Hamann kriecht wegen Kane zu Kreuze

Mit seinen Pflichtspieltoren 18 und 19 hat Harry Kane den FC Bayern frühzeitig ins Achtelfinale der Champions League befördert. Selbst einstige Zweifler huldigen dem neuen Goalgetter des Rekordmeisters mittlerweile – einer davon ist Dietmar Hamann.

„Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass er so einschlägt“, gestand der ehemalige deutsche Nationalspieler nach Kanes Königsklassen-Doppelpack gegen Galatasaray (2:1) auf „Bild“-Nachfrage.

In der Schlussphase hatte der Rekordeinkauf die Bayern Münchner mit einem Kopfball auf die Siegerstraße gebracht, wenige Minuten später legte er nach.

Hamann dazu: „Er wird natürlich auch super bedient, aber zum Beispiel das 1:0 gestern: Da musst du erst mal so stehen. Es ist sehr beeindruckend, weil er einer der wenigen Top-Stürmer ist, der nicht so das Tempo hat. Das zeigt aber, wie clever und smart er ist.“

Mit der 95-Millionen-Euro-Investition im vergangenen Sommer habe der Klub „alles richtig gemacht“, betonte der heutige TV-Experte, der zuletzt öffentlich mit Bayern-Coach Thomas Tuchel aneinandergeraten war.

„Hoffen wir mal, dass er gesund bleibt. Der Mann ist ein Phänomen!“, schwärmte Hamann.

In kürzester Zeit hat sich Kane zur neuen Leitfigur im Bayern-Angriff entwickelt hat. „Es ist schön und ich genieße es. Ich liebe es, Tore zu schießen und zu gewinnen. Es war eine tolle Nacht“, sagte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft am Mittwochabend.

Trainer Tuchel sparte sich derweil eine Einordnung von Kanes Darbietung. „Ich kann Ihnen nichts anderes sagen. Die Leistung erzählt die Geschichte, da braucht es keine weiteren Worte“, betonte der Übungsleiter.

Schon am Samstag kann Kane übrigens die Vorjahresausbeute der beiden Torschützenkönige Niclas Füllkrug und Christopher Nkunku knacken. Beide hatten 2022/2023 jeweils 16 Mal getroffen.

Ein Doppelpack gegen den 1. FC Heidenheim und Kane stünde bei 17 Erfolgen – nach gerade einmal elf Spieltagen.

NBA-Star Jokic erreicht nächsten Meilenstein

Basketball-Star Nikola Jokic hat in der nordamerikanischen Profiliga den nächsten Meilenstein geschafft und zwei Größen hinter sich gelassen.

Jokic schaffte beim 134:116-Erfolg der Denver Nuggets gegen die New Orleans Pelicans sein 108. Triple-Double und zog damit an LeBron James und Jason Kidd (jeweils 107 Triple-Doubles) vorbei. Ein Triple-Double meint, dass ein Spieler in drei Statistik-Kategorien zweistellige Werte aufweist. Beim Serben Jokic waren dies gegen die Pelicans 35 Punkte, 14 Rebounds sowie 12 Vorlagen.

Der 28 Jahre alte Jokic ist der derzeit beste Basketballer der Welt und führte die Nuggets in diesem Sommer zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Für die 108 Triple-Doubles benötigte er gerade einmal 604 Spiele. James hat mehr als doppelt so viele Partien in der besten Basketball-Liga der Welt absolviert.

In den kommenden Partien dürfte noch mehr Verantwortung auf Jokic lasten, denn Spielgestalter Jamal Murray als zweitbester Denver-Profi fällt mit einer Oberschenkelverletzung zunächst einmal aus. „Diese Verletzung wird nicht nur ein oder zwei Spiele betreffen. Das weiß ich bereits. Das ist etwas, was länger dauern wird, als uns lieb ist“, sagte Trainer Michael Malone.

Vier Tage nach der EuroLeague-Niederlage beim spanischen Vertreter Valencia Basket (71:79) setzte sich das Hauptstadt-Team in der Meisterschaft zum Abschluss des sechsten Spieltages bei seinem vierten Liga-Erfolg nacheinander mit 97:81 (49:49) bei Erstliga-Rückkehrer Tigers Tübingen durch.

Berlin musste in Tübingen für den Erfolg allerdings erst vehementen Widerstand brechen. Vor der Pause konnte Berlin auch einen Vorsprung von sieben Punkten nicht nutzen, um das Team von Tigers-Trainer Daniel Jansson entscheidend auf Distanz zu halten. Nach der Halbzeit zogen die Gäste jedoch schnell mit großer Entschlossenheit davon und ließen Tübingen keine Chance mehr auf den ersten Erfolg gegen Berlin seit fast 13 Jahren.

In der Mannschaft von Berlins Coach Israel Gonzalez ragte Justin Bean mit 15 Punkten heraus. Khalifa Koumadje, Gabriele Procida und Yanni Wetzel verbuchten jeweils 14 Zähler. Jubilar Louis Olinde kam bei den Gästen in seinem 200. Spiel in der deutschen Eliteklasse auf acht Punkte.

Zach Wilson erhält Rückendeckung nach „bizarrem Spiel“

Den New York Jets ist am Montagabend (Ortszeit) kein einziger Touchdown im NFL-Match gegen die Los Angeles Chargers (6:27) gelungen. Quarterback Zach Wilson geriet deshalb abermals unter Beschuss. Sein Head Coach verteidigte ihn dennoch vehement.

Gegen die Chargers benötigte Zach Wilson regelmäßig zu viel Zeit, um den Ball zu werfen. In der Konsequenz kassierte er acht Sacks und machte damit einen Großteil der Drives seines Teams zunichte. Robert Saleh wehrte sich nach der Partie trotzdem gegen die harte Kritik an seinem jungen Signal Caller.

„Ich weiß nicht, ob man von einem Rückschritt reden muss. Offensichtlich wünscht er sich, dass er einige Dinge besser gemacht hätte“, sagte der Head Coach der Jets und machte anschließend seine gesamte Mannschaft für die katastrophale Niederlage verantwortlich. „Es war eines dieser bizarren Spiele, bei denen wir uns jedes Mal, wenn wir in Schwung kamen, eine selbst zugefügte Wunde beigebracht haben.“

Wilson habe es daher nicht verdient, den Großteil der Kritik zu ernten. „War es sein bestes Spiel? Offensichtlich nicht. War es sein schlechtestes Spiel? Nein, ich werde nicht sagen, dass es auch nur annähernd sein schlechtestes Spiel war“, stellte Saleh klar.

Weniger rücksichtsvoll bewertete hingegen die Quarterback-Ikone Troy Aikman Wilsons Leistung. Gleich beim ersten Drive kritisierte er den Jets-Profi dafür, seine Wide Receiver fahrlässig übersehen zu haben.

„Wählen Sie einen von ihnen aus und es ist eine einfache Completion, doch er verschickt den Ball per Luftpost“, urteilte der heutige NFL-Kommentator während des Spiels und fällte ein hartes Urteil über Wilson. „Für einen NFL-Quarterback verfehlt er einfach viel zu viele dieser einfachen Bälle.“

Der dreifache Super-Bowl-Sieger warnte zudem davor, die eigenen Mitspielern mit diesen Fehlern zu verprellen. „Man macht zu viele dieser Würfe und wird von diesen Receivern für den Rest des Spiels nichts mehr haben“, bekräftige Aikman.

Peterka trifft bei Sabres-Sieg – Seider siegt mit Red Wings

Die deutschen Eishockey-Nationalspieler JJ Peterka und Moritz Seider haben in der NHL mit ihren Teams wichtige Siege eingefahren. Beim 6:4 der Buffalo Sabres bei den Toronto Maple Leafs gelang Peterka bereits sein fünfter Saisontreffer.

Der 21 Jahre alte Angreifer glich im ersten Drittel die Führung der Gastgeber aus Toronto aus. Im Schlussdrittel assistierte Peterka zudem beim 4:3-Führungstreffer. Für die Maple Leafs traf Torjäger Auston Matthews bereits zum dritten Mal in der noch jungen Saison dreifach.

Die gut in die Saison gestarteten Detroit Red Wings um Seider fügten den Boston Bruins die erste Saisonniederlage bei. Dem 22 Jahre alten Abwehrspieler gelang beim 5:4 im zwölften Spiel der Saison sein zehnter Assist. Boston hatte im Vorjahr diverse historische Bestmarken in der regulären Saison aufgestellt.

Seine erste Torbeteiligung der Saison verzeichnete Lukas Reichel beim 5:2 seiner Chicago Blackhawks gegen die Florida Panthers. Der 18 Jahre alte Top-Draft-Pick Connor Bedard traf für Chicago im dritten Spiel in Serie.

Niederlagen setzte es für die anderen deutschen Nationalspieler in der besten Eishockey-Liga der Welt. Nico Sturm und die San Jose Sharks verloren auch ihr elftes Saisonspiel und das gleich mit 2:10 gegen die Pittsburgh Penguins. Nur wenig besser stehen die Edmonton Oilers um Leon Draisaitl nach einem 2:5 gegen die Nashville Predators mit zwei Saisonsiegen da.

Die Ottawa Senators um Tim Stützle verloren 4:6 gegen die Tampa Bay Lightning, für die das Duo Brayden Point (drei Treffer) und Nikita Kutscherow (ein Treffer, vier Assists) überragte. Torhüter Philipp Grubauer unterlag mit den Seattle Kraken mit 3:6 gegen die Calgary Flames.

Goretzka: So haben „wir sie plattgemacht“

Wer gehofft hatte, selbstbewusste Dortmunder würden einen angeknockten FC Bayern in die Krise schießen, wurde Samstagabend bitter enttäuscht.

4:0 putzten die Münchner den BVB in dessen Fußball-Tempel – eine Machtdemonstration. Und das trotz eines „ungewöhnlichen“ Spiels. Der Sieg sei „natürlich sehr souverän“ gewesen, sagte Bayern-Star Leon Goretzka bei „Sky“. „Das Spiel war fast ein bisschen ungewöhnlich, gerade die zweite Halbzeit. Das ist auch unserer personellen Situation geschuldet, wir haben auf eine Fünferkette umgestellt und hatten dann wenig den Ball.“

Den Schlüssel zur Abreibung der schwarzgelben sah Goretzka im schnellen Umschaltspiel. „Über Konter, die wir heute sehr gut ausgespielt haben, haben wir den Gegner plattgemacht“, freute sich Goretzka, der im Mittelfeld in Abwesenheit von Joshua Kimmich den Antreiber gegeben hatte.

„Es ist das geilste Auswärtsspiel hier. Seit ich bei Bayern bin, habe ich noch kein Auswärtsspiel bei Dortmund verloren“, ordnete der gebürtige Bochumer den Sieg beim Pott-Klub ein. „Es macht einfach Spaß: Die Stimmung ist überragend, die Dortmunder Fans machen richtig Theater und unsere Fans hört man immer nach den Toren. Für diese Duelle spielt man Fußball.“

Bayern-Kapitän Manuel Neuer lobte derweil Dreierpacker Harry Kane. „Es ist einfach die Erfahrung und die ganzen Abläufe und Aktionen, die er in seiner Karriere erlebt hat. Die hat er natürlich nicht in England gelassen, sondern in die Bundesliga gebracht. Das hat er unter höchster Bravour gezeigt, seitdem er unser Trikot anhat. Wir sind so froh, dass wir ihn in der Mannschaft haben und er zeigt es Woche für Woche“, sagte Neuer.

Für ihn selbst sei nach dem Comeback „jedes Spiel, jedes Training und jede Aktion sehr wichtig“, kommentierte Neuer seine Parade gegen Marco Reus. „Ich musst lange warten bis der erste Balle kam und musste in der Situation noch lange warten, weil ich nicht wusste, ob Min-Jae Kim den Ball noch abfälscht, das hat aber dann super zum Ablauf gepasst.“

 

Top-Klub plant Gespräche mit Ouédraogo

Assan Ouédraogo vom FC Schalke 04 zählt zu den begehrtesten Mittelfeldtalenten Europas, unter anderem der FC Bayern, RB Leipzig und Eintracht Frankfurt zeigen Interesse an einer Verpflichtung. Ein internationaler Top-Klub plant jedoch dazwischenzugrätschen und alsbald einen ersten Kontakt mit dem S04-Juwel herzustellen.

Der FC Liverpool plant erste Gespräche mit U17-Nationalspieler Assan Ouédraogo vom FC Schalke 04. Das berichtet „Bild“-Chefreporter Christian Falk in seiner Kolumne „Daily Briefing“ von Transfer-Experte Fabrizio Romano.

Die Reds waren schon vor einigen Wochen als potenzielle Interessenten des Schalke-Talents genannt worden. Nun werden offenbar konkrete Schritte eingeläutet, um den DFB-Youngster auf die Insel zu lotsen.

Jürgen Klopps Liverpoolern werden dem Bericht zufolge aber nicht die allerbesten Chancen auf Erfolg ausgerechnet. Es scheine, als halte RB Leipzig, und somit vor dem FC Bayern, derzeit die besten Karten in der Hand.

„Sky“ hatte kürzlich vermeldet, dass die Münchner Verantwortlichen ein Treffen mit Ouédraogos Management ansetzen wollen. Demnach wollen beide Seiten dabei ihre Ideen austauschen. Sportdirektor Christoph Freund habe sich dem Thema beim FC Bayern mittlerweile angenommen.

Ouédraogo kam zum Saisonstart zu seinem Profidebüt beim FC Schalke 04, gleich im ersten Spiel gelang ihm ein Tor. Derzeit besitzt der U17-Europameister einen Nachwuchsvertrag, mit seinem 18. Geburtstag wird dieser dann in einen Profivertrag umgewandelt. Wie „Sport Bild“ enthüllte, sind darin zahlreiche Klauseln verankert, die einen Transfer im kommenden Sommer begünstigen könnten.

Bundesliga-Klubs wie Leipzig oder Bayern München müssten dem Blatt zufolge rund zwölf Millionen Euro Ablöse zahlen. Für ausländische Interessenten wie dem FC Liverpool wäre die Verpflichtung von Ouédraogo derweil etwas teurer.

 

Bonn verliert Champions-League-Partie vor leeren Rängen

Die Telekom Baskets Bonn haben die verlegte Partie des ersten Spieltags der Basketball-Champions-League gegen Hapoel Holon knapp verloren. Im Spiel gegen den israelischen Meister von 2022, das wegen der Eskalation im Nahost-Konflikt ohne Zuschauer und mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen ausgetragen wurde, unterlag Titelverteidiger Bonn 74:75 (28:38).

Bester Scorer der Baskets war der Norweger Harald Frey mit 26 Punkten. Bei den Gästen verbuchte C.J. Harris (17) die meisten Zähler. Vor allem in der ersten Halbzeit ließen die Baskets offensiv einiges vermissen. Ein vergebener Dreipunktwurf von Noah Kirkwood zwei Sekunden vor dem Ende besiegelte Bonns erste Niederlage im zweiten Spiel der laufenden Champions-League-Saison.

Das Duell mit Holon hätte ursprünglich am 18. Oktober stattfinden sollen, doch aufgrund der aktuellen Lage waren die ersten Partien der israelischen Teilnehmer abgesagt worden. Trotz der Niederlage bleibt Bonn vorerst Tabellenerster in Gruppe F, da Holon und CB Breogan aus Spanien ein Spiel weniger bestritten haben.

In Gruppe E verloren die EWE Baskets Oldenburg ein umkämpftes Spiel bei Pinar Karsiyaka in der Türkei mit 83:85 (39:48) und bleiben damit nach zwei Spielen ohne Sieg. Von einem 13-Punkte-Rückstand im zweiten Viertel kämpften sich die Oldenburger im dritten zwar wieder zurück in Führung, konnten sich aber in der Folge nicht entscheidend absetzen. Erfolgreichster Scorer der Baskets war Point Guard DeWayne Russell mit 18 Punkten.

 

Teamchef packt aus: Attacke auf Kuss war nicht geplant

Auf der 17. Etappe der diesjährigen Vuelta brachen Jonas Vingegaard und Primoz Roglic ein ungeschriebenes Gesetz, als sie ihren in Rot fahrenden Teamkollegen Sepp Kuss attackierten. Die Jumbo-Visma-Bosse spielten den Angriff an jenem Tag noch herunter, doch jetzt hat Teamchef Merijn Zeeman zugegeben, dass das so alles nicht geplant war.

Schon lange vor dem Start der 17. Etappe war rund um die Vuelta diskutiert worden, ob Jonas Vingegaard und Primoz Roglic ihrem im Roten Trikot fahrenden Edelhelfer Sepp Kuss wirklich auf dem Weg hin zu seinem ersten großen Rundfahrtsieg helfen würden. Auf dem Teilstück hinauf zum Alto de Angliru gaben die beiden Superstars dann ihre Antwort. Statt Kuss am schweren Schlussanstieg zur Seite zu stehen, attackierten sie ihn.

Die Aktion sorgte in der Szene für heftige Diskussionen. Der Tenor: Vingegaard und Roglic haben ein ungeschriebenes Gesetz gebrochen und ihre eigenen Interessen über die des Teams und ihres Kollegen gestellt. Eines Teamkollegen, der sich jahrelang für das Duo aufopferte.

Die Team-Verantwortlichen und auch die Fahrer selbst beteuerten hinterher jedoch: alles halb so wild. Solange ein Jumbo-Visma-Fahrer in Rot in Madrid ankommt, sei alles in Ordnung. Teamchef Merijn Zeeman hat nun im „Met open vizier“-Podcast verraten, dass dies nicht ganz der Wahrheit entsprach und die Attacke der beiden Superstars auf Kuss kritisiert.

„Alles lief so, wie wir das wollten. Als noch drei Fahrer von uns [in der Spitzengruppe] übrig waren, war der Moment, in dem die Dinge nicht mehr gut gelaufen sind“, blickte er auf den Angriff zurück. „Sepp konnte nicht mehr mit Primoz und Jonas mithalten. Und ab da gab es kein Teamwork mehr. Alles, was bis dahin passierte, war Teamwork. Aber am Angliru hätten sie zusammen bleiben sollen“, kritisierte Zeeman.

Eine Attacke zu lancieren, um Fahrer aus anderen Teams arbeiten zu lassen, sei etwas „völlig anderes“, als sich gegenseitig zu attackieren, blickte Zeeman zurück. Gleichzeitig, so schränkte er ein, seien die Fahrer auf einer schlechten Straße und mit einer Herzrate von 200 Schlägen pro Minute unterwegs gewesen: „Da kann man nicht erwarten, dass die Jungs klar denken.

Jimmy Garoppolo findet nach Raiders-Pleite deutliche Worte

Bei den Las Vegas Raiders sitzt der Stachel nach der Niederlage gegen die Detroit Lions (12:26) tief. Mehrere Spieler des unterlegenen NFL-Teams machten dies im Anschluss an die Partie deutlich.

In Detroit generierten die Las Vegas Raiders gerade einmal 157 Yards Raumgewinn. Zum Vergleich: Die Gastgeber holten 264 Yards heraus – alleine durch die Luft. Hinzu kamen noch 222 Rushing Yards. Dementsprechend bedient zeigte sich Davante Adams nach dem Match.

„Ehrlich gesagt, weiß ich im Moment nicht, was ich sagen soll“, räumte der Wide Receiver der Raiders zunächst ein. „Das weiß ich wirklich nicht. Ich wünschte, ich hätte die Worte, um etwas zu sagen, dass in den Medien nicht aufgebauscht und aus dem Zusammenhang gerissen wird.“

Gleich darauf erklärte der ehemalige Profi der Green Bay Packers, dass es trotz des jüngsten Misserfolgs weiterhin an den Erfolg seines Teams glaubt.

„Es ist nicht schwer, das Vertrauen in unsere Offense aufrechtzuerhalten. Aber es ist schwer, die Frustration zu zügeln, wenn man es nicht hinbekommt, obwohl man weiß, dass man es sollte“, sagte Adams.

So wie Adams werden sich am Montagabend (Ortszeit) wohl alle Receiver der Raiders gefühlt haben. In der ersten Halbzeit berührte schließlich keiner von ihnen den Ball. Quarterback Jimmy Garoppolo geriet gegen die Lions zwar regelmäßig unter Druck – sechs Sacks und eine Endzone-Interception sprechen eine eindeutige Sprache – übernahm aber trotzdem die Verantwortung für diese erschreckende Bilanz.

„Du hast gute und schlechte Tage. Heute war ein schlechter Tag, das kann man nicht beschönigen. Ich selbst muss besser spielen“, betonte Jimmy G. „Es fängt bei mir an. Wir müssen besser werden und das werden wir auch.“

Seine Wut über die deutliche Klatsche wollte der QB indes ebenfalls nicht verstecken. „Es gibt einfach so viel Liebe in dieser Kabine und es ist scheiße, dass wir heute Abend so gespielt haben“, fand Garoppolo abschließend deutliche Worte.

Eisbären gewinnen dramatisches Top-Spiel

Die Eisbären Berlin haben im Spitzenspiel gegen den Angstgegner ihre Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga ausgebaut. Der Spitzenreiter bezwang Verfolger Straubing Tigers mit 3:2 (2:0, 0:2, 0:0, 1:0) nach Verlängerung.

Zuvor hatten die Tigers sechs von sieben Partien gegen den DEL-Rekordmeister für sich entschieden.

Berlin traf durch Blaine Byron bereits nach 38 Sekunden, Yannick Veilleux (20.) legte noch im ersten Drittel nach. Doch Straubing glich mit einem Doppelschlag im zweiten Drittel durch Joshua Samanski (37.) und Tim Brunnhuber (39.) aus. In der Verlängerung setzte Byron (63.) mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt.

Der Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten Fischtown Pinguins Bremerhaven, der den fünften Sieg in Serie feierte, beträgt nun vier Punkte. In eigener Halle gewannen die Norddeutschen mit 4:2 (2:0, 2:1, 0:1) gegen die Düsseldorfer EG, die weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Spielzeit wartet.

DEL-Meister Red Bull München setzte dank eines starken Schlussdrittels den Aufwärtstrend mit einem 5:3 (0:0, 2:2, 3:1)-Heimsieg gegen die Nürnberg Ice Tigers fort. Mit nun 25 Punkten haben die Münchner den Anschluss an die Spitzengruppe wieder hergestellt.

Im Battle of Alberta beenden die Edmonton Oilers gegen die Calgary Flames ihre Niederlagen-Serie in der NHL. Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl ist vor beeindruckender Kulisse unter freiem Himmel an zwei Toren beteiligt.

Die Edmonton Oilers haben ihre Niederlagen-Serie in der NHL beendet und das Freiluft-Spiel gegen die Flames vor etwa 60.000 Zuschauern gewonnen.

Beim 5:2 im Commonwealth Stadium lieferte Leon Draisaitl zwei Torvorlagen und war bereits zum fünften Mal in dieser Saison an mindestens zwei Treffern beteiligt.

Auch Connor McDavid kam bei seinem Comeback nach einer Oberkörperverletzung und zwei Spielen Pause zu einem Assist. Das sogenannte Battle of Alberta zwischen den Oilers und den Flames zählt zu den prestigeträchtigsten Spielen der NHL-Saison.