Noch hat Bayern Münchens Supertalent Lennart Karl kein A-Länderspiel auf dem Konto, für die U21-Auswahl sind es auch erst zwei Einsätze. Dennoch fordern nicht wenige Experten, dass der 18-Jährige im Sommer mit zur Weltmeisterschaft fahren sollte. Auch Lothar Matthäus hat sich diesbezüglich klar positioniert.
Geht es nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada Lennart Karl vom FC Bayern „auf jeden Fall mitnehmen“, wie er in einem „kicker“-Interview sagte. Besser gesagt: Der 64-Jährige würde auf den Youngster „auf keinen Fall verzichten“.
Was für den Flügelstürmer des FC Bayern spreche: Karl habe etwas, „das vielleicht kein anderer Spieler in der Mannschaft hat: die Unbekümmertheit, die Frechheit, die Qualität“. Zudem kann der 1,68 Meter große Dribbler bereits auf internationale Erfahrung im Bayern-Trikot zurückblicken.
Ohnehin sind Karls Einsatzzeiten in der laufenden Spielzeit unter Cheftrainer Vincent Kompany bemerkenswert. In der Bundesliga kommt er auf 21 Spiele, in denen ihm je vier Tore und vier Vorlagen gelangen. Im DFB-Pokal wurde er in drei von vier Partien eingesetzt – und in der Champions League steht er bei starken drei Treffern und einer Vorlage in sechs Partien.
In Fußball-Deutschland wird daher schon seit Längerem darüber diskutiert, ob Bundestrainer Nagelsmann den zweifachen U21-Nationalspieler in die A-Elf befördern sollte. Gleiches gilt für Senkrechtstarter Said El Mala vom 1. FC Köln, der in der Bundesliga auf überragende acht Tore und vier Vorlagen in 25 Partien kommt.
Allerdings zeigt sich Matthäus mit Blick auf den 19-jährigen U21-Nationalspieler, der von Nagelsmann im vergangenen November eingeladen, aber nicht eingesetzt wurde, etwas skeptischer. „Er ist noch kein Stammspieler beim 1. FC Köln“, meinte der TV-Experte, außerdem habe der FC generell weniger Spiele und El Mala damit weniger Bewährungschancen.
Andererseits besitze der Youngster ebenfalls „hohe Qualität, Geschwindigkeit, ein gutes Dribbling, einen guten Abschluss“. Der WM-Kader sei mit 26 Profis groß, „da sollte man schon überlegen, wer eine Qualität hat, die der Mannschaft sonst fehlt. Und darauf, wer die Rolle als Ergänzungsspieler annimmt.“