Überraschungswechsel in der NBA fast perfekt

Die Altanta Hawks haben offenbar einen Schlussstrich unter das Kapitel Trae Young gezogen. Wie ESPN berichtet, traden die Hawks den Star-Guard zu den Washington Wizards.

Laut Liga-Insider Shams Charania geben die Wizards für den exzentrischen Spielmacher CJ McCollum und Corey Kispert ab. Damit endet in Atlanta eine Ära: Trae Young war seit seiner Auswahl an fünfter Stelle im Draft 2018 das Gesicht der Franchise.

Doch der 27-Jährige war schon seit Jahren umstritten, vor allem in der Postseason mangelte es trotz immensen Anstrengungen, dem Point Guard eine schlagkräftige Truppe zur Seite zu stellen, an Erfolgen. Bis auf einen Run in die Conference Finals 2021 konnten die Teams unter Youngs Führung jedoch nie wirklich überzeugen.

Nun soll in der US-Hauptstadt – dem präferierten Ziel des Point Guards – ein Neuanfang folgen. Allerdings erst, wenn Young wieder einsatzfähig ist. Der viermalige All-Star laboriert an einer Oberschenkelprellung, wegen der er die letzten sechs Spiele verpasste.

Aufgrund diverser Verletzungen kommt Young in dieser Saison erst auf zehn Einsätze, in denen er so schwache Zahlen (19,3 Punkte, 8,9 Assists) wie zuletzt in seinem Rookie-Jahr auflegte.

Young verdient in der laufenden Saison 46 Millionen Dollar und hält eine Spieleroption für 2026/27 über 49 Millionen. Dennoch glauben die Wizards laut Sharania daran, den nächsten Schritt im Entwicklungsprozess der Organisation im Zuge ihres Rebuilds gemacht zu haben.

Atlanta bekommt mit McCollum einen Veteranen für das junge Team, dessen Vertrag über 30,6 Millionen Dollar am Saisonende ausläuft. Dadurch erhalten die Hawks finanziellen Spielraum, um in den kommenden Monaten einen Starspieler an Land zu ziehen.

Aktuell stehen die Hawks, entgegen der großen Ambitionen, mit denen sie in die Saison gestartet waren – und trotz eines 117:100 über die New Orleans Pelicans am Abend – nur bei einer Bilanz von 18-21 und damit auf dem neunten Rang im Osten. Washington (10-26) ist nach einem 110:131 bei den Philadelphia 76ers Vorletzter.

Flagg macht Doncic vergessen – Spurs mit Ansage

Nur zwei Mannschaften hatten am Dienstag im großen weihnachtlichen Vorlauf spielfrei. Eine vollgepackte Nacht riss Nummer-1-Pick Cooper Flagg an sich. Der Youngster bestimmt die Schlagzeilen mit einer sensationellen Vorstellung gegen Nikola Jokic und die Denver Nuggets.

Cooper Flagg dürfte die Fans der Dallas Mavericks (12-19) einmal mehr über den Glücksfall des Lotteriegewinns im Sommer verzückt haben. 33 Punkte schenkte er keinem geringeren Team als den ambitionierten Denver Nuggets (21-8) ein und führte seine Mannschaft obendrein zu einem 131:130-Heimsieg.

Gleich seine ersten sieben Versuche aus dem Feld fanden ihr Ziel. Nach 48 Minuten stand seine Ausbeute bei 14/21 und darüber hinaus auch noch bei 4/6 von jenseits der Dreierlinie. Seine Statline rundete er mit 9 Rebounds, 9 Assists, 1 Steal und 1 Block bei 2 Ballverlusten ab.

Angeführt vom jüngsten Spieler der Liga stürmten die Gastgeber zu einer frühen 22:6-Führung gegen die Nuggets um Nikola Jokic (29 Punkte, 14 Rebounds) und Jamal Murray (31 Punkte, 14 Assists). Mitte des dritten Viertels riss er die Zuschauer im American Airlines Center mit einem spektakulären Poster-Dunk von den Sitzen.

Im zweiten Duell der Saison zwischen den San Antonio Spurs (22-7) und den Oklahoma City Thunder (26-4) haben die Spurs erneut die Oberhand über den amtierenden Meister behalten – und zwar deutlich. Das antizipierte Top-Spiel zwischen den beiden Schwergewichten der Western Conference blieb nur über drei Viertel spannungsgeladen.

15 Führungswechsel und 13 Gleichstände lieferte die Anzeigetafel im Frost Bank Center in San Antonio, ehe die Gastgeber dank 25 Punkten von Keldon Johsnon und 24 von Stephon Castle davonzogen. Für die Thunder war es mit Abstand die deutlichste Pleite der Saison, nachdem der Titelverteidiger im bisherigen Saisonverlauf erst mit maximal fünf Punkten unterlegen war.

Ein Dreier von Victor Wembanyama, der vor der Partie noch als fraglich galt (Wade), sorgte neun Minuten vor dem Ende für die erste zweistellige Führung seiner Mannschaft, die in den anschließenden Minuten noch auf bis zu 21 Punkte anstieg. Der Franzose kam auf 12 Punkte und begann die Partie wie zuletzt auf der Bank. Shai Gilgeous-Alexander hielt seine 20-Punkte-Serie derweil am Leben. Der MVP der vergangenen Regular Season und Finals beendete das Spitzenspiel mit 33 Zählern.

Schröder im Nationalteam „bis ich nicht mehr laufen kann“

Erst Weltmeister, dann Europameister, Basketballstar Dennis Schröder hat mit dem Nationalteam fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Und doch ist ein Rückzug für den mittlerweile 32 Jahre alten Mannschaftskapitän in absehbarer Zeit überhaupt kein Thema.

„Ich habe vor, Nationalmannschaft zu spielen, bis ich nicht mehr laufen kann“, sagte der NBA-Profi der Sport Bild. Solange er dem Team helfen könne, „werde ich das machen. Das ist mein Ziel.“

Über die Zeit nach der Karriere macht sich der Point Guard der Sacramento Kings dennoch Gedanken, es gibt einige Pläne. Unter anderem könne er sich „vorstellen, beim DBB (Deutscher Basketball Bund, d. Red.) etwas zu machen“, so Schröder, „aber nicht als Trainer, sondern eher im organisatorischen Bereich. Dinge, um die sich aktuell der Präsident Ingo Weiss kümmert.“ Aber das sei ja „noch lange hin“.

In der Nacht zu Dienstag hatte der Braunschweiger nach Hüftproblemen und dreiwöchiger Pause sein Comeback für Sacramento gegeben. Die Kings haben ganze sechs von 26 Saisonspielen gewonnen, nur ein Team ist im Westen schlechter. „Wir hatten natürlich einen schwierigen Start. Aber wir finden uns als Team jetzt langsam rein“, meint Schröder.

Dass er im Sommer erneut wechseln musste und inzwischen beim zehnten NBA-Team unter Vertrag steht, sei kein Problem. „Ich versuche immer, alles positiv zu nehmen. Im Endeffekt habe ich durch die ganzen Trades viele GMs, viele Besitzer, viele neue Teamkollegen getroffen, und ich bin dafür dankbar, dass ich mit denen eine Verbindung haben kann.“

Oklahoma weiter nicht zu stoppen

„Sweet 16“ und die nächsten Bestmarken für die Oklahoma City Thunder: Der NBA-Champion ist auch ohne den derzeit fehlenden Isaiah Hartenstein weiter nicht zu stoppen.

Mit einem 138:89 über die Phoenix Suns zog das Team um den kanadischen Topstar Shai-Gilgeous Alexander ins Halbfinale des NBA Cups ein, dort wartet nach dem 16. Erfolg in Serie nun ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers oder den San Antonio Spurs.

Zugleich egalisierte OKC mit Topscorer Gilgeous Alexander (28 Punkte), der im 96. Spiel in Folge mindestens 20 Punkte erzielte, den bis dato besten Saisonstart der Golden State Warriors aus der Saison 2015/16. Auch das Team um Topstar Stephen Curry schaffte damals 24 Siege aus den ersten 25 Partien der Spielzeit.

„Es fängt mit dem Standard an, den wir haben. Es geht weiter mit dem Respekt und der Freude, das gemeinsam zu schaffen“, sagte Center Chet Holmgren, der mit 24 Punkten überzeugte: „Es gipfelt alles darin, einfach zu versuchen, aus jeder Erfahrung zu lernen. Ob gut oder schlecht, ob knappes Spiel, hoher Sieg oder was auch immer es sein mag.“

OKC wird weiter alles daran setzen, die Serie auszubauen. Womöglich bald wieder mit Hartenstein, der seit Ende November wegen einer Muskelzerrung in der rechten Wade ausfällt.

Franz Wagner in letzter Sekunde geblockt

Franz Wagner schaute genervt an die Hallendecke und riss sich dann seine Maske vom Gesicht. In letzter Sekunde war ein Wurf des deutschen Basketball-Weltmeisters geblockt worden – und so kassierten seine Orlando Magic zu Hause gegen die San Antonio Spurs eine bittere 112:114-Niederlage.

Für Wagner und Co. war es in der NBA die erste Pleite nach zuvor drei Siegen in Serie, das Team liegt in der Eastern Conference weiter auf Platz fünf.

Auch ohne Starspieler Victor Wembanyama (Zerrung) hatte San Antonio zwischenzeitlich schon mit 15 Punkten geführt, doch Orlando kämpfte sich bis zur Schlussphase noch einmal heran – Wagner kam insgesamt auf 25 Punkte und war damit bester Werfer seines Teams.

Und so bekam der 24-Jährige, der sich zuletzt einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte, auch beim letzten Spielzug den Ball unter dem Korb. Doch sein Korbleger zum möglichen Ausgleich in letzter Sekunde wurde dann von Luke Kornet noch geblockt. Für Orlando geht es in der Nacht zu Samstag mit dem Derby gegen Miami Heat weiter.

„Es war nicht das vierte Viertel, das uns zu schaffen gemacht hat. Es war das zweite Viertel und die Art und Weise, wie wir ins Spiel gestartet sind“, sagte Magic-Trainer Jamahl Mosley: „Wir haben am Ende verloren, aber unsere Abläufe und unsere Einstellung waren für dieses Spiel nicht richtig.“

Die Sacramento Kings, bei denen Dennis Schröder erneut fehlte, hatten beim 95:121 bei den Houston Rockets keine Chance und rangieren im Westen auf dem vorletzten Platz.

Ariel Hukporti und seine New York Knicks gewannen souverän mit 119:104 gegen die Charlotte Hornets, dem Center gelangen in gut zwölf Minuten keine Punkte.

Schröder kassiert siebte Pleite in Serie

Keine Chance gegen den Meister: Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder hat mit seinen Sacramento Kings den nächsten Rückschlag in der NBA hinnehmen müssen.

Beim Meister Oklahoma City Thunder um den deutschen Center Isaiah Hartenstein verloren die Kings mit 99:113 und kassierten die siebte Niederlage hintereinander. OKC führt die Western Conference als bestes Team der NBA nach dem siebten Sieg in Serie – ihrem 15. Erfolg im 16. Saisonspiel – weiter souverän an, Sacramento ist Vorletzter.

Schröder konnte die zwölfte Kings-Pleite in dieser Spielzeit trotz einer soliden Leistung nicht verhindern.

Der Welt- und Europameister, der erneut nicht zur Startformation seines Teams gehörte, verbuchte 21 Punkte, drei Assists und fünf Rebounds. Hartenstein steuerte als Starter für Oklahoma vier Zähler, drei Assists und zwölf Rebounds bei.

MVP Shai Gilgeous-Alexander kam als Top-Scorer der Partie derweil auf 33 Punkte. Er erzielte damit auch im 88. Spiel in Serie mindestens 20 Zähler – nur NBA-Legende Wilt Chamberlain hat mehr erreicht (92 und 126).

Steht Anthony Davis bei den Dallas Mavericks im Schaufenster oder nicht? Während entsprechende Medienberichte am Mittwoch für Wirbel sorgten, verwies Mark Cuban die Gerüchte um einen Trade des Superstars klar ins Reich der Fabeln.

„Wir werden ihn nicht traden“, schrieb Cuban in einer Mail vom Mittwoch an Joe Vardon von „The Athletic“. Der frühere Eigentümer und heutige Minderheitsgesellschafter der Mavs war nach dem Rausschmiss von General Manager Nico Harrison in einer Beraterrolle zu den Texanern zurückgekehrt.

In seiner Mail erläuterte Cuban jedoch auch, dass er keinerlei Entscheidungsgewalt habe. Die liege vollständig bei dem derzeitigen Haupteigentümer und Team-Präsident Patrick Dumont. „Er trifft alle finalen Entscheidungen“, sagte Cuban über Dumont: „Ich bin nur dazu da, zu helfen, wo ich kann.“

Die Aufgaben des geschassten GMs Harrison hatten auf Interims-Basis und in Co-Regie Matt Riccardi und Michael Finley übernommen. ESPNs Shams Charania hatte unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, dass sich die Mavs seit dem Wechsel im Front Office Trade-Angebote für Davis anhören würden.

 

Lakers-Abreibung gegen OKC „kein Grund zur Sorge“

Am Mittwoch bekamen die Los Angeles Lakers vom NBA-Titelverteidiger eine kleine Lehrstunde erteilt. Bei der 92:121-Pleite gegen die Oklahoma City Thunder wurden dem Team aus der Stadt der Engel gerade in der ersten Halbzeit die Grenzen aufgezeigt. Dass OKC so überlegen war, bereitet Luka Doncic aber keine Kopfschmerzen.

„Das war definitiv nicht unser bestes Spiel. Wahrscheinlich eines der schlechtesten in dieser Saison“, bilanzierte der 26-Jährige nach dem Auftritt seines Teams im Paycom Center. Er stellte jedoch auch die Qualität des Gegners heraus: „Sie haben einen tollen Job gemacht. Ich finde, sie haben mich alle super verteidigt. Sie sind nicht ohne Grund Meister, das haben sie heute gezeigt.“

Oklahoma City Thunder hielt den Slowenen bei seinem Saisontief von 19 Punkten. Hinzu kamen 7 Assists und 7 Rebounds. Doncic traf nur 7 7/20 aus dem Feld, von Downtown gerade mal 1/7. In 33 Minuten auf dem Court war der Superstar darüber hinaus für 4 Turnover verantwortlich.

OKC-Klatsche „eine große Motivation“ für die Lakers

Bereits zur Halbzeit lagen die Lakers mit 30 Zählern hinten. Einen solchen Rückstand nach zwei Vierteln hatte Doncic in seinen acht Jahren in der besten Basketball-Liga der Welt bislang noch nie erlebt.

„Das ist kein Grund zur Sorge“, gab der Guard mit Blick auf den deutlichen Leistungsunterschied zu Protokoll: „Ich denke, es ist eher eine große Motivation. Sie waren aus gutem Grund Meister, und das ist eine große Motivation. Sie sind meiner Meinung nach noch besser in das Jahr gestartet als letzte Saison. Es ist ein großer Antrieb für uns, sie zu stoppen.“

Die Lakers (8-4) rutschten durch die zweite Niederlage aus den letzten drei Spielen in der Western Conference auf den fünften Platz ab. OKC führt den Westen mit 12 Siegen bei nur einer Niederlage an, dahinter folgen die Denver Nuggets (9-2).

Karl-Anthony Towns wegen Trade „immer noch fassungslos“

Im September 2024 sicherten sich die New York Knicks die Dienste von Center Karl-Anthony Towns im Rahmen eines Blockbuster-Trades mit den Minnesota Timberwolves. Ein überraschender Schritt des Teams aus dem hohen Norden, der den 29-Jährigen auch über ein Jahr später noch beschäftigt.

„Ich bin immer noch fassungslos. Es ist seltsam“, sagte der Superstar der Knicks nach dem 137:114-Sieg seines Teams gegen die Minnesota Timberwolves in einer Medienrunde: „Nach allem, was wir letztes Jahr durchgemacht haben, fühle ich mich jetzt mehr wie ein Knick, aber es ist dennoch komisch, das Wolves-Trikot ohne Towns auf dem Rücken zu sehen.“

2015 wählte die Franchise aus Minneapolis den US-Amerikaner an 1. Stelle im NBA Draft aus. Neun Jahre verbrachte der Big Man bei den Timberwolves, reifte dort zu einem der besten offensiven Center der Liga und führte das Team 2024 erstmals seit 2004 wieder ins Finale der Western Conference. Dann folgte der Schock.

„Wir haben dort etwas Besonderes aufgebaut“, blickte Towns zurück: „Es ist etwas anderes, wenn man Teil des Prozesses ist und nun dagegen spielen muss“. Die Timberwolves seien „ein großartiges Team“, sagte der 29-Jährige: „Zu sehen, was sie gerade leisten, ist etwas Besonderes. Ich erwarte nichts weniger als Großartiges von ihnen.“

Der Kontakt zu seinem ehemaligen Mitspielern ist auch nach dem Trade-Hammer nie abgerissen. „Jeden zweiten Tag, wenn nicht sogar jeden Tag“, halte er die Leitung nach Minneapolis aufrecht.

„Es ist immer toll, seine Brüder zu sehen. Ant ist zum Aushängeschild der Liga geworden. Rudy Gobert und ich haben jahrelang gegeneinander gekämpft, sind dann Teamkollegen geworden und haben eine enge Bindung aufgebaut. Es war wirklich schön, gegen meine Brüder anzutreten. Das geht über Basketball hinaus. Das ist Familie“, wurde Towns emotional.

Towns legte gegen die Wolves 15 Punkte (5/11 FG) und 10 Rebounds auf. Sechs Knicks erzielten mindestens 13 Punkte, allen voran OG Anunoby (25, 10/17 FG, 5 Offensivrebounds).

Reaves mit Gamewinner – Jokic greift nach Rekord

Austin Reaves hat es schon wieder getan! Der Guard der Los Angeles Lakers avanciert ohne LeBron James und Luka Doncic zum neuen Superhelden in Los Angeles. Abseits des Trubels zog Nikola Jokic mit Russell Westbrook und Oscar Robertson gleich.

Die Austin-Reaves-Festspiele bei den Los Angeles Lakers haben bei ihrem 116:115-Auswärtssieg bei den Minnesota Timberwolves eine Fortsetzung gefunden. Der Guard, der in Abwesenheit von Luka Doncic und LeBron James die Zügel in der Hand hält, sorgte für den ersten Gamewinner mit Ablauf der Uhr in der neuen Saison.

Mit noch 6,6 Sekunden auf der Uhr legten die Lakers ihre Hoffnungen auf Reaves, eine verspielte 20-Punkte-Führung doch noch in einen Sieg umzumünzen.

Der Guard, der in den vergangenen Tagen schon heroische Performances abgeliefert hatte, lief ein schnelles Pick-and-Roll mit Deandre Ayton, wechselte gekonnt die Richtung und versenkte einen Floater über die Arme von Donte DiVincenzo bei ablaufender Zeit, um seine Lakers als Gewinner nach Hause zu schicken.

Für Reaves reichte es nach 51- und 41-Punkte-Spielen in den vergangenen zwei Partien zwar nicht für einen erneutes 40-Piece, dafür stellte er mit 16 Assists ein neues Career-High auf. So sah seine Statline von 28 Punkten und 16 Vorlagen in 40 Minuten doch noch mehr als passabel aus.

Die größte Hilfe bekam er ohne die verletzten Doncic, James, Gabe Vincent oder Marcus Smart von Jake LaRavia, den die Lakers im Sommer in die Stadt der Engel lotsten. Dieser erwischte in Minneapolis zweifelsfrei sein bisher bestes Spiel im Lakers-Dress.

Der Forward netzte 27 Punkte ein und blieb aus dem Feld bei 10/11 FG beinahe fehlerfrei. Der 23-Jährige traf 5 seiner 6 Dreier und lieferte sich das eine oder andere Wortgefecht mit dem verletzten Anthony Edwards auf der Timberwolves-Bank.

Zum zweiten Mal in dieser Saison ist Nikola Jokic für die Denver Nuggets der MVP der Nacht. Gegen seinen alten Teamkollegen und Freund DeAndre Jordan, der für die Pels in der Starting Five stand, hatte Jokic beim 122:88 leichtes Spiel. Zu Jordans Verteidigung: Es gab auch sonst keinen Pelicans-Spieler, der es mit dem Serben aufnehmen konnte.

Wagner sieht nach NBA-Start Luft nach oben

Für Franz Wagner und Orlando Magic hat die NBA-Saison trotz einiger Schwierigkeiten mit dem erhofften Sieg begonnen. Dagegen gab es für Dennis Schröder beim Debüt im Trikot der Sacramento Kings eine Enttäuschung.

Franz Wagner lächelte wenig, war eher erleichtert als zufrieden, denn es hakte noch an einigen Stellen. „Man spielt nicht jedes Spiel perfekt. Deswegen ist es gut, den Sieg mitzunehmen“, sagte der Welt- und Europameister nach dem erfolgreichen Auftakt mit Orlando Magic.

Im Florida-Duell mit Miami Heat setzte sich das ambitionierte Basketballteam um den deutschen NBA-Profi einigermaßen mühsam durch, es gibt noch Luft nach oben. Doch das ist kaum überraschend in dieser Frühphase.

Mit 125:121 rang Orlando den Gegner aus dem Süden im ersten von drei Heimspielen binnen vier Tagen nieder, Wagner und Paolo Banchero (beide 24 Zähler) waren wie so oft in der Vergangenheit die besten Scorer der Mannschaft.

Dass auch Miami enorm viele Punkte auflegte, gefiel Wagner derweil gar nicht. „Nicht unser bestes Spiel, besonders defensiv. Da sind wir inkonstant“, kritisierte der Berliner: „Wir müssen uns bewegen, wenn sich der Ball bewegt.“

Für seine Analyse fand Wagner aber auch viele positive Aspekte. Etwa das Tempo, es stimmte. „Wir spielen schneller“, sagte Wagner über den neuen Ansatz der Magic: „Das haben wir in der Vorbereitung gemacht und heute auch. Offensiv war es ein ziemlich guter Start für uns. Je schneller wir spielen, desto besser sind wir.“

Und auch Neuzugang Desmond Bane (23 Punkte) überzeugte, holte 40 Sekunden vor Schluss per Hechtsprung einen wichtigen Rebound. Den Deckel machte wenig später Center Wendell Carter Jr. mit zwei verwandelten Freiwürfen drauf.

An der Seitenlinie ballte Moritz Wagner nach dem letztlich entscheidenden Foul an Carter Jr. die Faust, der Weltmeister arbeitet nach seinem Kreuzbandriss weiter am Comeback für Orlando. Tristan da Silva, wie Franz frisch gebackener Europameister, überzeugte mit 16 Zählern.