Müller richtet sich nach Tor-Gala an Kane

Thomas Müller kommt in der MLS immer besser in Schwung. Beim jüngsten 7:0-Kantersieg seiner Vancouver Whitecaps gegen Philadelphia Union begeisterte der Weltmeister von 2014 mit einem Dreierpack. Anschließend wendete sich das Geburtstagskind an Harry Kane vom FC Bayern.

„Was ein großartiger Abend und wichtiger Sieg gegen Philadelphia“, meldete sich Thomas Müller nach dem 7:0 seiner Vancouver Whitecaps in der MLS bei Instagram zu Wort.

Der 36-Jährige schnürte an seinem Geburtstag einen Dreierpack. „Mein Dank geht an meine Teamkollegen, sie haben mir die Bälle wunderbar aufgelegt, sodass ich einen Hattrick erzielen konnte. Ich bin sehr glücklich“, schwärmte Müller vom Auftreten der gesamten Mannschaft.

Der Weltmeister von 2014 hielt in der Kabine den Spielball in die Kamera, den er sich von seinen Teamkollegen unterschreiben ließ.

Müller richtete in diesem Zusammenhang persönliche Worte an Harry Kane vom FC Bayern. Der englische Superstar schnappt nach Spielen mit mehreren eigenen Toren ebenfalls gerne einmal das runde Leder.

„Viele Grüße gehen an meine früheren Mitspieler bei Bayern München und insbesondere an Harry Kane raus“, so Müller: „Harry, jetzt weiß ich, wie du dich mit einem Hattrick-Ball in der Hand fühlst.“

Müller hat nach seinen ersten drei MLS-Einsätzen bereits vier Treffer auf dem Konto. Die Vancouver Whitecaps sind als Tabellendritter der Western Conference bereits vorzeitig für die Playoffs qualifiziert.

Bemerkenswert: Philadelphia Union liegt in der Eastern Conference aktuell an der Spitze. Mit dem 7:0-Kantersieg sendeten die Kanadier somit ein dickes Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Für die Vancouver Whitecaps war es gleichzeitig der höchste Sieg in der MLS – „Raumdeuter“ Müller hatte mit einem Dreierpack daran einen entscheidenden Anteil.

In Unterzahl: Bayer bezwingt SGE beim Hjulmand-Debüt

Kasper Hjulmand hat einen gelungenen Einstand als Trainer von Bayer Leverkusen hingelegt und die Bayern-Jäger von Eintracht Frankfurt ausgebremst. Beim Debüt des Dänen setzte sich der Vizemeister trotz am Ende doppelter Unterzahl dank großer Moral mit 3:1 (2:0) gegen seinen Lieblingsgast durch und fand nach turbulenten Tagen wieder in die Spur.

„Endlich haben wir drei Punkte, dieser Sieg hilft uns sehr. Wir sollten es heute nicht so kompliziert machen – genau das hat funktioniert“, sagte Leverkusens Torschütze Patrik Schick bei „Sky“. Frankfurts Kapitän Robin Koch reagierte enttäuscht: „Mit dem Ball ist uns zu wenig eingefallen. Dadurch entstehen dann auch die Gegentore. Daran müssen wir arbeiten.“

Ein Eigentor von Frankfurts Torhüter Michael Zetterer (10.) nach einem Freistoß von Alejandro Grimaldo, ein Treffer von Patrik Schick (45.+4, Foulelfmeter) und ein weiterer Freistoß von Grimaldo (90.+8) bescherten Bayer den ersten Saisonsieg. Daran änderten auch der Anschluss durch Can Uzun (52.) sowie Gelb-Roten Karten gegen Bayer-Kapitän Robert Andrich (59.) und Debütant Equi Fernández (90.+2) nichts.

In einer phasenweise mitreißenden Partie stellte die Werkself, die zu Beginn überzeugte, sich mit einem Spieler weniger aber über die Zeit rettete, erneut ihren Status als Angstgegner der Hessen unter Beweis. Seit Dezember 2013 haben die Leverkusener nicht mehr in der BayArena gegen Frankfurt verloren. Die SGE verpasste durch die erste Pleite den Sprung an die Spitze.

Alle Augen waren zunächst auf Hjulmand gerichtet. Der Däne versprach, alles zu tun, um Bayer wieder „erfolgreich“ zu machen. „Wir wissen zwar nicht wann, aber es wird hoffentlich plötzlich explodieren“, sagte Hjulmand. Der bislang enttäuschende Double-Gewinner von 2024 lieferte zu Beginn einen Vorgeschmack auf das, was sich die Bosse um Simon Rolfes dauerhaft erhoffen.

Die Werkself, in der der Ex-Madrilene Lucas Vázquez sein Debüt feierte, erwischte einen Traumstart. Früh flog einer der gefürchteten Freistöße von Grimaldo an den Pfosten, dann an Zetterers Rücken und von dort ins Tor. Hjulmand ließ an der Seitenlinie die Jubelfäuste fliegen.

Warnung vor Finnlands „Fuck it-Mindset“

Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt, doch Weltmeister Moritz Wagner wittert vor dem Halbfinale der Basketball-EM eine Gefahr durch Deutschlands Gegner Finnland.

„Das ist eine Mannschaft, die nichts zu verlieren hat“, sagte der TV-Experte von MagentaSport, „die haben gegen Deutschland schon verloren, die kommen jetzt mit einem Fuck-it-Mindset.“

Das deutsche Team hatte die Finnen in der Vorrunde klar geschlagen (91:61), dazu spielte das Team um NBA-Profi Lauri Markkanen (Utah Jazz) in der Vorwoche auch noch in Tampere vor eigenem Publikum.

Die Überraschungsmannschaft ist für Wagner, der beim Turnier wegen der Folgen einer Knieverletzung fehlt, dennoch ein „schwerer Gegner“ mit Selbstbewusstsein. „Wirf die Steine hoch, entweder sie gehen rein oder nicht“ laute in etwa das Motto für Freitag (ab 15:30 Uhr LIVE im Free-TV bei RTL).

Auch Wagners jüngerer Bruder Franz will den Verlauf des ersten Duells in der Gruppenphase nicht überbewerten. „Am Ende guckt man sich das Endergebnis an und denkt, es wird ganz einfach – aber so ist es meistens nicht im Sport“, sagte der Berliner: „In den Do-or-die-Spielen ist es meistens sowieso ein bisschen anders.“

Finnland habe in Tampere „gegen uns sehr gut gespielt. Aber da haben wir es hingekriegt, unseren Rhythmus im Spiel zu etablieren. Das wird auch wieder der Schlüssel sein.“ Auf einen Aspekt komme es besonders an, meint der NBA-Star: „Wir müssen besser rebounden. Wenn man die Rebounds dann hat, ist es immer ein bisschen einfacher, den Rhythmus zu finden.“

 

Vingegaard hat zuvor noch „großes Ziel“

Zweimal konnte Jonas Vingegaard die Tour de France bereits gewinnen. Ein Triumph beim Giro d’Italia oder der aktuell laufenden Vuelta e Espana fehlt dem dänischen Superstar noch. Bevor der 28-Jährige seine Laufbahn beendet, würde er die drei prestigeträchtigen Rundfahrten zumindest jeweils einmal gewonnen haben, wie er nun in einem Interview verriet.

„Wenn ich hier bei der Vuelta a España gewinnen könnte, wäre es meiner Meinung nach wirklich cool, nächstes Jahr den Giro zu fahren, um zu sehen, ob ich alle drei gewinnen kann. Das wäre ein großes Ziel für mich“, sagte der Kapitän von Visma Lease a Bike gegenüber dem dänischen TV-Sender „TV 2 Sport“ auf Nachfrage, was er vor einem möglichen Karriereende gerne noch erreichen würde.

Sollte Vingegaard das gelingen, würde er erst als zehnter Radfahrer der Geschichte bei allen drei Grand Tours triumphieren. Zu den Superstars denen das bislang gelang, gehören unter anderem prominente Namen wie Tadej Pogacar, Eddy Merckx oder Christopher Froome.

Zumindest den Gesamtsieg bei der aktuell laufenden Spanien-Rundfahrt könnte der Gesamtzweite der diesjährigen Tour de France schon nächste Woche von seiner Liste streichen.

Nach 16 von 21 Etappen führt der Däne das Feld mit 48 Sekunden Vorsprung auf Joao Almeida von UAE Team Emirates an. Dritter in der Gesamtwertung ist Thomas Pidcock. Der Brite von Q36.5 Pro Cycling Team liegt allerdings schon 2:38 Minuten zurück. Ganz fit in den Vuelta-Endspurt geht Vingegaard aber offenbar nicht.

„Ich hatte ein bisschen Halskratzen, aber mittlerweile geht es mir besser“, sagte er am Dienstag bei „Eurosport“. „Es scheint, als ob viele im Feld etwas angeschlagen sind. Mich beeinträchtigt das aber nicht.“

Nach dem Ende der Vuelta wird Vingegaard – anders als Tadej Pogacar oder Primoz Roglic – nicht zur WM nach Ruanda reisen. Für den 28-Jährige bleibt es nach eigener Aussage aber ein „Traum“, irgendwann das Regenbogen-Trikot des Weltmeisters tragen zu dürfen: „Ich habe nur in Eintagesrennen nicht wirklich gute Leistungen gezeigt, deshalb habe ich das etwas zurückgestellt. Wenn es eine Weltmeisterschaft gibt, die mir liegt und in meinen Kalender passt, werde ich auf jeden Fall daran teilnehmen.“

Colts haben Tua in einen „Panikmodus“ versetzt

Jahrelang spielte Cornerback Xavien Howard bei den Miami Dolphis mit Tua Tagovailoa zusammen. Neuerdings ist der NFL-Veteran jedoch ein Indianapolis Colt und bereitete mit seiner Defense ausgerechnet den alten Kollegen beim Saisonauftakt mächtig Kopfschmerzen.

Mit 33:8 fertigten die Colts die Miami Dolphins ab. Dolphins-QB Tua Tagovailoa beendete die Partie mit nur 114 Passing Yards und zwei Interceptions (1 TD). Zudem verlor der Spielmacher einen Fumble. Es war bereits sein siebtes Spiel mit mindestens drei Turnovern.

Ex-Dolphin Howard erklärte nun den Grund dafür. Die Colts haben es geschafft, Tua in einen „Panikmodus“ zu versetzen, erklärte der Cornerback.

„Wir kannten den Kerl, er wirft den Ball ziemlich schnell“, sagte Howard. „Und sobald wir ihm seine erste Option nehmen, gerät er meiner Meinung nach in Panik. Das hat sich gestern gezeigt. Wir haben ihm seine erste Option genommen und er hat versucht, den Ball so schnell wie möglich loszuwerden“, so Howard weiter.

Auch Defensive End Laiatu Latu fiel ein ähnliches Verhalten bei Tua auf. „Man sah es einfach an seinen großen Augen und daran, dass er nervös wurde“, sagte er über Tagovailoa.

Für Howard war der Sieg gegen die Miami Dolphins derweil ein ganz besonderer. Nicht nur spielte er bisher seine gesamte NFL-Karriere seit 2016 bei den Dolphins. Er kehrte zudem nach einer langen Pause zurück.

Im Februar 2024 hatten ihn die Miami Dolphins entlassen. Die gesamte Saison 2024 setzte Howard aus, auch den Großteil der Offseason blieb er ohne Team. Erst im August schlugen die Colts zu, bei denen Defensive Coordinator Lou Anarumo ein alter Wegbegleiter ist.

In seinem ersten Spiel als Colt stand Howard als Starter auf dem Platz und spielte 32 Snaps in der Partie. Howard sagte, er wollte nach Miamis Entscheidung, sich von ihm zu trennen, einen Eindruck hinterlassen.

„Ich wollte das klarstellen“, sagte er. „Aber als Team haben wir den Sieg geholt. Wir wollten auf keinen Fall, dass sie Punkte erzielen, aber sie haben acht Punkte geholt. Wir wollten auf jeden Fall einen Shutout.“

 

Eisbären verspielen klare Führung

Die Eisbären Berlin haben in der Champions Hockey League ihre dritte Niederlage im vierten Spiel kassiert und laufen Gefahr, die Endrunde der besten 16 Mannschaften Europas zu verpassen.

Gegen Grenoble MH 38 aus Frankreich genügte dem deutschen Meister auch eine 3:0-Führung nicht zum Sieg, nach Penaltyschießen mussten sich die Hauptstädter 4:5 (2:0, 2:3, 0:1, 0:0, 0:1) geschlagen geben.

Dabei schien das Spiel praktisch gelaufen, nachdem Torjäger Ty Ronning gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 3:0 erhöht hatte (21.). Binnen 147 Sekunden im Mitteldrittel gelangen den Gästen aber drei Treffer, danach war es ein verbissenes Duell.

Zuvor hatten der ERC Ingolstadt und die Fischtown Pinguins Bremerhaven jeweils ihre zweiten Siege eingefahren. Der ERC gewann 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) gegen den Schweizer Vizemeister Lausanne HC um Nationalspieler Dominik Kahun, die Norddeutschen setzen sich 3:2 nach Penaltyschießen (0:0, 0:1, 2:1, 0:0, 1:0) gegen Rauman Lukko aus Finnland durch.

Insgesamt 24 Mannschaften nehmen an der CHL teil. In der Ligaphase geht es jeweils gegen sechs unterschiedliche Gegner. Alle Teams werden in einer Gesamttabelle aufgeführt, 16 schaffen es in die K.o.-Runde. Nach derzeitigem Stand wäre nur Ingolstadt in den Play-offs vertreten.

 

Mbappé enthüllt Interesse des FC Bayern

Kylian Mbappé zählt zu den besten Fußballern der Welt, inzwischen spielt der französische Weltmeister für Real Madrid. Doch der heute 26-Jährige hätte durchaus auch in der Bundesliga landen können, wie er nun verraten hat.

Drei Bundesliga-Vereine haben in den vergangenen Jahren konkret versucht, Ausnahmekönner Kylian Mbappé zu verpflichten.

Der Real-Superstar sagte im Interview mit „Bild am Sonntag“: „Viele Vereine haben sich an mich gewandt. Die Bayern kamen zu mir, als ich noch etwas jünger war und Monaco verlassen konnte. Dortmund hat auch angefragt. Und RB Leipzig. Und das sind nur die Vereine, an die ich mich erinnere.“

Womöglich waren „da noch andere, aber ich erinnere mich nicht. Jetzt fragen alle, aber jetzt ist es ein bisschen zu spät“, fügte Mbappé mit einem Lachen hinzu.

Dem Angreifer war als 16-Jähriger bei der AS Monaco in der Saison 2015/16 der Durchbruch gelungen, bereits eine Saison später kam er auf 15 Ligue-1-Treffer. Damals häuften sich die Anfragen aus ganz Europa, letztlich machte Paris Saint-Germain das Rennen – zunächst auf Leihbasis und dann für 180 Millionen Euro dauerhaft.

Bei PSG entwickelte sich Kylian Mbappé endgültig zum Superstar im Weltfußball. Für den Hauptstadtklub absolvierte er in sieben Jahren insgesamt 308 Partien, in denen er sagenhafte 256 Tore und 110 Vorlagen lieferte.

Vor allem sein Trophäenschrank füllte sich: Sieben Mal wurde er französischer Meister, vier Mal gewann er den Pokal. Vergönnt blieb ihm mit PSG nur der Gewinn eines internationalen Wettbewerbs – die Champions League holte der Klub erst im Jahr eins nach Mbappés Abschied zu Real Madrid. 2018 hatte er Frankreich indes zur Weltmeisterschaft geführt, vier Jahre später scheiterte die Équipe Tricolore erst im Finale gegen Argentinien.

Mit Real Madrid wartet Mbappé noch auf einen Titel, in seinem Debütjahr ging er mit seinem neuen Team gänzlich leer aus. „Ich denke, wir haben aus der letzten Saison viel gelernt, aber es ist Zeit zu zeigen, was wir gelernt haben“, äußerte er sich optimistisch, in dieser Saison Silberware mit den Königlichen zu gewinnen.

Luis Diaz schwärmt von ersten Erlebnissen beim FC Bayern

Für 70 Millionen Euro Ablöse war Luis Diaz in der abgelaufenen Transferphase vom FC Liverpool zum FC Bayern gewechselt, war damit eindeutig der Königstransfer der Münchner in diesem Sommer. Bis dato verlief die Anfangszeit bei seinem Klub nahezu perfekt, wie der 28-Jährige nun selbst ausführte.

Die ersten Wochen beim FC Bayern hätten für Luis Díaz eigentlich kaum besser verlaufen können. Der Kolumbianer, der zuvor schon in Portugal und Liverpool Auslandserfahrungen gesammelt hatte, scheint sich in Rekordzeit eingelebt zu haben.

Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der WM-Qualifikationsspiele mit der kolumbianischen Nationalmannschaft gewährte der Linksaußen Einblicke in sein neues Fußballer-Leben beim deutschen Rekordmeister.

„Es ist immer etwas Besonderes, einem großen Team beizutreten. Und Bayern gehört definitiv dazu. Sie haben mich auf unglaubliche und sehr besondere Weise aufgenommen“, so Diaz, der in den ersten beiden Bundesliga-Partien gegen RB Leipzig (6:0) und FC Augsburg (2:3) bereits vier Scorerpunkte gesammelt hatte. Insgesamt steht er bei drei Toren in vier Pflichtspiel-Einsätzen.

Zwar fiel der Offensivmann daneben auch schon durch das Auslassen weiterer, bester Torgelegenheiten auf. Doch seine Dynamik und sein Zug zum Tor haben den Bayern-Angriff bis dato zweifelsohne bereits belebt.

Díaz selbst sprüht vor Tatendrang: „Ich bin sehr glücklich. Ich bin im richtigen Team gelandet, der richtigen Truppe. Ich werde weiterhin bodenständig und hart arbeiten, konzentriert auf das, was noch kommt. Denn das ist erst der Anfang.“ Worte, die zeigen, wie ernst der Südamerikaner seine neue Herausforderung nimmt.

Und auch in Diensten der kolumbianischen Nationalmannschaft bleibt der Offensivmann produktiv. Beim 3:0-Erfolg der Cafeteros gegen Bolivien steuerte er eine Vorlage bei und unterstrich damit seine gute Form. Für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist Kolumbien mittlerweile qualifiziert.

Pesic gibt Entwarnung bei Wizards-Big Vukcevic

Erst kam der Ausfall von Bogdan Bogdanovic für den Rest der Basketball-EM. Dann verloren die Serben am Mittwochabend mit 90:95 gegen die Türkei. Obendrein stand mit Tristan Vukcevic ein weiterer NBA-Profi verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Head Coach Svetislav Pesic gab beim Big Man der Washington Wizards jedoch Entwarnung.

Im Anschluss an die erste Niederlage des laufenden Turniers, die Vukcevic aufgrund einer Vorsichtmaßnahme verpasste, sprach der Head Coach der Serbien über die Verletzung des Wizards-Youngsters: „Es handelt sich um eine Muskelverletzung, nichts Ernstes, er wird in zwei oder drei Tagen wieder bereit sein.“

Genauere Angaben über den Gesundheitszustand des 22-Jährigen gab es von den Serben bisher nicht. Neben Bogdan Bogdanovic, der aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel vorzeitig abreisen musste, war Vukcevic der zweite NBA-Spieler, der den Serben nicht zur Verfügung stand.

Als wäre das nicht schon genug, musste der Titelfavorit zudem noch den Ausfall von Guard Aleks Avramovic schlucken. Er verletzte sich gegen die Türken an der Ferse und verließ zum Ende des zweiten Viertels das Parkett, ohne noch einmal in das Spielgeschehen einzugreifen.

„Er hat versucht zu spielen, wir hatten geplant, dass er die zweite Halbzeit beginnt. Wir haben versucht, ihm in der Kabine mit Therapien zu helfen. Wir werden die Situation heute Abend bewerten. Ich bin mir nicht sicher, wie schwer seine Verletzung ist“, informierte Pesic.

Am Donnerstagmorgen folgte dann die doppelte Entwarnung durch den Präsidenten des serbischen Basketballverbandes, Nebojsa Covic, gegenüber RTS, dass es bei beiden Spielern keinen großen Grund zur Sorge gebe.

„Avramović ist gerade von seiner Untersuchung zurückgekommen und es wird alles in Ordnung sein. Was Tristan Vukčević betrifft, auch er wird in Ordnung sein, und hoffentlich bleiben uns Verletzungen erspart“, gab Covic an. „Verletzungen betreffen nicht nur uns, auch andere Teams hatten Verletzungen. Das ist das Risiko von Wettkämpfen und Intensität; diese Gruppenphase ist sehr schwierig. In der K.-o.-Runde ist der körperliche Druck etwas geringer, dafür steigt der psychische Druck.“

Ex-Profi teilt gegen UAE aus: „Ohne Pogacar herrscht Chaos“

Auf ein erneutes Duell mit Tour-de-France-Widersacher Jonas Vingegaard bei der Vuelta a Espana verzichtete Tadej Pogacar. Im Kampf um den Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt sollte es stattdessen Co-Kapitän Joao Almeida für UAE Emirates richten. Das Auftreten des erfolgsverwöhnten Radsport-Teams sorgt stattdessen für heftige Kritik.

„Wenn Tadej Pogacar nicht da ist, herrscht Chaos“, analysiert die ehemalige Profi-Fahrerin Roxane Knetemann die aktuelle Situation von UAE Emirates bei der Vuelta a Espana im „In Het Wiel“-Podcast : „Sie tun nichts dafür, um dieses Image zu ändern – wenn überhaupt, dann verstärken sie es noch.“

Anstatt im Kampf um den Gesamtsieg an einem Strang zu ziehen, beschäftigen Nebenkriegsplätze das Team. Joao Almeida wurde bei harten Bergetappen immer wieder von seinen Helfern in Stich gelassen, insbesondere Juan Ayuso ließ den 27-Jährigen am Anstieg nach Valdezcaray hängen. Eine Szene, die hohe Wellen schlug.

„Irgendwann müssen alle wieder gemeinsam in den Bus einsteigen, oder? Ich glaube, Almeida ist der Typ, der nichts sagt. Ayuso hingegen ist ein arroganter Bengel“, ordnet Knetemann die aktuelle Teamchemie bei UAE ein und kritisiert mit Blick auf die Verantwortlichen: „Die Teamleitung macht das einfach mit – sie denkt: Lasst sie machen.“

Der Rennstall sei ein „Team voller Stars, mit so viel Talent. Sie können alle akzeptieren, dass Pogacar besser ist, aber unter sich scheinen sie sich gegenseitig zu bekämpfen“, so der harte Urteil der 38-jährigen Niederländerin. Vor der 11. Etappe der Vuelta am Dienstag hat Almeida bereits 1:15 Minuten Rückstand auf Jonas Vingegaard, der das Rote Trikot trägt.

Auch der ehemalige Radprofi und Funktionär José De Cauwer hatte bei „Sporza“ zuletzt den fehlenden Zusammenhalt bei UAE bemängelt: „Von einem Kollektiv kann man bei UAE im Moment wirklich nicht sprechen.“