfeilschnell ist, war bei seinen Touchdown-Läufen über 55 und nach dem Stopp spät im vierten Viertel über 69 Yards ersichtlich. Doch dass der eher schmächtige Back auch die nötige Härte mitbringt, um Gegner abzuschütteln, beeindruckte durchaus.

DEB-Team gewinnt den Deutschland Cup

Das deutsche Eishockey-Nationalteam hat mit dem elften Gewinn des Deutschland Cups Fahrt in Richtung Winterspiele in Mailand aufgenommen. Drei Monate vor Olympia sicherte sich das Team von Bundestrainer Harold Kreis durch ein starkes 3:0 (2:0, 1:0, 0:0) gegen die Slowakei zum Abschluss den Sieg bei der 36. Auflage des traditionellen Heim-Turniers. Ohne nennenswerte personelle Veränderungen war die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes im Vergleich zum 2:5-Rückschlag gegen Österreich am Samstag kaum wiederzuerkennen.

Vor 3.333 Zuschauern in Landshut schossen Parker Tuomie (11. Minute) von den Kölner Haien, Bremerhavens Bennet Roßmy (12.) und Fabio Wagner (23.) von Red Bull München die Tore gegen den Olympiadritten von 2022, der die ersten beiden Turnierspiele souverän gewonnen hatte. Nach dem deutschen 4:1-Auftakt gegen Lettland brachte der gewonnene direkte Vergleich mit den Slowaken den Turniersieg.

„Wir waren in der Pflicht“, sagte Kapitän Müller bei „MagentaSport“, „heute habe ich eine ganz andere Energie gespürt. Dass wir am Ende den Pokal gewinnen, ist der krönende Abschluss.“

Im Vergleich zum schwachen Spiel im Prestigeduell mit Österreich kam Deutschland diesmal verbessert und engagierter ins Spiel. „Keiner lässt so ein Ergebnis und so ein Spiel gerne auf sich sitzen. Wir werden anders auftreten“, hatte Bundestrainer Kreis vor dem Spiel gesagt und behielt Recht. Allerdings machten es die bislang starken Slowaken dem deutschen Team mit ungestümen Fouls zu Beginn auch einfach.

Früh sammelten die Slowaken Strafzeiten und bescherten Deutschland gar zwei Situationen in doppelter Überzahl, die das DEB-Team allerdings nicht nutzte. Dennoch war mehr Zug im Spiel als noch am Tag zuvor. Ein Doppelschlag von Tuomie und Roßmy brachte die 2:0-Führung und Ruhe. Beim ersten Treffer nutzte der nachnominierte Haie-Stürmer Tuomie einen heftigen Abwehrfehler der Slowaken aus.

Gegen Österreich hatte sich das Fehlen wichtiger Spieler noch bemerkbar gemacht, davon war diesmal nichts zu spüren. Neben dem freiwilligen Verzicht von Kreis auf die stark beanspruchten Spieler von Meister Eisbären Berlin hatten sich kurzfristig auch noch die Stürmer Tobias Rieder und Dominik Kahun sowie Verteidiger Lukas Kälble verletzt. Nach DEB-Angaben verzichtete Kreis am Wochenende dann auch noch als „Vorsichtsmaßnahme“ auf Angreifer Justin Schütz.

Alle staunen über Diaz – selbst Baumgart entzückt

Luis Diaz hat beim 2:2 gegen Union Berlin sein wohl schönstes Tor im Trikot des FC Bayern geschossen, findet Harry Kane. Cheftrainer Vincent Kompany scherzte derweil über die Chancenverwertung des Kolumbianers, sein Gegenüber Steffen Baumgart zeigte sich entzückt.

Wenn selbst der gegnerische Trainer mit der Zunge schnalzt, darf man getrost von einem Traumtor sprechen. „Einfach weltklasse“, beschrieb Union Berlins Coach Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz den Treffer von Luis Diaz zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich im Bundesliga-Spiel.

Der Sommer-Neuzugang des FC Bayern hatte sich in der 38. Minute nach einem Doppelpass mit Josip Stanisic den Ball kurz vor der Grundlinie im Strafraum per Grätsche erkämpft. Blitzschnell war Luis Diaz wieder auf den Füßen und spitzelte das Leder in einer fließenden Bewegung an Jannik Haberer vorbei. Aus spitzem Winkel schloss er aus rund sechs Metern direkt ab, der Ball kurvte um Torwart Frederik Rönnöw vorbei ins lange Eck.

„Unglaublich!“, befand auch Teamkollege Harry Kane nach der Partie: „Den Ball da noch zu bekommen und von dort aus in den Winkel zu schießen – ein ganz spezielles Tor, wahrscheinlich sein schönstes hier bislang.“ Diaz spiele „eine fantastische Saison“ und sei „ein wichtiger Teil der Mannschaft“, betonte der Engländer.

Auch Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany staunte nach der Partie nicht schlecht, war zugleich aber auch zu Scherzen aufgelegt. „Wir haben diesen Moment gebraucht. Ich glaube, dass er die zweite Chance danach auch machen kann“, sagte er lächelnd und verwies dabei auf die 45. Spielminute, als Diaz freistehend vor dem Tor vergab.

Kompany hob dennoch hervor, dass Diaz für die Mannschaft zuletzt einer der entscheidenden Spieler war. Schon in der Champions League bei Paris Saint-Germain erzielte er einen Doppelpack, ehe er mit Rot vom Platz flog. „Diese Qualität haben wir in unserer Mannschaft. Die brauchen wir auch, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen“, so der Belgier über seinen Schützling.

Deutsche U17 taumelt WM-Schock entgegen

Ein Bayern-Juwel trifft – und doch muss die deutsche U17 bei der WM in Katar um das Weiterkommen bangen.

Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Kolumbien kam die DFB-Auswahl von Nationaltrainer Marc Meister auch gegen Nordkorea nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und steht auf ihrer Mission Titelverteidigung bereits zum Vorrundenabschluss gegen El Salvador am Montag (14.30 Uhr/Sky Sport News) unter Druck.

Der 17-jährige Wisdom Mike, der für den FC Bayern zuletzt bereits in der Bundesliga und Champions League debütiert hatte, brachte Deutschland in der Aspire Academy in Doha in Führung (62.).

Han Il-bok (81.) besorgte den Ausgleich für Nordkorea, das mit vier Punkten an der Spitze der Gruppe G steht. Deutschland ist Zweiter. Die beiden Erstplatzierten der zwölf Gruppen sowie die besten acht Gruppendritten qualifizieren sich für die K.o.-Runde.

Im Vergleich zum Kolumbien-Spiel rotierte Meister nur auf einer Position, brachte Mike diesmal von Beginn an. Nordkorea, das zum Auftakt 5:0 gegen El Salvador gewonnen hatte, hielt gut dagegen.

Meister nutzte eine Challenge: Nach einem leichten Kontakt im Strafraum an Alexander Staff (Eintracht Frankfurt) entschied sich der Schiedsrichter aber auch nach Ansicht der Video-Bilder gegen einen Foulelfmeter (24.). Auch eine nordkoreanische Überprüfung blieb erfolglos (40.).

Die Trainer dürfen die Unparteiischen bei dem Turnier bei Toren, Strafstößen und Roten Karten zweimal pro Spiel dazu auffordern, ihre Entscheidungen mittels des Football Video Support am Bildschirm zu überprüfen.

Ist ein Einspruch erfolgreich, gibt es eine weitere Möglichkeit dazu. Einen VAR gibt es nicht.

Vor zwei Jahren hatte die DFB-Auswahl unter dem heutigen Frauen-Bundestrainer Christian Wück in einem dramatischen Finale gegen Frankreich (4:3 i.E.) triumphiert.

In Indonesien waren Talente wie Torwart Konstantin Heide, Finn Jeltsch, Noah Darvich, Assan Ouedraogo oder Paris Brunner dabei. Ab diesem Jahr findet die U17-WM mit 48 statt 24 Teams statt, zudem wird sie nun jährlich und bis 2029 stets in Katar ausgetragen. Das Finale steigt am 27. November.

Karl-Anthony Towns wegen Trade „immer noch fassungslos“

Im September 2024 sicherten sich die New York Knicks die Dienste von Center Karl-Anthony Towns im Rahmen eines Blockbuster-Trades mit den Minnesota Timberwolves. Ein überraschender Schritt des Teams aus dem hohen Norden, der den 29-Jährigen auch über ein Jahr später noch beschäftigt.

„Ich bin immer noch fassungslos. Es ist seltsam“, sagte der Superstar der Knicks nach dem 137:114-Sieg seines Teams gegen die Minnesota Timberwolves in einer Medienrunde: „Nach allem, was wir letztes Jahr durchgemacht haben, fühle ich mich jetzt mehr wie ein Knick, aber es ist dennoch komisch, das Wolves-Trikot ohne Towns auf dem Rücken zu sehen.“

2015 wählte die Franchise aus Minneapolis den US-Amerikaner an 1. Stelle im NBA Draft aus. Neun Jahre verbrachte der Big Man bei den Timberwolves, reifte dort zu einem der besten offensiven Center der Liga und führte das Team 2024 erstmals seit 2004 wieder ins Finale der Western Conference. Dann folgte der Schock.

„Wir haben dort etwas Besonderes aufgebaut“, blickte Towns zurück: „Es ist etwas anderes, wenn man Teil des Prozesses ist und nun dagegen spielen muss“. Die Timberwolves seien „ein großartiges Team“, sagte der 29-Jährige: „Zu sehen, was sie gerade leisten, ist etwas Besonderes. Ich erwarte nichts weniger als Großartiges von ihnen.“

Der Kontakt zu seinem ehemaligen Mitspielern ist auch nach dem Trade-Hammer nie abgerissen. „Jeden zweiten Tag, wenn nicht sogar jeden Tag“, halte er die Leitung nach Minneapolis aufrecht.

„Es ist immer toll, seine Brüder zu sehen. Ant ist zum Aushängeschild der Liga geworden. Rudy Gobert und ich haben jahrelang gegeneinander gekämpft, sind dann Teamkollegen geworden und haben eine enge Bindung aufgebaut. Es war wirklich schön, gegen meine Brüder anzutreten. Das geht über Basketball hinaus. Das ist Familie“, wurde Towns emotional.

Towns legte gegen die Wolves 15 Punkte (5/11 FG) und 10 Rebounds auf. Sechs Knicks erzielten mindestens 13 Punkte, allen voran OG Anunoby (25, 10/17 FG, 5 Offensivrebounds).

Teamkollege verrät: Pogacars Tour-Sieg hing am seidenen Faden

Die Tour de France 2025 wurde am Ende zu einer One-Man-Show von Tadej Pogacar. Was von außen wie ein lockerer Sieg aussah, hing in Wahrheit jedoch am seidenen Faden, denn: Der UAE-Kapitän verletzt sich während der Rundfahrt. Seine Teamkollegen fürchteten sogar, er würde nicht in Paris ankommen.

Tadej Pogacar hat bei der Tour de France auf dem Weg nach Paris größere Hürden überwunden, als es zunächst den Anschein hatte. Wie sein Teamkollege Tim Wellens im „L’Équipe“-Interview verriet, verletzte sich der Slowene während des Rennens und verbrachte zu Beginn der letzten Woche sogar einen Abend im Krankenhaus.

„Ich glaube, er hat es selbst schon erwähnt, deswegen kann ich es jetzt sagen. Auf der Valencia-Etappe hat er mir gesagt: ‚Tim, wir haben ein Problem. Mein Knie bringt mich um.‘ Er fuhr danach den ganzen Weg zurück zum medizinischen Begleitfahrzeug, um sich durchchecken zu lassen“, plauderte Wellens aus.

Am Abend sei Pogacar dann sogar ins Krankenhaus gefahren worden. „Sie haben eine Entzündung oder sowas gefunden und keiner wusste davon. Ich war überzeugt, dass es rauskommen würde. Er hatte starke Schmerzen und wir hatten Zweifel, dass er das Rennen beenden würde. Wir haben in Betracht gezogen, dass er aufgeben würde. Im Teambus konnte man sehen, dass es seinem Körper nicht gut ging“, berichtete Wellens.

Aufgrund seiner Knieprobleme verzichtete Pogacar in der letzten Tour-Woche auch auf kraftraubende Attacken in den Bergen. Laut Wellens waren sie im Team UAE Emirates einfach nur froh, dass ihr Kapitän überhaupt mitfahren konnte. „Es war eine Erleichterung, dass er in den Bergen nicht aufgegeben hat. Jeder hat sich gewundert, warum er nicht angegriffen hat, in Wahrheit aber war es nachvollziehbar“, so der Teamkollege des späteren Tour-Champions.

Auch ohne Murray: Cardinals stoppen Negativlauf

In Abwesenheit von Kyler Murray, der im Monday Night Game eigentlich zurückerwartet worden war, fuhren die Arizona Cardinals bei den Dallas Cowboys den dritten Saisonsieg ein. Backup Jaycoby Brissett führte die Cards prompt mit zwei Touchdown-Pässen und einem eigenen Score über den Boden zum überzeugenden 27:17-Sieg.

Die Dallas Cowboys eröffneten die Partie mit einem starken Drive, der jedoch nicht in Punkte umgemünzt werden konnte, da Star-QB Dak Prescott beim Ausspielen eines Fourth Downs scheitert. Der Spielmacher fand auch danach nie wirklich ins Spiel. Die Defensive der Arizona Cardinals war stets Herr im Haus.

Mit offensiven Problemen hatten zunächst aber auch die Gäste zu kämpfen, die im ersten Viertel nur ein Field Goal auf die Anzeigetafel brachten. Für ein erstes Highlight sorgte Cards-WR Marvin Harrison Jr. der beim ersten Touchdown der Partie seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung über die eigenen Füße stolpern ließ. Das ließ sogar Cowboys-Star CeeDee Lamb mit offenem Mund staunen.

Dass Arizona in der Folge nicht davonziehen konnte, hatten die Gastgeber ihren Special Teams zu verdanken. Diese hatten mit einem Big Play im zweiten Viertel den Anschluss hergestellt. Einen Punt der Cardinals blockte Sam Williams mit dem Helm und ließ den Ball dadurch in die Endzone flattern, wo sich Marschawn Kneeland geistesgegenwärtig zum TD auf das Spielgerät warf.

Doch Arizona ließ vor und nach der Pause jeweils einen weiteren Score folgen und vergrößerte damit seine Führung, die mit dem zweiten verlorenen Fumble der Cowboys fünf Minuten vor Schluss endgültig sicher war. Den einzigen TD der Offense feierten die Cowboys in der Garbage Time, als Prescott seinen Receiver Ryan Flournoy über 5 Yards zum ersten Karriere-Score fand.

„Wir wissen, wie gut wir sein können“, sagte Tight End Trey McBride, der den zweiten Touchdown der Cardinals erzielt hatte, nach dem Spiel bei „ESPN“. „Wir mussten es nur einmal zu Ende bringen.“

DEL-Topteams kassieren Pleiten – Straubing enteilt

Die Adler Mannheim erleben in der neuen Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre erste Ergebniskrise. Nach dem Sturz von der Tabellenspitze verlor der Mitfavorit am Sonntag auch gegen Außenseiter Nürnberg Ice Tigers mit 2:4 (0:2, 1:1, 1:1), es war die vierte Niederlage in Serie für die Adler.

Die Straubing Tigers nutzten den nächsten Ausrutscher und bauten ihre Tabellenführung aus: Gegen Aufsteiger und Schlusslicht Dresdner Eislöwen gelang ein 6:1 (2:0, 3:1, 1:0).

In der Verfolgergruppe macht weiter der ERC Ingolstadt auf sich aufmerksam. Zwei Tage nach dem spektakulären 10:3 gegen die Kölner Haie gewann das Team bei den Löwen Frankfurt mit 8:0 (2:0, 2:0, 4:0).

Die Haie dagegen kassierten nach der historisch hohen Niederlage gleich den nächsten Dämpfer, in eigener Halle verlor Köln gegen Red Bull München mit 0:2 (0:0, 0:1, 0:1). Auch Titelverteidiger Eisbären Berlin kommt nicht auf die Beine, gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven gab es ein 1:4 (0:2, 1:1, 0:1).

Straubing hat als Spitzenreiter nun 39 Punkte auf dem Konto. Mannheim (34) bleibt Tabellenzweiter, hat nun allerdings Bremerhaven (33) und auch Ingolstadt (32) im Nacken.

Die Haie (30) sind nur noch Fünfter, dahinter kommt München (29) immer näher. In Köln gelang der fünfte Sieg in den vergangenen sechs Spielen, die Münchner zogen damit auch an Berlin (28) vorbei.

Medien: Kane beschäftigt sich mit Wechsel zum FC Barcelona

Torjäger Harry Kane vom FC Bayern soll angeblich sich mit einem Transfer zum spanischen Doublesieger FC Barcelona beschäftigen.

Der spanischen Zeitung „Sport“ zufolge sei der Wechsel zu den Katalanen im kommenden Sommer „eine Option“ für den 32 Jahre alten Engländer, der seine Entscheidung demnach aber erst in Richtung Saisonende treffen wird.

In Barcas Trainerteam rund um Chefcoach Hansi Flick sehe man eine mögliche Verpflichtung Kanes positiv, heißt es weiter. Bislang habe die Vereinsführung aber keinen konkreten Vorstoß bei ihm unternommen.

Kanes Vertrag beim FC Bayern ist zwar noch bis 2027 datiert. Dem Vernehmen nach enthält der Kontrakt aber eine Ausstiegsklausel, die ihm nach der Saison einen Wechsel gegen eine festgelegte Ablösesumme in Höhe von 65 Millionen Euro erlaubt.

Offen wäre dem Bericht zufolge, ob das klamme Barca diese stemmen kann. Hinzu kommt Kanes hohes Gehalt, das beim FC Bayern derzeit bei rund 25 Millionen Euro pro Jahr liegen soll.

Barca könne dem Rekordtorschützen und Kapitän der englischen Nationalmannschaft ein solches Salär zwar zahlen, heißt es. Andere Klubs, die sich mit Kane beschäftigen, wären demnach aber in der Lage, ihm mehr zu bieten.

Dabei soll es sich um seinen Ex-Klub Tottenham Hotspur sowie Vereine aus Saudi-Arabien handeln. Diese hätten Kane in den zurückliegenden Monaten bereits lukrative Millionen-Offerten übermittelt, schreibt „Sport“.

Kanes angebliche Ausstiegsklausel hatte in den zurückliegenden Wochen die Wechsel-Gerüchte um seine Person angeheizt.

Neben sportlichen und finanziellen Aspekten soll bei seiner Zukunftsentscheidung auch die Familiensituation eine „entscheidende Rolle“ spielen, berichtete „Bild“.

Kane, seine Frau Katie und die vier Kinder sollen sich in München extrem wohl fühlen. Während sich die Familie in England trotz privater Bodyguards nicht frei bewegen kann, führen die Kanes demnach in der bayerischen Landeshauptstadt ein nahezu normales Familienleben.

Klar ist, nicht nur deswegen: Sowohl die Spielerseite als auch der FC Bayern können sich eine Vertragsverlängerung vorstellen, sofern die Rahmenbedingungen für alle Parteien passen.