Was für den BVB spricht – und was für den FC Bayern

Fußball-Deutschland schaut nach Dortmund. Die Borussia geht nach ihrem dramatischen Champions-League-K.o. angeschlagen ins Prestigeduell mit dem FC Bayern München.Der Rekordmeister kann mit einem Sieg am Samstagabend (18:30 Uhr/Sky) an der Tabellenspitze davonziehen. Was spricht für wen? Ein Überblick zum Bundesliga-Gipfel.

Schlotterbeck-Comeback: Nico Schlotterbeck kehrt zurück in die Mannschaft. Vier Spiele hat Dortmunds bester und mit drei Bundesliga-Toren in dieser Saison bislang treffsicherster Innenverteidiger erst wegen einer Gelbsperre und dann wegen muskulärer Probleme gefehlt. Beim 1:4 in Bergamo saß er zwar auf der Bank, wurde aber noch geschont. Gegen die Bayern ist Schlotterbeck nun bereit für die Startelf. Er könnte links in der Dreierkette den in Bergamo unglücklich agierenden Ramy Bensebaini ersetzen. Schlotterbeck macht den BVB hinten stabiler und vorn torgefährlicher.

Das spricht für den FC Bayern

Killerinstinkt: Die Münchner wittern gegen die angeschlagenen Dortmunder die große Chance, im Meisterkampf bereits für eine Vorentscheidung sorgen zu können – und die wollen sie unbedingt nutzen. Für Trainer Vincent Kompany geht es gegen die Borussia unabhängig vom Rennen um die Schale aber auch immer ums Prestige. „Diese Spiele sind dermaßen wichtig, dass es ein eigener kleiner Titel ist“, sagte der Belgier. „Deswegen ist es für uns auch eine absolute Priorität, da zu gewinnen.“ Die Bilanz spricht klar für die Bayern: Nur eines der vergangenen 15 Duelle mit dem BVB haben sie verloren.

Große Spiele gegen die Großen: Wann immer sie von den nationalen Top-Teams in dieser Saison gefordert wurden, waren die Bayern da. Sämtliche Duelle mit den Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel der Bundesliga wurden gewonnen – mitunter richtig deutlich. Gegen Leipzig etwa gab es ein 6:0 und ein 5:1, in Stuttgart ein 5:0, gegen Hoffenheim unlängst ein 5:1. Auch das Hinspiel gegen den BVB entschieden die Münchner im Oktober mit 2:1 für sich.

Rekordjäger Kane: Bayerns Stürmerstar trifft und trifft und trifft. In der Liga steht er schon wieder bei 28 Toren. Und es winkt wieder mal eine Bestmarke: In den vergangenen Partien gegen Hoffenheim (5:1), Bremen (3:0) und Frankfurt (3:2) traf der Engländer jeweils zweimal. Nun wieder? In vier Bundesliga-Partien in Serie mindestens doppelt zu treffen, gelang bislang nur zwei Spielern: Wolfsburgs Tomislav Maric 2001 und Dortmunds Lothar Emmerich 1967.

Starker Schröder kann Niederlage nicht verhindern

Trotz einer starken Leistung von Welt- und Europameister Dennis Schröder haben die Cleveland Cavaliers in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA eine Niederlage hinnehmen müssen.

Ohne mehrere Topspieler verloren die Cavaliers bei den Milwaukee Bucks mit 116:118. Dennoch bleibt das Team aus Ohio auf Rang vier in der Eastern Conference und hält klar Kurs Richtung Playoffs.

In Abwesenheit unter anderem der beiden Starspieler Donovan Mitchell und James Harden rückte Schröder in die Startformation und erzielte starke 26 Punkte, Bestwert seit seinem Wechsel nach Cleveland Anfang des Monats.

Nur Jarrett Allen (27) beendete das Spiel mit mehr Zählern. Allerdings vergab der Nationalmannschaftskapitän drei Sekunden vor Spielende den möglichen Ausgleich. Bei Milwaukee verpasste Topstar Giannis Antetokounmpo das 13. Spiel in Serie aufgrund einer Wadenverletzung.

Massive Verletzungsprobleme plagten auch Titelverteidiger Oklahoma City Thunder im Duell der Tabellenführer bei den Detroit Pistons. Die Thunder, Spitzenreiter der Western Conference, verloren beim Ost-Dominator schließlich mit 116:124.

Jaylin Williams war mit 30 Punkten und elf Rebounds der überragende Akteur bei den Thunder, während sich Detroit auf das Duo Cade Cunningham und Jalen Duren (jeweils 29 Zähler) verlassen konnte.

Oklahoma begann das Spiel ohne seine vier besten Scorer, unter anderem fiel auch der Deutsche Isaiah Hartenstein mit einer Wadenverletzung aus.

Vorjahres-MVP Shai Gilgeous-Alexander fehlt bereits länger, im Laufe des Spiels in Detroit verletzten sich sogar noch Isaiah Joe und Branden Carlson. Somit musste OKC das Spiel sogar ohne seine sechs besten Punktesammler beenden.