Starker Schröder kann Niederlage nicht verhindern

Trotz einer starken Leistung von Welt- und Europameister Dennis Schröder haben die Cleveland Cavaliers in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA eine Niederlage hinnehmen müssen.

Ohne mehrere Topspieler verloren die Cavaliers bei den Milwaukee Bucks mit 116:118. Dennoch bleibt das Team aus Ohio auf Rang vier in der Eastern Conference und hält klar Kurs Richtung Playoffs.

In Abwesenheit unter anderem der beiden Starspieler Donovan Mitchell und James Harden rückte Schröder in die Startformation und erzielte starke 26 Punkte, Bestwert seit seinem Wechsel nach Cleveland Anfang des Monats.

Nur Jarrett Allen (27) beendete das Spiel mit mehr Zählern. Allerdings vergab der Nationalmannschaftskapitän drei Sekunden vor Spielende den möglichen Ausgleich. Bei Milwaukee verpasste Topstar Giannis Antetokounmpo das 13. Spiel in Serie aufgrund einer Wadenverletzung.

Massive Verletzungsprobleme plagten auch Titelverteidiger Oklahoma City Thunder im Duell der Tabellenführer bei den Detroit Pistons. Die Thunder, Spitzenreiter der Western Conference, verloren beim Ost-Dominator schließlich mit 116:124.

Jaylin Williams war mit 30 Punkten und elf Rebounds der überragende Akteur bei den Thunder, während sich Detroit auf das Duo Cade Cunningham und Jalen Duren (jeweils 29 Zähler) verlassen konnte.

Oklahoma begann das Spiel ohne seine vier besten Scorer, unter anderem fiel auch der Deutsche Isaiah Hartenstein mit einer Wadenverletzung aus.

Vorjahres-MVP Shai Gilgeous-Alexander fehlt bereits länger, im Laufe des Spiels in Detroit verletzten sich sogar noch Isaiah Joe und Branden Carlson. Somit musste OKC das Spiel sogar ohne seine sechs besten Punktesammler beenden.

Schröder siegt beim Debüt für Cleveland

Dennis Schröder hat in der NBA ein erfolgreiches Debüt für die Cleveland Cavaliers gefeiert. Bei den Los Angeles Clippers gewann das neue Team des deutschen Nationalmannschaftskapitäns in der Nacht zum Donnerstag mit 124:91.

Schröder kam bei seiner Premiere von der Bank und legte in 19 Minuten elf Punkte, zwei Rebounds und sechs Assists auf.

Der Weltmeister war am vergangenen Sonntag von den Sacramento Kings nach Cleveland geschickt worden, die Cavaliers sind bereits seine elfte Station in der besten Basketball-Liga der Welt.

Mit der Mannschaft aus Ohio, die nun bei 31 Siegen und 21 Niederlagen steht, hat Schröder im Osten beste Play-off-Aussichten und eine Außenseiterchance auf den Titel.

In Cleveland wird Schröder auf der Point-Guard-Position als Back-up für Superstar James Harden fungieren, den das Team von Headcoach Kenny Atkinson erst am Mittwoch kurz vor Ende der Transferphase von den Clippers geholt hatte. Gegen seine alte Mannschaft wirkte Harden jedoch noch nicht mit.

Bester Werfer der „Cavs“ war Donovan Mitchell (29).

Im Spitzenspiel der Western Conference kassierte Meister Oklahoma City Thunder bei den San Antonio Spurs eine 106:116-Niederlage.

Thunder-Center Isaiah Hartenstein kam nicht zum Einsatz, MVP Shai Gilgeous-Alexander fehlte wegen einer Bauchmuskelzerrung verletzt.

Spurs-Star Victor Wembanyama glänzte mit 22 Punkten und 14 Rebounds. OKC führt den Westen mit einer Bilanz von 40:12 weiter vor den Spurs (34:16) an.

Ariel Hukporti fuhr derweil mit den New York Knicks beim 134:127 nach doppelter Overtime gegen die Denver Nuggets den achten Sieg in Folge ein. Während der deutsche Center in vier Minuten ohne Punkte blieb, führte Jalen Brunson die Knicks mit 42 Punkten zum Erfolg.

Für die Nuggets legte der dreimalige MVP Nikola Jokic mit 30 Punkten, 14 Rebounds und zehn Assists ein Triple Double auf, sein Teamkollege Jamal Murray kam auf 39 Punkte.

Diese Teams stehen bei Antetokounmpo Schlange

Die Spekulationen um einen Abschied von Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks haben am Mittwoch an Fahrt aufgenommen. Laut „ESPN“-Insider Shams Charania beschäftigen sich die Bucks mittlerweile ernsthaft mit einem Trade.

Als „offen wie nie“ gelten die Bucks in Ligakreisen hinsichtlich eines Deals für Antetokounmpo. Das ruft standesgemäß eine Reihe von Interessenten auf den Plan, die jedoch nicht jetzt erst in den Poker um den griechischen Superstar eingestiegen sind.

So gelten laut Sharania die New York Knicks und die Miami Heat in der Eastern Conference als auch die Minnesota Timberwolves und die Golden State Warriors als ernstzunehmende Kandidaten für Giannis‘ zukünftige sportliche Heimat.

Der Name der Knicks wird seit dem Sommer am hartnäckigsten mit dem 31-Jährigen in Verbindung gebracht. So bestätigte Knicks-Experte Ian Begley („SNY“), dass die von Antetokounmpo für einen Wechsel präferierte Franchise einem Deal „aggressiv“ nachgehen werde. Zudem warf Begley gleichermaßen den Namen der Heat in den Ring.

Bereits im August habe es laut „ESPN“ erste Gespräche zwischen den Bucks und den Knicks gegeben. Damals habe Antetokounmpo signalisiert, dass Manhattan „der einzige Ort“ sei, an dem er außerhalb von Milwaukee spielen wolle.

Aus San Francisco hört man derweil eine wechselhafte Gemengelage. Einerseits betonte Warriors-GM Mike Dunleavy Jr. nach dem Kreuzbandriss von Jimmy Butler, dass man nicht vorhabe, den Superstar zu verschiffen. „Meine Vision ist, dass er uns nächste Saison einen Schub gibt, wie er es getan hat, als er zu uns gekommen ist“, sagte Dunleavy.

Chris Mannix („Sports Illustrated“) berichtete am Dienstag Gegenteiliges: So seien die Dubs für Giannis bereit, ein Paket um Butler, Jonathan Kuminga und eine Reihe von Draftpicks zu schnüren.

Texas gehört Houston – George sticht Edwards aus

Am Dienstag lieferten sich die Houston Rockets und die San Antonio Spurs ein Duell zwischen Lokalrivalen, das nicht von den Superstars bestimmt wurde. Anders verlief die Partie der Minnesota Timberwolves in Utah.

Mit einem 111:106-Heimsieg haben die Houston Rockets (26-15) im Duell der Lokalrivalen mit den San Antonio Spurs (30-14) die Oberhand behalten. Dabei war es nicht der Abend der Superstars auf beiden Seiten, da sowohl Kevin Durant (18 Punkte) aufseiten der Rockets als auch Victor Wembanyama (14) bei den Spurs die 20-Punkte-Marke verpassten.

Stattdessen gab es andere Matchwinner in einem Texas-Duell, in dem die Spurs über weite Strecken in Führung lagen. Bei den Gästen spielte sich Julian Champagnie mit einer Dreier-Barrage in den Vordergrund. Gleich achtmal traf er von der Dreierlinie. Nur eines seiner 17 Field Goals kam aus dem Zweipunktebereich. Damit stand er letztlich bei 27 Punkten. Für die Rockets war es wiederum Alperen Sengun, der mit 20 Zählern, 13 Rebounds und 9 Assists bei 4 Ballverlusten nur knapp ein Triple-Double verfehlte.

Senguns Rockets unternahmen in der zweiten Halbzeit ein 16-Punkte-Comeback. Zu Beginn des Schlussviertels lag die Mannschaft von Ime Udoka noch mit 82:92 im Hintertreffen, fand dann aber eindrucksvoll in die Spur. Nur 14 Spurs-Punkte ließ seine Truppe in den letzten zwölf Minuten zu. Reed Sheppard sorgte mit zwei Dreiern zu Beginn der Clutch-Time für die erste Rockets-Führung seit dem ersten Viertel. Zwei Minuten vor dem Ende blockte er einen Dreier Champagnies, was am anderen Ende des Feldes in zwei Punkten durch Jabari Smith Jr. mündete.

Da die anschließenden zwei Spurs-Angriffe nichts einbrachten, nutzte Sengun die Gelegenheit, um die Gastgeber 36,8 Sekunden vor dem Ende mit 108:104 in Führung zu bringen – die Entscheidung.

Kings gewinnen zweites Spiel ohne gesperrten Schröder

Auch im zweiten Spiel ohne den gesperrten Dennis Schröder haben die Sacramento Kings in der NBA gewonnen.

Das Team siegte gegen die favorisierten New York Knicks um den deutschen Profi Ariel Hukporti, die in der Eastern Conference auf Rang zwei stehen, mit 112:101. Für die Kings, Vorletzter im Westen, war es der zweite Erfolg nacheinander.

Erfolgreichster Werfer bei Sacramento war DeMar DeRozan mit 27 Punkten, auch Zach LaVine (25) und Precious Achiuwa (20) drehten auf. Hukporti kam für die Knicks auf lediglich rund zweieinhalb Minuten Spielzeit, dabei erzielte der 23-Jährige zwei Punkte.

Schröder hatte wie bereits beim 124:112 seiner Kings über die Los Angeles Lakers vor zwei Tagen zusehen müssen.

Die NBA hatte den deutschen Welt- und Europameister für insgesamt drei Spiele aus dem Verkehr gezogen, weil er laut Medienberichten beim 101:125 der Kings gegen die Lakers Ende Dezember versucht haben soll, auf Gegenspieler Luka Doncic loszugehen.

Somit fehlt der 32-Jährige auch noch in der anstehenden Partie am Freitag (Ortszeit) gegen die Washington Wizards.

 

Überraschungswechsel in der NBA fast perfekt

Die Altanta Hawks haben offenbar einen Schlussstrich unter das Kapitel Trae Young gezogen. Wie ESPN berichtet, traden die Hawks den Star-Guard zu den Washington Wizards.

Laut Liga-Insider Shams Charania geben die Wizards für den exzentrischen Spielmacher CJ McCollum und Corey Kispert ab. Damit endet in Atlanta eine Ära: Trae Young war seit seiner Auswahl an fünfter Stelle im Draft 2018 das Gesicht der Franchise.

Doch der 27-Jährige war schon seit Jahren umstritten, vor allem in der Postseason mangelte es trotz immensen Anstrengungen, dem Point Guard eine schlagkräftige Truppe zur Seite zu stellen, an Erfolgen. Bis auf einen Run in die Conference Finals 2021 konnten die Teams unter Youngs Führung jedoch nie wirklich überzeugen.

Nun soll in der US-Hauptstadt – dem präferierten Ziel des Point Guards – ein Neuanfang folgen. Allerdings erst, wenn Young wieder einsatzfähig ist. Der viermalige All-Star laboriert an einer Oberschenkelprellung, wegen der er die letzten sechs Spiele verpasste.

Aufgrund diverser Verletzungen kommt Young in dieser Saison erst auf zehn Einsätze, in denen er so schwache Zahlen (19,3 Punkte, 8,9 Assists) wie zuletzt in seinem Rookie-Jahr auflegte.

Young verdient in der laufenden Saison 46 Millionen Dollar und hält eine Spieleroption für 2026/27 über 49 Millionen. Dennoch glauben die Wizards laut Sharania daran, den nächsten Schritt im Entwicklungsprozess der Organisation im Zuge ihres Rebuilds gemacht zu haben.

Atlanta bekommt mit McCollum einen Veteranen für das junge Team, dessen Vertrag über 30,6 Millionen Dollar am Saisonende ausläuft. Dadurch erhalten die Hawks finanziellen Spielraum, um in den kommenden Monaten einen Starspieler an Land zu ziehen.

Aktuell stehen die Hawks, entgegen der großen Ambitionen, mit denen sie in die Saison gestartet waren – und trotz eines 117:100 über die New Orleans Pelicans am Abend – nur bei einer Bilanz von 18-21 und damit auf dem neunten Rang im Osten. Washington (10-26) ist nach einem 110:131 bei den Philadelphia 76ers Vorletzter.

Flagg macht Doncic vergessen – Spurs mit Ansage

Nur zwei Mannschaften hatten am Dienstag im großen weihnachtlichen Vorlauf spielfrei. Eine vollgepackte Nacht riss Nummer-1-Pick Cooper Flagg an sich. Der Youngster bestimmt die Schlagzeilen mit einer sensationellen Vorstellung gegen Nikola Jokic und die Denver Nuggets.

Cooper Flagg dürfte die Fans der Dallas Mavericks (12-19) einmal mehr über den Glücksfall des Lotteriegewinns im Sommer verzückt haben. 33 Punkte schenkte er keinem geringeren Team als den ambitionierten Denver Nuggets (21-8) ein und führte seine Mannschaft obendrein zu einem 131:130-Heimsieg.

Gleich seine ersten sieben Versuche aus dem Feld fanden ihr Ziel. Nach 48 Minuten stand seine Ausbeute bei 14/21 und darüber hinaus auch noch bei 4/6 von jenseits der Dreierlinie. Seine Statline rundete er mit 9 Rebounds, 9 Assists, 1 Steal und 1 Block bei 2 Ballverlusten ab.

Angeführt vom jüngsten Spieler der Liga stürmten die Gastgeber zu einer frühen 22:6-Führung gegen die Nuggets um Nikola Jokic (29 Punkte, 14 Rebounds) und Jamal Murray (31 Punkte, 14 Assists). Mitte des dritten Viertels riss er die Zuschauer im American Airlines Center mit einem spektakulären Poster-Dunk von den Sitzen.

Im zweiten Duell der Saison zwischen den San Antonio Spurs (22-7) und den Oklahoma City Thunder (26-4) haben die Spurs erneut die Oberhand über den amtierenden Meister behalten – und zwar deutlich. Das antizipierte Top-Spiel zwischen den beiden Schwergewichten der Western Conference blieb nur über drei Viertel spannungsgeladen.

15 Führungswechsel und 13 Gleichstände lieferte die Anzeigetafel im Frost Bank Center in San Antonio, ehe die Gastgeber dank 25 Punkten von Keldon Johsnon und 24 von Stephon Castle davonzogen. Für die Thunder war es mit Abstand die deutlichste Pleite der Saison, nachdem der Titelverteidiger im bisherigen Saisonverlauf erst mit maximal fünf Punkten unterlegen war.

Ein Dreier von Victor Wembanyama, der vor der Partie noch als fraglich galt (Wade), sorgte neun Minuten vor dem Ende für die erste zweistellige Führung seiner Mannschaft, die in den anschließenden Minuten noch auf bis zu 21 Punkte anstieg. Der Franzose kam auf 12 Punkte und begann die Partie wie zuletzt auf der Bank. Shai Gilgeous-Alexander hielt seine 20-Punkte-Serie derweil am Leben. Der MVP der vergangenen Regular Season und Finals beendete das Spitzenspiel mit 33 Zählern.

Schröder im Nationalteam „bis ich nicht mehr laufen kann“

Erst Weltmeister, dann Europameister, Basketballstar Dennis Schröder hat mit dem Nationalteam fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Und doch ist ein Rückzug für den mittlerweile 32 Jahre alten Mannschaftskapitän in absehbarer Zeit überhaupt kein Thema.

„Ich habe vor, Nationalmannschaft zu spielen, bis ich nicht mehr laufen kann“, sagte der NBA-Profi der Sport Bild. Solange er dem Team helfen könne, „werde ich das machen. Das ist mein Ziel.“

Über die Zeit nach der Karriere macht sich der Point Guard der Sacramento Kings dennoch Gedanken, es gibt einige Pläne. Unter anderem könne er sich „vorstellen, beim DBB (Deutscher Basketball Bund, d. Red.) etwas zu machen“, so Schröder, „aber nicht als Trainer, sondern eher im organisatorischen Bereich. Dinge, um die sich aktuell der Präsident Ingo Weiss kümmert.“ Aber das sei ja „noch lange hin“.

In der Nacht zu Dienstag hatte der Braunschweiger nach Hüftproblemen und dreiwöchiger Pause sein Comeback für Sacramento gegeben. Die Kings haben ganze sechs von 26 Saisonspielen gewonnen, nur ein Team ist im Westen schlechter. „Wir hatten natürlich einen schwierigen Start. Aber wir finden uns als Team jetzt langsam rein“, meint Schröder.

Dass er im Sommer erneut wechseln musste und inzwischen beim zehnten NBA-Team unter Vertrag steht, sei kein Problem. „Ich versuche immer, alles positiv zu nehmen. Im Endeffekt habe ich durch die ganzen Trades viele GMs, viele Besitzer, viele neue Teamkollegen getroffen, und ich bin dafür dankbar, dass ich mit denen eine Verbindung haben kann.“

Oklahoma weiter nicht zu stoppen

„Sweet 16“ und die nächsten Bestmarken für die Oklahoma City Thunder: Der NBA-Champion ist auch ohne den derzeit fehlenden Isaiah Hartenstein weiter nicht zu stoppen.

Mit einem 138:89 über die Phoenix Suns zog das Team um den kanadischen Topstar Shai-Gilgeous Alexander ins Halbfinale des NBA Cups ein, dort wartet nach dem 16. Erfolg in Serie nun ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers oder den San Antonio Spurs.

Zugleich egalisierte OKC mit Topscorer Gilgeous Alexander (28 Punkte), der im 96. Spiel in Folge mindestens 20 Punkte erzielte, den bis dato besten Saisonstart der Golden State Warriors aus der Saison 2015/16. Auch das Team um Topstar Stephen Curry schaffte damals 24 Siege aus den ersten 25 Partien der Spielzeit.

„Es fängt mit dem Standard an, den wir haben. Es geht weiter mit dem Respekt und der Freude, das gemeinsam zu schaffen“, sagte Center Chet Holmgren, der mit 24 Punkten überzeugte: „Es gipfelt alles darin, einfach zu versuchen, aus jeder Erfahrung zu lernen. Ob gut oder schlecht, ob knappes Spiel, hoher Sieg oder was auch immer es sein mag.“

OKC wird weiter alles daran setzen, die Serie auszubauen. Womöglich bald wieder mit Hartenstein, der seit Ende November wegen einer Muskelzerrung in der rechten Wade ausfällt.

Franz Wagner in letzter Sekunde geblockt

Franz Wagner schaute genervt an die Hallendecke und riss sich dann seine Maske vom Gesicht. In letzter Sekunde war ein Wurf des deutschen Basketball-Weltmeisters geblockt worden – und so kassierten seine Orlando Magic zu Hause gegen die San Antonio Spurs eine bittere 112:114-Niederlage.

Für Wagner und Co. war es in der NBA die erste Pleite nach zuvor drei Siegen in Serie, das Team liegt in der Eastern Conference weiter auf Platz fünf.

Auch ohne Starspieler Victor Wembanyama (Zerrung) hatte San Antonio zwischenzeitlich schon mit 15 Punkten geführt, doch Orlando kämpfte sich bis zur Schlussphase noch einmal heran – Wagner kam insgesamt auf 25 Punkte und war damit bester Werfer seines Teams.

Und so bekam der 24-Jährige, der sich zuletzt einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte, auch beim letzten Spielzug den Ball unter dem Korb. Doch sein Korbleger zum möglichen Ausgleich in letzter Sekunde wurde dann von Luke Kornet noch geblockt. Für Orlando geht es in der Nacht zu Samstag mit dem Derby gegen Miami Heat weiter.

„Es war nicht das vierte Viertel, das uns zu schaffen gemacht hat. Es war das zweite Viertel und die Art und Weise, wie wir ins Spiel gestartet sind“, sagte Magic-Trainer Jamahl Mosley: „Wir haben am Ende verloren, aber unsere Abläufe und unsere Einstellung waren für dieses Spiel nicht richtig.“

Die Sacramento Kings, bei denen Dennis Schröder erneut fehlte, hatten beim 95:121 bei den Houston Rockets keine Chance und rangieren im Westen auf dem vorletzten Platz.

Ariel Hukporti und seine New York Knicks gewannen souverän mit 119:104 gegen die Charlotte Hornets, dem Center gelangen in gut zwölf Minuten keine Punkte.